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Melosine schrieb am 07.05.2005 21:07:
Mir geht's zunehmend so, dass ich bei (hilfesuchenden) Postings von Refis, die ihre Schwächen darlegen, überwiegend Fachleiterphrasen herauszuhören meine.
Vielleicht bin ich auch schon einfach so abgenervt vom Refi und nehme es deshalb so wahr, aber wenn ich z.B. das hier lese:
oder etliche andere Beispiele, die ich jetzt nicht alle raussuchen will
, sehe ich das hier
und höre den FL im Hintergrund nörgeln bis die Selbstwahrnehmung völlig den Bach runter ist.
Und Melo, hier muss ich Dir zustimmen, dass Du hier möglicherweise überempfindlich bist. Es kann doch sein, dass die FL mitunter Recht haben mit ihrer Kritik. In meinem Fall war es so, dass ich die Kritik aller drei Fachleiter stets nachvollziehen konnte und sie in vielen Fällen auch völlig berechtigt war. Alle drei Fachleiter waren dabei sachlich und freundlich - keiner von ihnen ging auf die persönliche Ebene.
Und was ist daran so schlimm, wenn man mit Fachausdrücken bzw. - begriffen seine Stärken und Schwächen darstellt?
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Ich will hier gar nicht abstreiten, dass es schlechte Refis gibt!Die in dem Artikel gehörte möglicherweise dazu.
Aber dieses FL-Gesülze geht mir so was von auf den Senkel!
Wenn man dann ihren eigenen Unterricht mal zu sehen bekommt (was bei uns nur ein FL gewagt hat!), fragt man sich manchmal, wo sie das hernehmen...
Darum geht es aber nicht Melo. Sorry, wenn ich hier so deutlich werde: Aber wenn Du Dir immer noch diese Frage stellst bzw. auf diesem Prinzip der angeblichen (oder auch manchmal tatsächlichen) FL-Inkompetenz herumreitest, dann machst Du Dir selbst etwas vor. Das einfachste ist es doch, den anderen Inkompetenz zu unterstellen, damit man selbst im besseren Licht dasteht. Zugegeben, das mögen auch viele FL machen - aber hier, Melo, tust Du genau dasselbe.
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Wenn ich mir langjährig tätige Kollegen in ihrem Unterricht ansehe, denke ich, die würden zu 90% durchfallen! Mindestens! Nicht, weil ich sie schlecht finde, sondern weil sie z.B. zu lehrerzentriert unterrichten, zu wenige Kohärenz in Planungsentscheidungen erkennen lassen - was gibt es noch? Zu sehr auf der kognitiven Ebene - zu wenige auf dieser Ebene unterrichten, der Lernzuwachs nicht in jeder Stunde deutlich erkennbar ist, die Medien- und Methodenkompetenz deutlich zu wünschen übrig lässt, usw. usf.
Hier kannst Du den Lehrern nur bedingt Vorwürfe machen. Wer vor 30 Jahren nach Klafki und Heimann/Otto/Schulz seine Ausbildung zum Lehrer gemacht hat, wird heute nur schwer noch auf Klippert und Meyer o.ä. umsatteln können. Und was früher war (und übrigens offensichtlich auch funktioniert hat), muss nur weil es alt ist nicht notwendigerweise schlecht sein.
Ganz früher war der Lehrer noch autoritärer und es gab noch die Prügelstrafe. Natürlich bin ich froh, dass das vorbei ist, aber dieses alte System hat damals auch irgendwie funktioniert.
Also nimm Deine älteren Kollegn nicht zu hart ins Gericht. Es gibt einige, von denen man sehr viel lernen kann - und das müssen nicht unbedingt immer die neuesten Methoden sein.
Gruß
Bolzbold