Dass Halbtagskräfte, vorzugsweise Mütter mit kleinen Kindern, weder als Mütter noch als Lehrerinnen von den jeweiligen Leidenskonkurrentinnen ernst genommen werden, ist für mich schon ein Ausdruck einer in Teilen "kranken" Gesellschaft.
Letztlich nimmt das Ganze dann mitunter so groteske Züge an, dass Du im Grunde machen kannst, was Du willst, weil es immer Leute geben wird, die Vollzeitmüttern oder -lehrerinnen oder Halbtagskräften irgendwelche Defizite oder falsches Verhalten nachsagen.
Die Vollzeitmütter werden von den arbeitenden Müttern belächelt,
die Halbtagskräfte von beiden Seiten, weil sie entweder keine "guten Mütter" sind oder keine "guten Kolleginnen". Die kinderlosen Kolleginnen werden wegen der Kinderlosigkeit schief angesehen (=> Egoismus, Karrieregeilheit...)...
Einige Äußerungen in diesem und in anderen Threads hier spiegeln das ganz gut wider.
Interessant am Rande:
In diversen Erziehungsratgebern wird in bestimmten Fällen von Kindern berichtet, die "muttertaub" geworden sind, d.h. dass sie die Anweisungen (vor allem Verbote und Ermahnungen) nicht mehr wahrnehmen und ausblenden, weil die Mutter jedesmal sozusagen "overtextet".
Provokation hin, Polarisierung her - die Redundanz der Artikulation der persönlichen Belastung, gepaart mit entsprechender Polemik dürfte langfristig ähnliche Folgen haben.
Gruß
Bolzbold