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Original von Dudelhuhn
Ergibt sich bei der Berechnung der Abschlussnote eine Dezimalstelle, so ist bis zur Dezimalstelle "5" die bessere Note, in anderen Fällen die schlechtere Note festzusetzen.
Das bedeute aber, dass im Zweifelsfall die bessere Note gegeben wird, vor allem dann, wenn die mündliche Prüfung nicht mit dabei ist. Ich war auf der Fortbildung zu den ZP - die KollegInnen dort waren ebenso baff wie ich - vor allem, als wir die Bewertungskriterien gesehen haben.
Bereits damals sagten die Moderatoren, sie würden unsere Kritik nach D'dorf weiterreichen - und die war konstruktiv.
Passiert ist anscheinend nichts.
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Natürlich ist es ärgerlich, wenn man auf hohem Niveau vorbereitet und dann anschließend dieses Niveau nicht erfüllt wird. Aber dafür waren die Schüler dieses Jahrgang auch die Versuchskaninchen und ich finde es in Ordnung, dass man den leichteren Weg gewählt hat. Ob es wirklich SOO leicht hätte sein müssen, bezweifele ich auch, aber einen Herzinfarkt muss man deswegen auch nicht gleich bekommen.
Nun, das sehe ich für meine Schüler teilweise auch so. Nur heißt das im Endeffekt, dass die Fünferkandidaten ohne ZP vermutlich in die Nachprüfung hätten gehen müssen oder gar nicht versetzt worden wären.
Die ZP sorgt hier dafür, dass selbst die ganz schwachen Schüler noch in die Oberstufe kommen.
Da die Realschüler (laut Referendarin) ähnlich leichte Aufgaben hatten, werden auch viele von ihnen die Quali schaffen.
Somit wird das "Siebeproblem" nur in die 11 verlagert und sorgt dort u.U. für noch mehr Frust, weil das Leistungsgefälle dort m.E. dann noch krasser hervor tritt.
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Manchmal hat man eben Schwein - auch als Versuchskaninchen. Das gönn' ich denen.
Dudel
Wie oben bereits gesagt - Versuchskaninchen mit einem Jahr Gnadenfrist.
Als ob die Schüler daraus die richtigen Konsequenzen zögen, wenn eine mit fünf vorbenotete Schülerin dann eine drei der Prüfung macht und ich ihr sage, dass das ja viiieeel zu leicht war und sie nie eine drei erreichen würde (abgesehen davon, dass es unpädagogisch wäre).
Ich bin nur heilfroh, dass heute ein Anruf der Kollegin kam, die ähnlich wie ich völlig erstaunt war und ähnliche Ergebnisse hat wie ich. Morgen setzen wir uns in der Fachgruppe zusammen und beraten.
Gruß
Bolzbold
P.S. Auch einen Herzinfarkt überlebt man.
Tina
Du hast Recht, dass man an erwähnter Stelle konstruktive Kritik üben sollte. Unter normalen Umständen wäre ich da an vorderster Front dabei. Mein Glaube daran, dass man dadurch etwas bewirken kann, ist jedoch nachhaltig erschüttert.
Ich werde aber anregen, dass wir in der Fachgruppe ein deutliches Statement abgeben.