Beiträge von Bolzbold

    Liebe Doris!

    Zentrale Frage ist doch, ob und ggf. was durch das - nennen wir es mal "Tadeln" - des Mädchens, das sich den "Scherz" erlaubt hat, erreicht werden soll.

    Was die Beziehungen der Mädchen untereinander angeht, so ist die Frage, ob die Mädels nicht alt genug sind das untereinander zu klären (und ob die "Einmischung" einer Lehrkraft hier nicht langfristig eher zu Konflikten zwischen den Mädchen führen könnte).

    Der letzte Satz Deines Postings stimmt mich etwas nachdenklich. Natürlich KANN so etwas möglicherweise nachteilige Folgen haben, MUSS es aber nicht.

    Würde Deine Tochter Victoria von nun an immer wieder als Diebin bezeichnet werden, wäre eine Klärung durch die Lehrkraft in jedem Fall notwendig.
    Wenn aber die Sache ansonsten geklärt ist, dann war Beates Verhalten nicht OK, aber es hätte zumindest auch keine nachhaltigen Folgen gehabt.
    Es stellt sich halt die Frage, welche von beiden Möglichkeiten langfristig die bessere ist.
    Möglicherweise hat es eine weitaus größere Wirkung, wenn Victoria nochmal zu Beate gehen würde und ihr klar sagen würde, wie daneben dieses Verhalten war.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Powerflower schrieb am 16.10.2005 10:48:
    Es heißt aber auch: "Die Menschen sind heimatlos geworden." Das ist eine grammatikalische Konstruktion, wie sie im Passiv üblich ist. Und hier sind die Menschen ja nicht "Täter", sondern "Opfer". Ich wollte mit meinen Kids einen Text erarbeiten, bei dem sie zwischen Aktiv und Passiv unterscheiden sollen.

    Moment!
    Hier wird nicht das "werden", welches für das Passiv verwendet wird, benutzt sondern das "werden" im Sinne einer Zustandsänderung. "Ich werde erwachsen" bzw. "Ich bin erwachsen geworden".
    Vielleicht ist das Adjektiv "heimatlos" auch schlichtweg irreführend. Ersetz das doch mal mit "klüger" oder "gebildeter" oder so etwas.

    Noch ein Beispiel:

    Ich werde Lehrer
    Ich wurde Lehrer
    Ich werde Lehrer werden

    Ich bin Lehrer geworden
    Ich war Lehrer geworden
    Ich werde Lehrer geworden sein

    Das würde ich doch mal stark als Aktiv bezeichnen. Analog kann man das mit "heimatlos" machen.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Hermine schrieb am 16.10.2005 07:44:
    Die Frage braucht dir nicht peinlich zu sein- ich finde sie auch nicht sooo einfach.
    Aber es ist meiner Ansicht nach Aktiv, allein schon aus grammatikalischer Sicht, weil kein Partizip mit im Satz ist und man deswegen auch keinen "Täter" dransetzen könnte.
    Zustandspassiv wäre: Die Hausaufgaben sind nicht gemacht. (von wem?)
    Lg, Hermine

    Wobei hier grammatikalisch noch zu ergänzen wäre, dass beim ersten Beispiel "heimatlos" ein Adjektiv ist, wobei "sind nicht gemacht" immerhin ein Partizip Perfekt Passiv beinhaltet (gemacht).

    Gruß
    Bolzbold

    Hallo Leute!

    Wir haben uns auf ein Forumstreffen am 29.10.2005 in D'Dorf geeinigt. In der Tat haben immerhin fünf Leute fest zugesagt, eine sechste Person kommt vielleicht auch noch.

    Wer außer denen, die es ohnehin schon wissen, auch noch kommen mag, schickt eine PN an mich, ich gebe dann die Details weiter.

    Eine Diskussion um das ob und wann und überhaupt und so brauchen wir somit nicht zu führen.

    Aus gegebenem Anlass: Der andere Thread zu dem Thema ist damit erledigt! Der "kommende Samstag" bezog sich auf dieses Wochenende - und da haben kaum Leute zugesagt!

    Gruß
    Bolzbold

    Hallo Carla,

    diese Frage solltest Du Deinem zuständigen Personalrat stellen, weil die das am besten wissen. Als Grund dafür könntest Du ja allenfalls Verdacht auf Mobbing anführen.
    Kannst mir ja ne PN schicken oder ne Email, falls Du doch mehr erzählen magst.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    LAA anja schrieb am 12.10.2005 23:11:
    Durchhalten!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Meine Motivation ist gleich 0. Wer baut mich auf??????????
    Meine Vornoten sind sooooooooo mies, ich falle eh durch, aber ich muss einfach weiter machen.
    Der Frust sitzt tief, sehr tief. Aber ich will Lehrerin werden und alles was ich mir in den Kopf setze schaffe ich auch. O.K. das mit dem fliegen hat nicht geklappt, das mit dem mich überalles liebenden, reichen Traummann auch nicht. Aber sonst.....es besteht hoffnung.......oder???????ß
    LAA anja

    Hallo Anja!

    Wenn Du bisher alles geschafft hast, was Du Dir in den Kopf gesetzt hast, dann wird das auch irgendwie klappen. (War bei mir auch so).
    Was den Traummann angeht, wenn Du das "reich" wegstreichst, wird die Auswahl bestimmt direkt um einiges größer - und damit die Chancen!

    Magst Du erklären, wieso Deine Vornoten angeblich so mies sind und wieso Du wahrscheinlich durchfallen wirst?

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    emmi200 schrieb am 12.10.2005 22:00:
    Hallo, wer hat die Befähigung (oder kennt jemanden) der meine Examensarbeit lesen und ein Gutachten abgeben kann?
    Über Hilfe würde ich mich freuen.

    Nun, ich denke, Du wirst hier den einen oder anderen finden, der dazu bereit wäre. Aber wer ist aus Deiner Sicht dazu "befähigt"?

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Aktenklammer schrieb am 06.10.2005 23:48:
    Habt ihr für Einstieg und Sicherung vielleicht andere/bessere Ideen??

    Einstieg ist doch OK.

    Bei der Sicherung könnte man bei der Evaluation der Dialoge noch fragen, welche Vergleiche denn besonders gut geklungen haben. Dann würden die Schüler diese wiederholen und so gesehen sichern.

    Die Frage ist, ob die Evaluation das nicht schon beinhaltet, wenn die Schüler die Entscheidung der Elisabetta begründen sollen. Da würden sie ja Formulierungen eventuell wiederholen.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Aktenklammer schrieb am 06.10.2005 23:30:
    *zerrnachoben*

    Das scheint Dir ja auf den Nägeln zu brennen.

    Die ganze Sache ist ein zweischneidiges Schwert. Wenn der Hörauftrag so gestellt wird, dass die Schüler anhand des Inhalts eine Entscheidung treffen sollen (in der Rolle der Elisabetta), dann wäre eine explizite Korrekturphase natürlich tödlich.
    Es wäre jedoch möglich eher beiläufig nach der Entscheidungsphase noch grobe Schnitzer zu korrigieren.

    Grundsätzlich ist das auch eine Frage der Ideologie der Fachleiter - einige wollen unbedingt Korrektur - andere sehen das große Ganze.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat


    @ Bolzbold:
    Braucht man dafür Gesangsunterricht/Stimmbildungsunterricht oder kann man sich einfachste Grundtechniken auch selbst aneignen?

    Nun grundsätzlich könnte man sich das auch autodidaktisch aneignen. Doch wer sagt einem dann, wann man es richtig macht? Meine Gesangslehrerin hörte jede noch so kleine Unsauberheit heraus.
    Lustig ist, dass es jeder (!) von uns automatisch beherrscht, wenn er/sie lacht - da passiert genau der Reflex, den man beim Sprechen auch bewusst einsetzen könnte, um seine Stimmbänder zu schonen.

    Gruß
    Bolzbold

    Moin!

    Zum Thema Steuer:

    Effektiv kannst Du nur 20% des Neuanschaffungspreises absetzen, d.h. das Finanzamt zahlt Dir nicht den kompletten Monitor. Abgerechnet wird immer zum Jahresende - insofern spielt das Anschaffungsdatum Deines Monitors keine Rolle, solange es im selben Jahr ist.
    Da Du als Referendar maximal ca. 600 Euro an Steuern im Jahr zahlst (es sind tendenziell eher deutlich weniger), müsstest Du von Deinen rund 1000 Euro Nettogehalt monatlich (sofern es soviel ist) schon insgesamt 3000 Euro ausgeben für Bürokram, um 600 Euro Steuern wiederzubekommen.

    Wichtig ist auch, dass Du natürlich nur das an Steuern zurück bekommst, was Du effektiv auch an Steuern bezahlt hast.

    Gruß
    Bolzbold

    Hallo Carla!

    Da hilft am besten Stimmbildung. Mit dem Einsatz Deines Zwerchfells beim Reden kannst Du sehr laut reden, schonst aber Deine Stimmbänder.
    Viele KollegInnen drücken zu stark im Hals bzw. mit der Kehle, wenn sie laut reden. Mit "gestützter Stimme" kannst Du sehr laut reden, läufst als Frau nicht Gefahr hysterisch zu wirken und schonst Deine Stimmbänder.
    Hätte ich nicht Musik studiert und Gesangsunterricht gehabt, hätte ich möglicherweise dasselbe Problem bekommen. So aber kann ich bewusst meine Stimme schonen, indem ich quasi dieselbe Technik als wenn ich singe anwende. Klappt wunderbar und man hört mich bis in den letzten Winkel des Klassenraums.
    (Und es ist immer wieder erstaunlich, dass ich als einzelner Säger eine ganze Klasse 6 mit 30 Leuten problemlos übertönen kann...).

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    UBI schrieb am 05.10.2005 17:52:
    Hallo,

    meine Tochter (1. Schuljahr) schreibt die Zahlen häufig spiegelverkehrt (trotz Zahlenschreibkurs). Interessanterweise passiert ihr das bei Buchstaben überhaupt nicht. Wenn man sie darauf hinweist, reagiert sie eher genervt ("Wieso, man kann die 4 doch auch sorum erkennen"). Grundsätzlich hat sie eigentlich keine Probleme mit dem Stoff. Sie macht ihre Hausaufgaben alleine (sie kann mich jederzeit rufen) und kommt gut klar damit. Sollte ich da irgendwas unternehmen?

    Gruß

    UBI

    LOL - im Grunde hat Deine Tochter sogar Recht *grins*.

    Aber ich denke, Du solltest dafür sorgen, dass sie die Zahlen richtig herum schreibt. Leider gibt es einige KollegInnen meiner Zunft, die da wenig Verständnis für aufbringen. Je länger Deine Tochter die Zahlen spiegelverkehrt schreibt, desto schwieriger wird das Umtrainieren.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Aktenklammer schrieb am 05.10.2005 11:10:
    Danke für eure Antworten! Habt ihr evtl einen Literaturtipp, wo man so etwas nachlesen kann, damit ich es dann in meinem Plan schreiben kann ?

    Hier ein Zitat aus dem Dir bekannten Werk "Englisch lernen und lehren" (S. 250)

    Zitat


    "Kreativ im didaktischen Zusammenhang des schulischen Fremdsprachenunterrichts muss aber keineswegs nur eine solche volkommene Neuerschaffung eines selbständigen Textes, etwa im Sinne von Freinets "freiem Schreiben", meinen. Auch jede gedankliche Teilleistung im schriftlichen Bereich ist dann "kreativ", wenn die Lernenden ihnen bekannte, mehr oder weniger korrekte sprachliche Formen selbst zusammensetzen und dabei etwas für sie Neues erschaffen."

    Dann gibt es noch bei Bach/Timm "Englischunterricht" auf Seite 155 eine Tabelle zum Kapitel "Text- Literatur - Kultur"

    Dort wird zwischen handlungsorientierten und produktionsorientierten Aufgaben unterschieden. Letztere Aufgaben befassen sich ausschließlich mit Texten, wobei hier auch kreative Texte bzw. Textsorten enthalten sind.

    Interessant ist, dass keiner der Autoren "produktives Schreben" als Begriff hat - vermutlich weil Schreiben IMMER produktiv ist, weil am Ende ein Produkt - nämlich der Text - steht.

    Somit wäre "produktiv" also der Oberbegriff für alle Formen der Texterstellung (wobei Einsetzübungen sicherlich grenzwertig wären) und "kreativ" wäre eine gesonderte Kategorie.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Raphaela schrieb am 04.10.2005 17:42:
    Leider bin ich heute durch die mündliche Examensprüfung in Mathe gefallen. Ich war sicherlich nicht besondres gut, habe aber auf keinen Fall damit gerechnet das ich durchfalle.
    Nun meine Frage an euch:
    Ist jemand auch durch die mündliche Prüfung gefallen? Wie schnell kann ich sie wiederholen? Ich habe am Freitag eine Zusage für das Referendariat erhalten, schaffe ich die Püfung vorher noch abzulegen?

    Normalerweise kannst Du die Prüfung erst im nächsten Prüfungszeitraum wiederholen - in anderen Worten: Du kannst das Referendariat dann nicht antreten und musst ggf. ein Jahr warten.
    Eine Prüfung wiederholt man ja nicht mal eben nebenbei.
    Im Zweifelsfall sprich mit dem Leiter des Prüfungsamtes und schildere ihm die Lage.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Aktenklammer schrieb am 04.10.2005 16:14:
    Will ich ja gar nicht. Ich will nur nicht groß mit "kreativ" rumtönen, wenn es das nicht ist. Und ich möchte nicht Literatur zum kreativen Schreiben zitieren, wenn die Schüler das nicht machen.

    In dem Moment, wo Schüler einen Dialog schreiben sollen oder einen Brief schreiben über eine Situation, die nicht 100%ig festgelegt ist und wo sie ihrer Fantasie freien Lauf lassen dürfen bzw. können, ist das meines Erachtens überaus kreativ. In Englisch werden in der Klausur alle freien Texte (außer Stellungnahmen, Kommentare o.ä.) als "creative writing" in der Aufgabenstellung gekennzeichnet.

    Zitat

    Aktenklammer schrieb am 04.10.2005 16:10:
    Naja, dann werde ich wohl produktiv arbeiten lassen.

    Wieso gibt es eigentlich immer nur Literatur zum kreativen, nie zum produktiven Schreiben ?(

    Vermutlich weil "produktiv" alles das ist, was die Schüler herstellen. Insofern ist schreiben im engeren Sinne IMMER produktiv, da ein Text entsteht.
    Will man beide Begriffe in einem Satz haben, so könnte man sagen, dass kreatives Schreiben durchaus produktionsorientiert ist...

    Hallo Dalyna!

    Natürlich darf es Überschneidungen geben, denn Du kannst logischerweise nicht vor Verfassen Deiner Arbeit alle Seminare abklappern, um in Erfahrung zu bringen, was wer wann wo mit wem und warum schon gemacht hat.

    Gruß
    Bolzbold

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