Beiträge von Bolzbold

    Nun, NÖTIG in dem Sinne ist es nicht.

    Inwieweit die Babypause nun vor dem Ref. oder nach Antritt der ersten vollen Stelle (oder vielleicht auch nach dem Ref. und VOR dem Antritt der ersten vollen Stelle) sinnvoller ist oder nicht, kann ich Dir als männlicher Kollege natürlich nicht sagen.

    Ich behaupte aber mal, dass es DEN optimalen Weg bei diesen drei Konstellationen nicht gibt.

    Je nach familiärer Konstellation wäre ein Ortswechsel aufgrund ungünstiger Seminarzuweisung (trotz Sozialpunkten) natürlich mit Kindern bitterer als ohne.
    Nach dem Ref. die Kinder zu kriegen ist auch so eine Sache, weil Du dann ja auch noch nicht weißt, wo Du schulmäßig hinkommst.

    Taktisch am klügsten wäre aus meiner Sicht, dass man erst nach Antritt der vollen Stelle die Kinder bekommt, weil man dann sozusagen in trockenen Tüchern ist.

    Das wird zumindest in meinem Umfeld von den meisten Frauen so "praktiziert".

    Generell würde ich aber sagen, dass es den richtigen Zeitpunkt für ein Kind in dem Sinne nicht gibt, wenn man die Berufsausbildung noch nicht abgeschlossen hat bzw. auch noch nicht weiß, wann und wohin man im Schuldienst kommt bzw. geschickt wird. Die Unwägbarkeiten sind streng genommen in allen drei oben genannten Phasen vorhanden. Daher müsste die berufliche Situation Deines Mannes sowie Eure generelle berufliche Flexibilität (auch räumlich) natürlich auch noch sondiert werden.

    Ich hoffe, ich konnte Dir ein bisschen helfen.

    Gruß
    Bolzbold

    Hallo Julia.

    Ich verstehe die Frage nicht ganz.
    Das Referendariat ist generell stressig, ob mit oder ohne Kind.
    Klar kannst Du auch "später" ins Ref. einsteigen. Aber was meinst Du mit später?
    Die Reihenfolge Studium, Kind, Ref. hört sich so an, als könnte man ein Kind sozusagen "fertig machen" bzw. "beenden", um dann das Ref. zu machen.

    Könntest Du das noch etwas präzisieren?

    Gruß
    Bolzbold

    @AK

    Das erinnert stark an meine beiden 13er GK Englisch und die Shakespeare-Sonette...
    ...entweder lesen sie gar nicht bzw. nur sehr oberflächlich oder aber sie interpretieren werweißwas heraus, ohne sich mit den eigentlichen Aussagen (also schwarz auf weiß) auseinanderzusetzen.

    Dann fehlt der Wille sich durchzubeißen und so einen Text einmal für sich zu "knacken". Am Mittwoch werde ich ihnen ankündigen, dass ein Sonett in der Klausur drankommen wird.

    Das mit den jungfräulichen Texten oder vollständig markiert habe ich auch in nahezu allen Oberstufenkursen erlebt. Mir scheint, in den Methodenkursen bei uns hören sie nur "markieren, markieren, markieren" und sehen dann die einzelnen wirklich wichtigen Passagen vor lauter Textmarkergelb oder -orange oder -rosa etc. nicht mehr.

    Gruß
    Bolzbold

    meike

    Danke für die Denkanstöße.
    Methodisch haben einige in der Tat unverschuldete Lücken. Dass ich dort die Quellenanalyse im Schnelldurchlauf nochmal wiederhole und auch von denen, die das noch nie (so sagen sie) schriftlich gemacht bzw. geübt haben die Hausaufgaben einsammle, ist dann selbstverständlich.
    Natürlich gibt es auch immer Tipps zum Nachlesen, Vorbereiten etc..

    Dann scheine ich ja auf einem nicht ganz so verkehrten Weg zu sein.

    Gruß
    Bolzbold

    Hallo Leute!

    Ich habe mit Beginn dieses Schuljahres einen Geschichts-LK mit 29 Schülern übernommen.
    Die ersten Stunden sind gelaufen und auch hier im LK zeigt sich die typische Drittelung in "Top-Leute", "Durchschnitt" und "Luschen" - wenn mir diese Etikettierung der Pointierung halber gestattet sei.
    Die Ursachen sind mir bekannt (Neigung, Begabung, (nicht-)vorhandene Alternativen zum Ge-LK)).

    Ich bin damit nicht unbedingt glücklich und überlege mir, ob ich hier nicht mit Binnendifferenzierung arbeiten soll.

    Dann wiederum schwebt über mir das Damoklesschwert des Anspruchs und das "Etikett" des LKs, wenngleich letzteres vermutlich mehr Phantom meines eigenen Anspruchs als real ist.

    Ich würde gerne möglichst viele Schüler ins Boot holen, stehe andererseits aber auch auf dem Standpunkt, dass man im LK nicht zum Vergnügen sitzt und zumindest das historische Basiswissen bzw. Hintergrundwissen sich selbst erarbeiten muss.

    Wie habt Ihr das gehandhabt - vor allem in der langfristigen Entwicklung bis hin zum Abitur?

    Danke für Eure Antworten im Voraus!

    Gruß
    Bolzbold

    Hallo!

    Item 3 würde ich noch stärker auf die Fächer zuspitzen. Im naturwissenschaftlichen Unterricht sind Experimente sicherlich häufiger anzutreffen als im fremdsprachlichen Unterricht. Umgekehrt verhält es sich sicherlich mit den Gruppenpuzzlen.

    Selbst wenn man dann die Fächer dazuschreibt, müsste man präzise nach Fächern differenzieren, um zu konkreten Aussagen zu kommen.

    Handlungsorientierung sieht auch je nach Fach anders aus, hier könnte man ggf. die Naturwissenschaften zusammenfassen, ebenso die Geisteswissenschaften. Musik, Kunst und Sport sind auch wieder "anders", weil diese Fächer von ihrer Anlage her ja schon handlungsorientiert sind - sofern der Unterricht nicht in frontalen Monologen erfolgt.

    Gruß
    Bolzbold

    volare

    Das ist echt blanker Hohn, was man Euch da zumutet.
    Frei nach dem Motto: Bitte liebe Lehrer, macht guten, aktuellen Unterricht, aber auf Eure Kosten.

    Ich habe zwei GK 13 Englisch, einen LK 12 Geschichte und einen Gk 11 Englisch - in keinem der vier Kurse gibt es in dem Sinne ein Lehrbuch. Wenn ich also bei durchschnittlichen Kursstärken von 25 Schülern pro Stunde ca. eine bis zwei Kopien machen muss, dann hätte ich die 1500 nach ein bis zwei Wochen dicke voll.

    Ich gehe davon aus, dass ich die 10.000er Marke gegen Ende des Schuljahres sicherlich knacken werde, obwohl ich jetzt dazu übergehe, selbst erstellte Arbeitsblätter und Methodenhandouts per Email an meine Schüler zu verschicken.

    Unsere Schulleitung hat jetzt PIN-Codes eingeführt, um die Kopienflut von weit über 200.000 im Jahr zumindest erst einmal zu sondieren.
    Würde man von uns verlangen uns noch stärker einzuschränken oder die Kopien zu bezahlen, weiß unsere Schulleitung, dass sie dann keinen guten Unterricht mehr erwarten kann, wenn keine Schulbücher zur Verfügung stehen.

    Gruß
    Bolzbold

    Eresa

    Also bei den sicherlich nicht wenigen Leuten, die sich ihre Missio/Vocatio - entschuldige den Ausdruck - erschleichen, weil sie aufgrund ihrer Lebensplanung mit den Vorgaben der Kirchen in Konflikt geraten, finde ich das Anliegen von Yulia schon etwas merkwürdig.

    OK, wenn sie Religion unterrichtet und die Vorgaben der Kirche nicht mehr vertreten kann, würde sie meinen Respekt verdienen, weil sie dann eben konsequent ist.
    Nur muss eine "Krise" mit der Kirche zum Austritt führen?

    Gruß
    Bolzbold

    Hallo Yulia!

    Dein Posting riecht stark nach einem Fake, weil die Zugehörigkeit zur Kirche doch Voraussetzung für die Missio bzw. die Vocatio ist.

    Kündigen würde man Dir vermutlich nicht, solange Du noch ein zweites Fach hast, es sei denn, die Lehrerlaubnis in Religion wäre Voraussetzung und Bestandteil Deines Arbeitsvertrags.

    Aber mal ehrlich: Wie kommt man als Religionslehrer (sic!) auf so eine Idee?

    Gruß
    Bolzbold

    Mein Nick stammt von einem guten Freund aus meiner Rollenspielrunde (DSA). Er führte als sogenannte Meisterperson (die wurde also vom Spielleiter gespielt) einen "Bolzbold von Rüpeln", der seinem Namen alle Ehre machte.
    ("Je später der Abend, desto bolzer der Rüpel.")

    Wir dachten uns dann im Verlauf mehrerer Abende mehrere "-bolde" aus und hatten unseren Spaß damit.
    Da "Bolzbold" sozusagen der erste "Bold" war, dem ich begegnete, ist dies zu meinem Nick geworden.

    Gruß
    Bolzbold

    Hallo AK!

    Genau diese Frage habe ich mir auch gestellt, weil bei meinen 29 (!) Leuten im Geschichts-LK auch nicht unbedingt nur "Geschichtscracks" drinsitzen.

    Das hat sich bei der Diskussion über die Definition von Nation/Nationalismus deutlich gezeigt. Ca. ein Drittel hat aktiv diskutiert und konnte sich adäquat ausdrücken - die anderen zwei Drittel waren damit überfordert.

    Generell würde ich sagen, dass man inhaltlich durchaus mehr machen kann als im GK, weil man ja zwei Stunden pro Woche mehr hat, und dass man bestimmte Dinge auch vertiefen kann (in Geschichte also vielleicht noch eine weitere Quelle) oder eben auch Diskussionen noch etwas ausdehnen kann.

    Manchmal habe ich den Eindruck, dass man da auch einem Phantom hinterher jagt, weil es "DAS" LK-Niveau im Grunde nicht gibt.

    Ich würde behaupten, dass ich meinen GK13 Geschichte aus dem letzten Jahr auch auf LK-Niveau gefahren habe, weil die Diskussionen und die Quellen doch recht anspruchsvoll waren.

    Vermutlich kommt es auch nicht unwesentlich auf die Größe des Kurses an (ich finde 29 Leute im LK eine Zumutung!) sowie auf die Stärke und Heterogenität der Lerngruppe.

    Was ich z.B. in Geschichte im LK erwarte, ist - analog zu liese - das eigenständige (Nach)Arbeiten - hier besonders Zahlen, Daten, Fakten.
    Der Historiker befasst sich mit Geschichte ja erst auf der Basis der Zahlen, Daten und Fakten und kommt dann zu Schlussfolgerungen.

    Ich bin gespannt, wie sich das entwickelt, weil ich nach drei Stunden LK bereits den Eindruck habe, dass einige Leute jetzt schon rhetorisch wie intellektuell überfordert sind.
    Da ich aber den Unterricht ja für alle machen muss, stellt sich für mich jetzt die Frage nach einer möglichen Binnendifferenzierung. Da weiß ich derzeit noch gar nicht, wie ich das bewerkstelligen soll.
    Das Argument, dass das ja ein LK sei, wird dann auch schnell ausgeleiert.

    Gruß
    Bolzbold

    Also wirklich auffällig sind die vielen "Kontrollfragen" - es werden mitunter vier und teilweise mehr vom Kern her identische Fragen gestellt, nur anders formuliert. Positiv, negativ, verschiedene Adjektive der Relativierung.
    Wenn einem das auffällt, beeinflusst das m.E. schon die Beantwortung der einzelnen Items.

    Bin mal auf die Auswertung gespannt.

    Gruß
    Bolzbold

    MYlonith

    Wie Du sagtest KANN es sein, dass die PKV rumzickt, das tut sie aber nicht in jedem Fall.
    Allerdings wird der Antrag auf Berufsunfähigkeitsversicherung mit Sicherheit abgelehnt - weil zum einen zu viele Lehrer vor der Pensionierung "berufsunfähig" werden bzw. dann psychische Probleme, auch wenn augenscheinlich kuriert, Ausschlusskriterium sind - da interessiert die dann auch nicht Grund und Verlauf (bzw. Heilung/Erfolg).

    Gruß
    Bolzbold

    Liebe sheila!

    Benutze doch bitte einmal die Suchfunktion in diesem Forum und gib den Suchbegriff "Psychotherapie" ein. Dort sollte sich etwas finden lassen.

    Ich bezweifle, dass die Psychotherapie als hinreichender Grund bei der Ortszuteilung zählt. (Theoretisch könnte ja sonst jeder eine Therapie machen, um an seinen Wunschort zu kommen - darüber sind kompetente Therapeuten ja auch nicht SO dünn gesät).

    Eine Therapie ist per se kein Hindernisgrund für eine spätere Verbeamtung - das hängt von mehreren Faktoren ab. Je nach Amtsarzt bzw. Bundesland wirst Du nur gefragt, ob Du aktuell (also zum Zeitpunkt der amtsärztlichen Untersuchung) in psychatrischer oder therapeutischer Behandlung bist.

    Gruß
    Bolzbold

    @AK

    Die Texte hören sich grundsätzlich brauchbar an, wenngleich es mich interessieren würde, in welchem Kontext Du die behandeln willst. Die Arbeitsaufträge sind ja nicht unbedingt blind übernahmefähig.

    Falls Du noch mehr historisches Material suchst, solltest Du mal bei Euch in der Bibliothek in den bei Euch eingeführten Geschichtsbüchern nachschauen. Dort sollte sich noch der eine oder andere nützliche Text finden lassen.

    Gruß
    Bolzbold

    @AK

    Völlig richtig. Ich würde sogar soweit gehen, dass ich den historischen Hintergrund nur dann thematisiere, sofern er wirklich relevant ist.

    Den Stellenwert von Religion an sich im Barock solltest Du aber unbedingt thematisieren (vgl. auch den Überhang an geistlicher Musik zu der Zeit).

    Gruß
    Bolzbold

    Nele

    Wenn man das Buch ausschließlich im Rahmen des Ost-West-Konfliktes betrachtet, wie es vor 20 Jahren in der Tat üblich war (ich hatte es selbst in der Schule im LK lesen dürfen), magst Du Recht haben.

    Wenn wir uns von dieser doch polarisierenden Sichtweise entfernen und stattdessen den Revolutionsgedanken an sich betrachten und schauen, wie sich eine an sich positiv intendierte Revolution entwickelt und wie sich deren Protagonisten entwickeln, dann kann man dort auch bestimmte Mechanismen entdecken, die auf viele Freiheitsrevolutionen zutreffen.

    Dass sich der Freiheitskämpfer unter Umständen zum Unterdrücker entwickeln kann und mit dem Motto "einige sind gleicher als gleich" arbeitet, ist nicht nur ein Aspekt des Stalinismus.

    Ich werde im GK 11 im kommenden Schuljahr wohl auch zum ersten Mal Animal Farm unterrichten und dabei den historischen Kontext eher marginal betrachten. Stattdessen möchte ich die Mechanismen herausarbeiten, die dahinterstecken. Wenn dann noch Zeit ist, kann man die Abrechnung mit dem Stalinismus immer noch explizit thematisieren.

    Neben der Lektüre an sich muss ich ja noch die Analyse fiktionaler Texte einführen und üben, so dass dies wohl einen viel stärkeren Schwerpunkt bekommen wird als die Auseinandersetzung mit dem historischen Hintergrund.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Original von Aktenklammer
    Vielen Dank schon mal für eure langen Antworten.
    Ich habe aber eine neue Frage. Ich habe bei teachmsam die Karte gefunden, die ihr im Anhang (hoffentlich) findet.

    Die Frage lautet ja, welche Probleme sich aus dieser Verteilung der Konfessionen ergeben. Spontan fällt mir auf, dass die Protestanten ja "umzingelt" sind. Könnt ihr mir noch weitere Aspekte nennen?

    Hallo AK!

    Die Frage nach den Problemen der konfessionellen Spaltung lässt sich nicht in einem Satz beantworten. Die "Umzingelung" der Protestanten würde ich nicht überbewerten, denn dieser angebliche strategische Vorteil (auf dem Papier aber nur) hat sich ja nicht wirklich ausgezahlt.
    Da insbesondere das heutige Deutschland ja ein Flickenteppich als Folge des Territorialisierungsprozesses im späten Mittelalter war, wäre es hier viel wichtiger zu schauen, welche Teile Deutschlands nun protestantisch, katholisch oder eben "gemischt" waren. Der Putzger Weltatlas oder auch ein anderer historischer Atlas dürften da wesentlich präziser und aufschlussreicher sein.

    Du solltest nach wie vor m.E. exemplarisch arbeiten, d.h. Dir eine Region innerhalb Europas oder noch besser des heiligen römischen Reiches dt. Nationen aussuchen, die Du näher betrachtest.
    Darüber hinaus solltest Du sehen, wie Du die vermutlich zu behandelnde Literatur sinnvoll einbettest.

    Was steht denn literaturmäßig an?
    Das sollte an sich im Vordergrund stehen und weniger der (religions)historische Hintergrund.

    Gruß
    Bolzbold

    Aufgrund der Tatsache, dass es sich hierbei sehr wahrscheinlich um ein Fake handelt bzw. um ein Trollposting, wird der Thread im Einvernehmen mit einigen anderen Moderatoren geschlossen.

    Gruß
    Bolzbold

    Tja, ein Fake oder eine verkappte Sadistin.

    Wenn es Spaß macht, Schülern viel Arbeit nach Hause auf zu geben, dann finde ich das grenzwertig.

    Aber die Trollfütterung ist ja schon vorbei.

    Gruß
    Bolzbold

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