Beiträge von Bolzbold

    Zitat

    Janejane schrieb am 08.05.2006 16:02:
    Lieber Martin,

    Wenn ich die Weisheit mit Löffeln gefressen hätte, würde ich mir auch keine Gedanken um meine Defizite machen müssen.

    mit "unterstellen" meinte ich auch vielmehr im Sinne von "davon ausgehen", im Sinne von "nobody is perfekt".
    Meine Absicht war auch vielmehr mitzuteilen, dass ich bereit bin, mir meine "Defiziten" aufzeigen zu lassen, um sie beheben zu können.

    lg Jane

    Hallo Jane.
    In den Spiegel schauen zu können und das täglich und dann das, was man sieht wiederzuerkennen und zu mögen, das ist bei mir vor der Türe kehren.

    Was die Defizite angeht, so sollte man hier zwischen persönlich-charakterlichen und beruflich-fähigkeitsbezogenen Defiziten unterscheiden. Bei letzteren lasse ich mich jederzeit darauf hinweisen und nehme gerne Verbesserungsvorschläge an.
    Wenn es aber um ersteres geht und die "Defizite" lediglich dem Auge des Betrachters entspringen, dann reagiere ich da anders.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Remus Lupin schrieb am 08.05.2006 14:40:

    Wenn es eine Eigenschaft gibt, die alle Leute haben, dann taugt sie nicht recht zur Differenzierung. Es macht dann auch keinen Sinn mehr, sich darüber auszutauschen.

    Gruß,
    Remus

    Wäre das nicht analog dazu: Wenn jeder nur vor seiner eigenen Türe kehren würde, gäbe es keine Streitereien bezüglich des Charakters des jeweils anderen?

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    ginelli schrieb am 07.05.2006 23:05:
    Ich bin ein bisschen verzweifelt. soll in 4 Tagen für 8h Civil Rights Movement für Klasse 10, Eng Gym durchnehmen, habe allerlei und nichts gefunden im Netz. (würde gerne Martin Luther King einbeziehen und segregation laws. Mir fehlt aber die Idee für eine Schülerorientierte Bearbeitung, die nicht mit Internetrecherche verbunden ist).
    Wer hat schon in der 10.Klasse Englisch unterrichtet und kann mir bei der Strukturierung der Einheit helfen?

    Wie für jede Sequenz in Englisch müsstest Du Dir einerseits inhaltliche Schwerpunkte und andererseits sprachlich-methodische Schwerpunkte setzen.

    Inhaltlich kannst Du natürlich Civil-Rights Movement in einzelne Unterthemen strukturieren, wobei 8 Stunden für das Civil Rights Movement in den USA aus meiner Sicht schon recht viel sind.
    Als Historiker würde ich zunächst überlegen, ob ich das Thema chronologisch oder in einzelne Aspekte (soziale Veränderungen, Rassismus, Gegner und Befürworter, politisches System der USA) aufteile.

    Bevor Du überhaupt anfängst nach Themen und Inhalten zu suchen, würde ich mir grundsätzlich überlegen, was das Ziel der Sequenz ist und was die Schüler lernen sollen. Danach würde ich erst Material suchen - sonst läufst Du Gefahr, Dir Deine
    Lernziele vom Material diktieren zu lassen.

    Hast Du Dir schon den sprachlichen Schwerpunkt überlegt?
    (Umgang mit Texten und Medien bzw. Textanalyse, Wortschatzarbeit, Diskussionsrunden etc.)

    Sowohl von Klett als auch von Cornelsen (die einen beziehen es über Oxford, die anderen über Cambridhge) gibt es Themenhefte zu "Black History". Es gibt ferner Themenhefte zu den USA. Dort sind für die Schüler geeignete Texte enthalten, die teilweise auch problemorientiert sind.

    Ich kann verstehen, dass Du nur noch wenig Zeit hast und Dir das Ganze unter den Nägeln brennt, aber es wäre schon schön, wenn Du wenigstens ein grobes Konzept hättest.

    Werde Dir erst darüber im Klaren, was Du konkret machen möchtest und welche Ziele Du den Schülern und Dir steckst - dann lässt sich Dir effizienter helfen.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Stefan schrieb am 08.05.2006 13:53:
    Immerhin haben die Verfechter dieser Theorie es geschafft, dass die Evolutionstheorie in 4 Bundesstaaten der USA nicht mehr gelehrt wird. (Interessanter Artikel bspw. in der P.M. - Ausgabe Mai 2006)

    Also meine Meinung zusammengefasst:
    Neue Erkenntnisse Ja - aber erst nachdem sie ausführlich verifiziert wurden und von Dritten entsprechende Methoden und Modelle bereitgestellt wurden.

    Stefan

    Hallo Stefan!

    Was daran aber besonders ins Auge fällt, ist, dass der Kreationismus ja offenbar religiös motiviert bzw. begründet ist. Es kann in diesem Fall also von einer Trennung von Staat und Religion nicht die Rede sein. Das eine ist Wissenschaft (Evolutionstheorie), das andere basiert auf GLAUBE - der sich empirischen Methoden meines Erachtens weitgehend entzieht.

    Gruß
    Bolzbold

    Hallo Flexi!

    Jeder Lehrer hat eben "seine" Methode und manche Lehrer sehen es als wie auch immer gearteten Zweifel an deren Kompetenz an, wenn man einen anderen Weg beschreitet.

    Im Sinne der Problemlösekompetenz, die laut Pisa ja nicht ausgeprägt genug sein soll, ist das natürlich kontraproduktiv.

    Einen nachhaltigen pädagogischen Sinn in der von Dir beschriebenen Vorgehensweise seitens der Lehrkraft konnte ich schon als Schüler nicht erkennen - und daran hat sich bis heute nicht viel geändert.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    row-k schrieb am 07.05.2006 20:27:
    Pardon, das verstehe ich nicht.
    Das Gesetz regelt das - klar. Aber wie ist es mit der Diskussion selbst? Ist es im Beispiel der Eltern mit dem 14jährigen überhaupt eine solche?

    Wieso sollte das keine Diskussion sein? Wenn beide Seiten Argumente anbringen und ihre Sicht der Dinge darstellen und gegenseitig hinterfragen, würde ich das als Diskussion bezeichnen.
    Das Ergebnis ist dabei unerheblich. In diesem Fall steht es von Anfang an fest - die Antwort auf die Frage nach dem Alkohol MUSS nein lauten - sonst würden die Eltern gegen das Gesetz verstoßen.

    Die "Erkenntnis" muss ja keine wissenschaftliche sein. Es reicht doch schon, wenn die Eltern etwas über die Sichtweise und Denkweise ihres Sohnes erfahren bzw. seine Argumente kennenlernen.
    Ist das keine Erkenntnis? Und ist es keine Erkenntnis, wenn man trotz der Argumente des Sohnes immer noch "nein" sagt?

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    row-k schrieb am 07.05.2006 20:18:
    Ich freue mich, weil wir wahrscheinlich der Problemlösung GEMEINSAM immer näher kommen.

    Leppy's Beispiel noch ausgebaut: Können beispielsweise Eltern mit Kindern darüber diskutieren, ob ein Jugendlicher mit 14 schon Alkohol trinken darf oder nicht?
    Ist das eine Diskussion, obschon sie von außen so aussieht? Wohl nicht, denke ich, weil der Jugendliche noch gar nicht die Weitsicht hat, die Gefahren des Alkohols im Jugendalter richtig einzuschätzen.

    Also kann Diskussion nur auf "gleichberechtigter Ebene" wirklich stattfinden?

    Ganz pragmatisch:

    DISKUTIEREN können sie immer und jederzeit - unabhängig von der Ebene. Die Gesetzeslage bestimmt aber hier den Rahmen.
    Zum einen haben die Eltern das Sorgerecht für den 14jährigen - gleichzeitig aber auch die SorgePFLICHT - also Schaden von ihm abzuwenden und auch das Jugendschutzgesetz zu beachten.
    Ferner DARF ein Jugendlicher unter 16 keinen Alkohol trinken.

    Man kann den Sinn und Unsinn eines solchen Gesetzes diskutieren - die Gefahr des Alkohols spielt dabei keine Rolle, zumal das Alter und die geistige Reife eines Menschen angesichts zahlreicher Gelegenheitstrinker und Alkoholiker wohl zu oft keine Garantie für diese Einsicht ist.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Janejane schrieb am 07.05.2006 19:42:
    Lieber Bolzbold,

    Keine Ironie, kein Sarkasmus, keine Polemik, keine Pauschalisierung....

    Nur die Freude zu deiner Feststellung, dass ein Miteinander möglicherweise doch besser ist.
    Ob Dein unbegründeteter Verdacht nicht eine Folge eines rufgeschädigten Bewusstseins ist?

    lg Jane

    OK, also keine Ironie etc.
    Das macht die Antwort für mich einerseits leichter, andererseits auch wiederum nicht.
    Sagen wir einmal so:
    Ich habe nie gegen ein Miteinander plädiert und habe bisher immer mit den Eltern zusammengearbeitet. Das gehört für mich zu meinem Beruf dazu - ohne wenn und aber - und das sehen hier im Forum im Grunde alle Lehrer genauso - auch wenn sie es nicht immer explizit sagen.

    Ich denke nicht, dass ich ein rufgeschädigtes Bewusstsein habe - allenfalls eine Sensibilität für Sprache und Kommunikation sowie ein Bewusstsein für die Problematiken, die mit diesem meinem Beruf verknüpft sind.

    Gruß
    Bolzbold

    Remus

    Danke, besser hätte man es nicht sagen können.

    Abgesehen davon stellt sich die Frage, ob ein Diskussionsergebnis bei diametral konträren Meinungen ein Kompromiss sein soll oder ob es darum geht, die jeweils andere Seite von "seiner" Meinung zu überzeugen und entsprechend zu "bekehren".

    Beides ist aufgrund der Erklärung von Remus nicht notwendigerweise das Ende einer Diskussion und es ist auch nicht zwingend notwendig, dass es dazu kommt.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Janejane schrieb am 07.05.2006 18:50:
    @ Bolzbold

    Deine Antwort empfinde ich EISBRECHEND! Angenehm.
    Aus Deinem Beitrag erahne ich, dass Dir die Schranken und Grenzen sehr wohl zu eng gesetzt sind und Du Dich gerne auch menschlich mehr entfalten möchtest, als es Dir das System erlaubt.
    Ist das nicht so?

    lg Jane

    Liebe Jane,

    ich bin mir nicht ganz sicher, wie ich Deine Antwort auf mein Ausgangsposting deuten soll.
    Ad hoc würde ich eine Menge Ironie/Sarkasmus darin wiederfinden. Bevor ich mir nicht sicher bin, wie Du es gemeint hast, ist es wenig sinnvoll darauf zu antworten.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Timm schrieb am 07.05.2006 13:58:
    Naja, Bolzbold, nichts für ungut. Trotz der Formulierung "überspitzt formuliert" halte ich deine Äußerungen für kontraproduktiv.
    Entweder man stellt etwas selbst beweihräuchernd heraus, dass man trotz der schlechten Ausbildung ein guter Lehrer geworden sei oder man zieht sich den - öffentlich wirksam immer wieder postulierten - Schuh an, dass wir bestenfalls mittelmäßige Lehrer seien, weil wir eine so unzureichende Ausbildung genossen hätten.
    Leider gehört es auch zum guten Lehrerton, über alles und jeden/s zu jammern. Das machen meine Kollegen und ich auch öfter, aber oft genug in ironisierender Form. Alle diejenigen, die es ernst meinen, unterliegen vielleicht auch der selbsterfüllenden Prophezeiung?!

    Lieber Timm,

    ich denke Du überinterpretierst das Ganze. Ich habe weder gejammert noch hätte ich aufgrund meiner derzeitigen beruflichen Situation Grund dazu.
    Ich habe die Gedanken von janejane nur ein wenig zugespitzt, mehr nicht.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Timm schrieb am 07.05.2006 13:38:
    Das Referendariat habe ich - und auch viele meiner damaligen Kollegen - als überwiegend gut bis sehr gut empfunden. Vom Microteaching über Pädagogik bis hin zur INTEL-Schulung war eigentlich alles geboten, um im Schulalltag mit einer guten Basis zu bestehen. Das mag in anderen Bundesländern oder gar anderen Seminaren anders sein, ich lasse aber nicht meine Ausbildung schlecht reden.

    Lieber Timm!

    Auch mein Referendariat war überwiegend positiv bzw. hatte nichts mit den teilweise haarsträubenden Schilderungen, die man in diversen Foren liest oder von Referendarskollegen hörte, zu tun.
    Daher verwendete ich eine Wendung, die deskriptiv sein sollte ("oft") von dem, was ich in vielen Fällen gelesen oder gehört habe.
    Mal im Ernst: Wieviele unserer KollegInnen schreiben denn, dass ihr Ref. überwiegend positiv war? Wieviele schreiben, dass die Ausbilder hart aber fair und kompetent waren, dass die Schule und das Klima dort super waren, dass die Kollegen hilfsbereit und kritisch-konstruktiv waren?
    Es bleibt aber festzustellen, dass das Referendariat aus meiner Sicht allenfalls die hard skills vermittelt, weniger jedoch die soft-skills.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Janejane schrieb am 07.05.2006 12:54:
    In unserer heutigen Zeit der Spezialisierung und Rationalisierung ist es kaum mehr möglich, in seiner Ganzheit als Mensch, die wir bedroht sind zu verlieren, erkennen zu können, dass Bildung und Erziehung nicht allein aus einem 4-Järigen Studium heraus bewältigt werden kann.
    lg Jane

    Liebe Jane,

    ich glaube, da sind wir uns in der Tat alle einig.
    Dass das Lehramtsstudium alles andere als auf den späteren Beruf vorbereitet, ist ein alter Hut. An der Uni werden wir zu Fachidioten ausgebildet - das Lehramtsstudium unterschied sich bei mir vom Magisterstudium nur sehr geringfügig.

    Auch das Referendariat bereitet nur unzureichend auf die späteren Aufgaben vor, ist es doch viel zu oft zu formalistisch, zu verkrampft und viel zu sehr von der individuell-subjektiven Betrachtung (und mitunter auch Ideologie) der Gutachter und Seminarausbilder geprägt, denen offenbar auch nicht allzu selten jegliche zwischenmenschliche Kompetenz abhanden kommt.

    Nun haben wir also ein - überspitzt formuliert - besch******* System, das die heutigen und zukünftigen Lehrer nicht ausreichend vorbereitet. Wir haben ferner einen riesigen Aufgaben- und Kompetenzenkomplex, den man als Lehrer aus Sicht der Gesellschaft bewältigen und beherrschen soll, was aber schlichtweg unmöglich ist.
    Für viele Bereiche gibt es extra Berufe bzw. Rollen/Funktionen wie Psychologen, Soziotherapeuten, Eltern, Freude etc.

    Stellt sich also die Frage:
    Haben wir Lehrer aufgrund dieses unendlich anmutenden Arbeitsfeldes überhaupt eine reelle Chance all diesen Erwartungen gerecht zu werden?
    Können wir uns überhaupt in dem Maße ständig und ganzheitlich fortbilden, um auf alle Eventualitäten von Drogensucht über Mobbing, ADS oder LRS oder mfG kompetent (!) vorbereitet zu sein?

    Gruß
    Bolzbold

    Liebe Enja!

    Ein erfolgreiches und nachhaltiges "wegerziehen", wie Du es nennst, kann meines Erachtens nur durch die Betrachtung und anschließende Ausschaltung bzw. Milderung der Ursachen für einen Konflikt geschehen.
    Sanktionen sind immer nur Reaktionen auf das nach Außen sichtbar werden des Konflikts. Nachhaltig lösen kann man ihn dadurch natürlich nicht.

    Ich gehe aber einmal davon aus, dass Du einem Psychologen oder einer wie auch immer gearteten Fachkraft zutraust, dass er versucht hinter die Kulissen zu schauen und sich nicht zum Erfüllungsgehilfen der Schule degradieren lässt.

    Gruß
    Bolzbold

    Lieber schlauby!

    Ich denke, diese Rechnung ist nicht ganz richtig.
    Natürlich MÜSSTE man als Angestellter soviel verdienen, um das netto rauszukriegen - diese Löhne werden aber selbst bei BAT1 nicht gezahlt.

    Das sind die in der Gesellschaft oft verschrienen Privilegien der Beamten.

    Ich habe seinerzeit bei voller Stundenzahl als BAT IIa Lehrer gearbeitet.
    Das waren 1760 netto (hat sich was mit demselben Lohn als Angestellter...)

    Natürlich waren da KV, RV etc. schon von abgezogen.

    Somit verdiene ich als StR deutlich mehr als der Angestellte, der im Grunde dieselbe Arbeit macht.

    Gruß
    Bolzbold

    Lieber schlauby!

    Von welcher Besoldungsstufe sprichst Du denn da konkret? A12?
    Dann wäre noch die Frage Deines Familienstandes.

    In NRW bekommt ich als Gymnasiallehrer A13 plus Zulage, was einem Netto-Lohn von ca. 2570 Euro entspricht.

    Deine Rechnung könnte so gesehen pi mal Daumen hinhauen.

    Gruß
    Bolzbold

    Also ich habe mir bei Staples einen dieser fetten Trolleys zugelegt.
    OK, das Teil war nicht billig (120 Euro), aber es passt eine Menge rein (alle Bücher, mein Lehrerkalender DIN A4, mein Ordner mit den Vorbereitungen und Arbeitsblättern für alle Kurse/Klassen, mein Schreib- und sonstiges Arbeitsmaterial, auch problemlos ein kompletter Satz Klassenarbeiten).

    Das Teil lässt sich sehr bequem rollen - für die Treppen nehme ich eben den normalen Tragegriff.

    Habe früher auch eine Umhängetasche gehabt - zwei habe ich aufgrund des Gewichtes dessen, wass immer rein musste schon verschlissen - auch eine Samsonite Tasche hält bei mir nur ca. 1 Jahr.

    Mit dem jetzigen Modell bin ich sehr zufrieden - es weits noch keine Verschleißspuren auf und rollt wie von selbst. Die Sprüche ob ich zum Flughafen wolle musste ich mir ein paar Tage lang anhören, aber was soll's.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Ruby schrieb am 04.05.2006 22:30:
    Etwas schade finde ich, daß ich hier auch keine Beiträge in den Hauptbereichen schreiben darf, wenn ich gar nicht speziell eine pädagogische Meinung von mir geben möchte, schon gar nicht besser sein will als ihr. Aber auf so Fragen wie "womit könnte man die Schüler zu dem oder dem motivieren" würde ich manchmal einfach gerne ein paar Ideen nennen, ohne sagen zu wollen, daß ihr dem jetzt folgen sollt...

    Na ja, ist euer Forum, geht also schon in Ordnung.

    LG Ruby

    Das kannst Du ja GRUNDSÄTZLICH auch tun. Dafür ist nur eine von zwei Bedingungen zu erfüllen:

    1) Der Ursprungsposter "öffnet" den Thread auch für Nicht-Lehrer

    2) Du kannst den Ursprungsposter fragen, ob Du etwas dazu schreiben darfst.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Christina schrieb am 04.05.2006 21:03:
    Hallo,

    mir fällt es immer ziemlich schwer, meine Unterrichtsreihen und - stunden unter eine Problemfrage zu stellen, die die Arbeit mit Quellen oder Sekundärliteratur dann nahelegt oder erfordert. Mit Problemfragen meine ich z.B. "Kann Friedrich der Große als aufgeklärter Herrscher bezeichnet werden?" oder "Wie kann es sein, dass nur wenige Jahre nach der Französischen Revolution mit Napoleon wieder ein Kaiser Staatsoberhaupt von Frankreich ist?"

    Habt ihr eine Idee, ob es zu diesem Thema Literatur oder eine Sammlung möglicher Fragen/Probleme/Auffälligkeiten der Geschichte gibt?


    Christina

    Hallo Christina!

    Wirf doch auch nochmal eine Blick in die Richtlinien Sek I. Dort stehen auch Grundprobleme der Geschichte aufgelistet.
    Ich kenne das Problem aus eigener Erfahrung - es klappt halt nicht immer, aus allem ein Problem zu machen.
    Man muss ja auch nicht immer ein tatsächliches "Problem" als Gegenstand haben - damit schränkt man seinen Horizont doch sehr ein.

    Heute, als es um den Zweiten Weltkrieg ging, habe ich zwei Thesen an die Tafel geschrieben, die nicht per se problemorientiert waren, aber nicht minder effektiv waren.

    1) Soldaten sind Mörder!

    2) Die Wehrmacht war eine verbrecherische Organisation

    Prompt war ich in der Grundsatzdebatte mit den Schülern, die ja dann auch nach dem 2. WK bis heute (Wehrmachtsausstellung) immer noch geführt wird.

    Gruß
    Bolzbold

    Edit Bolzbold:

    Hier war einmal ein Statement von row-k, das wegen Verstoßes gegen die neuen
    Forenregeln von mir entfernt wurde, obwohl es Zustimmung und Bestärkung in dem, was ich vor habe, enthielt.

    Ich räume ein, dass die nachträgliche Legitimierung mehr Unsicherheit als Ruhe gebracht hat. Deswegen ist sie auch wieder weg.

    Gruß
    Bolzbold

Werbung