Beiträge von Bolzbold

    Hermine

    Dass Halbtagskräfte, vorzugsweise Mütter mit kleinen Kindern, weder als Mütter noch als Lehrerinnen von den jeweiligen Leidenskonkurrentinnen ernst genommen werden, ist für mich schon ein Ausdruck einer in Teilen "kranken" Gesellschaft.

    Letztlich nimmt das Ganze dann mitunter so groteske Züge an, dass Du im Grunde machen kannst, was Du willst, weil es immer Leute geben wird, die Vollzeitmüttern oder -lehrerinnen oder Halbtagskräften irgendwelche Defizite oder falsches Verhalten nachsagen.

    Die Vollzeitmütter werden von den arbeitenden Müttern belächelt,
    die Halbtagskräfte von beiden Seiten, weil sie entweder keine "guten Mütter" sind oder keine "guten Kolleginnen". Die kinderlosen Kolleginnen werden wegen der Kinderlosigkeit schief angesehen (=> Egoismus, Karrieregeilheit...)...

    Einige Äußerungen in diesem und in anderen Threads hier spiegeln das ganz gut wider.

    Interessant am Rande:

    In diversen Erziehungsratgebern wird in bestimmten Fällen von Kindern berichtet, die "muttertaub" geworden sind, d.h. dass sie die Anweisungen (vor allem Verbote und Ermahnungen) nicht mehr wahrnehmen und ausblenden, weil die Mutter jedesmal sozusagen "overtextet".

    Provokation hin, Polarisierung her - die Redundanz der Artikulation der persönlichen Belastung, gepaart mit entsprechender Polemik dürfte langfristig ähnliche Folgen haben.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Original von Friesin
    ich BIN eine Vollzeitkraft, und ich mache den Beruf gerne - sehr gerne !

    natürlich sehe ich auch Nachteile, aber die gibt es in jedem Beruf.
    #warum sollte man mir meine Freude an dem Job nicht glauben ???

    Ich teile Deine Freude und glaube Dir. :)

    Warum das einige nicht glauben?
    Weil es einigen Leuten nicht ins Konzept passt.
    Wenn ich in meinem Beruf unglücklich wäre, müsste ich mich ggf. selbst hinterfragen, wenn andere Leute bei vergleichbarer Situation glücklich(er) sind. Möglicherweise machen diese Leute ja etwas besser oder anders oder gehen besser mit der Situation um. Sie führen mir also mittelbar mein eigenes Versagen oder meine miserable persönliche Situation vor Augen.

    Um das zu vermeiden, muss man dann eben alle möglichen Gründe (er)finden, um sich sein Weltbild zu erhalten. Neid und Frust machen erfinderisch.

    Kollegen, die das eben anders erleben, empfinden, wahrnehmen etc. und eben glücklich(er) sind, die sind dann schnell Verräter, unsolidarisch oder können nur ein besseres Umfeld etc. haben. Und so kehrt sich dann die "Beweislast" um. Man muss sich dann auf einmal als glücklicher Kollege rechtfertigen bzw. mittelbar nachsagen lassen, dass man gar nicht so belastet sein KANN oder nicht so gut arbeiten KANN.

    Letztlich fällt das aber dann doch auf die Kollegen zurück, die so etwas behaupten.

    Gruß
    Bolzbold

    Also wir haben bei uns im Haus verschiedene Gardninensysteme - Ikea Seilsystem, Schiebegardinen und Gardinen an Vorhangstangen. Alles hat Vor- und Nachteile. Schiebegardinen eignen sich m.E. nicht so toll dafür, eine Regalwand zu verkleiden, weil man die Einzelgardinen und ggf. die Lücken sieht, es sei denn, man nimmt so viele Gardinen, dass man sie übereinander schieben kann. Das ist dann aber m.E. vom Handling nicht mehr so toll.

    Wir werden hier über kurz oder lang auch die Regalwand verkleiden (im Arbeitszimmer wird auf Ivar von Ikea umgestellt. Die "Ivar-Wand" wird dann auch verkleidet werden müssen.

    Ich würde da wohl auch ein Seilsystem und entsprechend umgenähte oder zugeschnittene Vorhänge nehmen und es an der Decke befestigen. Wie Nele schon sagte sitzt und hält das prima, wenn es ordentlich angebracht wird - selbst auf Gipskartonplatten.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Original von marc31
    Nun, bei pädagogischem Unvermögen und Respektlosigkeit ggü. Schülern laufe ich eben zur Hochform auf.

    Magst Du uns schildern, über wie viel pädagogisches Vermögen Du selbst verfügst?
    An Respektlosigkeit scheint es Dir ja prinzipiell auch nicht zu mangeln, wenngleich Deine Zielgruppe eine andere ist.

    Aus meiner Sicht zeugt es nicht gerade von Souveränität und pädagogischer Kompetenz, wenn ich mich auf diese sehr polarisierende Art und Weise in eine pädagogische Diskussion einbringe wie Du es hier tust.

    Es steht Dir natürlich völlig frei, Kennenlernspiele in der 11 aus diversen Gründen abzulehnen. Dass solche Spiele offenbar nicht zwingend unpädagogisch sein müssen, dürfte durch den Umstand belegt sein, dass hier gestandene Lehrer selbigen Spielen überaus aufgeschlossen gegenüberstehen und dass es offenbar auch einen respektvollen Mittelweg gibt wie Meike dargelegt hat.

    Gruß
    Bolzbold

    Hallo Beli,

    ruhig Blut. Das wird alles nicht so heiß gegessen wie es gekocht wird.

    Also zum einen hast Du mit dem 2. StEx. ja noch die Möglichkeit, einiges rauszureißen, zum anderen müsste eine solche Regelung wie ein "NC" auf die Verbeamtung ja auch auf den Seiten des KuMis von MV zu finden sein.

    Ansonsten gibt es genug Bundesländer, die unabhängig von den Noten bei entsprechender Eignung (Alter, Gesundheit, Führungszeugnis) problemlos verbeamten.

    Und was Berichte und anderes "Hörensagen" angeht, so würde ich darauf erst dann etwas geben, wenn es tatsächlich eine entsprechende Verordnung oder ein entsprechendes Gesetz gibt, welches in der Regel auch problemlos zu finden und einzusehen wäre.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Original von Anja82
    Das überrascht mich von einem Gymnasiallehrer nicht. :D

    PISA forderte längeres gemeinsames Lernen, mehr Chancen für bildungsferne Schichten... Ach ne solche Schüler kennst du ja gar nicht. :D

    Wer sorgt bitteschön dafür, dass eben solche Schüler ihre Chancen dann auch wahrnehmen? Eine Reform des Schulsystems mag neue oder andere oder meinetwegen auch bessere Chancen schaffen - aber Chancen sind zu Beginn einer Schulkarriere rein theoretisch.
    Es kommt vielmehr darauf an, dass man diese Chancen auch wahrnimmt.

    Gleicht die Gemeinschaftsschule die bildungsferne Herkunft aktiv aus?
    Ist das nicht eher eine Frage der Förderung und Kooperation mit den Eltern als eine Frage der Schulform?

    Und WIE sollen die jetzt wie künftig dann vorhandenen Chancen von diesen Schülern wahrgenommen werden?

    DAS ist m.E. ein viel substantielleres Problem als das Schulsystem an sich.

    Gruß
    Bolzbold

    Magister

    Du hast in der Sache sicherlich Recht.
    Es stellt sich aber die Frage, ob wir angesichts der ursprünglich höflichen Anfrage gleich mit der Keule kommen müssen.

    Letztlich wird sich Güni damit vor anderen Stellen verantworten müssen.

    Hören wir also jetzt mit dem Rumgehacke auf Rechtschreibung und Grammatik auf und befassen uns, sofern noch gewünscht oder erforderlich, wieder mit dem Fragebogen.

    Gruß
    Bolzbold

    Die erste Stunde ist immer so eine Sache.
    Realistisch betrachtet hast Du am Anfang das eine oder andere Organisatorische zu erledigen (Bücher, Hefte, Notengebung etc.), bevor es richtig losgeht.

    Natürlich KANN man direkt mit etwas "Spannendem" anfangen. Muss man aber nicht.

    Denkbar wäre auch erst einmal die Vorstellungen und Erwartungen der Schüler in Erfahrung zu bringen.

    Das Lehrwerk hat manchmal auch für den Einstieg nette Angebote (Collagen von Bildern, Dokumenten etc. aus verschiedenen "Epochen", Lebensweltbezug der Schüler auf der Basis der Großeltern und Urgroßeltern.

    Du kannst auch den einen oder anderen "historischen Gegenstand" mitbringen und die Schüler Alter und Hintergründe bestimmen lassen.

    Ich habe meine Schüler für die zweite Stunde je einen historischen Gegenstand mitbringen lassen, den sie dann vorstellen durften. Die Gegenstände haben wir dann nach Art (=> Quelle) und Alter sortiert.

    Gruß
    Bolzbold

    Wir haben bei uns auf 67,5 (bzw. 68 Minuten oder 1,5x45min) umgestellt.

    Die Vorteile sind sicherlich mehr Zeit für methodisches und kooperatives Lernen/Arbeiten in der Stunde.

    Hauptproblem sind für mich die Nebenfächer, weil diese dann i.d.R. nur noch einmal die Woche für je eine Stunde unterrichtet werden. Da kommt es dann auf jede einzelne Stunde an.
    Bislang sehen gerade die Nebenfachkollegen diese Konstellation als eher ungünstig an.

    Der Vorteil ist sicherlich, dass man statt 25,5 Stunden bei vollem Sek II Deputat "nur" noch 16 bis 17 Langstunden unterrichtet, was hinsichtlich der Vorbereitung weniger Aufwand bedeutet, wenngleich die Stunden nachhaltiger geplant werden müssen.

    Für Klassenarbeiten in der Sek I ist auch mehr Zeit - man muss selten in die Stunde des nachfolgenden Kollegen hineinschreiben.

    Wir haben darüber hinaus dann die beiden großen Pausen von ursprünglich je 10 Minuten auf eine große Pause von 25 Minuten verlängert; die alten "Fünf-Minuten-Pausen" wurden zu "Sieben-Minuten-Pausen" - so kommt das mit dem Stundenplan von 8:00 bis 13:13 Uhr problemlos hin.

    Literatur wirst Du in dem Sinne (noch) nicht finden, weil die Schulen, die das jetzt oder vor ein paar Jahren umgestellt haben, lediglich individuelle Evaluationen angestellt haben und es soweit ich weiß noch keine empirische Langzeitstudie gibt.

    Fakt ist jedoch, dass ich letztlich bei gleichbleibender Stoffmenge mehr Stoff in die einzelne Stunde packen muss und auch effektiv weniger Möglichkeiten habe, Hausaufgaben zu geben. Inwieweit dies durch die Möglichkeit nachhaltigeren Arbeitens in der Stunde selbst kompensiert wird, muss sich erst noch zeigen.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Original von unter uns
    Mein Schulleiter meint nun: Man könne nichts machen. Aber ich bin zur Akzeptanz eher nicht bereit. Mich interessiert allerdings die Rechtsseite. Weiß jemand, was man juristisch hier tun kann? Ich überlege im Moment, beide vermutliche "Delinquenten" morgen einfach einmal spaßeshalber die Arbeit noch einmal schreiben zu lassen - man kann dann das Resultat sicher nicht voll werten, aber ein Anhaltspunkt (und eine Gesprächsgrundlage) wäre es schon.

    Genervt
    Unter uns

    Viel nerviger ist es, wenn Schulleiter die rechtliche Lage selbst nicht kennen und ihre Lehrer entsprechend beraten.

    Moebius hat völlig Recht - nachzulesen ist das neben dem PhV auch bei Günther Hoegg "Schulrecht!"

    Beim "Anscheinsbeweis" kehrt sich übrigens auch die Beweislast um, d.h. der Schüler muss nachweisen, dass er nicht abgeschrieben hat.

    Ich würde das sehr relaxt angehen, das ungenügend unter die Abschreiberarbeit schreiben und die Arbeit kommentarlos zurückgeben.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Original von stabby408
    Wo kann ich das nachschlagen?

    Das dürfte ähnlich wie in NRW sein. Die Übernahme der Sonderaufgabe ist Bedingung für die Beförderung. Entlastungsstunden dürfte es daher nicht mehr geben, weil die "Beförderung" und die höhere Besoldung das abgelten.

    http://www.kultusministerium.hessen.de/irj/HKM_Intern…b4f431ededb9b5a

    Es stellt sich ferner die Frage, ob es einen rechtlichen (d.h. einklagbaren) Anspruch auf Entlastungsstunden gibt.

    Das müsste man in der Tat einmal nachschlagen. Die Seiten des KuMi dürften da sicherlich weiterhelfen.

    Gruß
    Bolzbold

    Aelska,

    bitte schieb Beiträge nicht wieder hoch. Wenn Dir innerhalb einiger Tage keiner antwortet, dann wirst Du durch dieses Schieben auch nicht mehr Antworten erhalten.

    Wenn die Stelle des AKOs eine reguläre A14-Stelle ist, dann musst Du auch das reguläre Bewerbungsverfahren durchlaufen.

    Wenn es nur eine Zusatzaufgabe ohne Beförderungsstelle ist, reicht eine formlose direkte Anfrage bei der Schulleitung.

    Gruß
    Bolzbold

    P.S. OK, jetzt hast Du durch Schieben zwar doch etwas erreicht, aber dennoch würde ich Dich bitten, künftig nicht mehr zu schieben.

    Zitat

    Original von Finchen
    Jep, bei uns (auch Gesamtschule NRW) liegt die Grenze zur Fünf bei 45% der Gesamtpunktzahl.

    Wobei das in den Grundsätzen zur Leistungsbewertung in den Kernlehrplänen als Richtwert vorgegeben ist.

    Gruß
    Bolzbold

    Ein Trick, den man gefahrlos ausprobieren kann, wäre im Druckermenü "Zwei Seiten auf ein Blatt" auszuwählen. Das ist zwar in dem Sinne keine Formatierung, aber packt zwei Seiten problemlos auf eine Seite.

    Wäre es denkbar, das Blatt beidseitig zu bedrucken?

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Original von Friesin
    Grüße,
    Moebius


    würde er das? oder müsste dann neu konferiert werden?[/quote]

    Da die Entscheidung auf einem Irrtum beruhte, müsste diese eigentlich widerrufen werden.
    Ich könnte mir aber vorstellen, dass man - nicht zuletzt, um sich selbst nicht als Deppen darzustellen - hier "aus pädagogischen Gründen" das Ganze "durchgehen" lässt.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Original von dacla
    Hallo ihr
    ich hätte eine grundsätzliche Frage, darf man denn eine Note zu ungunsten des Schülers verändern, wenn man sich z.B verzählt hat oder auf dem Zeugnis aus versehen die falsche Note eingetragen hat?
    Vielen Dank
    (Bundesland NRW)

    Im Falle des Verzählens oder einer falschen Zeugnisnote handelt es sich um einen offensichtlichen Irrtum, der in jedem Fall - ganz gleich mit welchen Folgen - korrigiert werden darf und gerade bei Zeugnisnoten sogar muss.

    Es gehört zu den Mythen der Rechtsirrtümer, dass man Noten nicht zu Ungunsten der Schüler verändern dürfte.

    Gruß
    Bolzbold

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