Hallo katta,
ruhig Blut. Wir reden von einem GK und nicht von einem Proseminar.
Zunächst gibt es von diversen Schulbuchverlagen Material zu diesem Thema - sogar auf die von Dir benannten beiden Aspekte zugemünzt. (Klett, Schöningh, Cornelsen)
Es gibt sowohl Themenhefte als auch Kapitel in den großflächiger angelegten Oberstufenlehrwerken.
Ansonsten sollst Du die Bereiche ja nicht allumfassend und erschöpfend sondern exemplarisch behandeln.
Peacekeeping würde ich auch nicht auf Irak/Afghanistan reduzieren, weil das im Wesentlichen die Rolle der USA tangiert und weniger die der UNO. Letztere ist eigentlich rechtlich wie moralisch die "Friedensbewahrerin", wohingegen die USA das ja eher in ihrem eigenen Sinne und nach ihren eigenen, ihnen nutzenden Maßstäben auffassen.
Die Wirtschaftskrise kann man dazunehmen, jedoch würde ich die Problematik vereinfachen bzw. auf einige wenige Aspekte zuspitzen. Dazu dürfte es auch in den größeren amerikanischen bzw. britischen Zeitungen sowie bei EnPaed einiges sehen.
Da Globalisierung aus meiner Erfahrung ein "Laberthema" im Englischunterricht ist, bei dem viele Schüler ihrer Sozialromantik freien Lauf lassen, ziehe ich das in der Regel recht schnell durch.
Trotz mehrerer Versuche, das Thema tiefgreifend zu diskutieren, kommen viele Schüler in der Klausur nicht über die naiv-sozialromantische Verteilungsdebatte hinaus. "Wenn wir alle etwas abgeben, geht es uns allen besser" oder "Wenn man die Arbeitsbedingungen und die Löhne in der Dritten Welt verbessert, geht es allen besser."
Wenn man ihnen dann einmal erzählt, woher ihre Adidas und Nike Klamotten herkommen, wie Aldi seine Preise überhaupt halten kann etc. gucken sie ein wenig verwundert.
Und wenn man ihnen dann erzählt, dass unser Wohlstand auch auf der Armut der Dritten Welt basiert, sind sie ganz erstaunt.
Und wenn es dann ggf. ans Verzichten oder das In-Kauf-nehmen von höheren Preisen zugunsten der Dritten Welt geht, hört bei ihnen der Spaß auf...
Gruß
Bolzbold