Hast Du Kinder? Das könnte das Ganze erheblich erleichtern...
Beiträge von Bolzbold
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Ich hatte das ja auch schon angemerkt mit der Häme und den Belehrungen. Die Haltung im Form scheint mittlerweile dergestalt zu sein, dass man sich mit jedem Posting, das man hier einstellt, genau darauf einzustellen hat. Und falls man dies anprangert, wird man erneut belehrt, dass man es doch selbst schuld sei.
Klar, das kann man so sehen. Ist eben Ausdruck einer Mentalität, die wahlweise eben dies propagiert oder aber in die andere Richtung geht. Dann heißt es "sollen die anderen sich mal nicht so anstellen - mein Verhalten ist doch gar nicht so schlimm."So etwas vergiftet auf Dauer nur die Atmosphäre. Und ja, das war vor 15 Jahren oder so hier durchaus einmal anders.
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Da muss ich leider enttäuschen die Mehrdeutigkeit in der Auslegung von Bildungsgerechtigkeit kann im Rahmen der Arbeit nicht aufgelöst werden. Wenngleich aber auf Teildimensionen eingegangen wird.
Die Antwort, die auf Feldschers Nachfrage gegeben wurde, reicht mir völlig aus.
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Da mich die Themen grundsätzlich schon interessieren: Mögen Sie kurz erläutern, inwiefern Sie die Themen KI gestütztes Lernen und Bildungsgerechtigkeit (Bitte erklären Sie was Sie damit meinen, der Begriff ist auf mehrere Arten auslegbar) verknüpfen?
Das würde mich in der Tat auch interessieren. Möglicherweise wird hier ja eine überzeugende Disambiguierung vorgenommen.
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Nur noch einmal für mein Verständnis: Wir bekommen ein Kinderspielzeug als Arbeitsgerät. Ein Gerät das nicht in Ansätzen den Maßstäben der Arbeitsschutzverordnung entspricht - diese wird übrigens in jeder Behörde recht penibel umgesetzt (und ich hatte den direkten Vergleich.)
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Naja, es ist der ungelenke Versuch, das Vorhandensein der Geräte zu legitimieren und die Unzulänglichkeit der Geräte oder die fehlenden tatsächlichen Einsatzmöglichkeiten durch den unterstellten fehlenden Willen oder wahlweise die didaktische Inflexibilität oder schlicht Unfähigkeit zu übertünchen. Da im öffentlichen Dienst die persönliche (wirtschaftliche) Verantwortung für Entscheidungen, sofern sie nicht (grund)gesetzwidrig sind, nicht existiert, ist das mittlerweile die Standardreaktion.
Ich liebe es... -
Wofür steht den "HK SFP9"? Ah, ich weiß: Holzkolben-Schießeisen für Polizei-Neu(n)linge.
Schöne Idee.
HK SFP9 – Wikipedia -
Ein zentraler Unterschied beim Einsatz eigener Geräte bei uns ist doch, dass wir personenbezogene Daten der SchülerInnen nicht mehr auf unseren privaten Geräten verarbeiten dürfen, wenn ein Dienstgerät zur Verfügung gestellt wird - und sei dieses Gerät noch so schlecht.
Insofern sind die ganzen Vergleiche mit anderen Berufen nicht zielführend. Ein nacktes IPad ohne Software, mit der ich arbeiten kann, zentral verwaltet durch die Kommune, die keine individuellen Installationen zulässt, ist und bleibt eine Farce. -
Bei uns kam schon mehrfach die Idee auf, privat und dienstlich zu verbinden. Man wollte eine zweitägige, externe Fortbildung machen. Da der Fortbildungsetat kein Hotel für alle hergibt, sollte das privat bezahlt werden. Das wäre dann der Ausflug, tagsüber wäre dann Dienst.
Äh, nee.
Ohne mich.
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Das Nebeneinander von kommunaler Trägerschaft und der Bildungshoheit der Bundesländer ist der größte Hemmschuh für irgendeine Form von Veränderung in die richtige Richtung.
Es wäre so einfach, wenn das Land die Trägerschaft für die Schulen übernähme und damit für die gesamte Ausstattung, sprich Schulen, Lehrkräfte, sonstiges Personal etc. zuständig wäre - natürlich bei auskömmlichen Finanzmitteln. -
Gute Frage. Hier ist der Erlass, der noch bis Ende dieses Jahres gilt.
BASS 2023/2024 - 11-02 Nr. 46 Richtlinie über die Förderung von Endgeräten für Schulen in Nordrhein-Westfalen im Rahmen der Digitalen Ausstattungsoffensive für Schulen in NRW (schul-welt.de) -
Anekdotische Evidenz aus Bayern: Ich kenne eine große Anzahl an Kolleg*innen, mich selbst eingeschlossen, die aus ihrer eigenen Erfahrung aus dem Referendariat gesagt haben, dass sie zwar Interesse an der ARBEIT eines Ausbilders, Fachleiters, Seminarlehrer (der bay. Terminus) hätten, aber große Probleme damit hätten, junge Menschen an diesem späten Punkt in ihrer Bildungsbiografie auf eine Art und Weise zu beurteilen, dass bereits Zehntelnoten über den weiteren Lebensweg entscheiden können. Der Punkt hier war, dass junge Menschen nach einem Lehramtsstudium und am Ende eines Referendariats eben einen gewissen Weg eingeschlagen haben, dass so ein minimaler Unterschied bereits ganze Existenzen zumindest in große Probleme bringen kann, was bei einer Abiturnote in diesem Ausmaß zumindest gefühlt nicht der Fall ist.
Und wenn die Guten zu viel Respekt vor dieser Tätigkeit haben, bleiben leider die weniger Guten übrig. Den von Dir beschriebenen KollegInnen müsste man ergänzend sagen, dass es immer noch besser wäre, SIE würden über Wohl und Wehe entscheiden, als dass es eben die Falschen tun.
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Ich versteh bis heute nicht warum dieses System so laufen kann obwohl wir als ausgebildete Lehrer die Seminarleiter werden können einfach mal professionell arbeiten sollten.
Wenn einem die Macht zu Kopfe steigt, kommt das dabei heraus. Es gibt sehr reflektierte und eben weniger reflektierte Menschen. Es gibt Blender und andere Typen. Das System geht eigentlich vom Guten im Menschen aus - und genau das ist seine Schwäche. Gegen vorsätzliche Unfähigkeit und Bösartigkeit gibt es aber leider keine Paragraphen. Das ist in allen Prüfungsordnungen so.
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Gibt es denn Bundesländer in denen die vornote in die Prüfung einbezogen wird?
Also in Hessen war das jedenfalls nicht so.
Was die Durchschnittsnote betrifft und die Konstellationen, mit denen man besteht, so gehen die Vornoten in NRW durchaus in die Prüfung mit ein. Ich habe die aktuelle OVP nicht im Kopf, aber nach der alten mussten Vor- und Prüfungsnote im Schnitt eine 4,0 ergeben, ebenso die beiden Examenslehrproben. Passte das nicht, war man durchgefallen.
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Interessant in eurem BL. Da scheint es in RLP deutlich höhere Anforderungen an Fachleiter zu geben. Hier werden es Leute, die gute Examina hatten und fachdidaktisch positiv auffallen.
Ich denke nicht, dass man als "Vollversager" an eine Fachleitung kommt. Darauf muss man sich bewerben und eine Revision machen.
Meine Erfahrung mit Fachleitungen war die, dass die Generation an Fachleitungen, die ungefähr Jahrgang 1950 waren, allesamt "harte Knochen" waren - nicht zuletzt, weil sie selbst durch eine harte Schule gegangen waren. Die Fachleitungen ab Jahrgang 1975 und später waren in der Regel ganz andere Leute - da habe ich im Rahmen meiner Tätigkeit als Ausbildungslehrer fast ausnahmslos gute Erfahrungen gemacht.
Was wohl vorkommt, ist die Unart, sich in den Kommissionen profilieren zu müssen - durch überzogene Härte. (Kritik als scheinbares Indiz für Kompetenz.)
Gleichwohl denke ich, dass Fachleitungen, wie auch Lehrkräfte, mitunter merkwürdige Metamorphosen durchmachen. Vielleicht steigt ihnen die Macht zu Kopfe und sie vergessen ihre (pädagogische) Verantwortung? Ich wage zu behaupten, dass die wenigsten MenschenschinderInnen sind und deswegen Lehrkräfte oder später FachleiterInnen geworden sind. Ab dem Moment, wo es faktisch niemanden mehr gibt, der einem Einhalt gebietet, scheint es mit dem einen oder der anderen durchzugehen - das ist von den Rahmenbedingungen bei Fachleitungen noch öfter so als bei Lehrkräften. -
Die außerschulische Förderung ist in NRW keine Voraussetzung für die Gewährung eines NTA. (Und hier sind viele Schulen völlig ahnungslos unterwegs...)
Das kann man gerne versuchen, aber dann müsste die innerschulische Förderung qualitativ ganz anders aufgestellt sein. In vielen Fällen beschränkt sich diese auf ein paar Arbeitsblätter zusätzlich - wenn überhaupt. Es gibt Schulen, an denen gibt es keine Förderkurse für Kinder mit LRS. Ich stelle mir nun vor, wie die Eltern dieser Kinder "zurückschlagen" und künftig - zu Recht - individuelle Förderung einfordern oder -klagen, falls die Schulen hier die außerschulische Förderung zur Voraussetzung für NTA machen.
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@Markus40
Ich bin in der Sache durchaus bei Dir, jedoch kommt hier gefühlt noch jemand und noch jemand, der/die dann kurz draufhaut.
Das erinnert mich dunkel an die Talkshows in den 1990er/2000er Jahren, bei denen beispielsweise bei Talkgästen, die Stütze bezogen und "stolz" darauf waren, der drölfzigste nächste Gast reinkam, dem besagten Gast die Meinung geigte - oft unter Johlen des Publikums - sich dann auf seinen Platz setzte und bei passender Gelegenheit noch einmal draufhaute.Man wird mit Leuten wie Du sie dargestellt hast irgendwie umgehen müssen - denn auch sie waren wahrscheinlich einmal junge, motivierte Lehrkräfte, die sich nicht das Ziel gesetzt hatten, künftig SchülerInnen, KollegInnen und Schulleitungen tagtäglich gepflegt auf den Senkel zu gehen. Sie abzuschieben bestätigt sie in dem Denken, wie gemein alle anderen Leute sind, und verschafft ihnen die Legitimation des "quiet quitting" oder der inneren Emigration.
Es verschiebt das Problem im wahrsten Sinne des Wortes, aber es löst das Problem nicht.
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Versetzung mit A15 ist vermutlich nicht so einfach, aber machbar schon oder? Du scheinst ja auch glücklich mit der Schule zu sein, aber vllt kommt ein Wechsel nochmal in Frage?
Wahlweise steht in den Ausschreibungen, dass so genannte "Versetzungsbewerbungen" ausgeschlossen sind, oder der/die KandidatIn muss bereits sechs Jahre seine Position innegehabt haben und bereit sein muss, die neue Position ebenso sechs Jahre innezuhaben.
Ich schließe einen Wechsel an eine andere Schule langfristig nicht aus - gleichwohl würde das wegen der Logistik daheim das Ganze auch nur um 15 bis 20 Minuten nach hinten schieben. Als ich noch einen Fahrtweg von unter 20 Minuten hatte, bin ich nicht wesentlich später aufgestanden.In der Behörde hatte ich nach einem Jahr den Vorteil der Telearbeit, sprich, dass ich daheim anfangen konnte und dann nach dem Stau gemütlich ins Büro fahren konnte - das war natürlich deutlich entspannter.
Wenn man sich einmal von der ersten Liebe (gemeint ist die erste volle Stelle / die erste Schule nach dem Ref.) getrennt hat, fällt einem dieser Schritt beim nächsten Mal nicht mehr so schwer bzw. man lässt den Leidensdruck nicht mehr so groß werden. Ich werde mich auch nie mehr mit einer Schule so identifizieren. Meine jetzige Schule ist ein Arbeitsort, an dem ich gerne arbeite - und ich stelle fest, dass mir die Arbeit mit jungen Menschen nach wie vor Freude bereitet - das Korrigieren hingegen überhaupt nicht. Aber diese Kröte muss ich halt schlucken.
Und falls ich eines Tages der Meinung sein sollte, dass es einen anderen Arbeitsort gibt, an dem ich lieber arbeiten möchte und ich dort genommen werden sollte, dann gehe ich eben dorthin.Beförderungstechnisch bin ich gleichwohl "durch", weil ich mir nach wie vor nicht vorstellen kann, als Schulleiter irgendwo die Geschicke einer Schule zu lenken. Das wäre aber dann auch wirklich ein Luxusproblem...
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Und was macht ihr mit lernunwilligen LRS SuS?
Schwierig. Wenn es sich um eine besonders schwere Störung des Lesens und Rechtschreibens handelt, kann der/die SchülerIn das nicht verbessern.
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