Beiträge von Bolzbold

    Hallo KSK!

    Viele Musikhochschulen geben sehr präzise an, was man für die Aufnahmeprüfung können muss - sowohl, was die Instrumente bzw. die Musikpraxis angeht als auch was die Theorie angeht.
    Teilweise gibt es sogar Übeklausuren zum downloaden, anhand derer man dann sehen kann, was verlangt wird.
    In der Regel bereiten die staatlichen Schulen nicht auf die Aufnahmeprüfung vor, doch gibt es von der Musikhochschule mitunter Dozenten, die eine solche Vorbereitung machen. Ferner gibt es ehemalige Studenten oder Berufsmusiker, die ebenfalls eine solche Vorbereitung anbieten. Je nach Finanzlage der öffentlichen Musikschulen bieten auch diese Vorbereitungskurse für die MuHo an.
    Ohne ein Studium an der Musikhochschule wird man nicht in der Oberstufe unterrichten können. Wenn man allerdings "nur" in der Sekundarstufe I unterrichten will, kann man zumindest in NRW an der sogenannten PH bzw. den Unis studieren, die Musik für die Sek I anbieten - da sind die Aufnahmebedingungen deutlich leichter.

    Ob das Latinum Voraussetzung für ein Musikstudium ist, kann man auch in den entsprechenden Studienordnungen der MuHos nachlesen, die in der Regel auf den entsprechenden Homepages veröffenltlicht sind.

    Gruß
    Bolzbold

    P.S. Ich möchte Dich aber ungeachtet dessen noch auf die Forenregeln hinweisen, die es Nicht-Lehrern eigentlich nicht gestatten, hier zu posten. Ich möchte Dich daher auf das für alle offenstehende Forum http://www.schulthemen.de verweisen, in welchem weitgehend dieselben User wie hier schreiben und Dir ebenfalls kompetente Antwort erteilen.

    Dudelhuhn

    Das Weihnachtsgeld KANN zurückgefordert werden, muss aber nicht. Wenn Du entweder eine Vertretungsstelle oder dann eine feste Stelle haben solltest, kannst Du es behalten. So war es bei mir. Ich hatte eine Vertretungsstelle und war somit immer noch beim Land beschäftigt.

    Gruß
    Bolzbold

    Hallo sini!

    Am besten gewöhnst Du Dich daran - das findest Du nämlich in allen Kollegien.

    Erstaunlich ist hier die Wahrnehmung der "alten" Kollegen. Wenn sich die Schüler von Generation zu Generation nach und nach verändern, wird man als "älterer" Kollege eines Tages evtl. feststellen, wieviel sich verändert hat, und dass die Schüler früher doch viel besser waren.
    Das sagt aber im gleichen Atemzug auch aus, dass eben solche Lehrer mit ihren Werten, Normen etc. sich nicht parallel zu den Schülern weiterentwickelt haben. Als Erwachsener passt man sich natürlich nicht alle 10 Jahre der neuen Schülergeneration an, aber wenn man auf dem Standpunkt eines 35jährigen stehenbleibt, wundert es mich nicht, wenn man 25 Jahre später die Welt nicht mehr versteht.
    Die Gretchenfrage ist also "sind die Schüler schlechter geworden, oder sind die Lehrer, die das postulieren nicht viel eher stehengeblieben und ggf. schlechter geworden?"

    Meckern kann aber auch "Frustabbau" sein - und den erfahren wir ja leider alle hin und wieder in der Schule. Kurz mal Dampf ablassen und dann wieder weiter in den Unterricht - kann mitunter Wunder wirken.

    Gruß
    Bolzbold

    Hallo Laura!

    So aus der Entfernung betrachtet kann man pauschal nicht sagen, ob und ggf. was Du falsch machst bzw. wie Du möglicherweise weniger Zeit brauchst.
    Da jeder Lehrer und jeder Referendar ein eigenes Arbeitstempo hat (und das auch noch nichts über die letztliche Qualität der Vorbereitung aussagt), ist es an sich schwierig bis unmöglich, Dir konkrete Tipps zu geben.
    Zu vielen Romanen gibt es bereits von den einschlägigen Verlagen Unterrichtsmaterial (vgl. "Einfach Englisch" von Schöningh oder die Teachers Manuals von Klett und Cornelsen).
    Du sparst damit insoweit an Vorbereitung, als dass Du bereits ein in sich stimmiges Konzept vorliegen hast, jedoch dies den Bedürfnissen und Erfordernissen des Kurses anpassen musst.
    Ich habe mich anfangs dagegen gewehrt, solche Konzepte zu verwenden, mittlerweile greife ich gerne darauf zurück, weil wir das Rad nicht jedesmal neu erfinden müssen - erst Recht dann nicht, wenn die eigene Vorbereitung am Ende dem Konzept der fertigen Verlagsreihe ähnelt.
    Eine "Romanstunde" vorzubereiten braucht aber auch deswegen viel Zeit, weil man a) den Text selbst gut kennen muss - inklusive der sprachlichen Hürden, weil man b) die Schwierigkeiten für die Schüler erkennen muss und weil man c) dann eben die Stunde planen muss und hier eine wie auch immer geartete thematische Einheit finden muss.
    Will man dann noch methodisch arbeiten und Fachmethoden wie Sprachanalyse und Charakterisierung etc. vertiefen, dann geht es sozusagen ans Eingemachte. Das muss man als Lehrer eben alles vorher schon gemacht haben, um dann auf entsprechende Schülerergebnisse reagieren zu können.

    Behandelt man dann später einen Roman das zweite oder dritte Mal (ist bei mir in der 11 mit "An Inspector Calls" bzw. mit "Dead Poets Society" der Fall), ist die Vorbereitungszeit erheblich geringer, weil man die "Essentials" des jeweiligen Werkes schon kennt und entweder sich daran erinnert oder eben noch die alten Unterrichtsskizzen und Aufzeichnungen hat.

    Fazit:
    Auch wenn es lange dauert - da muss man am Anfang durch. Auch später als fertiger Lehrer, wenn man im Rahmen des Zentralabis einen Roman das erste Mal selbst behandelt.

    Gruß
    Bolzbold

    Hallo!

    Dieses Phänomen, das Du beschreibst, erlebe ich tagtäglich im Englischunterricht. Schüler können die Grammatik sowie die Vokabeln isoliert ganz gut (eben auswendig gelernt), bei der praktischen Anwendung hapert es dann aber.

    Ich habe dazu zwei Theorien:

    a) Auswendiglernen ist das unreflektierte Wiedergeben von Wissen, jedoch nicht das Beherrschen bestimmter - hier sprachlicher - Fähigkeiten. Letzteres ist bei insbesondere freien Texten sehr wichtig. Sogenannte geschlossene Aufgaben, wo die Schüler stumpf Formen einsetzen müssen, tragen langfristig nicht zum kontextungebundenen Anwenden bei.

    b) Viele Schüler konzentrieren sich beim Schreiben von Texten zu sehr darauf, dass sie einen halbwegs sinnvollen Inhalt präsentieren - und das eben um jeden Preis, will heißen um den Preis der sprachlichen Korrektheit. Da im Fremdsprachenunterricht jedoch der Sprache bei der Ermittlung der Note der Vorzug zukommt, ist die Note meistens dann entsprechend schlecht.

    Wenn Du mit Deiner Tochter übst, solltest Du sie an Beispielsätzen bzw. an Beispielen des Alltags üben lassen. Lass sie Sätze auf Englisch sagen oder schreiben, die die jeweilige Grammatik bzw. Vokabeln beinhalten. So kann sie einerseits frei von festen Aufgabenstellungen aus der Schule, andererseits aber alltagsbezogen lernen und dann langfristig grammatische Strukturen auch ohne den Workbook-Kontext anwenden.

    Gruß
    Bolzbold

    Du magst Gerichtsverhandlunge, was?

    Im Moment habe ich den Eindruck, Du könntest womöglich durch die Fixierung auf die Gerichtsverhandlung "betriebsblind" werden und damit andere gute Alternativen außer Acht lassen.

    Deine jetzigen Überlegungen wären sicherlich grundsätzlich machbar, jedoch bleiben die Risiken. Die Evaluation und die Reflexion hängen vollständig von der Peformance - sei es ein gespielter Prozess oder seien es vorbereitete Hausaufgaben - ab.

    Überlege Dir, wieviel Du vor der UPP von den Schülern bereits vorbereiten lassen könntest und was dann konkret in der UPP gezeigt würde.

    Was die Schuldfrage angeht, so ist das (und hier rede ich als Historiker) in der Tat kompliziert drei (!) Ebenen zu berücksichtigen. Viele Schüler können nicht einmal zwei Ebenen auseinanderhalten bzw. ihnen fällt der sogenannte Perspektivwechsel schwer.
    Stellt sich auch die Frage, ob die Bewertung aus dem Blickwinkel des 11. Jhs. und dem des 16./17.Jhs. so viel anders sind.
    Die Aspekte der verminderten Schuldfähigkeit oder die Anstiftung durch Lady Macbeth sind wirklich moderne Ansätze, die man im Mittelalter und der frühen Neuzeit so nicht kannte. (Königsmörder ist Königsmörder).
    Was soll dabei herumkommen, wenn man die drei Ebenen betrachtet und wie soll das geschehen? (Abgesehen davon würde dann auch noch die Rezeption des Mittelalters in der frühen Neuzeit eine Rolle spielen...)
    Es würde womöglich reichen, zwei Ebenen zu betrachten - heute und im 16./17. Jh.

    Es stellt sich nachwievor die Frage, was die Schüler am Ende gelernt haben sollen.

    Überlege Dir doch einmal zwei oder drei Alternativen und formuliere die Lernziele aus. Auf diese Weise stellst Du auch schnell fest, ob die Stunde einer UPP angemessen ist oder nicht.

    Was mit gerade noch auffällt, ist, dass ich selber ad hoc tatsächlich keine zündende Idee habe, wie man das Ganze als Gerichtsverhandlung in 45 Minuten sicher machen könnte.

    Die Plädoyers zu erarbeiten auf der Basis der Textstellen und diese zu diskutieren halte ich immer noch für den sichersten Weg. Vielleicht kannst Du daran anknüpfen.
    Man könnte im Anschluss an die Plädoyers noch diskutieren, wie eine Urteilsfindung aussehen kann und was sie berücksichtigen könnte/sollte. Da könnte man dann wiederum den Perspektivwechsel in die frühe Neuzeit machen und das mit der heutigen Zeit vergleichen. => Heute würden alle mildernden Umstände berücksichtigt werden, damals wäre ein Königsmörder sicherlich nicht mit dem Leben davongekommen.

    Naja, ich schlafe auch nochmal eine Nacht drüber. Die Inspiration kann einen ja ständig packen...

    Gruß
    Bolzbold

    Gerontion

    Was die Hinweise Deiner FL angeht, so wäre ich da insofern vorsichtig, als dass Du ja je nach Prüferwahl a) diese FL nicht mit in der Prüfungskommission hast und b) drei Fremdprüfer in der Prüfung sitzen.
    Fachleiter tendieren mitunter dazu, ihre eigenen Präferenzen zum Nonplusultra zu deklarieren. Stellt sich also die Frage, ob es hier nicht taktisch klüger wäre, eine "solide" Stunde zu planen, bei der die Kommission nicht ideologische Grabenkämpfe auf Deinem Rücken austragen kann.

    Zurück zum Lernziel:
    Was sollen die Schüler am Ende eines fiktiven Gerichtsprozesses mit Zeugenbefragung gelernt haben? Wird die Schuld da angemessen diskutiert?
    Problematisch ist, dass Du bei einem solchen Szenario als Lehrer darauf angewiesen wärest, dass das Ganze auch gut läuft. Du hast da m.E. kaum Möglichkeiten zu lenken, es sei denn Du unterbrichst den Prozess.
    Wenn Du darüber hinaus sagst, es wäre eine schwache Lerngruppe, würde ich das Gelingen der Stunde nicht vom Verlauf des Prozesses abhängig machen.

    Gehen wir also davon aus, dass sechs Leute vorne stehen und sechs Beobachter da sind.
    Welche Arbeitsaufträge hätten die Beobachter und wie würdest Du das nach der Gerichtsverhandlung einfließen lassen?
    Was passiert, wenn die Schüler die vorgegebene Zeit im Prozess nicht einhalten? Dann müsstest Du die Reflexion stark verkürzen (und glaub mir, das gibt seitens der Kommission Punktabzug!) oder aber den Prozess mittendrin abbrechen. (Da kommst Du auch in Teufels Küche).

    Neben den Lernzielen und den Stundenzielen müsstest Du Dir also noch sehr gründlich überlegen, wie weit Du den Schülern vertrauen kannst bzw. wie weit Du Dich aufs Eis wagst.
    Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass ich in der UPP in Englisch alles auf eine Karte gesetzt hatte (Ich hatte den Videoclip von den Cranberries "Zombie" im Zusammenhang mit dem Nordirlandkonflikt) und die Schüler leider nicht alles in der geplanten Zeit erarbeitet hatten. War dann eben nicht so dolle.

    Stellt sich die Frage, ob Du nicht lieber auf Nummer sicher gehst und eine Stunde planst, wo Du die Fäden stärker als bei dem Prozess in den Händen behältst. Ferner würde ich empfehlen, einen solchen Prozess als Methode vorher (!) zu üben. Wenn die Schüler das vorher nie gemacht haben, kann da einiges schief gehen. (Z.B. konzentrieren sie sich auf ihr "Rüberkommen" vor dem Publikum und weniger auf die Sache an sich). Die Vorbereitung müsste anhand von Rollenkarten laufen, dass die Rollen und die Handlungsspielräume sehr eng gefasst sind und die Schüler wissen, was sie zu tun haben. Jede Rolle müsste doppelt besetzt sein, damit im Falle des Fehlens von Schülern das kompensiert werden kann.

    Gerade bei einem so kleinen Kurs wäre es fatal, wenn es an der Anwesenheit bzw. Abwesenheit der Schüler scheitern würde.

    In diesem Sinne wünsche ich noch frohe Inspiration.

    Gruß
    Bolzbold

    P.S. Wieso gibst Du nicht ein recht offen gehaltenes Thema als UPP an? z.B. Die Frage der moralischen Schuld des Protagonisten Macbeth...
    Damit würdest Du Dir methodisch alle Möglichkeiten offen lassen.

    Gerontion

    Dann lass die Schuldfrage doch als inhaltlichen Schwerpunkt bestehen und überlege Dir, ob es nicht auch noch weitere Methoden bzw. Möglichkeiten gibt, das zu diskutieren.
    Ich kenne die Ausgaben von Rex Gibson. Viele Aufgaben sind wirklich gut, aber aus meiner Sicht mitunter auch sehr komplex (meine 10er haben Vieles davon gar nicht verstanden).

    Ein Gerichtsprozess steht unter der Prämisse eines Urteils in strafrechtlicher Hinsicht. Wenn die Schuld aber nicht strafrechtlich sondern moralisch diskutiert werden soll, ist ein Prozess m.E. hinderlich.

    Gehen wir davon aus, Du würdest den Prozess trotzdem machen, wie würdest Du die Schüler aufteilen bzw. wer macht was?
    Sechs Schüler auf die Bühne zu stellen und 20 Schüler als Beobachter fände ich nicht so sinnig, weil dann im Grunde die Beobachtungsaufgabe im Vordergrund stünde, was vor allem die Performance der Leute auf der Bühne im Blickfeld hätte und weniger die moralische Schuld.

    Wäre es eine Idee, wenn man keinen Prozess macht, aber die Schüler sich dennoch in die Rolle eines Staatsanwalts bzw. Verteidigers versetzen (arbeitsteilige GA) und entsprechende Plädoyers schreiben (und dabei die entsprechenden Textstellen zitieren bzw. einbauen)? Die Arbeit von Staatsanwalt und Verteidiger beschränken sich ja nicht auf ihr Auftreten im Gerichtssaal sondern beinhalten ja auch das Studium von Aktenbergen.

    Theoretisch könnte man die Punkte, die für die Schuld bzw. für die "Nicht-Schuld" sprechen nach der Gruppenarbeitsphase als rote und grüne Karten an die Tafel pinnen, thematisch sortieren, evaluieren und dann in einer Abschlussdiskussion die Schuld erörtern.

    Als Hausaufgabe für die nächste Stunde könnten die Schüler dann ein Urteil fällen und entsprechend begründen.

    Andererseits wäre es auch möglich, die Plädoyers des Staatsanwalts und des Verteidigers als vorbereitende Hausaufgabe zu geben (im Entwurf so deklarieren, aber im Idealfall in der vorherigen Stunde schon fertigstellen).
    Dann würde man etwas Zeit sparen und die Schüler könnten in der Stunde ein Urteil fällen auf der Basis der Hausaufgabe (und den roten und grünen Karten zwecks Sicherung und Visualisierung) und das dan entsprechend diskutieren.
    Theoretisch wäre dann noch ein Perspektivwechsel möglich (damalige Sicht, heutige Sicht) und man könnte den Blickwinkel auf heutige Prozesse bzw. Verfahrensweisen lenken.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Gerontion schrieb am 31.10.2006 20:42:
    Hi Meike,
    Stundenziel ist: Die SuS sollen den Aspekt von Verantwortung und Schuld Macbeths versprachlichen, indem sie eine fiktive Gerichtsverhandlung vorbereiten und Plädoyers der Verteidigung und Staatsanwaltschaft formulieren.

    So mal bis hierhin:

    Den Aspekt von Schuld und Verantwortung zu versprachlichen ist ja im Grunde kein schlechtes Ziel. Das in einer fiktiven Gerichtsverhandlung zu machen halte ich ebenso wie Meike für nicht wirklich sinnvoll. Das Problem könnte nämlich sein, dass die Gerichtsverhandlung als Solches im Vordergrund stünde und nicht die Frage nach Schuld und Verantwortung. Dann stellt sich noch die Frage, ob die anderen Schüler die bloße Rolle von Beobachtern hätten und wie Du diese dann in die Diskussion einbinden willst.

    Es hört sich für mich so an, als fändest Du die Methode der Gerichtsverhandlung toll und willst sie unbedingt verwursteln. Das geht schnell nach hinten los.

    Mach einen Schritt zurück zum inhaltlichen Stundenziel und überlege Dir einmal, ob Du nicht auf einem anderen Weg zu diesem Ziel gelangen könntest..

    Die Frage ist hier, ob das aus damaliger Sicht ebenfalls zählen würde. Aus heutiger Sicht mit modernen Ansätzen mag man die Schuld so diskutieren können. Wenn wir aber die moralischen Werte der Shakespearezeit anwenden, greift das nicht.
    Und dann ist noch die Frage, ob eine Verfilmung (die im Übrigen auch nur eine individuelle Interpretation des Stoffes ist) unbedingt als Argument herhalten kann.

    Zitat


    Zu alledem stellt sich mir die Frage: wenn ich mir heute einen Serientäter vorstelle, von dem man weiß, dass er eine absolut schändliche tat begangen hat, wird ihm doch auch hierzulande der Prozess gemacht...d.h. es muss auch rechtsanwälte geben, die dieses Monster zu verteidigen versuchen, auch wenn sie wissen, dass er eigentlich der Schuldige ist. Und ich hatte den task-based approach bisher so verstanden, dass gerade der reiz darin liegt, ein Event (auch aus der elisabethanischen Zeit) in das Hier und Jetzt zu holen und zu überlegen, was dies heute mit der Lebenswelt der Schüler zu tun hat...
    Lieben Gruß
    Gerontion

    Wenn DU der Überzeugung bist, dass das eine runde Stunde werden kann, dann plane sie so. Grundsätzlich musst Du Dir überlegen, ob Du mit Maßstäben von Heute Dich dem Drama näherst oder ob Du es mit Maßstäben der elisabethanischen Zeit machen möchtest. Das müsstest Du aber auch im Entwurf entsprechend begründen können.

    Nebenbei:
    Sowohl Meike als auch meine Wenigkeit haben Bedenken angemeldet. Insbesondere Meike solltest Du hier vertrauen, denn sie ist im Fach Englisch an Kompetenz bislang (zumindest hier im Forum) nicht zu überbieten. Und da sie auch schon genug Referendare bei diesem Thema betreut hat, solltest Du vielleicht Meikes Meinung wirklich Ernst nehmen.

    Gruß
    Bolzbold

    Liebe Birgit!

    Nach wie vor gelten hier die Regeln, dass Nicht-Lehrer hier keine Schreibrechte haben.
    Dies haben wir vor einiger Zeit bereits per PN geklärt.
    Ich möchte Sie daher an schulthemen.de verweisen, wo Sie Ihre Frage stellen können und auch sicherlich kompetente und freundliche Antwort erhalten.

    Gruß
    Bolzbold

    Hallo!

    Ganz wichtig ist aus meiner Sicht, dass Du entweder einen sprachlich/methodischen ODER einen inhaltlichen Schwerpunkt setzt.

    In anderen Worten: Entweder charakterisierst Du z.B. die Personen auf der Basis eines bekannten Modells ODER Du führst ein neues Modell ein und lässt es kontextgebunden an Macbeth anwenden.

    Das mit dem Cluedo könnte man sicherlich machen, nur würde der spielerische Aspekt vermutlich zu stark betont. Man könnte Dir einen Strick drehen, dass das für einen LK nicht angemessen wäre. (Und wie sollen 20 und mehr Schüler Cluedo spielen?)

    Die Thurber Geschichte kenne ich jetzt (leider) nicht, aber die Frage ist, ob Du sowohl diese Geschichte als auch das Drama in eine Stunde sinnvoll packen kannst.

    Das mit der Charakterisierung ist mir noch nicht ganz klar.
    Willst Du a) die Personen nur charakterisieren oder willst Du b) über mögliche Verdächtige reden oder c) beides?

    Wenn der "Investigator" dabei wäre, spielt die Frage, wer überzeugend war, weniger eine Rolle als das, was denn nun dabei herauskommt. (Irgendwie würde das auch besser zu "An Inspector Calls" passen).

    Du hast ein paar gute Ideen - soviel steht fest. Wichtig wäre, dass Du Dir anhand der Ideen zunächst das Hauptziel der Stunde überlegst und dann einerseits inhaltlich wie methodisch überlegst, wie Du dieses Ziel erreichen kannst.

    Hört sich einfach an, aber man muss in der Situation ganz nüchtern an die Sache herangehen. (Habe Montag meine letzte Revisionsstunde und überlege auch noch gerade, wie ich die Stalinnoten in Geschichte im GK 13 behandeln will).

    Gruß
    Bolzbold

    Hallo kaddl!

    Also so wirklich aufschlussreich ist Dein Link nicht. Da steht halt "Kennenlernspiel".

    Das mit dem der Größe nach aufstellen sollte an sich schnell gehen, wenn es keine Diskussionen bei Leuten gibt, die quasi gleich groß sind. Evtl. bietet sich dann noch ein zweites Kriterium an, um es eindeutig zu machen.

    Anstelle der Größe könntest Du auch die Reihenfolge der Geburtstage im Kalenderjahr nehmen - ist in der Regel eindeutiger.

    Wir haben das im Kollegium (!) im Rahmen einer Fortbildung zum Thema kooperatives Lernen mal gemacht. Anhand dieser "Aufteilung" haben wir dann Vierergruppen gebildet. (Die ersten vier, die zweiten vier in der Reihe etc.).

    Eignet sich das mit dem der Größe nach aufstellen denn wirklich zum Kennenlernen? Ich meine, wen lerne ich dadurch kennen? Meinen Nebenmann/meine Nebenfrau?

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    max287 schrieb am 14.10.2006 12:59:
    "argumentativ nichts zu melden"? hehe, zu drollig. ich müsste mir da in der tat nun zeit nehmen und auf alle/viele vorgetragene äüßerungen eingehen und belegen etc. etc. dafür mit verlaub habe ich keine zeit und kein interesse, habe ich diese diskussionen doch schon x-fach geführt. wieso sollte ich mir diese ellenlange sinnlose arbeit antun? der vorwurf trifft mein selbstwertgefühl nicht, weiß ich doch wer in realen diskussionen sich durchsetzt und wer nicht.
    dienstbehörde? nur zu. leg los. wird bestimmt ein volltreffer...

    DAS wiederum, lieber max, ist drollig - zu drollig.

    Es ist ein Leichtes, sich im Forum als unangreifbar darzustellen und so zu tun, als wäre man allen überlegen. Da wärest Du nicht der Erste, der das versucht.

    Was Du theoretisch könntest oder schon gemacht hast, zählt hier nicht.

    De facto hast Du hier argumentativ offenbar nichts mehr zu melden. Sonst würdest Du Dich der Diskussion stellen.

    Ich sage doch: Rückzugsgefechte mit Standardrhetorik. Volltreffer!

    Gruß
    Bolzbold

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