Liebe Hanna111,
herzlich willkommen in diesem Forum. Ich wünsche Dir, dass Dein Vorhaben erfolgreich sein wird.
Gleichzeitig muss ich feststellen, dass Deine Umfrage ein hohes Maß an Oberflächlichkeit enthält. Ich halte es für völlig unseriös, sich eine Situation (von hunderten Situationen, die man mit mehreren Jahren Berufserfahrung hat) vorzustellen und daran seine Emotionen festzulegen. Ich könnte in Situation A sagen, dass meine Emotionen im Bereich X waren und in Situation B im Bereich Y (oder im selben Bereich). Aber was sagt das konkret aus?
Was ich als ein ganz erhebliches Problem erachte, sind die Emotionen "Enttäuschung", vor allem aber "Wut" und "Angst". Insbesondere Letztere wären weniger ein Indikator für die Heftigkeit oder Vielfalt von Emotionen im Bewertungsprozess als vielmehr ein Indikator für mangelndes Reflexionsvermögen, mangelnde Distanz und dringend auszubauender Professionalität. Sollte das Dein wahrer Untersuchungsgegenstand sein, könnte die Fragestellung bei Deinem Vorhaben natürlich hilfreich sein.
Ich hoffe, dass die GrundschulkollegInnen hier nicht bei der Vielzahl an Bewertungs- und Gesprächssituationen, die sie jedes Jahr haben, einer Achterbahnfahrt von (negativen) Emotionen unterworfen sind, denn sonst stünde zu befürchten, dass die wenigsten ihren Beruf bis zur Pensionierung oder Verrentung durchstünden.