Beiträge von Bolzbold

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    Original von Albatros
    Ich habe jetzt nicht alles im Detail gelesen, aber mir fällt auf, dass diese Diskussion - wie so oft - recht einseitig läuft. Jedes Kind hat auch einen Vater, und außer Stillen können wir auch alles 8)
    Grüße aus HH
    Albatros

    Und darüber haben wir hier auch schon diskutiert.
    Dein "Einwand" bringt uns hier nicht sonderlich weiter.

    Gruß
    Bolzbold

    Susannea

    Das hat etwas von "wenn Du nicht perfekt bist, dann bist Du selber schuld" und klingt ungemein selbstgerecht.

    Natürlich kann man Dinge nur vom Ergebnis her betrachten und von Außen Kritik üben, wenn das Ergebnis nicht stimmt. Es zeigt aber auf erschreckende Art und Weise die Unkenntnis oder aber die schlichte Ignoranz der Umstände, die dazu führen. Und gerade bei dem in diesem Thread erwähnten Problemkomplex kann und darf man die nicht ignorieren.

    Faszinierend ist daran aber immer wieder, wie wenig Verständnis und Solidarität es gerade unter Frauen in ähnlichen Situationen gibt. Ich kann als Mann da nur als Zaungast mitreden, aber hat das bei Frauen, die sich so verständnislos zeigen, auch etwas mit Profilierung nach Außen zu tun?

    Gruß
    Bolzbold

    Die Arbeitsrealität insbesondere für Lehrer an weiterführenden Schulen hat sich gewaltig verändert.

    Im Zuge von G8 und der Verdichtung des Unterrichts haben sich die Arbeitszeiten bzw. die Zeiträume, in denen man in der Schule arbeitet, erheblich erweitert.

    Konnte man früher im Regelfall davon ausgehen, dass man von "acht bis eins" in der Schule ist, so ist das heutzutage nicht mehr der Fall. Die Arbeitszeiten bei uns an der Schule erstrecken sich von 8 Uhr bis 18 Uhr, wobei die Sportler aufgrund der Hallenzeiten besonders oft bis abends arbeiten müssen.
    (Ich frage mich da, wie meine Sportkolleginne im gebärfähigen Alter das später mit einer Teilzeitstelle managen wollen.)

    Ferner ändert sich an weiterführenden Schulen der Stundenplan oft im Halbjahresrhythmus, was bedeutet, dass die Kinderbetreuung und ggf. auch Nachmittagsaktivitäten für die Kids jedesmal vollkommen neu organisiert werden müssen.

    Das ist schon etwas anderes als ein Bürojob, der von 8 Uhr bis 12 Uhr geht.

    Viele Kindergärten öffnen erst um 7:30 Uhr, was bedeutet, dass man morgens wirklich extremen Stress hat. Und den Kindergartenplatz kann man je nach Gemeinde beileibe nicht wählen.

    Die teils starren Stundenkontingente in Kindergärten sind so oft inkompatibel mit unseren ständig wechselnden Arbeitszeiten.

    Konferenztermine werden nicht immer am Schuljahresanfang vollständig geplant, oft kommen spontane Dienstbesprechungen hinzu.

    Das KANN man oft schlichtweg nicht abfangen, weil das voraussetzen würde, dass das Umfeld bzw. die Betreuungspersonen dieselbe Flexibilität und Verfügbarkeit besitzen, wie es von uns erwartet wird.

    Um diese Punkte kommt man als Lehrer(in) einfach nicht herum - und in vielen Fällen kann man schlichtweg nichts dafür, dass die Organisation der Kinderbetreuung nicht funktioniert und man infolge dessen hyper-gestresst und unglücklich ist.

    Gruß
    Bolzbold

    Friesin

    Richtig.

    So habe ich das ursprünglich auch gehandhabt. Aber gerade in den Weihnachtsferien ist man ja doch oft auf Familienbesuch. Da hängen die Klausuren dann wie ein Damoklesschwert über Dir. Und dazu hatte ich diesmal keine Lust.

    Es war ein unglaublich gutes Gefühl, zum ersten Mal seit fünf Jahren keine Klausuren über Weihnachten auf dem Schreibtisch zu haben.

    Gruß
    Bolzbold

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    Original von Loyola
    Gute Fragen!
    Ich kenne nur wenige Männer, die Elternzeit genommen haben - und wenn, dann meist nur die "Vätermonate". Auch im Schuldienst ernten Männer meist mindestens Erstaunen, meist Unverständnis, wenn sie wegen Familiengründung in Teilzeit gehen.
    Dennoch: Insbesondere im Schuldienst geht dies besonders gut.

    Richtig. Wenn Frau aber stillt, wird es bei einem Vollzeitjob schwierig - denn Stillstunden sind auch in der freien Wirtschaft nicht immer durchsetzbar und mitunter je nach Entfernung nicht praktikabel.

    Zitat


    Ich kann Männer nur dazu aufrufen, dies auszunutzen und mehr Zeit in ihre Familie zu investieren. Das tut nicht nur ihnen und ihrer Familie gut, sondern auch dem gesellschaftlichen Klima.

    Wobei diese Männer dann erst einmal den "Groll" der Gesellschaft abbekämen, sei es von Arbeitgeberseite oder von anderen Teilen der Gesellschaft. Elternzeit isoliert betrachtet ist eine gute Sache. Solange Männer in der Wirtschaft aber besser bezahlt werden als Frauen und solange Elternzeit langfristig für Männer eine Karrierebremse ist, müssen Männer für ihren Idealismus einen hohen Preis bezahlen.

    Zitat


    Es regt mich wirklich auf, dass Frauen immer die Hauptlast zu tragen haben - nicht nur die Arbeitsbelastung (Dreifachbelastung Familie, Haushalt, Beruf), sondern auch die moralische Empörung von allen Seiten (bleibst Du zu Hause, bist Du "Heimchen am Herd" und volkswirtschaftlich unproduktiv, bist Du erwerbstätig, bist Du Rabenmutter).

    Naja, also das mit dem Haushalt kann man sich teilen. Bleibt also die Doppelbelastung Kind/Beruf. Und hier wirst Du immer jemanden finden, der sich auf das vermeintlich höhere moralische Podest stellen muss und die Frau für egal welche Entscheidung verurteilt - letztlich aber nur, um die eigene Unzufriedenheit über die eigene Situation zu kaschieren.
    (Wie viele Frauen sich über ihre (Über)Mutterrolle definieren ist einfach unglaublich...)

    Ist man selbst Hausfrau, muss man eine berufstätige Mutter als Rabenmutter verurteilen, um sich selbst aufzuwerten.
    Ist man selbst berufstätig, schaut man auf die Heimchen am Herd herab, möglicherweise um sein eigenes schlechtes Gewissen zu beruhigen.
    Ist man "beides" wird man in seinem Gegenüber dennoch immer etwas finden, was er (bzw. hier ja sie) falsch macht und was man besser macht.

    Aufwertung des eigenen angeknachsten Egos in Ermangelung der Wahrnehmung eigener Erfolge und Vorzüge geht für viele Menschen nur über Diffamierung und Abwertung anderer Menschen.

    Gruß
    Bolzbold

    Micky

    Die Erzählungen der Kollegen mit den entsprechenden Fächern, wo sie alles wieder in Urlaub waren - und diese Gespräche gibt es fernab der individuellen Belastungen - wird man in der Tat neidisch.

    Ich habe diesmal vor den Weihnachtsferien einen Korrekturmarathon hingelegt, damit ich die Ferien überwiegend zur Erholung hatte und auch mal wegfahren konnte. Bis auf ein paar Tests und ein paar Mappen hatte ich auch nichts auf dem Schreibtisch liegen - und diese Sachen machen ja auch die Nebenfachlehrer.

    Letztlich müssen wir alle primär sehen, wie wir mit der Belastung umgehen und dass wir uns einige Schon- bzw. Freiräume schaffen, in denen wir tatsächlich mit der Familie etc. Zeit verbringen.

    Ich glaube, wenn man irgendwie versucht, die Klausuren in den Stressphasen vor den Ferien zu korrigieren, ist man zwar wirklich Anfang der Ferien am Ende, aber dafür kann man in den Ferien wirklich mal entspannen. Letztlich fällt man ja in den Ferien zuerst in ein tiefes Loch, will am liebsten abschalten, kann es aber nicht, weil sich die Klausuren stapeln.
    Dann lieber vor den Ferien richtig durchkloppen und in den Ferien wirklich einmal erholen.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Original von Loyola
    Ich finde es traurig, dass diese Probleme immer nur die Probleme der Mütter sind, nicht die der Väter. Natürlich ist es eine Option, für (kleine) Kinder zu Hause zu bleiben, aber warum soll das immer die Mutter sein?
    Ist es nicht möglich, dass Dein Partner beruflich ein wenig zurückschaltet und Dich stärker entlastet?
    Auch ist es mit 1,5 Einkommen evt. ja auch möglich, eine Haushaltshilfe einzustellen, sodass Du zumindest mit Putzen und Waschen weniger zu tun hast.

    Gute Frage. Fragen wir weiter:

    Bestehen die Männer auf ihrer beruflichen Selbstverwirklichung und zwingen die Frauen zu Hause zu bleiben?

    Stecken die Frauen tendenziell eher zurück, weil sie es als ihre Pflicht ansehen, oder weil es gesellschaftlich erwartet wird?

    Zeigen sich Arbeitgeber bei Männern weniger tolerant und entgegenkommend und tragen so zum Erhalt des traditionell geprägten Rollenbildes bei? (=> Überstunden)

    Bedeutet das in der Folge eine größere Gefahr für Männer, nach der Elternzeit ihre Karriere nicht nahtlos fortsetzen zu können?

    Geschlechterunabhängig stellt sich dann noch die Frage, wie der Vollzeit arbeitende Partner den Ausgleich zwischen dem Druck durch den Arbeitgeber und dem Druck durch die familiären Probleme, die sich ggf. daraus ergeben, herstellen soll.

    Emanzipation ist ja eine schöne Errungenschaft. Wenn sie aber nur innerhalb der Kernfamilie gelebt werden kann und gesellschaftlich in der immer noch von überwiegend männlichen Führungskräften geprägten Arbeitswelt de facto nur eingeschränkt gelebt wird, dann wird dieses Problem wohl noch eine Weile bestehen bleiben.

    Gruß
    Bolzbold

    Was die Verantwortung der Väter angeht, so kann man "Mann" und "Frau" sicherlich austauschen, wenn beide im Schuldienst sind, weil die Rahmenbedingungen recht ähnlich sind. Gesellschaftlich orientieren sich jedoch immer noch zu viele Menschen an den klassischen Rollenvorstellungen.

    Wenn einer von beiden aber in der freien Wirtschaft angestellt ist und dort auf wenig Verständnis für spontane Ausfälle aufgrund von Problemen bei der Kinderbetreuung stößt, hat dieser eine nicht sonderlich viele Alternativen.

    Das Grundproblem, was auch ich bei Teilzeitkräften sehe, und was wir hier auch in diesem Forum schon oft diskutiert haben, ist, dass das System Schule die Arbeitszeit von Teilzeitkräften im Wesentlichen auf der Basis der zu unterichtenden Stunden fest macht, jedoch die ganze Zusatzarbeit, Vertretungsstunden etc. nicht berücksichtigt. Ein 14-Stunden-Deputat mit einem freien Tag, einem löchrigen Stundenplan und im Schnitt zwei bis vier Vertretungsstunden pro Woche (passt ja besser als bei Vollzeitkräften, die volle Stundenpläne haben), ist de facto nahezu ein Vollzeitjob, nur wesentlich schlechter bezahlt.
    Hinzu kommt - wie wir hier ja auch schon bei der Diskussion um die Arbeitszeitbelastung gesehen haben - die oftmals fehlende Solidarität im Kollegium.

    Die TE hat hier insofern die A-Karte gezogen, weil ihr Mann zusätzlich Überstunden schieben muss und sie das mittelbar ja auch noch aufzufangen hat und sie entsprechend wenig entlasten kann.
    Wenn dann auch noch das soziale Netzwerk, welches die Kinder mal übernehmen kann, fehlt, wird es richtig übel.

    Da kann man übrigens auch nicht "reinwachsen", es sei denn, man möchte die Selbstzerstörung langfristig kultivieren.

    Letztlich gibt es nicht viele Optionen.

    a) Die TE muss ihre Belastung reduzieren, sei es, dass sie weniger Stunden gibt oder die Kinder zusätzlich extern betreuen lässt.
    b) Die TE muss mit ihrer Belastung anders umgehen - reinwachsen.
    c) Der Mann der TE muss die TE stärker entlasten.

    Wenn dann aber der finanzielle Aspekt zum "Killerargument" wird, wäre man theoretisch schon bei d) einen finanziell günstigeren Lebensmittelpunkt suchen. (Ist im Falle eines erfolgten Hauskaufs bei kurzfristigem Verkauf ohne mind. 10% Gewinn wegen der zu kompensierenden Transaktionskosten und der Kosten für die Umfinanzierung geradezu ruinös).

    Gruß
    Bolzbold

    Ich glaube, mit den subjektiven Beschreibungen des individuellen Alltags kommen wir nicht wirklich weiter.
    (Ich könnte jetzt auch erzählen, dass Musik in der Sek I effektiv erheblich weniger vorbereitungsaufwändig ist und kaum Korrekturaufwand hat, dass das für Geschichte ebenso für die Sek I gilt, aber in der Sek II recht aufwändig sein kann und dass Englisch unbestritten das für mich korrekturaufwändigste Fach ist - aber das führt ja zu nichts.)

    Ebenso wenig macht es Sinn, wenn "Nebenfachlehrer" mehr unterrichten als sie es jetzt tun. Eine Mehrbelastung wie im unseligen Bandbreitenmodell schafft eine Scheingerechtigkeit, die auf Kosten des Betriebsklimas im Kollegium geht und zusätzliche Fronten schafft.
    Letztlich hat sich das Bandbreitenmodell auch nicht durchsetzen können (mal abgesehen von der juristischen Bedenklichkeit).

    Der Ansatz, dass für Fächer mit hoher Korrekturbelastung, festem "Sitz" im Abitur (D, E, M) mehr Kollegen eingestellt werden, damit die Vielkorrigierer effektiv weniger unterrichten und dadurch ggf. wenigstens eine Lerngruppe weniger haben, ist im Sinne der Erhaltung eines guten Betriebsklimas sicherlich besser. Diese Lösung kostet aber Geld, welches ja gewohnt knapp ist (bzw. als solches dargestellt wird). Korrekturfachlehrer haben leider keine Lobby, so dass hier von der Landesregierung keine Hilfe zu erwarten ist.

    Letztlich bleibt das Problem, dass es einerseits sicherlich messbare und objektiv feststellbare Belastungen gibt, das persönliche Empfinde und der Umgang damit aber einen nicht unerheblichen Anteil am persönlichen "Lebensglück" und an der Arbeitszufriedenheit haben.
    (In Ewigkeit Amen!)

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Original von rauscheengelsche
    Wenn du die angeführte Menge an zu korrigierenden Arbeiten innerhalb von 2 Wochen - die auch noch der Erholung dienen sollen - nicht als gültiges Argument im Sinne eienr SOLL-Regelung anerkennen willst, dann bin ich sehr froh Dich nicht als Vorgesetzten zu haben.

    Naja, also das mit der Erholung ist so eine Sache. Uns stehen ja auch nur ca. sechs Wochen (wenn man von 28 geschickt gelegten Urlaubstagen ausgeht) Urlaub zu. Entsprechend würden ja (am Beispiel NRW) bei voll ausgeschöpften Sommerferien die anderen drei Ferien (Weihnachten, Ostern, Herbst) nicht der Erholung dienen können.

    So gesehen sind wir da noch in einer komfortablen Situation - wenn da eben nicht diese Arbeitsspitzen mit Klausurhäufungen wären.

    Gruß
    Bolzbold

    CKR

    Wenn der Kollege mit sechs oder sieben Korrekturgruppen darlegt, dass er aufgrund entsprechender nicht von ihm zu verantwortender Klausurterminierung 120 Klausuren auf dem Tisch hat und nur zwei Wochen dafür Zeit hat und das nicht schafft (ca. acht Klausuren pro Tag wären das ja, wenn man jeden Tag in den Ferien arbeiten würde), dann wird jede halbwegs intelligente Schulleitung auf die "Soll-Regelung" pfeifen und es hinnehmen.

    Arbeiten ist das eine - sich zu Grunde richten das andere.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Das mit dem gegenseitigen zerfleischen der Lehrer funktioniert ja prima wie man hier sieht. Und die Politik, die das eigentlich regeln sollte, ist wieder fein raus. Über den Tellerrand schauen!

    Herrmann

    Lieber Herrmann,

    ist das jetzt ein Akt von Selbstironie oder wolltest Du netterweise einfach nur selbst als Beispiel wirken, wie man es im Kollegium NICHT machen sollte?

    *kopfschüttel*

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Original von Vaila
    Hallo Bolzbold,

    was für Töne! Du überraschst mich!

    LG Vaila

    Das überrascht wiederum mich, liebe Vaila.

    Einem Modell, in dem jeder unter objektiven bzw. objektivierten Maßstäben gleich viel arbeitet (Arbeitsspitzen während Hochkorrekturphasen einmal ausgenommen), habe ich meiner Erinnerung nach nie widersprochen.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat


    Zur Entlastung. Es gibt doch ein Entlastungsstunden-Modell, in dem für klassenleitungen, Korrekturen etc. Punkte gesammelt werden und dann für einen gewissen Betrag Punkte Entlastungsstunden gewährt werden. Weiß nicht mehr, wie das Modell heißt. Schwachpunkt ist klar: Die Entlastung kommt erst später, wenn man die Arbeit schon gemacht hat. Vorteil: Korrekturfächer werden entlastet und Kombis wie beispielsweise Bio/Chemie würden belastet. Dann könnte man sich bei dem System natürlich fragen, warum jemand auf die Idee kommt, solche Fächer zu studieren. Da bekäme man ja dann nie Entlastung, sondern ausschließlich Belastung.

    Noch weiterhin fröhliche Weihnachten allen.

    Und ein weiterer Vorteil eines solchen Modells wäre, dass dieser Hickhack um die Frage, wer der Meistbelastete ist, endlich aufhört und man auch zwischen den einzelnen Fachrichtungen endlich aufhören würde, vorzurechnen, wie belastet man doch selbst ist.

    Wenn jeder annähernd gleiche (stemmbare) Belastung hätte, wäre damit endlich Schluss.

    Gruß
    Bolzbold

    Du redest von "Mehrheiten", die etwas kapiert hätten, von unzähligen Themen und Aussagen, die Du / Ihr gesammelt hättet.

    Als Historiker fühle ich mich stark an das hier erinnert:

    Zitat


    Gerhart Eisler) (Berlin): (empfiehlt die Durchführung einer gewaltigen Kundgebung anlässlich der Bildung einer provisorischen Regierung).
    So wird sich die provisorische Regierung weithin sichtbar in der ganzen Zone von vornherein auf eine ständig anschwellende Bewegung der Massen stützen. Das sollten wir diskutieren und dann durchführen; denn als Marxisten müssen wir wissen: Wenn wir eine Regierung gründen, geben wir sie niemals wieder auf, weder durch Wahlen noch andere Methoden.
    (Walter Ulbricht: Das haben einige noch nicht verstanden!) – Daher müssen wir ihnen zeigen, dass die Massen bei uns sind, wenn wir eine Regierung bilden, jene Massen, die wollen dass sie an der Regierung sind, und die sehr ungehalten gegen jene Leute sind, die das verhindern wollen. (Beifall)

    Gruß
    Bolzbold

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    Original von laura
    Klar, mit einer halben Stelle hat man weniger Stunden und entsprechend weniger Arbeit. Seltsam aber, dass die Begründung volle Stelle automatisch nicht nur doppelte Stundenzahl (manchmal sogar mehr), sondern auch jede Art von Engagement bzw. von zusätzlichen Aufgaben als selbstverständlich bedeutet, nach dem Motto, "Du kannst es machen, Du hast doch eine volle Stelle!"

    Das kommt mitunter vor - jedoch hacken wir uns damit im Kollegium letztlich doch gegenseitig die Augen aus.

    Auch (oder gerade) mit voller Stelle hat man die Möglichkeit, bei Überlastung "nein" zu sagen.

    Man sollte fairerweise aber sagen, dass Teilzeitkräfte für gewöhnlich im Vergleich mehr arbeiten für ihr Geld als Vollzeitkräfte, weil sie an den meisten Zusatzveranstaltungen teilnehmen müssen, oft mehr Springstunden haben und entsprechend auch die Vertretungsreserve der Schulen darstellen. (Alles schon im Umfeld erlebt...)

    Aber gut - wir wollen die Diskussion hier nicht schon wieder führen.

    Gruß
    Bolzbold

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