Beiträge von Bolzbold

    Hallo Carla!

    Da hilft am besten Stimmbildung. Mit dem Einsatz Deines Zwerchfells beim Reden kannst Du sehr laut reden, schonst aber Deine Stimmbänder.
    Viele KollegInnen drücken zu stark im Hals bzw. mit der Kehle, wenn sie laut reden. Mit "gestützter Stimme" kannst Du sehr laut reden, läufst als Frau nicht Gefahr hysterisch zu wirken und schonst Deine Stimmbänder.
    Hätte ich nicht Musik studiert und Gesangsunterricht gehabt, hätte ich möglicherweise dasselbe Problem bekommen. So aber kann ich bewusst meine Stimme schonen, indem ich quasi dieselbe Technik als wenn ich singe anwende. Klappt wunderbar und man hört mich bis in den letzten Winkel des Klassenraums.
    (Und es ist immer wieder erstaunlich, dass ich als einzelner Säger eine ganze Klasse 6 mit 30 Leuten problemlos übertönen kann...).

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    UBI schrieb am 05.10.2005 17:52:
    Hallo,

    meine Tochter (1. Schuljahr) schreibt die Zahlen häufig spiegelverkehrt (trotz Zahlenschreibkurs). Interessanterweise passiert ihr das bei Buchstaben überhaupt nicht. Wenn man sie darauf hinweist, reagiert sie eher genervt ("Wieso, man kann die 4 doch auch sorum erkennen"). Grundsätzlich hat sie eigentlich keine Probleme mit dem Stoff. Sie macht ihre Hausaufgaben alleine (sie kann mich jederzeit rufen) und kommt gut klar damit. Sollte ich da irgendwas unternehmen?

    Gruß

    UBI

    LOL - im Grunde hat Deine Tochter sogar Recht *grins*.

    Aber ich denke, Du solltest dafür sorgen, dass sie die Zahlen richtig herum schreibt. Leider gibt es einige KollegInnen meiner Zunft, die da wenig Verständnis für aufbringen. Je länger Deine Tochter die Zahlen spiegelverkehrt schreibt, desto schwieriger wird das Umtrainieren.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Aktenklammer schrieb am 05.10.2005 11:10:
    Danke für eure Antworten! Habt ihr evtl einen Literaturtipp, wo man so etwas nachlesen kann, damit ich es dann in meinem Plan schreiben kann ?

    Hier ein Zitat aus dem Dir bekannten Werk "Englisch lernen und lehren" (S. 250)

    Zitat


    "Kreativ im didaktischen Zusammenhang des schulischen Fremdsprachenunterrichts muss aber keineswegs nur eine solche volkommene Neuerschaffung eines selbständigen Textes, etwa im Sinne von Freinets "freiem Schreiben", meinen. Auch jede gedankliche Teilleistung im schriftlichen Bereich ist dann "kreativ", wenn die Lernenden ihnen bekannte, mehr oder weniger korrekte sprachliche Formen selbst zusammensetzen und dabei etwas für sie Neues erschaffen."

    Dann gibt es noch bei Bach/Timm "Englischunterricht" auf Seite 155 eine Tabelle zum Kapitel "Text- Literatur - Kultur"

    Dort wird zwischen handlungsorientierten und produktionsorientierten Aufgaben unterschieden. Letztere Aufgaben befassen sich ausschließlich mit Texten, wobei hier auch kreative Texte bzw. Textsorten enthalten sind.

    Interessant ist, dass keiner der Autoren "produktives Schreben" als Begriff hat - vermutlich weil Schreiben IMMER produktiv ist, weil am Ende ein Produkt - nämlich der Text - steht.

    Somit wäre "produktiv" also der Oberbegriff für alle Formen der Texterstellung (wobei Einsetzübungen sicherlich grenzwertig wären) und "kreativ" wäre eine gesonderte Kategorie.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Raphaela schrieb am 04.10.2005 17:42:
    Leider bin ich heute durch die mündliche Examensprüfung in Mathe gefallen. Ich war sicherlich nicht besondres gut, habe aber auf keinen Fall damit gerechnet das ich durchfalle.
    Nun meine Frage an euch:
    Ist jemand auch durch die mündliche Prüfung gefallen? Wie schnell kann ich sie wiederholen? Ich habe am Freitag eine Zusage für das Referendariat erhalten, schaffe ich die Püfung vorher noch abzulegen?

    Normalerweise kannst Du die Prüfung erst im nächsten Prüfungszeitraum wiederholen - in anderen Worten: Du kannst das Referendariat dann nicht antreten und musst ggf. ein Jahr warten.
    Eine Prüfung wiederholt man ja nicht mal eben nebenbei.
    Im Zweifelsfall sprich mit dem Leiter des Prüfungsamtes und schildere ihm die Lage.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Aktenklammer schrieb am 04.10.2005 16:14:
    Will ich ja gar nicht. Ich will nur nicht groß mit "kreativ" rumtönen, wenn es das nicht ist. Und ich möchte nicht Literatur zum kreativen Schreiben zitieren, wenn die Schüler das nicht machen.

    In dem Moment, wo Schüler einen Dialog schreiben sollen oder einen Brief schreiben über eine Situation, die nicht 100%ig festgelegt ist und wo sie ihrer Fantasie freien Lauf lassen dürfen bzw. können, ist das meines Erachtens überaus kreativ. In Englisch werden in der Klausur alle freien Texte (außer Stellungnahmen, Kommentare o.ä.) als "creative writing" in der Aufgabenstellung gekennzeichnet.

    Zitat

    Aktenklammer schrieb am 04.10.2005 16:10:
    Naja, dann werde ich wohl produktiv arbeiten lassen.

    Wieso gibt es eigentlich immer nur Literatur zum kreativen, nie zum produktiven Schreiben ?(

    Vermutlich weil "produktiv" alles das ist, was die Schüler herstellen. Insofern ist schreiben im engeren Sinne IMMER produktiv, da ein Text entsteht.
    Will man beide Begriffe in einem Satz haben, so könnte man sagen, dass kreatives Schreiben durchaus produktionsorientiert ist...

    Hallo Dalyna!

    Natürlich darf es Überschneidungen geben, denn Du kannst logischerweise nicht vor Verfassen Deiner Arbeit alle Seminare abklappern, um in Erfahrung zu bringen, was wer wann wo mit wem und warum schon gemacht hat.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Aktenklammer schrieb am 04.10.2005 12:07:
    Auch auf die Gefahr hin, dass ihr euch fragt, was ich in den vergangenen anderthalb Jahren eigentlich gelernt habe :
    Was ist der genaue Unterschied zwischen kreativem und produktivem Schreiben? Ist kreativ das Schreiben eines Gedichts und produktiv das Schreiben eines Dialogs?

    Die Frage ist, ob sich die beiden Begriffe automatisch ausschließen. In dem Moment, wo die Schüler Aufsätze, Dialoge etc. schreiben, ist das in jedem Fall produktiv. Kreativ ist vielleicht die "nächste" Stufe, d.h. das Verfassen freierer - vom Text losgelöster - Texte. Das kann auch einen Dialog beinhalten.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Aktenklammer schrieb am 03.10.2005 18:53:
    Nachdem bei einer Referendarin an meiner Schule die Äußerung des AKO, dass sie nach dem Referendariat ihre Promotion fortsetzen will, zu einem mürrischen "Na, DANN sind ja mal gespannt!" geführt hat, halte ich es fast für sinnvoll, einen Titel wegzulassen. Eine Freundin meinte aber, dass man den Titel angeben MUSS, weil es angeblich Teil des Namens ist. Wisst ihr mehr darüber?

    Also das wäre ja schon ein starkes Stück, wenn sich eine Prüfungskommission von dem Doktortitel beeinflussen ließe. Schreib ihn dazu - dann kannst Du nichts falsch machen. Es gab mehrere Doktoren in unserem Jahrgang, die das problemlos gepackt haben...

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Maren schrieb am 03.10.2005 18:47:
    Gruß
    Maren, die jetzt nachts schon von Hexametern und Pentametern träumt... Warum muss man sowas bestimmen können? Ich hasse es...

    Nun, die alten Dichter haben nun einmal Verse in Pentametern und Hexametern geschmiedet. Daran haben sich dann spätere Dichter angelehnt (Goethe etc.).
    Das sollte man erkennen können...

    In nova fert animus mutatas dicere formas...

    Gruß
    Bolzbold

    Nur mal so nebenbei: Die Schüler schenken sich aber mitunter auch untereinander nichts.
    Ich habe ursprünglich eine Unterrichtsevaluation von den Schülern haben wollen. Einige haben dies als Mittel missbraucht ihre Abneigung gegenüber Mitschülern mir kundzutun.

    Beispiel:
    "Ich habe in der Stunde aufgezeigt, aber Sie haben mich nicht drangenommen. Stattdessen haben sie diese N. K. drangenommen. Machen Sie das wegen ihres Schönheitsflecks, ihrer fettigen Haare oder ihres Damenbarts?"

    Soviel zu dem Thema...

    ...nach den Herbstferien werde ich wohl mal ein paar Gespräche unter vier Augen führen müssen.

    Generell würde ich übrigens auf Beleidigungen relativ gelassen reagieren. Auch wenn manche Äußerungen der Schüler auf unser Äußeres gemünzt sind, so macht sich vieles trotzdem an unserer Rolle und nicht an unserer Person fest. Es ist mir gelinde gesagt egal, ob ich für meine Schüler zu dick bin oder nicht, ob ich schön oder hässlich bin.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Aktenklammer schrieb am 01.10.2005 16:46:
    Es geht hier nun um die Frage "Standbild oder zweites Ich?"

    Ich habe mich nun entschlossen (und bleibe hoffentlich dabei :rolleyes: ), die Dialoganalyse in der Vorstunde zu machen (u.a. weil dies eben auch schon beschrieben ist).
    In der Prüfungsstunde möchte ich nun zur Verdeutlichung der Figuren bzw. besonders der Figur des Galilei entweder
    a) Standbilder bauen lassen oder

    Im Fall a) wäre der Ablauf so, dass die Schüler in der Vorstunde anhand des Schulz-von-Thun-Modells den Dialog analysiert und Plakate angefertigt hätten. Diese würden nummeriert werden. In der betreffenden Stunde würden sie dann eine Nummer ziehen, den Teil als Standbild aufbauen. Die Zuschauer deuten dann, wer wer ist, welcher Teil des Gesprächs gezeigt wird und warum etc. (eben das übliche bei Standbildern). Dann würden wir nach der Methodenreflexion uns weiter damit beschäftigen, was man anhand der vorausgegangenen Analyse u der Standbilder über Galilei erfahren hat.

    So, ich habe mir das mit den Standbildern einmal durch den Kopf gehen lassen. Die Frage stellt sich, ob und wenn ja WAS die Standbilder überhaupt hier konkret darstellen können bzw. was man an ihnen erkennen kann.
    Zwei sich unterhaltende Menschen wären sicherlich darzustellen. Diese wiederum könnten aber nur einen bestimmten Punkt in der Kommunikation darstellen. Kann man einen Teil eines Gesprächs sozusagen statisch erfassen (in Form eines Standbildes)?
    Wie korrelieren die Ergebnisse der Kommunikationsanalyse mit den Standbildern? Lässt sich da überhaupt ein Bezug herstellen? Die Kommunikationsanalyse erfolgt aufgurnd eines festgelegten Modells - die Standbilder aus der subjektiven Erfahrung der Schüler. Ließen sich die Ergebnisse der Kommunikationsanalyse in einem Standbild darstellen?

    Zitat

    Melosine schrieb am 03.10.2005 15:29:
    Das frage ich mich jetzt auch... ?(

    Verzichtest du auf alles und spendest stattdessen lieber für Afrika?

    Wie viele Menschen könnte man ernähren, wenn man auf ein Auto, eine größere Wohnung, Urlaub, gute Kleidung, hochwertiges Essen, Freizeitartikel, Kino, Theater, Musik, etc. pp. verzichtet?

    Melosine

    Man würde sie aber nur dann ernähren können, wenn das eingesparte Geld tatsächlich gespendet würde und die Nahrungsmittel auch dort unten ankämen.
    Gegenfrage: Wieviele hungernde Menschen hast Du auf dem Gewissen, wenn Du nicht auf obengenanntes verzichtest? Keinen einzigen. Wir müssen und nicht für alles verantwortlich fühlen, was andere Menschen verbocken.

    Gruß
    Bolzbold

    Hallo Tina!

    In Michael Sauer "Geschichte unterrichten" bekommst Du einen groben Überblick über "außerschulische Lernorte" (S. 115-118),
    auch im Handbuch der Geschichtsdidaktik (Bergmann et al.) findet sich auf S. 707ff einiges zu dem Thema.
    Vielleicht inspiriert Dich das ja schon ein wenig.

    Grundfragestellung Deiner Arbeit könnte beispielsweise sein, inwieweit der Besuch des Hauses der Geschichte nun zu einem vertiefteren Geschichtsbewusstsein beitragen konnte bzw. ob und ggf. in welcher Form er dazu beitragen kann.

    Gruß
    Bolzbold (der sich mal wieder nicht an seinen guten Vorsatz gehalten hat - darauf noch eine Caipi - es ist noch genug da!)

    Zitat

    primarballerina schrieb am 30.09.2005 22:05:
    Wenn ich mir hier so einige Diskussionen durchlese, frage ich mich schon manchmal, ob die angehenden und fertigen LAAs nicht oft zu wählerisch sind. Ich will keinem persönlich auf dei Füße treten, aber ich kenne Zeiten, da hat "zukünftige Lehrerin" alles angenommen, um überhaupt einen Job zu kriegen. Von anderen Arbeitsbereichen will ich gar nicht reden. Ist das heute so anders? Muss nicht jeder Studi froh sein, egal wo seine Ausbildung fortsetzen zu können? Muss nicht jeder Referendar froh sein, eine Stelle, egall wo, an einer Schule zu kriegen? Ist es nicht anmaßend, sich wegen Schulform oder Entfernung Gedanken zu machen, soll ich oder soll ich nicht?

    Wie gesagt, ich will nicht provozieren, ich bin ehrlich interessiert, ob man wieder glauben darf, die Lehrerstellen fliegen einem zu.
    Liebe grüße, Pia

    Hallo!

    Der Grundschulmarkt scheint nachwievor heiß umkämpft zu sein, wenn man die entsprechenden Postings querliest. Auf dem Sek II Markt scheint es günstiger zu sein. Über den Sek I Markt kann ich Dir nichts sagen.

    Gruß
    Bolzbold

    Das kommt wohl darauf an, ob die tatsächliche Leistung bewertet wird oder ob die Schule dem Referendar etwas gutes tun will.

    Ich habe auch "nur" eine 2,0 bekommen, aber ich war damit zufrieden. Ich habe mich nicht über die Maßen engangiert in Projekten o.ä. aber eben wie alle anderen auch meine Arbeit ordentlich gemacht. Eine 1,X hätte ich sogar etwas übertrieben gefunden.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    max287 schrieb am 29.09.2005 18:04:
    Vivi
    was die stellen nach dem ref angeht: als gesamtschulref. bist du gym. refs. gegenüber nicht im nachteil. so meine erfahrung. als beispiel: ich schrieb vor ein paar wochen nach dem ref. 7 bewerbungen an 5 gyms. und 2 gesamtschulen. interessanterweise bekam ich 5 einladungen zu auswahlgesprächen von den gyms. und keine von den 2 gesamtschulen, obwohl ich an einer gesamtschule war.

    Das wiederum hat nichts mit Deiner "Herkunft" zu tun als vielmehr mit den Ordnungsgruppen. Wenn Du an den Gymnasien nicht zu viele besser eingestufte Mitberwerber hattest, war das zu erwarten.

    Gruß
    Bolzbold

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