Diese Liste ist ein Witz.
Letztlich setzt sie ein hohes Maß an Solidarität im Kollegium voraus, weil alle Formen von Entlastungen, die sich auf die Pflichtstundenzahl auswirken, von anderen Kollegen aufgefangen werden müssen. Mehr Lehrer gibt es dadurch ja nicht.
Meines Erachtens ist das eine Form von verkapptem Bandbreitenmodell, das zumindest an meiner Schule vor meiner Zeit für erheblichen Unfrieden gesorgt hat.
Den schwarzen Peter an die Schulleitungen und die Kollegien weiterzureichen ist Politik pur.
Die Landesregierung kann nach Außen hin populistisch behaupten "seht her, wir tun was" und dann, wenn es nicht klappt, die Verantwortung bei den Untergebenen abladen, die zu blöd sind, das auf die Reihe zu bekommen.
Aufgrund der jeweiligen Wahrnehmung der individuellen Belastung werden auch Nicht-Korrekturfachlehrer aufzählen, weshalb sie so belastet sind und entsprechend auch Entlastungen einfordern. Ich hätte auch keine Lust, sechs Stunden am Stück ohne Pause nachmittags in einer stickigen Sporthalle zu verbringen bei einem Lärmpegel, bei dem jeder andere Arbeitnehmer schon Gehörschutz tragen muss.
Ohne entsprechend mehr Lehrerstellen bei den Korrekturfächern wird sich an der Problematik nichts, aber auch gar nichts ändern, es sei denn, man möchte das Klima in den Lehrerkollegien nachhaltig vergiften.
Gruß
Bolzbold