Beiträge von Bolzbold

    Wenn man ein bisschen (trotz Tracking) querliest, kann man lesen, dass es dem Schüler während des Aufenthalts in Italien signifikant und sichtbar (!) schlechter ging, der Vater darum bat, einen Arzt aufzusuchen, dies aber unterblieb. Der Junge soll trotz erheblich verschlechterten Krankheitsbildes im Bungalow verblieben sein und über Nacht verstorben sein.

    FALLS das so gewesen sein sollte, hätten die Lehrkräfte definitiv falsch reagiert. Dabei ist der Grad der Behinderung oder die Vorerkrankung meines Erachtens unerheblich.

    Da endet es dann für mich aber dann auch - ich bin gespannt, was in der Aufarbeitung dieser Tragödie dann am Ende stehen wird.

    (Es war, ist und wird für mich immer selbstverständlich sein, im Zweifelsfall mit einem kranken Schüler oder einer kranken Schülerin zum Arzt (oder Ärztin) zu gehen. Dabei geht es mir weniger um mögliche Konsequenzen des Nichthandelns sondern darum, dass ich ein ureigenes Interesse daran habe, dass es meinen SchülerInnen gut geht und sie gesund sind bzw. werden. Das ist m.E. nichts Besonderes und dürfte doch (hoffentlich) auf alle KollegInnen gleichermaßen zutreffen.)

    Die negative Konnotation ergibt sich aus dem Kontext, in dem das sprachliche Bild gebraucht wird. Das Verhandeln um Noten wird als nervig und unangemessen angesehen, was die negative Konnotation ergibt.

    Ja, aber da spielen die TürkInnen tatsächlich keine Rolle.

    Ich habe auf die Schnelle nichts gefunden. Gibt es einen Erlass oder eine sonstige landesweite Regelung, bis wann am Freitag Unterricht zu halten ist und wann die Zeugnisse ausgegeben werden?

    Wir sind uns hier nicht ganz einig.

    In dem einschlägigen Erlass für NRW werden die Berufskollegs explizit ausgeklammert.

    BASS 2024/2025 - (schul-welt.de)

    Mir scheint, dass der Unterricht dann entsprechend ungekürzt zu erteilen ist.

    Nuja, das wären dann (bei 70% Ruhegehaltssatz) 910€ zusätzliche Pension. Würde man als GRV-Versicherter einen Rentenpunkt kaufen (Wert eines Rentenpunkts liegt gegenwärtig bei 39,32€; Beitragszahlung pro Rentenpunkt: 8427€), müsste man dafür ca. 195.000€ aufwenden.....

    Ich schrieb, dass man damit nicht reich wird. Dass das anderswo ebenso wenig der Fall ist, dürfte evident sein.
    Dass Beamte mehr Pension erhalten im Schnitt als der gesetzlich versicherte Arbeitnehmer, ist hier hinlänglich diskutiert worden und nichts Neues. Zum eigentlichen Thread trägt diese Rechnung somit nicht sonderlich viel bei.

    Nach der Lektüre der Beiträge zum Thema "Zensurenbesprechung" bin ich erstaunt, wie KollegInnen über die Rechte von SuS denken. Für mich ist es seit fast 40 Dienstjahren selbstverständlich, die Zensuren mit den SuS zu besprechen! Ich kann überhaupt nicht begreifen, wie viele dies hier ablehnen! Dabei handelt es sich nicht um eine Diskussion oder Handel, sondern auch um die Gelegenheit für die SuS, auf Leistungen aufmerksam zu machen, die mir bei der Zensurenfindung entgangen sein könnten. Und selbstverständlich muss ich meine Zensur belegen. Es handelt sich auch um eine erste Übung gegen obrigkeitsstaatliche Willkür und Einüben selbstkritischer Einschätzungen. In einer demokratisch verfassten Schule haben die SuS einen Anspruch auf eine Besprechung der Zensuren!

    Darlegen der Gründe - ja. Belegen - nein. Notenbasar - nein.

    Letzteres ist eine Unsitte an meiner aktuellen Schule - und die Haltung, die eigene Leistung ebenso gut einschätzen zu können wie eine ausgebildete Lehrkraft, finde ich wirklich anstrengend. Das hat nichts mit Übung gegen obrigkeitsstaatliche Willkür zu tun sondern oft mit reinem Kalkül der SchülerInnen. Es geht scheinbar um jeden Punkt - und es gibt KollegInnen, die nach entsprechenden "Verhandlungen" dann auch entsprechend mehr Punkte vergeben. Versuchen kann man es ja.

    Wir können alles nach reiner Notwendigkeit oder nach Arbeitszeiterfassung betrachten und beurteilen. Das kann jede/r so halten wie er/sie möchte.

    Junge Menschen mehrere Jahre zu begleiten, um dann an ihrem letzten Tag mit den obengenannten Argumenten zu fehlen, ist zumindest für mich keine Option.

    Also fernab einer Dienstpflicht empfinde ich die Teilnahme bei der Abiturentlassfeier, d.h. also bei der zeremoniellen Überreichung der Abiturzeugnisse, irgendwo auch als eine Frage des Anstands. Hier mit Paragraphen zu kommen finde ich irgendwie unpassend.

    Anders sieht das beim Abiturball aus. Dies ist eine private Veranstaltung, bei der die Lehrkräfte mal ganz eingeladen, mal vergünstigten Eintritt, mal voll zahlen mussten/müssen. Entsprechend schwankt dort auch die Teilnahme der Lehrkräfte. Dort bin ich immer dann hingegangen, wenn ich selbst Kurse in der Stufe hatte. Bei einem LK, der ständig etwas zu mosern hatte, bin ich entgegen dieser Gepflogenheit explizit nicht hingegangen.

    Dieses Jahr habe ich vor hinzugehen. Da wir keinen Kollegiumsabend oder so etwas in der letzten Schulwoche haben, ist das auch noch einmal eine Möglichkeit, sich von dem einen oder der anderen zu verabschieden, bevor das in der kommenden (Projekt)Woche untergeht.

    Als ich 2005 an meiner ersten Schule anfing, waren dort viele KollegInnen schon seit 10, 20 oder mehr Jahren zusammen im Kollegium - das lag natürlich auch an dem Einstellungsstopp damals.

    Ich selbst war 14 Jahre an meiner ersten Schule, bis ich dort irgendwie keine Perspektive gesehen habe und dann gegangen bin. Es folgten vier Jahre Schulbehörde, zwei Jahre neue Schule und jetzt zum neuen Schuljahr erneut eine neue Schule. (Der Karrierethread im Schulleitungsbereich liefert die weiteren Hintergründe.)

    Ein Grund zu gehen war für mich tatsächlich die Beobachtung, dass mehrere KollegInnen 30-35 Jahre an derselben Schule waren und entsprechend dort verwurzelt waren. Das konnte ich mir für mich selbst nicht vorstellen. Ich wollte nicht mit Ende 60 mit der Pensionierung mich umdrehen und mich fragen, was ich die letzten 35 Jahre gemacht habe. Das war für mich so ernüchternd, dass es mich dazu bewogen hatte zu gehen, obwohl ich mich ursprünglich an meiner ersten Schule wohlgefühlt hatte.

    Jetzt an meiner zweiten Schule habe ich mich ebenfalls sehr wohlgefühlt. Dort stimmte eigentlich fast alles. Und dennoch gab es da ganz plötzlich ein Angebot, das ich nicht ablehnen konnte. Und so wird es nächste Woche schon wieder Abschied nehmen heißen.

    Letztlich gibt es bei der Frage nach der Verweildauer an einer Schule kein richtig und falsch. Solange Du glücklich bist, gibt es keinen Grund zu wechseln.
    Wenn Du von Dir aus noch einmal etwas anderes machen oder sehen willst, solltest Du wechseln - im Idealfall zu Deinen Bedingungen. Die Entscheidung kann Dir keiner abnehmen.

    Liebe Schwarmintelligenz,

    Konkrete Fragen:
    1. Kann es sein, dass aktuell nur zwei Bücher für dieses Fach im LK zugelassen sind in NRW oder verstehe ich was falsch?

    2. Weiß jemand irgendwas, ab wann wir mit dem KLP rechnen können?

    3. Weiß jemand, wie lange es danach dauert, bis die Schulbuchzulassungen überarbeitet werden?
    4. Falls es wirklich so ist, wie es sich für mich darstellt: Was würdet ihr machen? Ein halbes Jahr improvisieren? Ich bin echt überfragt.

    Danke :)!

    Meines Wissens gibt es keine dezidierte separate Zulassung für GK und LK. Je nachdem, wie Du den Filter einstellst und wie die Bücher getaggt sind, bekommst Du unterschiedliche Ergebnisse. Die Bücher selbst sind ja auch nicht speziell nur für GK oder LK erstellt - für eine Differenzierung gibt es m.E. keinen hinreichend großen Markt.

    Die neuen KLP brauchen in den Geisteswissenschaften noch eine Weile - handfeste Zeiträume habe ich gerade nicht vorliegen.

    Die Schulbuchzulassungen brauchen so gesehen noch viel länger, weil erst nach Vorliegen eines neuen KLP Schulbücher überarbeitet oder neu erstellt werden. Das dauert mindestens ein Jahr. Die Zulassung selbst ist ein mehrstufiges, sehr zeitintensives Verfahren, das ich auch im Rahmen meiner Tätigkeit in der Behörde mitmachen durfte. Wenn ein Jahr nach Erscheinen des KLP bereits ein Buch vorliegen sollte, wäre das m.E. recht schnell.

    Zum Vergleich: Damals bei der Umstellung auf G8 hinkten die Verlage bei den Englisch-Lehrwerken ein ganzes Jahr hinterher. Der erste G8er Jahrgang hatte somit keine Lehrwerke zur Verfügung. Sie wurden noch nach dem alten G9 unterrichtet, was gegen Ende der Sek I zu einigen fachlichen Engpässen führte.

    Im Zweifelsfall würde ich im Referat 524 des MSB anrufen und nachfragen.

    2018
    Bewerbung in der Behörde in der ersten Ferienwoche.
    Auswahlgespräch im September.

    Dienstantritt in der Behörde Mitte November.

    2024
    Bewerbung auf stv. SL Stelle Mitte Januar.

    Revision im März .

    "Zusage" und Versetzungsbescheid zum neuen Schuljahr Mitte Juni.

    Manche Sachen dauern halt. Ich habe bei meiner Personalsachbearbeitung in der BR angerufen, fast immer früher oder später jemanden erreicht und meine Angelegenheiten recht zügig klären können.

    Mit der Abordnung und Versetzung zu einer anderen BR wird der alte Versetzungsantrag hinfällig - es empfiehlt sich aber, bei der Personalsachbearbeitung genau darauf noch einmal hinzuweisen.

    Was die Blockade durch die SL betrifft, so habe ich dies in meinem Umfeld bislang nicht mitbekommen. Die Schulleitungen sind nicht unbedingt begeistert, aber spätestens mit der Bewerbung (und dann mit der Zusage) ist ja eigentlich klar, dass Du nicht bleiben willst.

    (Ich gehe davon aus, dass sich damit auch die gleichlautende PM an mich erledigt hat.)

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