Dann IST es in diesem Fall besser geworden.
Frau W. hat die laut dem Peter-Prinzip die für sie höchste Stufe erreicht. Doch tritt sie jetzt freiwillig zurück anstatt Ministerpräsidentin zu werden...
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Beiträge von Bolzbold
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Nun ja, wenn man versucht, ungelernte Kräfte für Vertretungsstunden zu rekrutieren und das dann als "Unterrichtsgarantie" etc. verkaufen will, muss man entweder ziemlich dumm sein oder aber ziemlich dreist, wenn man glaubt, dass das Wahlvolk so dumm sei, dies auch noch zu glauben.
Vermutlich war es beides. Jeder halbwegs sich im Schulsystem auskennende, normal denkende Mensch hätte das doch von Anfang an als Unsinn abgetan - hoffe ich doch...
Gruß
Bolzbold -
Stimmt, im ersten Satz waren es auch zwei Dinge. Habe ich übersehen.
*am Kopf kratz*
Also zweimal gelingen.
Gruß
Bolzbold -
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Original von Löwenzahn
Da war sie mal wieder. Diese schwere deutsche Sprache.Meine Zeugnisse wurden durchgesehen und korrigiert, doch folgende Unklarheit bleibt.
Bitte erklärt es mir so, dass ich es verstehen kann und in Zukunft richtig mache. Danke!!!Heißt es:
Das Bereitstellen und Wegräumen der benötigten Materialien gelingt ihm noch nicht zügig.
oder gelingen
Das Übertragen der Tafelanschrift und das Orientieren im Rechenheft gelingen ihm gut.
oder gelingt
Das ist doch der gleiche Fall!?! Hat meine Kollegin das übersehen?
Hilfe! Wie muss es richtig lauten?
LG
LöwenzahnRichtig, es ist der gleiche Fall - wer oder was gelingt ihm.
Im ersten Beispiel ist eine Sache genannt, in der Einzahl - somit also "gelingt".Im zweiten Beispiel sind zwei separate Dinge genannt - somit könnte man hier ggf. auch die Mehrzahl verwenden. "Das Bereitstellen und das Wegräumen gelingen ihm..."
Wenn ich von zwei Personen rede, dann schreibe ich ja auch nicht "Der Hans und der Peter macht seine Hausaufgaben" sondern "Der Hans und der Peter machen ihre Hausaufgaben."
Oder, um es noch ähnlicher zu gestalten:
"Der Hans und der Peter machen ihm sehr zu schaffen" und nicht "Der Hans und der Peter macht ihm sehr zu schaffen."
Gruß
Bolzbold -
Hallo Katta!
Bislang kosteten die Lektüren bei mir zwischen 6 und 10 Euro, ich glaube in einem Fall habe ich für eine didaktisierte Ausgabe von Romeo & Juliet mehr investieren lassen.
Ein Elternbrief, in dem Du Dein Anliegen erklärst und um Mithilfe bittest, sollte aber die Eltern "gnädig" stimmen. Immerhin ist es das Geld der Eltern, das Du ausgeben möchtest.
Gruß
Bolzbold -
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Original von darchr
Nun - nach meinem Refrenderiat habe ich sehr häufig Gruppenarbeit in Form von Expertengruppen oder auch Gruppendiskussionen gemacht. Die Ergebnisse waren doch eher ernüchternd und die Reaktion der Schüler mit Sätzen wie "Ich mag Gruppenarbeit, da muss man nichts machen" eher kontraproduktiv; der Zwang sonst weniger tätige Schüler durch die Gruppenarbit zu animieren und sie dann aufzufordern, auch am Unterricht teilzunehmen, indem sie Ergebnisse vortragen, war nie sonderlich hilfreich. Wenn die Schüler Gruppenarbeit nicht anerkennen, kann es natürlich ohnehin nichts werden. Und bisher hatte ich leider keine Klasse, in der Gruppenarbeit zu guten Ergebnissen führte. In der Regel kommen bessere Schüler nach der Gruppenarbeit und bitten förmlich darum, wieder "frontaler" zu unterrichten. Dass der Drang zu Frontalunterricht auch noch durch zusätzliche Lustlosigkeit schwächerer Schüler und deren Freude an der Gruppenarbeit (da sie sich hierbei völlig ausklinken können), führt dann letztendlich dazu, dass ich dem konventionellen, fragend-entwickelndem Unterricht mehr Stellenwert in meinem Unterricht zurechne. Mit gutem Ergebnis!Du weißt aber schon, dass es im Zeitalter des "kooperativen Lernens" auch im Rahmen von Gruppenarbeiten Mittel und Wege gibt, jeden (!) Schüler in die Verantwortung zu nehmen, was das Gesamtergebnis der Gruppenarbeit angeht?
Das Ehepaar Green hat dazu ja so einiges entwickelt und vorgestellt.Wenn sich schwächere Schüler aus der Gruppenarbeit ausklinken - was Du natürlich nie völlig verhindern kannst - dann muss die Gruppenarbeit entsprechend modifiziert werden. (Besondere Aufgaben an jedes Mitglied der Gruppe etc. etc.).
Auf diese Weise wird auch der schwächere Schüler irgendwann ans Arbeiten kommen.Wenn natürlich die Grundmotivation der Schüler im Keller ist, dann wird Gruppenarbeit nicht greifen.
Die schwächeren Schüler können sich übrigens im Frontalunterricht genauso ausklinken. Wer nicht will, der will eben nicht. Wenn er dafür bereit ist, die entsprechende Note zu kassieren - so what?Gruß
Bolzbold -
Das ist ein schwieriges Thema.
Wenn wir den Lernerfolg mit der effektiven Leistung des einzelnen Schülers gleichsetzen, läge zumindest die Vermutung nahe, dass der Frontalunterricht hier der effizienteste ist.
Fassen wir Lernerfolg etwas weiter und beziehen Sozialverhalten und Kooperationsfähigkeit oder beispielsweise kommunikative Kompetenz in Fremdsprachen mit ein, so ist der Frontalunterricht eher kontraproduktiv.
Studien, die entweder nur a) oder nur b) behaupten, würde ich nicht trauen.
Es ist im Grunde die gesunde Mischung von Sozialformen, die Erfolg auf allen Ebenen bringt.
Die Ermittlung von Lernerfolgen ist ferner an zu viele individuelle Faktoren (Lerhrerpersönlichkeit, Lerngruppe, soziales Umfeld der Schule etc. etc.) geknüpft, so dass eine allgemeine Aussage über die Lernerfolge in den jeweiligen Sozialformen des Unterrichts unseriös anmutet.
Nebenbei: Wenn Du sagst, dass Du von Gruppenarbeit nicht viel hältst und sie nur alle paar Wochen machst, dann finde ich das schon bedenklich.
Gruß
Bolzbold -
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Original von Nicht_wissen_macht_auch_nic
Liebe Kollegin,
ich wollte nur vor Augen führen, dass Ihre Kritik des Schwarz-Weißmalens am besten bei Ihnen selbst anfangen sollte. Von Ihren Erlebnissen, die Sie hier ja sehr gern detailliert ausbreiten, auf das deutsche Bildungssystem zu schließen, könnte evtl. etwas voreilig sein. Immerhin entlässt dieses Facharbeiter und Handwerker, um die uns die meisten Staaten in der Welt beneiden, Techniker und Fachwirte, die sich nicht vor Akademikern aus anderen Ländern verstecken müssen und Ingenieure, die z.B. im Maschinen- und Anlagenbau international immer noch absolute Spitze sind.
Kommen diese alle wie der deus ex machina aus dem Nichts oder hat da unser so gern und pauschal gescholtenes Bildungssystem nicht auch seinen Beitrag geleistet?
Dann lassen wir uns doch einmal dort ansetzen und fragen, wieso angesichts dieser offenbar doch gut ausgebildeten Fachkräfte und der internationalen Anerkennung deutscher bzw. in Deutschland ausgebildeter Akademiker man das Bildungssystem ungeachtet dessen heftigst kritisiert und unermüdlich mit den skandinavischen Ländern argumentiert.
Kurz:
Unser Bildungssystem hat seine Stärken, die jedoch gerne im Rahmen der "deutschen Meckermentalität" verschwiegen bzw. ignoriert werden. Stattdessen werden die vorhandenen Schwächen kritisiert und medial besonders öffentlichkeitswirksam hervorgehoben.
Man muss angesichts dieser bewusst verzerrten Darstellung sich schon fragen, was damit eigentlich erreicht werden soll.Gruß
Bolzbold -
Interessant wird es dann, wenn selbige Kollegen ihren Schülern dann Kopfnoten in genau den Kategorien verpassen, in denen sie selbst "versagen".
In einigen Fällen herrscht da tatsächlich eine "quod licet Iovi, non licet bovi" Mentalität. (Korrektur der Endung nach freundlichem Hinweis von Nele)
Seinen Dreck nicht wegzuräumen, ist an sich schon unsozial genug, aber dann noch so herablassend von den Putzfrauen zu reden, ist eines Lehrers bzw. Pädagogen unwürdig.
Gruß
Bolzbold -
Hallo froni!
Klar, Elternbeschwerden sind unangenehm, aber diese alleine werde Deine Probezeit nicht kippen können.
Dazu müssten sie zum einen sehr massiv auftreten und zum anderen auch berechtigt sein, d.h. der Schulleiter müsste anhand der Fakten (!) zu dem Schluss kommen, dass die Beschwerden gerechtfertigt sind.
Und selbst dann ist es kein Automatismus.
Sechs Beschwerden in zwei Jahren würde ich auch nicht als so wirklich viel ansehen. Es wird immer Eltern geben, die die "Schuld" für schulische Misserfolge bei Dir suchen - unter anderem können sie so ihre eigene Verantwortung aus dem Schussfeld nehmen.Solange Du Noten sachlich auch im Rahmen Deines pädagogischen Spielraums begründen kannst und Du ansonsten Deinen dienstlichen Pflichten (auch als Pädagoge!) ohne Beanstandung nachkommst, sollte Dir da nichts passieren können.
Ausnahmen wären Schulleiter, die überwiegend auf Außendarstellung der Schule aus sind, die sofort Partei für die Eltern ergreifen und Dir ggf. auch noch in den Rücken fallen.
Gruß
Bolzbold -
@taco
Ich habe in meinem Ref. die Erfahrung gemacht, dass die "soft skills" eher vorausgesetzt wurden als dass sie relevanter Bestandteil der LP-Note gewesen wären.
Die Planung, die Wahl der Methoden, das (Nicht-)Erreichen der Lernziele, der Lernzuwachs, das dargebotene Material - all das waren hingegen die Kriterien, die bei meinen Lehrproben angelegt wurden.
Ich hätte mich gefreut, wenn es zumindest ein wenig stärker an den soft skills ausgerichtet gewesen wäre.
Gruß
Bolzbold -
Zitat
Original von mahalia24
Hallo zusammen,ich habe letzte Woche meine erste LP in einer 10. Klasse abgehalten und wurde mit einer drei benotet (Niveau war nicht jahrgangsstufenentsprechend genug). Seitdem werde ich von meinen Mitreffis ziemlich mitleidig behandelt.
O-Ton: Oh, das tut mir aber leid! Wie fühlst du dich? Bist du arg enttäuscht? (Hat eine 2 in 5. Klasse)Jetzt meine Frage: Muss ich mich schlecht fühlen? Tu ich nämlich nicht!
Nein, schämen musst Du Dich nicht. Wieso auch? Sag Deinen Mitreffis doch einfach, dass Du kein "Mitleid" benötigst und es Dir gut geht.
Zitat
Außerdem besteht doch ein Unterschied, ob man LP in einer 10. Klasse oder in einer 5. bzw. 6. hat! Oder nicht?Wenn Du damit andeuten willst, dass es leichter sei, eine LP in einer 5. Klasse zu machen als in einer 10., dann irrst Du. Beides hat seine ganz eigenen Ansprüche - was in der 10 jahrgangsstufenangemessen sein muss, kann in der 5 beispielsweise zu wenig didaktisch reduziert sein - also weil es zu kompliziert war ebenfalls nicht angemessen.
Die "Höhe" der Jahrgangsstufe sagt nach meiner Erfahrung nichts über den Schwierigkeitsgrad aus. Ich fand beispielsweise LPs in den höheren Klassen viel leichter als in den niedrigeren.
Zitat
Wäre froh über euere Meinungen! Langsam fühle ich mich wirklich beschi...en und habe langsam den Eindruck, ich hätte ne 5 kassiert.Dazu besteht kein Anlass. Es war keine Glanzleistung, aber eben auch keine Katastrophe. Abhaken und beim nächsten Mal besser machen. Und lass Dich von Deinen Mitreffis nicht kirre machen.
Gruß
Bolzbold -
Hallo German!
Also nach 20 Uhr telefoniere ich für gewöhnlich nicht mehr mit Eltern, es sei denn, es war vorher so vereinbart.
Was die Telefonkosten angeht, so bietet sich in Deinem Fall wohl eine Flatrate an - dann hast Du das Problem nicht mehr.
Alternativ kannst Du auch über jedes Telefonat Buch führen, um dann ggf. den Nachweis erbringen zu können, dass die Telefonate stattgefunden haben, falls das Finanzamt fragt.
Gruß
Bolzbold -
Da wäre es wohl sinnvoll, bei der LBV nachzufragen. Die werden Dir verbindliche Auskünfte geben können.
Individuelle "Fälle" lassen sich nur schwer einschätzen.
Ob das wenig ist oder nicht, lässt sich übrigens diskutieren. Dass Du nicht soviel verdienen kannst wie die Leute mit 2. StEx. sollte ja einleuchten - auch wenn in Einzelfällen solche Verträge abgeschlossen werden.
Gruß
Bolzbold -
So pauschal kann ich das auch nicht einschätzen. Das kommt darauf an, zu welchen Konditionen Du unterschreibst.
BAT, TV-L oder was auch immer.
Gruß
Bolzbold -
Hallo Emse.
Schau mal in dem anderen Forum, wo Du gepostet hast, nach. Dort habe ich geantwortet.
Gruß
Bolzbold -
Hallo gutschein!
Bei allem Verständnis für Deine und die Situation Deines Kindes, beachte bitte die Forumsregeln, die es nur Lehrern und solchen, die auf dem Weg dorthin sind, gestatten, hier zu schreiben.
Für Fragen dieser Art wirst Du unter schulthemen.de eine kompetente Antwort erhalten.
Gruß
BolzboldP.S. Der Thread wird damit geschlossen.
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Hallo isabella!
Für gewöhnlich ist das ja eine Konvention der Fachschaft - bei uns ist er im Bereich 1,6 bis 1,8 - was je nach Lerngruppe und Leistungsniveau angepasst wird.
Du könntest das aber mit dem neuen Bewertungsschema der ZP10 umgehen, weil dieses nicht mehr nach dem FQ geht und die Fehlerzahl insgesamt einen deutlich geringeren Anteil an der Endnote hat.
Gruß
Bolzbold -
Doro hat (leider) völlig Recht.
Vom Dienstantritt an der neuen Schule bis zum ersten regelmäßig gezahlten Gehalt können bis zu drei Monate vergehen.Tipp: Stell bei der LBV sofort einen Antrag auf Abschlagszahlung mit dem Hinweis, dass Du sonst aus finanziellen Gründen nicht mehr zur Schule kommst (Auto etc.).
Ferner: Wenn Du Deinen Vertrag und Deine Urkunde bei Verbeamtung Deiner Bank vorlegst, sind die hinsichtlich eines kurzfristig erhöhten Dispos in der Regel sehr kulant.
Die wissen ja, was Du verdienen wirst, sie verdienen ebenfalls daran ganz gut und wollen Dich ja auch dann als finanzkräftigeren Kunden behalten.Ein Wink mit dem Betonpfahl bezüglich eines Wechsels der Bank kann mitunter auch Wunder wirken.
Gruß
Bolzbold -
Hallo katta!
Ich verwende dieses Raster jetzt seit einer Weile und sehe die grundsätzliche Problematik ähnlich wie Du.
Das Raster mutet sehr schwammig und willkürlich an, weil die einzelnen Kriterien eben nicht wirklich klar definiert sind - vor allem der Bereich kommunikative Textgestaltung. Der Ausdruck ist ja im Wesentlichen gleich geblieben, wobei mir mal jemand knallhart die Trennlinie zwischen allgemeinem, thematischem und fachlichem Wortschatz erläutern soll.
Aus meiner Erfahrung nivelliert dieses Raster sehr stark. Es kommen deutlich weniger fünfen vor, dafür auch weniger einsen.
In der Fachschaft haben wir eine klare Absprache, dass wir folgendermaßen vorgehen:
5 von 5 Punkten sind für uns eine außergewöhnlich (gute) Leistung, so dass wir diese Maximalpunktzahl auch nur vergeben, wenn die Klausur in diesem Bereich von uns auch als "sehr gut" angesehen wird.
Der Richtwert, von dem wir ausgehen, sind drei Punkte. Die werden natürlich nicht pauschal vergeben sondern auf dieser Basis überlegen wir, ob die Leistung deutlich drüber oder drunter ist und geben dann die entsprechenden Punkte.
Was uns stört, ist, dass aus unserer Sicht für Selbstverständlichkeiten (kohärenter Text u.ä.) Punkte gegeben werden und es danach riecht, als bekäme jeder, der halbwegs geradeaus schreiben kann, mindestens eine vier.Zurück zu Deiner Bewertung:
Dass Du beim ersten Mal deutlich zu sanft bewertet hast, dürfte die Notenverteilung zeigen. Das dürfen die Schüler eben nicht als Standard nehmen - und das wissen sie für gewöhnlich. Die werden sich sicherlich auch ob des Schnitts gewundert haben.
Wenn Du jetzt ein Raster verwendest, das Du in Absprache mit der Fachgruppe angepasst hast, und wenn die Noten dann eben schlechter ausfallen, dann ist das eben so.
Du glaubst gar nicht, wie schnell sich Schüler auf veränderte Bedingungen einstellen können. Wenn die Schüler wissen, worauf es ankommt bzw. worauf sie achten müssen, dann werden sie entsprechend arbeiten und sich vorbereiten - nicht alle, aber ein großer Teil.Zur Fairness der Bewertung:
Egal welches Raster Du nimmst, es gibt schlichtweg keine faire Bewertung.
Immerhin haben wir jetzt ein vom Ministerium vorgegebenes Raster, das zumindest hinsichtlich der anzuwendenden bzw. zu berücksichtigenden Kriterien eine gewisse Objektivität verspricht.
Wenn jeder Kollege so bewertet, wie er / sie es für richtig hält, ist das im Grunde nicht fairer als dieses Raster, weil dann die persönlichen Vorlieben des einzelnen Lehrers doch stärker dominieren als mit dem Raster.
Dennoch bleibt eben eine gewisse "Restwillkür", an der wir eben nicht vorbeikommen.
Es ist ferner schlicht unmöglich, eine Klausur sprachlich in ihrer Gänze so zu erfassen, dass ich alle sprachlichen Kriterien "zweifelsfrei" und zu 100% gerecht bewerten bzw. bepunkten kann.Zum Kopieraufwand:
Ich bemühe mich immer, einen maximal zweiseitigen Bewertungsbogen zu machen - er entspricht exakt meinem Erwartungshorizont. So wissen die Schüler, was verlangt war und was sie erreicht haben. Man muss dann eben bestimmte Aspekte zusammenfassen bzw. allgemeiner formulieren und ggf. dann eben von Hand Zusätze bzw. Präzisierungen einfügen, um eben klar zu machen, wofür es Punkte gab.
Der Kopieraufwand hält sich dadurch eigentlich in Grenzen. Ich drucke die Dinge bei mir zu Hause aus, weil das ohnehin praktischer ist, wenn ich auch zu Hause korrigiere. Das muss halt sein.
Exkurs:
Auch die Tatsache, dass man mit 50% der Gesamtpunktzahl ein "ausreichend plus" erhält, zeigt, wie das Niveau in NRW systematisch zugunsten von möglichst vielen Abiturienten gesenkt wird.
Die Professoren werden sich später wieder über zu wenig studierfähige Leute beschweren - und wer ist es schuld? Nicht die Macher sondern die Ausführenden - also wir.Abschließend noch eins:
Ja, Du machst Dir zu viele Gedanken.
Nein, das ist nicht schlimm sondern völlig normal. Wir alle haben Bewertungen durch unsere eigenen Lehrer mal fair, mal unfair erlebt bzw. erfahren. Dass wir das eben besser machen wollen, versteht sich von selbst.
Dass wir aber auch mal fair, mal unfair von den Schülern erlebt werden, lässt sich aber nicht vermeiden.
Im Endeffekt musst DU hinter Deinem Bewertungsschema stehen können und in den Spiegel sehen können.Wenn das "verbesserte" Verfahren die eigentliche Leistung genauer wiederspiegelt als die erste Runde, dann hatten die Schüler in der ersten Runde eben einen kleinen Bonus. Das tut keinem weh und wird sich langfristig sowieso wieder ausgleichen.
Gruß
Bolzbold
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