Beiträge von Bolzbold

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    Original von *Line*
    Hallo!
    Ich brauche mal ein paar Gedankenanstöße. Ich bin im Sommer mit dem Ref in SH fertig geworden (SoLa) und habe nun "nur" eine Stelle an einer G&H Schule bekommen als Angestellter.

    Jetzt bekomme ich von meiner Familie ständig zu hören, ich solle alles dransetzen irgendwie noch verbeamtet zu werden,egal wie und wo doch zweifel ich daran, ob es eben wirklich sooo das Beste ist.

    Hallo Line!

    Ist es denkbar, dass Deine Familie ein - nennen wir es diplomatisch - "anderes" Konzept bzw. Verständnis von Verbeamtung und der damit verbundenen subjektiv empfundenen Wertigkeit derselben hat?

    In anderen Worten: Ist es denkbar, dass Menschen, die als Angestellte arbeiten (oder aber bereits die Vorzüge des Verbeamtetseins genießen) dies als besonders erstrebenswert erachten, weil sie möglicherweise nur die Vorteile sehen?

    Diese wirtschaftliche Sicherheit ist nicht zu unterschätzen.

    Auf der anderen Seite hast Du mit Deinen Zweifeln völlig Recht, vor allem weil Du hinter die Kulissen guckst.

    Wie aber bereits gesagt, bedeutet Verbeamtung ja nicht, dass Du den Rest Deines Lebens in diesem Beruf verbringen musst, auch wenn einige schwarze Schafe unter unseren Kollegen das vielleicht durch ihr Verhalten suggerieren. (Denen kommt es dann auf die Sicherheit und die für sie nicht vorhandene Alternative an).

    Ich gehe davon aus, dass Du Deiner Familie bereits gesagt hast, dass Dir der Spaß und die Erfüllung im Beruf wichtiger sind als das Etikett "Beamte auf Lebenszeit".

    Vielleicht ist es einem angehenden oder gerade gewordenem Lehrer auch selbstverständlicher, dass diese Thematik (für andere auch Problematik) früher oder später auf einen zukommt und man deswegen anders damit umgeht.
    Für "Zaungäste" stellt sich das dann natürlich anders dar.

    Gruß
    Bolzbold

    Hallo Dudel!

    Ich habe den Schülern im Geschi-LK jeweils einen Kurzkommentar unter die einzelnen Aufgaben geschrieben und dann die Bewertungsliste mit reingelegt.

    Dann können die Schüler für sich nachvollziehen, was warum gut oder schlecht war.

    Auf dieser Liste stehen die Aspekte und Kriterien, die erfüllt sein müssen, mit drauf.

    Was verstehst Du denn unter Lösungsskizze mit Punkten?

    Gruß
    Bolzbold

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    Original von ellipirelli1980
    Ich war ja dann auch noch paar mal zu Besuch in meiner Schule und die Leiterin sagte mir, dass sich die Lehrerin von den Studenten in ihrem Arbeitsplatz bedroht fühlt, weil sie Angst hätte, sie würden sie entlassen und lieber Fachlehrer einstellen.
    elli

    Äh, ich habe den Thread jetzt nicht ganz gelesen, aber kannst Du DAS mal erklären? Wieso sollte sie wegen der Studenten ihren Arbeitsplatz verlieren?
    Ist sie keine richtige Lehrerin?

    Professionell wäre das Verhalten der besagten Dame, wenn es denn wirklich so war (Informationen aus zweiter Hand sind ja mit Vorsicht zu genießen), nun wirklich nicht gewesen.

    Dass sie kein klärendes Gespräch haben wollte, ist wohl die Konsequenz, wenn es denn so war wie oben beschrieben. Wer würde sich so outen wollen?

    Nebenbei: Ich habe meine Praktika nicht als Bittsteller erlebt - da waren die Lehrer eigentlich ganz hilfsbereit. Natürlich gingen die Referendare vor, aber alles in allem war das schon ganz ok.

    Wir haben auch ab und an Studenten bei uns an der Schule. Bislang bin ich noch von keinem angesprochen worden, aber ich hatte den Eindruck, dass sie den Kollegen nicht so zur Last gefallen sind.

    Vielleicht liegt das aber auch an unserem Kollegium, was in dieser Hinsicht ganz locker drauf ist.

    Gruß
    Bolzbold

    Hallo Vaila!

    Also die Hefte von Schöningh habe ich bisher ganz erfolgreich verwendet - aber nicht Brave New World.

    Für gewöhnlich muss man das eine oder andere noch modifizieren und anpassen, aber im Großen und Ganzen passt das - zumindest für meine beiden GKs war das bislang ganz in Ordnung.

    Gruß
    Bolzbold

    Hallo AK!

    Wenn ich das richtig lese, dann geht es hier um NOTENpunkte, d.h. wenn Du aufgrund der erreichten Punktzahl in der Klausur bei beispielsweise 70 Punkten ein "gut minus", d.h. 10 Notenpunkte geben würdest, Du das noch einmal um bis zu zwei Notenpunkte (!) herabsetzen, also auf "befriedigend plus" oder "befriedigend" - entsprechend eben 9 oder 8 Notenpunkten.

    Somit also zusätzlich zu den nicht gegebenen Bewertungspunkten in der Klausur.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Original von ninale
    Hallo,

    ich würde gerne mehr in der Schule mit den Kindern singen. Allerdings bin ich eher ein Mitsinger...
    Wenn ich ich als Orientierung für die Kinder dienen muss, fällt es mir wahnsinnig schwer, so einigermaßen die Tonlage zu halten und nicht höher oder tiefer zu rutschen.
    Hat jemand von Euch Tipps für mich, wie ich daran arbeiten kann?

    ninale

    Also im Endeffekt hilft da zum einen nur üben, zum anderen könntest Du ja Dich eines Klaviers oder Keyboards bedienen, um die Töne mitzuspielen.

    Gruß
    Bolzbold

    Also bei mir hatte ein Kollege damals den Film, so dass ich ihn mir von dort ausleihen konnte.

    Wie wäre es mit einer Videothek, mit der Stadtbibliothek oder mit der Film-/Bildstelle (so etwas haben wir in NRW)?

    Gruß
    Bolzbold

    Ich habe mich auch schon darüber geärgert.

    Was man theoretisch noch machen könnte, wäre den Fehlerquotienten dennoch auszurechnen und abhängig von der Fehlerkategorie und der Fehlerzahl dann die Punkte entsprechend vergeben.

    Es gab ja bis vor kurzem eine Punkteskala nach FQ.

    Ich finde es genauso bescheuert.

    Im Geschi-LK habe ich das Problem Gott sei Dank nicht, auch wenn ich nach einem ähnlichen System korrigiere.

    Gruß
    Bolzbold

    Bei Klett ist es für Oktober 2007 angekündigt - sollte also hoffentlich nicht mehr allzu lange dauern.

    Cornelsen ist wie erwähnt ja verfügbar.

    Ich würde es mir zulegen und mir von dort ein paar Anregungen holen, falls es nicht brauchbar sein sollte.
    Ich hatte den Eindruck, dass das generelle Unterrichtskonzept, das dahinter steckt, in der Regel bei diesen Themenheften ganz brauchbar ist.
    Und sei es, dass man nur die Arbeitsblätter verwendet etc.

    Gruß
    Bolzbold

    Vivi

    Hoppla...
    Dann habe ich mich glaube ich in der Serie der Themenhefte vertan. Ich war zu Beginn des letzten (!) Schuljahres in Dortmund im Schulbuchzentrum und meine mich daran zu erinnern, dass es dort bereits ein Themenheft zu East is East gab. Ich schau nochmal nach, von wo das war.

    Gruß
    Bolzbold

    Hallo Vivi!

    Von Schöningh gibt es eine ganze Unterrichtsreihe zum Film, in der auch über den Film hinausgehende Themen besprochen bzw. angesprochen werden.

    Schöningh hat diese Serie "Einfach Englisch", wovon ich bereits "True West", "Fahrenheit 451" gekauft und verwendet habe. Natürlich ist nicht alles 1 zu 1 übertragbar, aber eine Menge Aufgaben und ein Großteil des Materials ist sehr brauchbar.

    Gruß
    Bolzbold

    Das Schlepptop sollte doch eine Soundkarte haben - sei es, dass sie auf dem Motherboard integriert ist, sei es, dass sie extra eingebaut ist. Schau doch mal in der Systemsteuerung nach, welche Karte das ist bzw. welcher Chip. Dann kannst Du Dir sicherlich die Software aus dem Netz saugen und installieren. Da sollte dann auch ein Mixer dabei sein.

    Gruß
    Bolzbold

    @AK Das siehst Du richtig.

    Um solche Dinge zu umgehen, habe ich von allen Oberstufenkursen mir die Email-Adressen geben lassen, damit ich das von zu Hause aus ggf. noch steuern kann. Wenn dann so etwas passiert, können die Schüler sich nicht mehr beschweren, dass sie von nichts wussten.

    Bestes Beispiel mein Geschi-LK. Ich bin mir sicher, dass nicht alle die Aufgabenzettel für nächste Woche bekommen haben, obwohl ich sie in der Stunde ausgeteilt habe. Ich habe ihnen jetzt nochmal die Instruktionen per Email geschickt. Ausrede damit unmöglich.

    Wenn Du nicht da bist, finden Schüler immer eine Ausrede, wenn die anderen wirklich nicht zu finden waren oder sie es verpennt haben oder sich nicht ausreichend bemüht haben.

    Wenn es sich dabei aber um Deinen 12er LK handelt, würde ich da keine Kompromisse kennen. Gibt eben einen negativen Eintrag für die SoMi-Note. Soviel Selbstständigkeit kann man von jungen Erwachsenen, die demnächst unser Parlament wählen dürfen, wohl erwarten. (Das habe ich einigen auch expressis verbis gesagt.)

    Gruß
    Bolzbold

    Miss Bounty hat einen sehr wichtigen Punkt angesprochen neben dem Kinderkriegen:

    Wenn das Ref. aufgrund von Kind und Partner nicht mehr die universelle Priorität einnimmt, dann nimmt man es weniger Ernst, was nicht heißen soll, dass man es dann zu lasch nimmt, aber man nimmt sich Dinge dann nicht so zu Herzen. Es ist dann eben eine wichtige Sache von vielen, die eben viel Zeit kosten.

    Gruß
    Bolzbold

    Wir schreiben das (Schul)Jahr 1 nach der Zentralen Prüfung Klasse 10.

    Fazit:
    Alle der von meinen Kollegen und mir mit 5 vorbenoteten Schüler bekamen durch die ZP letztlich eine 4, weil sie deutlich besser abgeschnitten haben (bis zu zwei Noten besser) und damit per Erlass der Mittelwert gebildet werden musste.

    In Englisch hat das jetzt in meinem GK 11 die Auswirkung, dass dort Schüler sitzen, die eigentlich nichts in der Oberstufe verloren haben. Diese Schüler können einen für die Klasse 11 konzipierten Text nicht selbstständig erschließen, von der Anwendung von Leitfäden zur Arbeitstechnik /-methode der Textanalyse einmal ganz zu schweigen.

    Von 26 Schülern arbeiten 8 (!) regelmäßig mit, die anderen schweigen und verstehen nichts - sei es aus intellektueller Überforderung oder aus mangelndem Einsatz. Nach Rücksprache mit zwei von drei Parallelkollegen verhält es sich in den anderen Kursen genauso. Dasselbe finden wir in Deutsch.

    Der jetzige Jahrgang, der sich zu einem nicht unerheblichen Maß durch die ZP in die Oberstufe gemogelt hat (und der so sicherlich gar nicht erst dorthin gekommen wäre), ist mit Abstand der schlechteste von drei aufeinanderfolgenden 11er Kursen, die ich hatte.

    Jetzt stehen wir vor dem Dilemma, entweder das Niveau zu senken oder aber eine entsprechend hohe Zahl an Schülern über Bord gehen zu lassen.
    Ich tendiere zu letzterem, weil wir den Schülern keinen Gefallen tun, wenn sie dann in die 12 kommen und dort das Niveau dann auch gesenkt werden muss - vor allem wird das angesichts des Zentralabiturs, dessen Ansprüche mit Sicherheit pro Jahr steigen werden, nichts.

    Das spielt jetzt am Gymnasium genau in die Problematik hinein, die Birgit bereits erwähnt hat. Das Schlimme ist, dass Frau S. das dann noch als Erfolg verkaufen möchte und die Bevölkerung es ihr glaubt - nicht aber die Professoren und ihre Kultusministerkollegen. Die raufen sich die Haare angesichts dessen, was in den nächsten Jahren auf den Arbeitsmarkt und den Studienplatzmarkt kommt.

    Gruß
    Bolzbold

    Ich bin nicht drin.

    Das hat damit zu tun, dass ich die Schüler bereits fördere, indem ich Zeit, Kraft und ggf. auch Geld zusätzlich zum normalen Unterrichtsalltag zur Verfügung stelle.
    Ich sehe daher keine moralische Verpflichtung, dem Förderverein beizutreten.

    Gruß
    Bolzbold

    bonzo

    Das wäre m.E. nicht zulässig, weil die Qualität der Aufgabenlösung schließlich nicht notwendigerweise mit der Wortzahl korreliert.
    Ferner würde bei uns im Zentralabitur eine solche Aufgabe auch nicht gestellt werden.
    Schaut man sich den Erwartungshorizont der Aufgaben im Zentralabitur an, so würde man das System doch pervertieren, wenn man gleichzeitig noch verlangt, dass die Schüler nicht nur die einzelnen inhaltlichen Kriterien erfüllen sollen auch noch dies mit der "geringstmöglichen" Zahl an Wörtern erreichen sollen.
    Ausdruck, Wortschatz und Satzkonstruktionen würden dann doch je nachdem völlig abgewertet werden - sehen wir einmal von notorischen Schwätzern und Vielschwallern ab.

    Gruß
    Bolzbold

    Hallo AK!

    Ich arbeite damit regelmäßig in der Mittel- und Oberstufe und kann ebenfalls sagen, dass es durchaus effektiv ist. Wenn man gleichzeitig noch Elemente des kooperativen Lernens einbaut (Zeitmanager, Motivator etc.), kann die arbeitsteilige Gruppenarbeit ganz fruchtbar verlaufen. Die anschließende Expertenrunde kann man entweder durch vorher farbige Arbeitsblätter oder laminierte Farbkärtchen schneller organisieren. (Ich habe auf den laminierten Karten auch noch Zahlen stehen, so dass die Schüler sich erst nach Farben, dann nach Zahlen sortieren. Das geht ruckzuck).

    Im Geschichts-LK habe ich zum Thema Liberalismus erst ein Gruppenpuzzle gemacht - klappte prima. Die Schüler kennen jetzt die unterschiedlichen Strömungen des Liberalismus sowie die reaktionären Gegenkräfte. Morgen ist LK-Klausur. Bin mal gespannt, ob es Früchte trägt.

    Gruß
    Bolzbold

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