Beiträge von Bolzbold

    Nebenbei:

    Selbst in der 5. Klasse im Englisch Anfangsunterricht (bzw. im aus der GS fortgeführten Unterricht) gibt es nicht ausschließlich Grammatikübungen. Die Schüler sollen von Anfang an auch kleinere eigene Texte oder Sätze zu einem bestimmten Thema verfassen.

    Die Inhalte einer Klausur dürfen sich nebenbei nicht ausschließlich an Deinem Arbeitsaufwand bei der Korrektur orientieren sondern am jeweiligen Kernlehrplan.
    Natürlich darf man innerhalb dieser Grenzen so ökonomisch wie möglich arbeiten, aber dennoch muss eine Klassenarbeit bestimmten Mindestanforderungen (auch was die Aufgabenstellungen angeht) genügen.
    Hinzu kommt in Frz. noch die so genannte Positivkorrektur, d.h. nicht nur Fehler anstreichen, sondern auch noch die richtige Variante daneben schreiben. Das kostet insbesondere die F und S Lehrer in der Oberstufe eine Menge Zeit.

    Stell Dir übrigens die Zukunft als Lehrer nicht so vor, dass Du nur Kurse bekommst, in denen Du keinen oder kaum Korrekturaufwand haben wirst. Gerade Junglehrer werden am Anfang oft "verheizt", d.h. sechs oder gar sieben Korrekturgruppen bei zwei Korrekturfächern sind keine Seltenheit.

    Was hindert Dich eigentlich, Französisch und Geschichte zu wählen?

    Französischlehrer werden durchaus gesucht - und wenn Französisch/beliebig ausgeschrieben wird, ist das Zweitfach oft egal (es sei denn, es wird kategorisch ausgeschlossen im Ausschreibungstext).

    Du hast heute das Glück, Dich hier und an anderen Stellen umfassend über das, was mit zwei Hauptfächern auf Dich zu kommt, zu informieren. Überlege Dir gut, ob Du wirklich zwei Hauptfächer machen möchtest.

    Mit F/Ge stehen die Chancen nicht so schlecht, weil wie gesagt F durchaus gesucht wird.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Original von Meike.
    Im Große und Ganzen. Nicht, dass wir nicht auch unsere Beratungsresistenten, Kompetenzbefreiten und Pappnasen hätten! Aber die sind so in der Minderheit, das sie das Milieu nicht dauerhaft vergiften können.

    Was antworten die eigentlich, wenn man sie auf ihr Verhalten anspricht?

    Gruß
    Bolzbold

    Wenn wir einmal abseits jeglicher Polemik und Gehässigkeit zusammenfassen, wie DKF-KollegInnen mit der Situation umgehen, so haben wir hier zwei Extreme.

    Auf der einen Seite haben wir Leute, die die Einzigartigkeit ihrer individuellen Belastung betonen und sich damit schwer tun, abweichende Meinungen zu akzeptieren. Auf der anderen Seite haben wir erfahrene KollegInnen, die auf dem Papier eine ähnlich hohe Belastung haben, jedoch anders damit umgehen.

    Was ist nun der richtige Weg?

    Es ist sicherlich unstrittig, dass KFL und DKFL Belastungen haben, die Nicht-KFL nicht haben. Offen muss an dieser Stelle bleiben, inwieweit fachspezifische Belastungen von NKFL nicht auch von diesen ähnlich empfunden werden.

    Natürlich muss die Problematik thematisiert und an die Öffentlichkeit gebracht werden. Letztlich ist es an der Politik, etwas an der Situation zu ändern. Scheitern wird es aber vermutlich am Geld und an der fehlenden Lobby der betroffenen Lehrkräfte.

    Auch wenn Vaila (oder war es Antigone?) schrieb, dass die Verbände die Belastungen der KFL anerkennen und Entlastungen einfordern, so ist beispielsweise eine Entlastungsstunde ab vier Korrekturen eine symbolische Geste, de facto ist das aber ein Tropfen auf den heißen Stein.

    Entlastungsstunden können nur über die Mehrbelastung anderer Kollegen oder aber über zusätzliche Einstellungen erfolgen. Für Letzteres ist kein Geld da (bzw. die Prioritäten werden seitens des Landes anders gesetzt) und wozu Ersteres führt, dürfte hier in diesem Thread ansatzweise klar geworden sein. Dass sich die Verbände nicht für ein Bandbreitenmodell stark machen können, was zu Lasten anderer Kollegen geht, dürfte nachvollziehbar sein.

    Was können wir als KFL oder DKFL selbst tun?

    Letztlich verlangt uns unsere Belastung ein möglichst effektives Zeitmanagement ab und die Fähigkeit, auch einmal bewusst "nein" zu sagen oder Aufgaben nicht noch zusätzlich zu übernehmen.
    Ja, wir dürfen auch einmal über unsere Arbeitsbelastung stöhnen, jammern, meckern, unzufrieden sein.
    Wenn wir dafür aber Verständnis erwarten, dann dürfen wir unsere Meinung nicht verabsolutieren, sondern müssen ebenso Verständnis und Toleranz für diejenigen KollegInnen aufbringen, die das anders sehen oder anders empfinden.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Original von Vaila
    Wo bleiben hier die empörten Zwischenrufe von ModeratorInnen und StammteilnehmerInnen mit Blick auf FonZies Beleidigungen? - FonZie entschuldigt sich und setzt dann noch einen drauf...? Na prima.

    Liebe Vaila,

    natürlich verdienst auch Du es nicht, hier in diesem Forum beleidigt zu werden. Fonzie hat sich jetzt sogar zweimal entschuldigt.

    Fonzie hat sich übrigens recht schnell entschuldigt, während Du nach der deutlichen Kritik an Dir erst einmal zum Thema zurückkehren wolltest, bevor Du Dich entschuldigt hast - das nur nebenbei.

    Und jetzt erkläre mir mal bitte, was an folgendem Verhalten anders ist als das, was Du gerade angeprangert hast:

    Zitat

    Hallo Referendarin! Nach deinen überzeugenden Worten bin ich natürlich bereit, meinen Vorwurf und die Verschwörungstheorie zurückzunehmen, und entschuldige mich dafür. (Aber du musst zugeben, dass die Anzahl deiner Beiträge wirklich schwindelerregend und dein Nickname irreführend ist!)

    Du hast Dich da grundlos (!) ziemlich daneben benommen und entschuldigst Dich bei Referendarin in einer Form, die ziemlich arrogant klingt. Und seltsamerweise hat sich außer Dir noch niemand an dem Usernamen oder der Beitragszahl gestört.

    Ich weiß nicht, ob man angesichts dieses Verhaltens hier jetzt so lautstark nach den Moderatoren rufen sollte.
    Souverän ist etwas anderes.

    Gruß
    Bolzbold

    billy Thomas

    Stimmt.
    Es gibt aber vermutlich auch nicht so schrecklich viele Berufsgruppen, über die man so hartnäckig das Vorurteil schürt, sie arbeite nur halbtags.
    Da wir in Deutschland ja mehr als 80 Millionen Fußball-Bundestrainer haben, weiß eben jeder besser als derjenige, über den man spricht, wie die Dinge wirklich sind (oder zu sein haben).

    Ich denke auch, dass wir alle unsere Belastungen und Arbeitsspitzen haben, die wir entsprechend unserer individuellen Beschaffenheit anders empfinden. Ich denke, das müssen wir einfach akzeptieren.

    Gruß
    Bolzbold

    Malina

    Das Grundproblem bei unserer Arbeit ist, dass man die Arbeit, die wir erledigen allenfalls ansatzweise in Zeiteinheiten messen kann. Wenn Entlastung nicht aufgrund eines starren Prinzips oder einer Pauschalbeurteilung von Arbeitsleistungen gewährt werden soll, müsste man zunächst die tatsächliche Arbeitszeit für Korrekturen erfassen. Hier arbeitet der eine schneller, der andere langsamer (oder eben mehr oder weniger effizient), der eine genauer, der andere schlampiger.

    Ein weiters Problem ergibt sich aus dem, was ich "Häufchentheorie" nenne. Ich möchte das kurz bildlich erläutern:

    Unser Arbeitsfeld besteht aus meiner Wahrnehmung aus einer Vielzahl unterschiedlichster Aufgaben, die der Erledigung harren. Jede dieser Aufgaben ist ein "Haufen". Alle Häufchen liegen in einem Kreis um mich herum. Ich drehe mich nun im Kreis und versuche, alle Häufchen immer so abzuarbeiten, dass sie entweder temporär vollständig abgearbeitet sind oder aber wenigstens soweit abgearbeitet werden, dass kein Häufchen zu groß wird. Dabei muss ich immer wiederkehrende Aufgaben erledigen (Korrekturen, Vorbereitung etc.), sowie plötzlich bzw. akut anfallende Aufgaben (Streit unter Schülern, Konferenzen etc.).
    Ergo komme ich also selten an einen Punkt, an dem ich tatsächlich einmal stehenbleiben kann und sagen kann "fertig". (Im Sinne von "die Arbeit ist erledigt").

    Eine (leider utopische) Möglichkeit, die Arbeitsleistung und mittelbar die Arbeitszeit zu erfassen, wäre eine Art GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte) bzw. eine GOL für uns Lehrer.

    Dort wären dann alle Tätigkeiten aufgelistet, die man als Lehrer generell ausüben kann inklusive einem empirisch ermittelten Durchschnittswert für die anrechenbare Dauer der jeweiligen Tätigkeiten und "Leistungen", sowie einem entsprechenden Entgelt.

    Setzen wir nun die wöchentliche Arbeitszeit auf 41 Stunden und rechnen die 12 Wochen Ferien (bei 28 Tagen Urlaub pro "Normalsterblichen" also 6 volle Wochen Urlaub) mit ein, kämen wir auf schätzungsweise 47 Zeitstunden die Woche.

    Eine GÖL würde dann entsprechend so angelegt, dass die Unterrichtsverpflichtung bzw. die -verteilung dann inklusive aller zwangsläufig damit verbundenen Leistungen addiert werden und der Wert von 47 Zeitstunden nicht überschritten werden dürfte.

    Zusätzliches pädagogisches Engagement lässt sich damit nur schwer erfassen, insbesondere, wenn es eben spontan bzw. ungeplant anfällt. (Aber man ist ja auch Idealist :) )

    Die Vorstellung ist natürlich rein utopisch und würde vermutlich dazu führen, dass in den Hauptfächern und auch in einigen Nebenfächern deutlich mehr Lehrer eingestellt werden müssten, um dieses Entlastungsmodell tatsächlich zu tragen.

    Und damit schließt sich der Kreis. Solange das Land nicht bereit ist, hier mehr Geld zu investieren, können die KFL oder auch die DKFL nur intern ihre Belastung in Grenzen halten, indem sie zwangsläufig woanders knapsen müssen, wenn die Korrekturen zu viel Zeit in Anspruch nehmen.
    Korrekturtage sind auch nur eine Umverteilung aufs Kollegium, was letztlich dann auch bedeutet, dass ein Korrekturtag nehmender KFL durch einen anderen KFL oder DKFL vertreten wird. Da beißt sich die Katze dann in den Schwanz.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Original von Vaila
    Lieber Bolzbold! Du hast nichts - oder zu gut! - verstanden und versuchst gute Argumente durch oft gehörte verbale Etiketten und oberflächliche Phrasen wie "peinlich und niveaulos" zu entkräften, was dir aber nicht gelingt. Kein einziger meiner Beiträge ist "an der Sache vorbei". Auch der Begriff "Zickenkrieg" passt nicht, da hier ja meist Männer eine strikte Gegenposition beziehen, es sei denn, du bezeichnest dich als männliche Zicke.

    LG Vaila


    Liebe Vaila,

    ich bin jetzt erfreulicherweise in der Position, ab sofort schweigend zusehen zu können, wie Du Dich hier immer weiter selbst demontierst.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Original von EffiBriest
    In diesem Sinne, wir dürfen nicht meckern, wir haben es uns selbst eingebrockt, aber ab und zu ein bisschen Verständnis und stöhnen dürfen, das wäre ganz nett.

    Viele liebe Grüße, Effi

    Liebe Effi,

    ich glaube, es gibt hier keinen in diesem Forum, der dafür kein Verständnis hätte.
    Wenn jemand das aber auf aggressive Art und Weise einfordert und jedem eins verbal verpasst, der nicht gleich in Ehrfurcht und Bedauern über die Belastung als in diesem Fall "DKFL" (Doppelkorrekturfachlehrer) erstarrt, dann habe ich dafür kein Verständnis mehr.

    Gruß
    Bolzbold

    Vaila

    In aller Deutlichkeit:

    Das, was Du hier jetzt abziehst, ist Zickenkrieg pur - peinlich und niveaulos und völlig an der Sache vorbei. Wie man sich hier einerseits so gehen lassen kann und andererseits hinsichtlich seiner Belastung noch ernst genommen werden möchte, ist mir ein Rätsel.

    Ich überreiche Dir hiermit den Orden für die am stärksten belastete Lehrerin. Hänge ihn Dir an die Wand und werde glücklich damit.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Original von Antigone
    Und jetzt könnt ihr euch hier allein weiter zanken - ich bin jedenfalls hinlänglich bedient von der hier dargebotenen männlichen Ignoranz und Intoleranz. Und werde mich an weiterer Diskussion auch nicht mehr beteiligen - ist mir echt zu blöd. Denn ich würde mich in meinen Ferien echt gern erholen - bevor ich im kommenden Schuljahr den neuen 3 Oberstufenkursen (inkl. LK) und den 4 Sek. I-Klassen [zählen wahrscheinlich nicht - machen wir ja doch nur über die Klassenarbeiten hinaus noch ein paar "Stehgreifaufgaben" ;) ] entgegentrete...

    Männliche Intoleranz und Ignoranz? Sag mal, was hast Du denn jetzt auf einmal für ein Problem?

    Komm mal ein wenig runter.

    Gruß
    Bolzbold


    Nighthawk

    Danke. Hättest Du es nicht geschrieben, hätte ich es noch getan.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Original von Vaila

    Nein, natürlich nicht! Wie könnte man auf diesen Gedanken kommen! Du ergreifst Partei für die Wenigkorrigierer!

    Liebe Vaila,

    schau mal auf meine Fächer in meinem Profil. Da ist Englisch mit dabei.
    Die letzten zwei Jahre hatte ich einen Ge-LK, kommendes Jahr wieder. Als Musiklehrer leite ich den Schulchor. Der Chor tritt bei den meisten offiziellen Anlässen auf.
    Das ist nur ein Teil der Aufgaben, die ich habe. Ich bin sozusagen einer von "Euch". Aber ich mache mir gerne auch einmal ein Bild von der Gegenseite.

    An diesem Punkt möchte ich aber die Diskussion mit Dir abbrechen, weil ich keinen Sinn darin sehe, gegen Deine Unterstellungen "anzuargumentieren". Wer nicht so denkt wie Du, ist halt Dein ideologischer Feind. Sei's drum.

    Gruß
    Bolzbold

    P.S. Bei mir an der Schule sind die meisten Lehrer, die "Karriere" gemacht haben, Hauptfach- bzw. Korrekturfachlehrer. Soviel zu Deinen Verschwörungstheorien.

    Zitat

    Original von Antigone
    In meinen Hauptfächern macht sowas aber direkt ´ne weitere Korrekturgruppe aus. Und exakt darin liegt die Mehrarbeit. Nicht im Unterrichten.
    Ich könnte/würde locker 35 U-Stunden die Woche unterrichten ohne zu mucken. Wenn ich keine Korrekturen hätte!
    Mit Lärm. Ohne Lärm. Darum geht´s doch gar nicht, wie schon erwähnt wurde.

    Doch, um den Lärm geht es eben auch. Wir hatten die Diskussion im Kollegium - und die Sportlehrer führten den Lärm in der Halle als Argument für ihre Belastung an.

    Was ich nicht verstehe, ist, wieso ein KFL selbstverständlich aufgrund der Korrekturen Entlastung einfordern kann, ein Sportlehrer aber eben nicht auf der Basis seiner Belastung. Das "Recht" des KFLs ist hier sakrosankt, das des Sportlehrers wird mit lapidaren Äußerungen weggewischt. Das ist selbstgerecht.

    Wie würden wohl die KFL an die Decke gehen, wenn ihnen ein Sportlehrer sagen würde, sie sollten sich wegen der paar Hefte mal nicht so anstellen?

    Ich ergreife hier keinesfalls Partei für die Sportlehrer.

    Mir geht es nur darum, dass man als KFL nicht in der Form auf die Nicht-KFL herabsehen sollte wie das hier doch sehr deutlich geschieht.

    Mein Bio/Chemie-Kollege meinte neulich anlässlich einer ähnlichen Diskussion zu mir, dass man sich dieser Problematik doch im Studium hätte bewusst sein müssen und einen niemand gezwungen hat, zwei schriftliche Fächer zu studieren. Man hätte sich ja bei der Studienberatung entsprechend informieren können.

    Diesen Perfektionsanspruch habe ich nicht an uns KFL. Aber wir sollten in der Tat nicht übersehen, dass wir mit unserer Fächerwahl durchaus einen gewissen Einfluss auf die Korrekturbelastung hatten, wenngleich dieser uns damals nicht unmittelbar bewusst gewesen sein mag.

    Die Entlastung der KFL ist Sache des Ministeriums (hier NRW), welches sich anhand des erwähnten Papiers aber dazu entschieden hat, den Schwarzen Peter an die Schulleitungen und die Kollegien weiterzureichen. Ein sehr geschickter Schachzug seitens der Ministerin.

    Es gibt ja mittlerweile einen Verband der KFL als Personalvertretung. Es würde mich interessieren, wer hier lautstark seine Rechte einfordert und gleichzeitig die einzige gewerkschaftliche Vertretung der KFL aktiv (durch Mitgliedschaft) unterstützt.

    Vom PhV und von der GEW brauchen die KFL nichts zu erwarten, weil man seine Mitglieder ja nicht spalten will bzw. die anderen Lehrer nicht verärgern will.

    Gruß
    Bolzbold

    Herzallerliebste Vaila,

    natürlich kann man auch als Korrekturfachlehrer, zu denen ich im Übrigen auch zähle, seine individuelle Belastung so "schlimm" darstellen mit ausführlichsten Beispielen um zu belegen, dass die eigene Belastung die höchste ist. Der Stundenplan und die Disziplinproblematik, die ich nebenbei nicht als so drastisch erlebe wie Du, betrifft ALLE Lehrer, die vormittags unterrichten - also auch Nichtkorrektufachlehrer.
    Außenstehende würden Deine Beispiele bis zu diesem Punkt wohl als "Jammern" abtun.

    Ich habe gar nichts gegen eine Entlastung aufgrund des Korrekturdrucks einzuwenden - ganz im Gegenteil, denn auch ich würde davon profitieren - und bin mit den Mehrbelastungen des Ministeriums alles andere als einverstanden.
    Aber wenn wir schon über Belastungen reden, dann haben die anderen Kollegen auch ein Recht, dass ihre jeweils sich aus dem Fach ergebende Belastung anerkannt wird. Und bei Sportlehrern gehört der Geräuschpegel in der Halle nun einmal dazu.
    Wenn wir über Korrekturen stöhnen, dann dürfen Sportlehrer auch über Geräuschpegel in der Sporthalle stöhnen.

    Zitat


    Damit rechtfertigst du also eine enorme Höherbelastung einer anderen Lehrergruppe, die den immensen Reformdruck auszuhalten hat, ständig für anspruchsvolle Prüfungsleistungen zur Rechenschaft gezogen wird und den PISA-Karren aus dem Dreck ziehen soll? Mit Verlaub: Deine Argumentation ist flach!

    Deine Beweisführung für die Flachheit meiner eigenen Argumentation ist mehr als lächerlich, weil Du mir eine Aussage in den Mund legst, die ich so nie getätigt habe.
    Es zeugt vielmehr von Deiner eigenen stark ideologisierten, undifferenzierten und teils verzerrten Wahrnehmung.

    Nur weil ich nicht wie das HB-Männchen im Dreieck springe und auf Schule, Ministerium, Frau Sommer, Gott und die Welt schimpfe, obwohl ich doch Korrektufachlehrer bin, heißt das mitnichten, dass ich deswegen die Mehrbelastung der KFL rechtfertige, zu denen - ich wiederhole mich - ich auch gehöre.

    Im Sinne einer differenzierten und nicht ideologischen Auseinandersetzung wird das Betrachten anderer Standpunkte (hier von Sportkollegen und Freunden), ohne damit automatisch zur "Opposition" zu zählen, wohl noch erlaubt sein.

    Abschließend verweise ich noch einmal auf meine erste Antwort. Ich habe das Papier des Ministeriums bereits als einen Witz bezeichnet.
    Aufgrund der aktuellen und teils von mir dargestellten Situation und der stets propagierten finanziellen Probleme des Landes sehe ich aber keine sozialverträglich machbare Lösung für das Problem.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Original von Vaila
    Brauchst du auch nicht! Wie wäre es mit einem feinen Sportplatz im Grünen und Stoppuhr in der Hand? Und das mit dem Lärm ist ein Gerücht: Wenn Schüler sportlich aktiv sind, bleibt keine Luft mehr zum Schreien!

    Lieben Gruß

    Vaila

    Wenn der Sportplatz nicht durch parallel stattfindende Sportkurse belegt ist gerne.

    Ich finde die Argumentation, dass wenn Schüler sportlich aktiv sind, keine Luft mehr zum Schreien bleibt übrigens ziemlich flach.

    Da wird ein Perfektionsanspruch erhoben gegenüber dem Sportlehrer und es wird unterschwellig suggeriert, dass man selbst Schuld ist, wenn es in der Sporthalle laut ist.

    Sportunterricht ist übrigens nicht nur "scheuche die Schüler durch die Halle bis sie vor Erschöpfung umfallen" - ich habe mehrere Sportlehrer in meinem Freundeskreis.

    Wenn übrigens alle Kollegen ähnlich argumentieren wie Du, möchte ich nicht die Gegenargumente der Nichtkorrekturfachlehrer hören, wenn sie sich weigern, zu ihren Lasten den Korrekturfachlehrern Entlastungen zu ermöglichen.

    Gruß
    Bolzbold

    Diese Liste ist ein Witz.

    Letztlich setzt sie ein hohes Maß an Solidarität im Kollegium voraus, weil alle Formen von Entlastungen, die sich auf die Pflichtstundenzahl auswirken, von anderen Kollegen aufgefangen werden müssen. Mehr Lehrer gibt es dadurch ja nicht.

    Meines Erachtens ist das eine Form von verkapptem Bandbreitenmodell, das zumindest an meiner Schule vor meiner Zeit für erheblichen Unfrieden gesorgt hat.

    Den schwarzen Peter an die Schulleitungen und die Kollegien weiterzureichen ist Politik pur.

    Die Landesregierung kann nach Außen hin populistisch behaupten "seht her, wir tun was" und dann, wenn es nicht klappt, die Verantwortung bei den Untergebenen abladen, die zu blöd sind, das auf die Reihe zu bekommen.

    Aufgrund der jeweiligen Wahrnehmung der individuellen Belastung werden auch Nicht-Korrekturfachlehrer aufzählen, weshalb sie so belastet sind und entsprechend auch Entlastungen einfordern. Ich hätte auch keine Lust, sechs Stunden am Stück ohne Pause nachmittags in einer stickigen Sporthalle zu verbringen bei einem Lärmpegel, bei dem jeder andere Arbeitnehmer schon Gehörschutz tragen muss.

    Ohne entsprechend mehr Lehrerstellen bei den Korrekturfächern wird sich an der Problematik nichts, aber auch gar nichts ändern, es sei denn, man möchte das Klima in den Lehrerkollegien nachhaltig vergiften.

    Gruß
    Bolzbold

    Hallo Kisha,

    ob das Aufbaustudium berücksichtigt wird, kann ich Dir nicht sagen. Die Sozialpunkte sind aber so oder so keine ausreichende Garantie, an seinen Wunschort zu kommen.

    Ich habe mit zwei Sozialpunkten damals meinen Erstwunsch Bonn bekommen, andere sind mit mehr Sozialpunkten nicht einmal grob in der gewünschten "Rheinschiene" (Bonn, Köln, Düsseldorf) gelandet.

    Klar kannst Du versuchen, das Aufbaustudium als Grund anzugeben.

    Theoretisch wäre es aber auch möglich, dass falls Du an einen anderen Ort als den Wunschort kommst, wo auch eine Uni mit entsprechendem Studiengang ist, Du das Studium dort fortsetzen könntest bzw. müsstest.

    Eine Meldebescheinigung brauchst Du meines Wissens nicht, wenn Du alleine wohnst.

    Insofern gib das Studium und die entsprechende Bescheinigung an - Du bekommst ja später dann von der Bezirksregierung eine Art Bestätigung der Anmeldung, in der dann auch drinstehen wird, ob Dir Sozialpunkte gewährt werden.

    Gruß
    Bolzbold

    DrWIng

    Schau mal hier nach.

    Dort steht, dass wenn Du Gymnasiallehrer werden willst, die Anstellung über das KuMi läuft und das Ministerium wie erwähnt einen Zugriff auf die Daten hat.

    Bayern hatte mal einen Erlass, den ich dummerweise gerade nicht finde, in dem klar gesagt wurde, dass bei fehlender charakterlicher Eignung, die hier unterstellt wird, keine Einstellung in den bayerischen Schuldienst, wohl aber die Ausbildung (Ref.) erfolgt.

    Gruß
    Bolzbold

    Was Sachsen tut, interessiert die Hessen wenig.

    Natürlich kannst Du nichts dafür, dass das Land Sachsen nichts anbietet. Aber kann der hessische Steuerzahler etwas dafür, der letztlich das Trennungsgeld bezahlen müsste, wenn denn die von Dir beschriebene Konstellation ein solches rechtfertigen würde?

    Die Situation ist übrigens deswegen künstlich, weil Du ja Deinen Erstwohnsitz durchaus in Hessen haben könntest und somit so dicht am Arbeitsort wohnen könntest, dass Du kaum Fahrtkosten etc. hast.

    Beide von mir zitierten Passagen besagen außerdem, dass ein Trennungsgeld nur gezahlt wird, wenn Du außerhalb Deines ursprünglichen Dienstortes - also in der Regel Seminar- bzw. Schulort - abgeordnet bzw. versetzt würdest.

    Da Du mit Beginn des Refs. aber Deinem Dienstort erst zugewiesen wirst, steht Dir hier auch kein Trennungsgeld zu.

    Sonst stünde ja so gesehen jedem neu eingestellten Referendar, der nicht aus Hessen stammt, Trennungsgeld zu.

    Gruß
    Bolzbold

    Hallo Maikili.

    Rekapitulieren wir:

    Du hast Dich auf einen Ref.-Platz in Hessen beworben und erwartest Trennungsgeld, weil Du bei Deinen Eltern in Sachsen wohnst und die Wohnung in Hessen als Nebenwohnsitz führen möchtest?

    Eine Google-Suche mit den Stichworten "Trennungsgeld" und "Sachsen" führt hierher:

    Zitat


    Trennungsgeld

    Trennungsgeld wird den Beamten, Richtern und Arbeitnehmern des Freistaates Sachsen gewährt, um sie in angemessenem Umfang unter Berücksichtigung der häuslichen Ersparnisse von den Kosten zu entlasten, die ihnen für eine doppelte Haushaltsführung und notwendige Reisen zwischen Dienstort und Wohnort entstehen, weil sie als Folge einer dienstlichen Maßnahme (z. B. Versetzung, Abordnung) an einem anderen Ort als ihrem bisherigen Dienstort Dienst zu leisten haben.

    (vgl. http://www.finanzen.sachsen.de/1011.html)

    Eine Google-Suche mit den Stichworten "Trennungsgeld" und "Hessen" führt zu:

    Zitat


    (1) Beamte und Richter, die an einen Ort außerhalb des Dienst- und Wohnortes ohne Zusage der Umzugskostenvergütung abgeordnet werden, erhalten für die ihnen dadurch entstehenden notwendigen Auslagen unter Berücksichtigung der häuslichen Ersparnis ein Trennungsgeld nach einer von der Landesregierung zu erlassenden Rechtsverordnung. Dasselbe gilt für die vorübergehende dienstliche Tätigkeit bei einer anderen Stelle als einer Dienststelle im Geltungsbereich dieses Gesetzes (§ 1 Abs. 1); Außen-, Zweig- oder Nebenstellen und vorübergehend eingerichtete Baustellen sind keine anderen Stellen im Sinne des 1. Halbsatzes.

    (vgl. http://www.rv.hessenrecht.hessen.de/jportal/portal…r-RKGHE1965pP23)

    Dein Dienstort ist für gewöhnlich der Seminarort oder je nach Lage des Seminars der Schulort.
    Wenn Du aus Sachsen kommst und in Hessen freiwillig (!) arbeiten möchtest, steht Dir damit kein Trennungsgeld zu, zumal Du den Zustand der doppelten Haushaltsführung ja künstlich herbeiführst.
    Nimm Dir eine Wohnung in der Nähe der Schule und gut ist.

    Ehrlich gesagt muss ich mich über diese Anspruchshaltung, die in Deinem Posting anklingt, schon sehr wundern.

    Gruß
    Bolzbold

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