Beiträge von Bolzbold

    Zitat

    Original von meike
    Schlauby, mir war es wichtig, klarzustellen, dass ich finde, dass wir für unsere Arbeit gerecht bezahlt werden (zumindest in Bayern). Wenn ich unser Gehalt mit denen in der freien Wirtschaft vergleiche, passt es, mit allen Vorteilen, die du immer so runterspielst. Ja, mein Mann verdient sehr viel mehr Geld als ich, kann aber seinen Job jederzeit verlieren, trägt einen Haufen Verantwortung (ein Fehler kostet gleich richtig viel Geld), kommt selten vor 20.00 Uhr nach Hause und ist sehr viel unterwegs. Das wäre nichts für mich.
    Meike

    Man kann - und das stellst Du ja selber mittelbar fest, bestimmte Aspekte auch überbetonen.

    Auf dem Papier KANN man seinen Job jederzeit verlieren, aber findet das tatsächlich in der Form auf der Ebene, wo Dein Mann arbeitet, in Massen statt?
    Ich habe auch eine Weile vor dem Lehrerberuf gejobbt und hätte theoretisch den Job jederzeit verlieren können. Kirre gemacht habe ich mich deswegen nicht.

    Ach ja: Fehler kosten auch bei uns eine Menge Geld - nur macht sich das nicht sofort bemerkbar sondern eben erst in einigen Jahren.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Original von meike
    Nein, Bolzbold, das will ich nicht, war nur ein Beispiel, dass es wohl auch im Gymnasialbereich anders gehen kann. Aber da habe ich keinen Einblick, ich kann nur vom GS-Bereich sprechen.

    Klar KANN es anders gehen - das wird es bei vielen auch früher oder später, weil sie die Arbeitsbelastung auf Dauer gar nicht durchstehen würden.

    Halten wir aber fest, dass insbesondere der Berufseinstieg zu den stark belastenden bzw. belasteten Phasen gehört und man später durch Erfahrung und Routine und entsprechende Selbstschutzmechanismen (In-sich-Reinhören, Stressreduktion etc.) die Arbeitszeit sowie die Belastungen auf ein überlebbares Maß reduzieren kann - bzw. muss.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Original von meike
    Hier der der Link zum Thread, letzter Beitrag

    Wahrnehmung des Berufsalltags

    Zitat


    Kurz: es hat für mich 7, 8 Jahre gedauert, aber jetzt ist das Verhältnis Arbeitzeit - Qualität / Phasen der Anspannung-Entspannung / Lehren - selber Lernen / Beruf - Privatleben / und meine Berufszufriedenheit relativ ideal. Mental/psychisch belastende Phasen habe ich nur noch, wenn aus allen meinen Arbeitsbereichen viel Dringendes zusammenkommt UND im Privatleben was unrund läuft.

    So, und das hier hast Du dann wohl unterschlagen.

    Selbst die von mir zitierte Userin, die für mich in vielen Belangen übrigens absolutes Vorbild ist, hat mehrere Jahre gebraucht, um auf diese ca. 55 Stunden zu kommen.

    Und willst Du oder SunnyGS jetzt in selbstgerechter Manier behaupten, dass sie dann vorher etwas falsch gemacht haben MUSS?

    Gruß
    Bolzbold

    EDIT: Habe Antigone und Meike. verwechselt, wobei das thematisch eigentlich keinen Unterschied macht.

    Zitat

    Original von meike

    Aussage einer Gmynasiallehrerin aus einem anderen Thread. Also gibt es auch dort Lehrer, die mit ca. 45 Stunden hinkommen.
    Meike

    Aha. Und in welchem Kontext wurde diese Aussage, die Du zitierst, genau getätigt?
    Ich tu mich mit solchen Einzelaussagen ohne entsprechenden Kontext immer ein wenig schwer.

    Gruß
    Bolzbold

    Ich hatte auch die Version C und meine Klasse ist damit recht gut zurecht gekommen.

    Bis auf fünf sind alle fertig geworden; die meisten hatten keine großen Probleme.

    Was mich nur für NRW gewundert hat, ist, dass die ursprüngliche Bearbeitungszeit für den Teil A nur 40 Minuten laut Testheft betrug und dies auch auf den Seiten des IQBs nachzulesen ist.

    Hat NRW da womöglich 20 Minuten extra gegeben, um die Ergebnisse zu frisieren?

    Bei nur 40 Minuten wären die wenigsten weiter als Aufgabe 10 gekommen - die Kombination aus Richtigkeit und Anzahl der gelösten Aufgaben wäre hier meines Erachtens aber aussagekräftiger als wenn man bloß die Fehlerzahl hätte.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat


    Bekommen wir mehr Geld, weil einge auf die Straße gegangen sind, oder weil wir gute Arbeit leisten, die einfach auch gut bezahlt sein sollte?
    Bekommen wir mehr Geld, weil einige ganz laut geschrieen haben, oder weil unsere Leistung mehr Geld wert ist, als wir bislang erhalten?

    Ja, mag sein, dass die Gewerkschaft auf die Missstände aufmerksam gemacht hat und nur dadurch mehr Geld auf mein Konto fließen wird. Aber mit Verlaub: Erabreitet habe ICH mir das! Ich krümme für mein Gehalt täglich mehr als einen Finger! Das tut ganz gewiss keiner der krakelenden Gewerkschaftler für mich!

    Also diese Haltung finde ich gelinde gesagt grotesk.

    Deine Gehaltserhöhung hast Du im Wesentlichen den Gewerkschaften zu verdanken und nicht den Fingern, die Du täglich krumm machst.
    Das, was künftig mehr in Deine Taschen fließt, haben andere für Dich erstritten, und Du stellst Dich selbstgerecht hin und sagst "das steht mir aufgrund meiner hervorragenden Arbeit zu".
    Von irgendwelchen moralischen Idealen wie "unsere Leistung ist mehr Geld wert als wir bislang erhalten haben" wurde meiner Erinnerung nach selten eine Gehaltserhöhung durchgesetzt. Eher schon von denjenigen, die sich für diese Ideale aktiv (!) die Finger schmutzig - äh nein "krumm" - gemacht haben und die Du ja angeblich dafür nicht gebraucht hättest.

    Entschuldige bitte, aber das ist mehr als peinlich. Man sollte Solidarität schon buchstabieren können.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Original von haraldi
    Immer wieder heißt es, das der Lehrer fachwissenschaftlich hervorragend vorbereitet sei, ich mag das angesichts des bereits erwähnten kaum glauben...

    Ich danke euch für Antworten.

    Nun ja, das ist er unter dem Aspekt, dass er das nötige Handwerkszeug mitbringt, um eventuelle fachliche Lücken professionell zu schließen.
    Niemand kann alles wissen - man sollte nur wissen, wo es steht, wenn man etwas sucht.

    Gruß
    Bolzbold

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    Original von waterlily
    na ja. neue vokabeln einführen.

    Du, sei mir bitte nicht böse, aber das kann doch nicht Dein Ernst sein?
    Ich kann mich da nur anschließen - das ist kein Lernziel. Und wo sind Deine konkreten (!) eigenen Überlegungen?

    Und falls Du neue Vokabeln einführen willst, dann natürlich kontextuell eingebunden - und in Kombination mit entsprechendem Material und Arbeitsformen - wie die anderen hier bereits dargelegt haben.

    Kannst Du das Hauptziel der Stunde präzise formulieren - am besten mit Formulierungen wie "Die SuS sollen XY ..."

    Ich finde die Anfrage auch ehrlich gesagt etwas merkwürdig formuliert - bist Du Referendar(in) oder Student(in)?

    Gruß
    Bolzbold

    Wie schade, dass die Politiker diesen Maßstab nicht bei sich selbst anwenden.

    Da werden Posten nach Parteizugehörigkeit und Seilschaften vergeben und selten nach Kompetenz.
    Eine uns bekannte Dame, Grundschullehrerin aus Hintertupfingen, und jetzt Schulministerin ist wohl das beste Beispiel dafür.

    Gruß
    Bolzbold

    Letztlich geht es doch wieder nur um populistische Statements.

    Würden tatsächlich nur die "schlechte" Abiturienten ein Lehramtsstudium ergreifen, hat man zwei Möglichkeiten.
    Man prügelt auf die vermeintlich schlechten Abiturienten ein, die das studieren und sieht darin die Wurzel allen Übels. (Was das über die Abinote oder das Abstraktionsvermögen der Person, die das so interpretiert, aussagt, lassen wir einmal offen.)
    Oder man prüft einmal nach, wieso denn die vermeintlich besseren Abiturienten sich bewusst NICHT für ein Lehramtsstudium entscheiden.
    Dann müsste man als Bildungspolitiker aber in den Spiegel schauen und erkennen, dass man selbst mit diesen Aussagen genau diesen Effekt erzielt.

    Selbst wenn Bild und Zdf Recht hätten, so sagt diese Problematik wohl mehr etwas über das Berufsbild und dessen Image aus als über diejenigen, die Lehrer werden wollen.

    Gruß
    Bolzbold

    Zur Ergänzung noch dieser Link vom zdf.

    http://www.heute.de/ZDFheute/inhal…7527070,00.html

    Schon faszinierend, wie man durch entsprechend polarisierende Formulierungen Lehrer direkt als "schlechte Abiturienten" diskreditiert.

    Ab wann ist ein Abitur "schlecht"?
    Was ist "eher schlecht"?

    Der Vollständigkeit halber sollte man mal nach den Abi-Durchschnitten von Mehdorn, Ackermann und Konsorten fragen. Selbst wenn die besser waren, so scheint das ja nicht unbedingt bessere Manager aus ihnen gemacht zu haben - in anderen Worten taugt ein Abi-Durchschnitt wohl kaum als Messlatte für die spätere berufliche Qualifikation.

    Und wie sieht es mit Abiturdurchschnitten von Politikern aus?
    Ob es da nicht auch Zusammenhänge gibt... Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

    Gruß
    Bolzbold

    Also FALLS das tatsächlich so sein sollte, dass Zeugnisse, die nicht mit dem Laserdrucker erstellt wurden, nicht dokumentenecht sind, dann frage ich mich, wie man das in der Zeit VOR den Laserdruckern gemacht haben will.

    Was die Problematik mit Zeugnissen, die per Tintenstrahldrucker erstellt wurden, angeht, so verbietet sich natürlich ein solcher alleine aus Gründen wie alias erwähnt hat.

    Gruß
    Bolzbold

    SteffdA

    Ich kann Deinen Einwand verstehen. Wenn wir aber grundsätzlich annähmen, dass der Unterricht in jedem Fall ein der Klassenstufe adäquates Niveau erreicht, dann könnten wir uns theoretisch auch die zentralen Prüfungen am Ende der Klasse 10 schenken bzw. diese gar nicht erst vorbereiten. (OK, die waren bisher so einfach in Englisch, dass man sie de facto wirklich nicht hätte vorbereiten müssen).

    Die andere Seite ist diese:
    Jede Schule hat ein Interesse daran, bei landes- oder bundesweiten Vergleichsarbeiten gut abzuschneiden. Es wäre naiv anzunehmen, man würde die Schüler nicht darauf vorbereiten, auch wenn Herr W. sagt, dass der Unterricht das nicht zu tun habe.

    Die Frage, OB man diesen Test besteht, hat sich mir nie gestellt. Für gewöhnlich hat man als halbwegs engagierter Lehrer aber den Anspruch, diese Tests auch halbwegs gut zu bestehen. Somit also eine Frage des WIEs.

    Natürlich sind die Vorbereitungen in dem Sinne auch nicht "umsonst" - aber man kommt sich als Lehrer irgendwo nicht ernst genommen vor, wenn das Ministerium völlig an der Unterrichts- bzw. Schulrealität vorbei Entscheidungen trifft - und das eben drei Wochen vor VERA.

    Man kann nicht einerseits offiziell verkünden, dass man die Qualität der Bildung verbessern will, um dann bei bundesweiten Vergleichsarbeiten doch sein eigenes Süppchen zu kochen.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Original von Feenstaubflocke
    Von "neunmalklug" und "oben herab" zu sprechen zeugt in meinen Augen von Angriff durch Verteidigung.

    So, und nach diesem kolossalen Eigentor würde ich jetzt bitten, wieder beim Thema zu bleiben und Differenzen, die Sachebene und Persönlichkeitsebene vermengen, per PN auszutragen.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Original von Feenstaubflocke
    Das war keine Entgleisung, sondern mein purer Ernst. Nun weiß ich nicht, wer sich hinter Deinem virtuellen Namen und vor Deinem Bildschirm tatsächlich befindet - ich glaube Dir Deine "gutmenschlichen" Ausführungen schlichtweg nicht.

    Aber ich habe sie mir ausgedruckt und werde sie gleich ans Schwarze Brett bei uns ins Lehrerzimmer hängen. Das sorgt kurz vor dem Wochenende mit Sicherheit für ein bisschen Erheiterung. Danke dafür!

    Sag mal, ist das nötig, hier so rumzustänkern?
    Es ist in Ordnung, wenn man unterschiedlicher Meinung ist, aber es ist eine andere Sache, wenn man hier in der Form ausfallend wird wie Du.

    Ich habe es schon lange nicht mehr erlebt, dass hier wegen eines an sich durchaus wichtigen Themas User persönlich angegangen werden.

    Ein einfaches "Sorry, da habe ich mich im Ton vertan" wäre hier sicherlich angebrachter als die eigene Position um jeden Preis zu halten.

    Gruß
    Bolzbold

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