Beiträge von Bolzbold

    Anne

    Ich bin erstaunt, dass Deine Schüler so denken.
    Also aus pädagogischen Aspekten lässt sich das m.E. nicht rechtfertigen.

    Ich finde die Punktevergabe und die daraus folgende Notenvergabe ziemlich problematisch.

    Bei 20 Fragen hättest Du so ja ein Spektrum von streng genommen -20 bis 40 Punkten, somit also eine Reichweite von 60 Punkten, womit dann jede Frage rein rechnerisch drei Punkte zählen würde.
    Wieso bewertest Du jede richtige Antwort dann nicht direkt mit drei Punkten und jede falsche mit null Punkten? Das erspart Dir nebenbei jede Menge Rechnerei.

    Gruß
    Bolzbold

    Die A14 Beförderung richtet sich meines Wissens nicht nach der bisherigen Unterrichtsverteilung, auf die Du ja nur mittelbar Einfluss hast.
    A14-Stellen sind an die Voraussetzung geknüpft, dass Du ein gutes bis sehr gutes Gutachten Deines Schulleiters hast (je nach Konkurrenzlage) und dass seit der Lebenszeitverbeamtung mindestens ein Jahr vergangen ist.

    A14-Stellen sind oft so genannte Funktionsstellen, bei denen Du beispielsweise stellvertretend die Mittelstufe oder die Unterstufe mit koordinierst etc.
    Normalerweise hängen die zur Verfügung stehenden A14-Stellen am schwarzen Brett aus.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Original von Anne1981
    Hi!


    Ich habe mal eine Frage an die Experten;)
    Also, ich habe einen Multiple-Choie-Test schreiben lassen, dabei gab es immer nur eine richtige Ankreuzmöglichkeit.Pro richtiger Beantwortung habe ich 2 Punkte vergeben, bei jeder falschen Antwort 1Punkt abgezogen. Die Höchstpunktzahl beträgt 48Punkte, wie genau bewerte ich jetzt? Hat derjenige der 24 Punkte erreicht eine 4? Es gibt dorch irgendwie Tabellen diesbezüglich, oder?

    Vielen Dank,
    Anne

    Hallo Anne!

    Mit der Suchfunktion wärst Du auf diesen Thread hier gekommen, der die Diskussion darüber enthält:
    Minuspunkte bei Ankreuzfragen

    Nur soviel:

    Hältst Du es für pädagogisch sinnvoll, bei richtigen Antworten Punkte zu vergeben und Minuspunkte für falsche Antworten zu vergeben, die ja im doppelten Sinn strafen, weil sie ja quasi auch die erreichten Punkte (und damit auch die Leistung) teilweise zunichte machen?

    Wieso nicht pro richtiger Frage einen Punkt vergeben, um so wirklich nur die positiv erbrachte Leistung zu bewerten?
    Strafen für falsche Antworten halte ich für unsinnig.

    Gruß
    Bolzbold

    So, ich denke, dass jetzt zu dem Thema eigentlich alles gesagt wurde.
    Probleme auf der Beziehungsebene zwischen einzelnen Usern bitte ich per PN zu regeln.
    Ansonsten haben wir jetzt m.E. ein hinreichend differenziertes Meinungsbild, das die grundlegenden Meinungen (Zustimmung und Kritik) widerspiegelt.

    Ich schließe hiermit den Thread.

    Gruß
    Bolzbold

    Hallo Eulem!

    Ob und inwieweit Du da noch einmal die Note absenkst, liegt in Deinem eigenen Ermessen.
    Ich teile die Meinung, dass bei 0 von 30 Punkten für Sprachrichtigkeit, die sprachlichen Verstöße hinreichend "geahndet" wurden.
    Da es aber ab einem FQ von 7,6 keine Fortführung der Skala gibt, könnte man immerhin z.B. bei einem FQ von 20+ oder so die Arbeit insgesamt noch einmal absenken, weil das sprachliche Niveau dann wirklich unterirdisch ist.
    Da sich das aber in der Regel auch in der Darstellungsleistung niederschlägt, wird man wohl nicht notwendigerweise darauf zurückgreifen müssen.

    Das wird vermutlich im nächsten Jahr relevant, wenn der Fehlerquotient zugunsten der Sprachrichtigkeit (Orthographie, Grammatik und Wortschatz) analog zur ZP10 aufgegeben wird.

    Gruß
    Bolzbold

    Rosalie

    Du bist jetzt mehrmals auf Deinen aggressiven Ton hingewiesen worden.
    Es mutet etwas merkwürdig an, wenn Du Dich einerseits über Reaktionen anderer User beschwerst, es Dich aber andererseits nicht schert, wie Du bei anderen Leuten rüberkommst.

    Bis jetzt hast Du zwei Verhaltensweisen gezeigt, die ich etwas überspitzt paraphrasiere:

    a) Du fühlst Dich unverstanden und kündigst Deinen Rückzug an

    b) Du verstehst die Meinungen anderer User nicht, deutest sie mitunter als "böse" und nimmst daraus die Rechtfertigung, kräftig auszuteilen.

    Glaubst Du, dass auf diese Art und Weise eine für beide Seiten befriedigende Kommunikation zustande kommen kann?

    @all

    Ich würde darum bitten, dass wir jetzt wieder ON-Topic gehen oder aber nichts mehr zu dem Thema schreiben.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Original von Rosalie
    Ich habe die Anzeige gemacht und bin sehr froh darüber. Der Schüler ist 20 Jahre alt und ich werde meine Energie jetzt wieder denjenigen zuwenden, die sie brauchen, sprachlich und auch pädagogisch. Der Schulleiter hat heute das Gespräch mit ihm und mir gesucht, und das Einzige, das er zu sagen hatte, war, dass er immer wieder so etwas und noch mehr sagen würde, es tue ihm nicht leid und natürlich sei er im Recht, wenn jemand einen Fehler mache, dann sei es bei ihm immer so, dass er Leck mich am Arsch sage. Und dabei bleibe er. Ich habe dann gesagt, dass ich nun die Möglichkeit hätte, wegen ihm eine Konferenz einzuberufen und damit sechs Kollegen eine Stunde zu beschäftigen, oder die Anzeige machen. Er sagte: Machen Sie mal. Und später, als der Schulleiter weg war: Die Scheiß-Bullen können ihn mal - na, was woh? - am Arsch lecken.
    Ergo: Ich habe die Anzeige gemacht.
    Von den Zuschriften im Forum hier fühlte ich mich total im Stich gelassen. Es freut mich für euch, dass Ihr alle so gute Pädagogen und gute Menschen seid, die ihr bisher gepostet hat. Und für mich freu ich mich, dass ich ein Mensch mit gesundem Verstand geblieben bin.
    Gute Nacht!

    Hallo Rosalie!

    Es ist schade, dass Du Dich im Stich gelassen fühlst. Wie hätten denn die Zuschriften aussehen können, damit diese Gefühl nicht entstanden wäre?
    Zugegeben, ich habe auch mal einen ehemaligen Schüler unserer Schule angezeigt, weil er mir sagte, ich solle als "sch*** Immigrant" doch meine Koffer packen und nach Hause fliegen (also gar nicht erst den Koffer packen, aber das wusste er ja nicht). Das sagte er im Zusammenhang mit einer Prügelei, wo er zu dritt auf einen 12.Klässler losgegangen ist.
    Natürlich habe ich ihn angezeigt, weil ich mich als Lehrer im Dienst und in Ausübung meiner Pflichten (dem Schutz eines meiner Schüler) nicht mit derart braunen Parolen beschimpfen lasse.
    Er hat sich später schriftlich entschuldigt, damit war die Sache für mich erledigt.

    Wäre das IN der Schule passiert und von einem Schüler gekommen, so hätte ich ihn vermutlich nicht angezeigt sondern mir lediglich diesen Schritt vorbehalten, wenn nach einem Gespräch zwischen ihm, Schulleitung und mir der Schüler immer noch uneinsichtig gewesen wäre. Ungeachtet der Fehler, die man machen mag, gehört sich ein solcher Umgangston nicht. Erst Recht nicht bei einem 20jährigen.

    Insofern kann ich Deine Reaktion im Nachhinein völlig verstehen. Wer sich so dermaßen daneben benimmt und zeigen muss, dass er alles darf und man ihm nichts kann, der muss es eben erst noch lernen.

    Es ist schade, dass Du nicht von Anfang an die Situation so ausführlich beschrieben hast wie jetzt in dem letzten Posting. Ich denke, dann wären die Zuschriften mit Sicherheit etwas anders gewesen.

    Die Differenzierung zwischen pädagogischem Geschick und gesundem Verstand verstehe ich nicht. Gehört das nicht zusammen?

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Original von MagicMoment
    Eine kleine Regel:

    Gestehe als Lehrer nie offensichtlich Fehler ein, vorallem nicht pädagogische und schon garnicht vor Schülern, suche immer nach Möglichkeiten, mit Fehlern am bestmöglichsten Weg für alle umzugehen, dass wir sie machen ist klar, dass wir zu ihnen stehen müssen ist auch klar, aber meist wird durch das eingestehen mehr *kaputt* gemacht als notwendig.
    Bitte versteht mich nicht falsch, ich möchte natürlich nicht dass wir Kinder anlügen, aber ich bin der Meinung, dass man wenn soetwas passiert einfach einen anderen Weg finden sollte und nicht einfach sagen kann es war ein Fehler ich mache es jetzt anders.
    Sachliche und Inhaltliche Fehler muss man natürlich sofort berichtigen auch vor Schülern.

    Hallo MM!

    Also zwischen dem Nichteingestehen von Fehlern und Anlügen besteht für mich ein gradueller Unterschied.
    Ferner: Wenn ich einen für die Schüler offensichtlichen Fehler gemacht habe - inhaltlich oder pädagogisch - dann verliere ich m.E. jegliche Form von Glaubwürdigkeit, wenn ich dann nicht dazu stehe.
    Natürlich darf ein pädagogischer Fehler (und dessen Korrektur) nicht im Nachhinein zum Nachteil der Schüler gereichen.
    Und ich denke, DARAUF wäre es in der eingangs geschilderten Situation angekommen.
    Würden wir so reagieren wie Du beschrieben hast, dann würden wir den Vorurteilen Vorschub leisten, die es ja bereits über uns gibt - nämlich dass wir ja immer Recht haben (wollen) und wir vorbildliches Verhalten verlangen, dieses aber nicht selbst an den Tag legen (die Kopfnoten in NRW sind da leider ein Beweis zugunsten der Schüler).
    Im Rahmen unserer Rolle sind wir natürlich nicht mit den Schülern gleichzusetzen. Im Rahmen des von uns aus von den Schülern erwarteten Verhaltens (und dem Hinweis auf mögliches falsches Verhalten) dürfen wir andererseits aber gerade aufgrund unserer Rolle nicht mit zweierlei Maß messen.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Original von MagicMoment
    Das zweite Problem ist auch für mcih etwas schwierig, da ich in einer Schule und Klasse arbeite, ( aber nicht als Klassenlehrerin) in der es genauso zugeht, wir haben Kinder verschiedener Nationalitäten aber mit gleicher Religion, heute kam ein neuer Schüler dazu , ich setzte in zu einem Kind, und der hat gleich mal gezeigt, dass er das nicht möchte, weil der neue Schüler eine andere Hautfarbe hat, bei uns gehen sie aufeinanderlos, wenn ein Kind von der einen Nationalität ein Tor schießt und die andere dann verliert, ich könnte dir da Geschichten erzählen, aber belasse es lieber, denn es hilft dein Problem auch nicht zu lösen.
    LG MM

    Dazu hätte ich mal eine Frage:

    Ich bin bislang davon ausgegangen, dass insbesondere Kinder eigentlich weniger ein Problem mit unterschiedlichen Hautfarben haben, weil sie ihren Gegenüber einfach als anderen Menschen (anders als sie selbst) wahrnehmen und mehr nicht.
    Das wiederum würde ja zumindest den Verdacht nahelegen, dass ein solches ablehnendes Verhalten anerzogen bzw. "erlernt" wurde.
    Wie siehst Du das bzw. wie sehen die anderen Kollegen hier dieses Phänomen?

    Bislang habe ich ein solches Verhalten erst ein einziges Mal in einer 5. Klasse (ich arbeite am Gymnasium) erlebt, und das hat mich ziemlich geschockt, weil ich ja auch halb und halb bin. Ansonsten ist so etwas in meinen Lerngruppen bisher noch nicht vorgekommen, was vielleicht auch daran liegen mag, dass man sich das in meiner Gegenwart nicht traut.

    Gruß
    Bolzbold

    FrauLehrerin

    Wenn Du das in inhaltlich und sprachlich nochmal aufdröselst und die Noten separat betrachtest, verzerrt das das Bild.
    Du musst ja für die Gesamtleistung eine Note geben - eben entsprechend der erreichten Punktzahl.
    Es liegt dann in Deinem Ermessen, ob Du bei gehäuften sprachlichen Verstößen noch zwei Stufen runter gehst.

    Wie viele Punkte gibt es denn für die sprachliche Richtigkeit in Deutsch?
    Wenn das beispielsweise nur fünf Punkte wären und die Arbeit durch gehäufte sprachliche Verstöße nahezu unleserlich ist, würde das m.E. eine Absenkung rechtfertigen. Das liegt im Endeffekt bei Dir.
    Ferner wäre ja dann auch noch relevant, ob der Korreferent zustimmt oder nicht.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Original von FrauLehrerin
    Einen schönen guten Abend,

    ich sitze hier über meinen Abiklausuren und habe gerade eine Klausur, die sprachlich äußerst herausfordernd ist...

    Nun habe ich dem Schüler schon recht wenige Punkte im Darstellungsbereich geben müssen, so dass die Note schon 2 Punkte schlechter ist als eine inhaltlich gleiche, aber sprachlich bessere Arbeit. Muss ich dem armen Menschenkind "gemäß § 13 Abs.2 APO-GOSt" ( = Bei der Bewertung schriftlicher Arbeiten sind Verstöße gegen die sprachliche Richtigkeit in der deutschen Sprache und gegen die äußere Form angemessen zu berücksichtigen. Gehäufte Verstöße führen zur Absenkung der Leistungsbewertung um ein bis zwei Notenstufen) - wie es im Bewertungsbogen heißt - nun noch mal 2 Notenpunkte abziehen, weil es sprachlich so grottenschlecht ist?

    Das erscheint mir arg viel, da wird aus der inhaltlichen 4 ja eine 5-. Bei mir an der Schule wird diese Zusatzzeile § 13 wohl eher ignoriert, wie handhabt ihr das?

    Schöne Grüße
    FrauLehrerin

    Hallo FrauLehrerin,

    mit Notenstufen sind hier Notenpunkte gemeint. Wenn der Schüler also eine glatte vier hat, entspricht das 5 Punkten. Wenn Du davon jetzt einen oder zwei abziehst, bist Du in Noten bei einer 4- oder 5+.

    Gruß
    Bolzbold

    Ich stimme Tiggy da zu.

    Es gibt in diesem Thread User, die hier in ihren "Erstlingspostings" offen Empfehlungen aussprechen. Das riecht stark nach Absicht.

    Bislang zögere ich noch zu glauben, dass die Diskussion um dieses Material ausschlaggebend genug ist, um sich extra deswegen hier anzumelden und freischalten zu lassen, wenn es nicht ausschließlich darum geht Werbung zu machen.

    Gruß
    Bolzbold

    Also wir hatten auch so einen Kollegen bei uns an der Schule.
    Er fehlte oft und gerne. Und während er krank geschrieben war, sahen ihn dann Schüler putzmunter durch die Stadt gehen und abends auch auf Partys.

    Wann immer er dann zur Abwechslung einmal wieder da war, beschwerte er sich zuerst lautstark darüber, dass er ja schon wieder eine Vertretungsstunde aufgebrummt bekommen habe. (Die Hunderte von Vertretungsstunden, die WIR Kollegen wegen ihm schieben mussten, blendet er aus. Das ist ja selbstverständlich).

    Letztlich habe ich dann von ihm einen Grundkurs in der 12 übernommen. Ich wusste gar nicht, dass sich Schüler so dermaßen freuen können, endlich mal wieder regelmäßig Englischunterricht zu haben...

    Gruß
    Bolzbold

    So ganz nebenbei:

    Das Verhalten solcher Kollegen scheint bei Eltern wie Schülern einen solch nachhaltigen Eindruck zu hinterlassen, dass man dann (ich überspitze einmal völlig unsachlich) als Elternteil selbstgerecht hingehen kann und sagen kann: "Internetseiten wie spickmich und schulradar gibt es ja nicht umsonst. Wären die Lehrer anders, bräuchten wir diese Seiten nicht"...

    Gruß
    Bolzbold

    flyfor

    Sag mal, Du bist jetzt aber nicht wirklich im Ref. und meinst das wirklich ernst, oder?

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein halbwegs erwachsener Mensch den Lernzuwachs in der Sek I beim Abschreiben [sic!] und dem Malen eines Bildes nicht selbst bestimmen kann und noch weniger nach einem Hochschulstudium dazu in der Lage ist, ein Gedicht selbstständig zu interpretieren, noch dazu, wenn es für die Sek I sein soll.

    Gruß
    Bolzbold

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