Beiträge von Bolzbold

    billy Thomas

    Stimmt.
    Es gibt aber vermutlich auch nicht so schrecklich viele Berufsgruppen, über die man so hartnäckig das Vorurteil schürt, sie arbeite nur halbtags.
    Da wir in Deutschland ja mehr als 80 Millionen Fußball-Bundestrainer haben, weiß eben jeder besser als derjenige, über den man spricht, wie die Dinge wirklich sind (oder zu sein haben).

    Ich denke auch, dass wir alle unsere Belastungen und Arbeitsspitzen haben, die wir entsprechend unserer individuellen Beschaffenheit anders empfinden. Ich denke, das müssen wir einfach akzeptieren.

    Gruß
    Bolzbold

    Malina

    Das Grundproblem bei unserer Arbeit ist, dass man die Arbeit, die wir erledigen allenfalls ansatzweise in Zeiteinheiten messen kann. Wenn Entlastung nicht aufgrund eines starren Prinzips oder einer Pauschalbeurteilung von Arbeitsleistungen gewährt werden soll, müsste man zunächst die tatsächliche Arbeitszeit für Korrekturen erfassen. Hier arbeitet der eine schneller, der andere langsamer (oder eben mehr oder weniger effizient), der eine genauer, der andere schlampiger.

    Ein weiters Problem ergibt sich aus dem, was ich "Häufchentheorie" nenne. Ich möchte das kurz bildlich erläutern:

    Unser Arbeitsfeld besteht aus meiner Wahrnehmung aus einer Vielzahl unterschiedlichster Aufgaben, die der Erledigung harren. Jede dieser Aufgaben ist ein "Haufen". Alle Häufchen liegen in einem Kreis um mich herum. Ich drehe mich nun im Kreis und versuche, alle Häufchen immer so abzuarbeiten, dass sie entweder temporär vollständig abgearbeitet sind oder aber wenigstens soweit abgearbeitet werden, dass kein Häufchen zu groß wird. Dabei muss ich immer wiederkehrende Aufgaben erledigen (Korrekturen, Vorbereitung etc.), sowie plötzlich bzw. akut anfallende Aufgaben (Streit unter Schülern, Konferenzen etc.).
    Ergo komme ich also selten an einen Punkt, an dem ich tatsächlich einmal stehenbleiben kann und sagen kann "fertig". (Im Sinne von "die Arbeit ist erledigt").

    Eine (leider utopische) Möglichkeit, die Arbeitsleistung und mittelbar die Arbeitszeit zu erfassen, wäre eine Art GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte) bzw. eine GOL für uns Lehrer.

    Dort wären dann alle Tätigkeiten aufgelistet, die man als Lehrer generell ausüben kann inklusive einem empirisch ermittelten Durchschnittswert für die anrechenbare Dauer der jeweiligen Tätigkeiten und "Leistungen", sowie einem entsprechenden Entgelt.

    Setzen wir nun die wöchentliche Arbeitszeit auf 41 Stunden und rechnen die 12 Wochen Ferien (bei 28 Tagen Urlaub pro "Normalsterblichen" also 6 volle Wochen Urlaub) mit ein, kämen wir auf schätzungsweise 47 Zeitstunden die Woche.

    Eine GÖL würde dann entsprechend so angelegt, dass die Unterrichtsverpflichtung bzw. die -verteilung dann inklusive aller zwangsläufig damit verbundenen Leistungen addiert werden und der Wert von 47 Zeitstunden nicht überschritten werden dürfte.

    Zusätzliches pädagogisches Engagement lässt sich damit nur schwer erfassen, insbesondere, wenn es eben spontan bzw. ungeplant anfällt. (Aber man ist ja auch Idealist :) )

    Die Vorstellung ist natürlich rein utopisch und würde vermutlich dazu führen, dass in den Hauptfächern und auch in einigen Nebenfächern deutlich mehr Lehrer eingestellt werden müssten, um dieses Entlastungsmodell tatsächlich zu tragen.

    Und damit schließt sich der Kreis. Solange das Land nicht bereit ist, hier mehr Geld zu investieren, können die KFL oder auch die DKFL nur intern ihre Belastung in Grenzen halten, indem sie zwangsläufig woanders knapsen müssen, wenn die Korrekturen zu viel Zeit in Anspruch nehmen.
    Korrekturtage sind auch nur eine Umverteilung aufs Kollegium, was letztlich dann auch bedeutet, dass ein Korrekturtag nehmender KFL durch einen anderen KFL oder DKFL vertreten wird. Da beißt sich die Katze dann in den Schwanz.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Original von Vaila
    Lieber Bolzbold! Du hast nichts - oder zu gut! - verstanden und versuchst gute Argumente durch oft gehörte verbale Etiketten und oberflächliche Phrasen wie "peinlich und niveaulos" zu entkräften, was dir aber nicht gelingt. Kein einziger meiner Beiträge ist "an der Sache vorbei". Auch der Begriff "Zickenkrieg" passt nicht, da hier ja meist Männer eine strikte Gegenposition beziehen, es sei denn, du bezeichnest dich als männliche Zicke.

    LG Vaila


    Liebe Vaila,

    ich bin jetzt erfreulicherweise in der Position, ab sofort schweigend zusehen zu können, wie Du Dich hier immer weiter selbst demontierst.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Original von EffiBriest
    In diesem Sinne, wir dürfen nicht meckern, wir haben es uns selbst eingebrockt, aber ab und zu ein bisschen Verständnis und stöhnen dürfen, das wäre ganz nett.

    Viele liebe Grüße, Effi

    Liebe Effi,

    ich glaube, es gibt hier keinen in diesem Forum, der dafür kein Verständnis hätte.
    Wenn jemand das aber auf aggressive Art und Weise einfordert und jedem eins verbal verpasst, der nicht gleich in Ehrfurcht und Bedauern über die Belastung als in diesem Fall "DKFL" (Doppelkorrekturfachlehrer) erstarrt, dann habe ich dafür kein Verständnis mehr.

    Gruß
    Bolzbold

    Vaila

    In aller Deutlichkeit:

    Das, was Du hier jetzt abziehst, ist Zickenkrieg pur - peinlich und niveaulos und völlig an der Sache vorbei. Wie man sich hier einerseits so gehen lassen kann und andererseits hinsichtlich seiner Belastung noch ernst genommen werden möchte, ist mir ein Rätsel.

    Ich überreiche Dir hiermit den Orden für die am stärksten belastete Lehrerin. Hänge ihn Dir an die Wand und werde glücklich damit.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Original von Antigone
    Und jetzt könnt ihr euch hier allein weiter zanken - ich bin jedenfalls hinlänglich bedient von der hier dargebotenen männlichen Ignoranz und Intoleranz. Und werde mich an weiterer Diskussion auch nicht mehr beteiligen - ist mir echt zu blöd. Denn ich würde mich in meinen Ferien echt gern erholen - bevor ich im kommenden Schuljahr den neuen 3 Oberstufenkursen (inkl. LK) und den 4 Sek. I-Klassen [zählen wahrscheinlich nicht - machen wir ja doch nur über die Klassenarbeiten hinaus noch ein paar "Stehgreifaufgaben" ;) ] entgegentrete...

    Männliche Intoleranz und Ignoranz? Sag mal, was hast Du denn jetzt auf einmal für ein Problem?

    Komm mal ein wenig runter.

    Gruß
    Bolzbold


    Nighthawk

    Danke. Hättest Du es nicht geschrieben, hätte ich es noch getan.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Original von Vaila

    Nein, natürlich nicht! Wie könnte man auf diesen Gedanken kommen! Du ergreifst Partei für die Wenigkorrigierer!

    Liebe Vaila,

    schau mal auf meine Fächer in meinem Profil. Da ist Englisch mit dabei.
    Die letzten zwei Jahre hatte ich einen Ge-LK, kommendes Jahr wieder. Als Musiklehrer leite ich den Schulchor. Der Chor tritt bei den meisten offiziellen Anlässen auf.
    Das ist nur ein Teil der Aufgaben, die ich habe. Ich bin sozusagen einer von "Euch". Aber ich mache mir gerne auch einmal ein Bild von der Gegenseite.

    An diesem Punkt möchte ich aber die Diskussion mit Dir abbrechen, weil ich keinen Sinn darin sehe, gegen Deine Unterstellungen "anzuargumentieren". Wer nicht so denkt wie Du, ist halt Dein ideologischer Feind. Sei's drum.

    Gruß
    Bolzbold

    P.S. Bei mir an der Schule sind die meisten Lehrer, die "Karriere" gemacht haben, Hauptfach- bzw. Korrekturfachlehrer. Soviel zu Deinen Verschwörungstheorien.

    Zitat

    Original von Antigone
    In meinen Hauptfächern macht sowas aber direkt ´ne weitere Korrekturgruppe aus. Und exakt darin liegt die Mehrarbeit. Nicht im Unterrichten.
    Ich könnte/würde locker 35 U-Stunden die Woche unterrichten ohne zu mucken. Wenn ich keine Korrekturen hätte!
    Mit Lärm. Ohne Lärm. Darum geht´s doch gar nicht, wie schon erwähnt wurde.

    Doch, um den Lärm geht es eben auch. Wir hatten die Diskussion im Kollegium - und die Sportlehrer führten den Lärm in der Halle als Argument für ihre Belastung an.

    Was ich nicht verstehe, ist, wieso ein KFL selbstverständlich aufgrund der Korrekturen Entlastung einfordern kann, ein Sportlehrer aber eben nicht auf der Basis seiner Belastung. Das "Recht" des KFLs ist hier sakrosankt, das des Sportlehrers wird mit lapidaren Äußerungen weggewischt. Das ist selbstgerecht.

    Wie würden wohl die KFL an die Decke gehen, wenn ihnen ein Sportlehrer sagen würde, sie sollten sich wegen der paar Hefte mal nicht so anstellen?

    Ich ergreife hier keinesfalls Partei für die Sportlehrer.

    Mir geht es nur darum, dass man als KFL nicht in der Form auf die Nicht-KFL herabsehen sollte wie das hier doch sehr deutlich geschieht.

    Mein Bio/Chemie-Kollege meinte neulich anlässlich einer ähnlichen Diskussion zu mir, dass man sich dieser Problematik doch im Studium hätte bewusst sein müssen und einen niemand gezwungen hat, zwei schriftliche Fächer zu studieren. Man hätte sich ja bei der Studienberatung entsprechend informieren können.

    Diesen Perfektionsanspruch habe ich nicht an uns KFL. Aber wir sollten in der Tat nicht übersehen, dass wir mit unserer Fächerwahl durchaus einen gewissen Einfluss auf die Korrekturbelastung hatten, wenngleich dieser uns damals nicht unmittelbar bewusst gewesen sein mag.

    Die Entlastung der KFL ist Sache des Ministeriums (hier NRW), welches sich anhand des erwähnten Papiers aber dazu entschieden hat, den Schwarzen Peter an die Schulleitungen und die Kollegien weiterzureichen. Ein sehr geschickter Schachzug seitens der Ministerin.

    Es gibt ja mittlerweile einen Verband der KFL als Personalvertretung. Es würde mich interessieren, wer hier lautstark seine Rechte einfordert und gleichzeitig die einzige gewerkschaftliche Vertretung der KFL aktiv (durch Mitgliedschaft) unterstützt.

    Vom PhV und von der GEW brauchen die KFL nichts zu erwarten, weil man seine Mitglieder ja nicht spalten will bzw. die anderen Lehrer nicht verärgern will.

    Gruß
    Bolzbold

    Herzallerliebste Vaila,

    natürlich kann man auch als Korrekturfachlehrer, zu denen ich im Übrigen auch zähle, seine individuelle Belastung so "schlimm" darstellen mit ausführlichsten Beispielen um zu belegen, dass die eigene Belastung die höchste ist. Der Stundenplan und die Disziplinproblematik, die ich nebenbei nicht als so drastisch erlebe wie Du, betrifft ALLE Lehrer, die vormittags unterrichten - also auch Nichtkorrektufachlehrer.
    Außenstehende würden Deine Beispiele bis zu diesem Punkt wohl als "Jammern" abtun.

    Ich habe gar nichts gegen eine Entlastung aufgrund des Korrekturdrucks einzuwenden - ganz im Gegenteil, denn auch ich würde davon profitieren - und bin mit den Mehrbelastungen des Ministeriums alles andere als einverstanden.
    Aber wenn wir schon über Belastungen reden, dann haben die anderen Kollegen auch ein Recht, dass ihre jeweils sich aus dem Fach ergebende Belastung anerkannt wird. Und bei Sportlehrern gehört der Geräuschpegel in der Halle nun einmal dazu.
    Wenn wir über Korrekturen stöhnen, dann dürfen Sportlehrer auch über Geräuschpegel in der Sporthalle stöhnen.

    Zitat


    Damit rechtfertigst du also eine enorme Höherbelastung einer anderen Lehrergruppe, die den immensen Reformdruck auszuhalten hat, ständig für anspruchsvolle Prüfungsleistungen zur Rechenschaft gezogen wird und den PISA-Karren aus dem Dreck ziehen soll? Mit Verlaub: Deine Argumentation ist flach!

    Deine Beweisführung für die Flachheit meiner eigenen Argumentation ist mehr als lächerlich, weil Du mir eine Aussage in den Mund legst, die ich so nie getätigt habe.
    Es zeugt vielmehr von Deiner eigenen stark ideologisierten, undifferenzierten und teils verzerrten Wahrnehmung.

    Nur weil ich nicht wie das HB-Männchen im Dreieck springe und auf Schule, Ministerium, Frau Sommer, Gott und die Welt schimpfe, obwohl ich doch Korrektufachlehrer bin, heißt das mitnichten, dass ich deswegen die Mehrbelastung der KFL rechtfertige, zu denen - ich wiederhole mich - ich auch gehöre.

    Im Sinne einer differenzierten und nicht ideologischen Auseinandersetzung wird das Betrachten anderer Standpunkte (hier von Sportkollegen und Freunden), ohne damit automatisch zur "Opposition" zu zählen, wohl noch erlaubt sein.

    Abschließend verweise ich noch einmal auf meine erste Antwort. Ich habe das Papier des Ministeriums bereits als einen Witz bezeichnet.
    Aufgrund der aktuellen und teils von mir dargestellten Situation und der stets propagierten finanziellen Probleme des Landes sehe ich aber keine sozialverträglich machbare Lösung für das Problem.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Original von Vaila
    Brauchst du auch nicht! Wie wäre es mit einem feinen Sportplatz im Grünen und Stoppuhr in der Hand? Und das mit dem Lärm ist ein Gerücht: Wenn Schüler sportlich aktiv sind, bleibt keine Luft mehr zum Schreien!

    Lieben Gruß

    Vaila

    Wenn der Sportplatz nicht durch parallel stattfindende Sportkurse belegt ist gerne.

    Ich finde die Argumentation, dass wenn Schüler sportlich aktiv sind, keine Luft mehr zum Schreien bleibt übrigens ziemlich flach.

    Da wird ein Perfektionsanspruch erhoben gegenüber dem Sportlehrer und es wird unterschwellig suggeriert, dass man selbst Schuld ist, wenn es in der Sporthalle laut ist.

    Sportunterricht ist übrigens nicht nur "scheuche die Schüler durch die Halle bis sie vor Erschöpfung umfallen" - ich habe mehrere Sportlehrer in meinem Freundeskreis.

    Wenn übrigens alle Kollegen ähnlich argumentieren wie Du, möchte ich nicht die Gegenargumente der Nichtkorrekturfachlehrer hören, wenn sie sich weigern, zu ihren Lasten den Korrekturfachlehrern Entlastungen zu ermöglichen.

    Gruß
    Bolzbold

    Diese Liste ist ein Witz.

    Letztlich setzt sie ein hohes Maß an Solidarität im Kollegium voraus, weil alle Formen von Entlastungen, die sich auf die Pflichtstundenzahl auswirken, von anderen Kollegen aufgefangen werden müssen. Mehr Lehrer gibt es dadurch ja nicht.

    Meines Erachtens ist das eine Form von verkapptem Bandbreitenmodell, das zumindest an meiner Schule vor meiner Zeit für erheblichen Unfrieden gesorgt hat.

    Den schwarzen Peter an die Schulleitungen und die Kollegien weiterzureichen ist Politik pur.

    Die Landesregierung kann nach Außen hin populistisch behaupten "seht her, wir tun was" und dann, wenn es nicht klappt, die Verantwortung bei den Untergebenen abladen, die zu blöd sind, das auf die Reihe zu bekommen.

    Aufgrund der jeweiligen Wahrnehmung der individuellen Belastung werden auch Nicht-Korrekturfachlehrer aufzählen, weshalb sie so belastet sind und entsprechend auch Entlastungen einfordern. Ich hätte auch keine Lust, sechs Stunden am Stück ohne Pause nachmittags in einer stickigen Sporthalle zu verbringen bei einem Lärmpegel, bei dem jeder andere Arbeitnehmer schon Gehörschutz tragen muss.

    Ohne entsprechend mehr Lehrerstellen bei den Korrekturfächern wird sich an der Problematik nichts, aber auch gar nichts ändern, es sei denn, man möchte das Klima in den Lehrerkollegien nachhaltig vergiften.

    Gruß
    Bolzbold

    Hallo Kisha,

    ob das Aufbaustudium berücksichtigt wird, kann ich Dir nicht sagen. Die Sozialpunkte sind aber so oder so keine ausreichende Garantie, an seinen Wunschort zu kommen.

    Ich habe mit zwei Sozialpunkten damals meinen Erstwunsch Bonn bekommen, andere sind mit mehr Sozialpunkten nicht einmal grob in der gewünschten "Rheinschiene" (Bonn, Köln, Düsseldorf) gelandet.

    Klar kannst Du versuchen, das Aufbaustudium als Grund anzugeben.

    Theoretisch wäre es aber auch möglich, dass falls Du an einen anderen Ort als den Wunschort kommst, wo auch eine Uni mit entsprechendem Studiengang ist, Du das Studium dort fortsetzen könntest bzw. müsstest.

    Eine Meldebescheinigung brauchst Du meines Wissens nicht, wenn Du alleine wohnst.

    Insofern gib das Studium und die entsprechende Bescheinigung an - Du bekommst ja später dann von der Bezirksregierung eine Art Bestätigung der Anmeldung, in der dann auch drinstehen wird, ob Dir Sozialpunkte gewährt werden.

    Gruß
    Bolzbold

    DrWIng

    Schau mal hier nach.

    Dort steht, dass wenn Du Gymnasiallehrer werden willst, die Anstellung über das KuMi läuft und das Ministerium wie erwähnt einen Zugriff auf die Daten hat.

    Bayern hatte mal einen Erlass, den ich dummerweise gerade nicht finde, in dem klar gesagt wurde, dass bei fehlender charakterlicher Eignung, die hier unterstellt wird, keine Einstellung in den bayerischen Schuldienst, wohl aber die Ausbildung (Ref.) erfolgt.

    Gruß
    Bolzbold

    Was Sachsen tut, interessiert die Hessen wenig.

    Natürlich kannst Du nichts dafür, dass das Land Sachsen nichts anbietet. Aber kann der hessische Steuerzahler etwas dafür, der letztlich das Trennungsgeld bezahlen müsste, wenn denn die von Dir beschriebene Konstellation ein solches rechtfertigen würde?

    Die Situation ist übrigens deswegen künstlich, weil Du ja Deinen Erstwohnsitz durchaus in Hessen haben könntest und somit so dicht am Arbeitsort wohnen könntest, dass Du kaum Fahrtkosten etc. hast.

    Beide von mir zitierten Passagen besagen außerdem, dass ein Trennungsgeld nur gezahlt wird, wenn Du außerhalb Deines ursprünglichen Dienstortes - also in der Regel Seminar- bzw. Schulort - abgeordnet bzw. versetzt würdest.

    Da Du mit Beginn des Refs. aber Deinem Dienstort erst zugewiesen wirst, steht Dir hier auch kein Trennungsgeld zu.

    Sonst stünde ja so gesehen jedem neu eingestellten Referendar, der nicht aus Hessen stammt, Trennungsgeld zu.

    Gruß
    Bolzbold

    Hallo Maikili.

    Rekapitulieren wir:

    Du hast Dich auf einen Ref.-Platz in Hessen beworben und erwartest Trennungsgeld, weil Du bei Deinen Eltern in Sachsen wohnst und die Wohnung in Hessen als Nebenwohnsitz führen möchtest?

    Eine Google-Suche mit den Stichworten "Trennungsgeld" und "Sachsen" führt hierher:

    Zitat


    Trennungsgeld

    Trennungsgeld wird den Beamten, Richtern und Arbeitnehmern des Freistaates Sachsen gewährt, um sie in angemessenem Umfang unter Berücksichtigung der häuslichen Ersparnisse von den Kosten zu entlasten, die ihnen für eine doppelte Haushaltsführung und notwendige Reisen zwischen Dienstort und Wohnort entstehen, weil sie als Folge einer dienstlichen Maßnahme (z. B. Versetzung, Abordnung) an einem anderen Ort als ihrem bisherigen Dienstort Dienst zu leisten haben.

    (vgl. http://www.finanzen.sachsen.de/1011.html)

    Eine Google-Suche mit den Stichworten "Trennungsgeld" und "Hessen" führt zu:

    Zitat


    (1) Beamte und Richter, die an einen Ort außerhalb des Dienst- und Wohnortes ohne Zusage der Umzugskostenvergütung abgeordnet werden, erhalten für die ihnen dadurch entstehenden notwendigen Auslagen unter Berücksichtigung der häuslichen Ersparnis ein Trennungsgeld nach einer von der Landesregierung zu erlassenden Rechtsverordnung. Dasselbe gilt für die vorübergehende dienstliche Tätigkeit bei einer anderen Stelle als einer Dienststelle im Geltungsbereich dieses Gesetzes (§ 1 Abs. 1); Außen-, Zweig- oder Nebenstellen und vorübergehend eingerichtete Baustellen sind keine anderen Stellen im Sinne des 1. Halbsatzes.

    (vgl. http://www.rv.hessenrecht.hessen.de/jportal/portal…r-RKGHE1965pP23)

    Dein Dienstort ist für gewöhnlich der Seminarort oder je nach Lage des Seminars der Schulort.
    Wenn Du aus Sachsen kommst und in Hessen freiwillig (!) arbeiten möchtest, steht Dir damit kein Trennungsgeld zu, zumal Du den Zustand der doppelten Haushaltsführung ja künstlich herbeiführst.
    Nimm Dir eine Wohnung in der Nähe der Schule und gut ist.

    Ehrlich gesagt muss ich mich über diese Anspruchshaltung, die in Deinem Posting anklingt, schon sehr wundern.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Original von Marie007
    Hallo Botzbold,
    danke für die Tipps. Einige Punkte sind natürlich schnell erledigt. Inhaltliches Potential birgt der 2. Punkt. Welche fachlichen und pädagogischen Erwartungen könnte man denn ansprechen? Ich bin da so raus, dass ich im Augenblick gar keine richtige Idee habe.
    Gruß
    Marie

    Naja, im Zweifelsfall wohl die Erwartungen, die Du (in Abstimmung mit denen der Schule) hast.
    - Selbstständigkeit
    - Umgang mit vergessenen Hausaufgaben
    - Möglichkeit Referate zu halten?
    - Projektarbeit?

    Es geht darum, was Du von den Schülern in Deinem Unterricht und in Deiner Funktion als KL erwartest.
    Im Gegenzug können die Eltern natürlich auch Erwartungen mitteilen, damit auch Du weißt, was die Eltern möchten.

    Gruß
    BoLzbold

    Hallo,

    ich hatte im letzten Schuljahr eine 8. Klasse.

    Neben den Wahlen kann man folgende Punkte besprechen:

    1) Ansprechbarkeit bzw. Erreichbarkeit der KL
    2) Fachliche und pädagogische Erwartungen / Ziele => Notengebung
    3) ggf. anstehende zentrale Prüfungen (VERA) oder Fahrten
    4) Dinge, die den Eltern von sich aus auf der Seele brennen
    5) Formalia (Differenzierungsbereich II) / Entschuldigungsverfahren / ggf. Ankündigungen durch die Schulleitung
    6) ggf. Vorstellen der anderen Kernfachlehrer und Erläutern des Stoffplans

    Das sind Dinge, die man ansprechen kann - meine Reihenfolge geht nicht nach Wichtigkeit.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Original von mimmmi
    Boah was für ein Moderator, keine Ahnung! Formfehler sind fast die einzige Möglichkeit die Prüfung anzufechten. Lass dich nicjht abhalten, fast alle Prüfer sind A**********

    Hallo mimmmi,

    falls Du damit Deinen Einstand geben wolltest, ist er gründlich daneben gegangen.
    Du wirst feststellen, dass die meisten User hier einen differenzierteren und gepflegteren Umgangston an den Tag legen.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Original von Halli
    Gibt es Gerechtigkeit in Deutschland? Guck dir mal andere Bereiche an. Es gibt Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet haben und darum kämpfen müssen im Alter Unterstützung in ausreichender Form vom Staat zu bekommen, andere Leute dagegen haben noch nie wirklich gearbeitet und kriegen das GEld in den A... geschoben. Nur eines von vielen Beispielen.

    Halli,

    diese pauschale und undifferenzierte Kritik an der fehlenden Gerechtigkeit ist hier unangebracht.

    Zitat


    Hier im Forum sind auch viele Leute, die nicht wissen an welche Sprachschule man sich wenden kann. Es wäre doch schön, diesen Leuten dann weiterzuhelfen. Stattdessen wird genau diese Hilfe unterbunden. Das ist nicht der Sinn eines Forums. Und in vielen anderen Foren die ich kenne ist eine Nennung einer Sprahschule o.ä. erlaubt, das führt dann auch nicht zu übermäßiger Werbung für jeden Arbeitgeber.

    Diese Hilfe wird nicht per se unterbunden. Wenn jemand einen konkreten Tipp haben möchte, kann er auch per PN nachfragen. Wir unterbinden jedoch als Moderatoren-Team konsequent jede Form von konkreter Werbung für eine bestimmte Sprachschule. Es hat in der Vergangenheit immer wieder neue User gegeben, die in ihrem ersten Posting dezidiert Werbung für alle möglichen Dinge gemacht haben. Dass wir das nicht wollen, dürfte auch in den Forumsregeln dargelegt sein.

    Ferner bitte ich Dich, Pauschalkritik wie

    Zitat


    (Wie schön, ein Forum ist dazu da sich gegenseitig zu helfen und Tipps zu geben, aber die Forenbetreiber tun alles um genau das zu unterbinden.)

    ebenfalls zu lassen. Wer Hilfe benötigt, bekommt sie auch für gewöhnlich.
    Zwischen der Festlegung der Art und Weise der Hilfe bzw. dem Ausschluss bestimmter Formen (Werbung) und dem Unterbinden von Hilfe besteht doch ein signifikanter Unterschied.

    Gruß
    Bolzbold

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