row-k
Mir erschließt sich nicht, wieso ein ruhiger Schüler plötzlich mehr sagt, nur weil er ein "Negatividol" vor die Nase gesetzt bekommt. Ich würde das nicht Psychologie sondern Manipulation nennen.
Mir erschließt sich noch weniger, dass der Kasper von Dir die Wirkung seines angeblichen Verhaltens auf seine Mitschüler gespiegelt bekommt und nicht von den Mitschülern. Auch das ist Manipulation und nicht Psychologie.
Allenfalls wäre Manipulation die fiese Form von verdeckter Psychologie. Aber davon distanziere ich mich als Pädagoge nachhaltig.
Ferner wird davon ausgegangen, dass ruhige Schüler in jedem Fall durch innerschulisches Handeln zu "Mehrsagern" werden. Das glaube ich nicht. Wenn "Stillsein" eine Frage der Persönlichkeit ist oder die häuslichen Faktoren prägender sind, dann müssen die Ursachen auch zu Hause beseitigt werden.
Row, Deine These ist in der Tat zu eindimensional gedacht, weil sie die mannigfaltigen Faktoren drumherum nicht berücksichtigt, ja sogar bewusst ignoriert.
Es stellt sich jetzt die Frage, ob wenn einer sagt, dass die Welt eine Scheibe ist, die 100 anderen damit automatisch blöd sind, weil sie es nicht erkennen wollen und schlichtweg sich von ihrem Wissen, dass die Erde eine Kugel ist, blenden lassen, oder ob der Einzelne vielleicht doch irrt.
Gruß
Bolzbold
P.S. Welches Kind wäre nicht unangenehm berührt, verunsichert, verletzt oder würde sich gedemütigt fühlen, wenn es erführe, dass der Lehrer mit einem anderen Kind über es spricht?