Wir sind schon recht weit oben, wenn man den Rechner der Zeit bemüht...
Beiträge von Bolzbold
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Ächt? Die Mühe hast du dir wegen dieser Kolportage gemacht?
Ja, echt. Und mehr als zehn Minuten habe ich darauf auch nicht ver(sch)wendet. Ich bin jemand, der aktiv wissen will, um rechtskonform zu handeln. Wie ich sicherlich mehrmals hier im Forum geschrieben habe, sorgt das Wissen um rechtskonformes Handeln auch für sicheres Auftreten (und Handeln.)
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Ich weiß nicht, wie das bei euch so ist, aber die Kollegen, die ich kenne und die an der Dienstunfähigkeit entlang schrappen, kann ich mir auch kaum in einer anderen Verwendung vorstellen. Vor allem nicht bei Wegfall der Lehrerprivilegien, wie freie Zeiteinteilung von 1/3 der Arbeitszeit, Erweiterung der effektiven Urlaubstage durch aus den Ferien wegverschobene Arbeit, weitgehend freie Gestaltung der genauen Ausführung der eigenen Tätigkeit, etc.
Dann entspricht die Motivlage womöglich dem gängigen Klischee. Das wäre wiederum sehr ärgerlich, aber an solche Leute kommst Du dann mangels Einsicht oder beschriebener Opferrolle nicht ran.
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Das ist ja kein Problem, ich kann sie ja auch an der deutschen Nordseeküste und am plattdütschen Strand
aus Versehen ins Meer fallen lassen...Interessante Regelung, wenn das stimmt.
Da hätte ich gerne mal einen handfesten Beleg für. Wer mit der Bass wedelt, dürfte ja auch wissen, wo das steht.
Im Erlass zu Klassenarbeiten steht dazu nichts. Die Ausbildungs- und Prüfungsordnungen helfen ebenso wenig weiter, weil zu wenig allgemein.
Ich habe noch in den Datenschutzverordnungen nachgesehen, aber auch nichts passendes gefunden. -
Ich erinnere mich noch gut an das hier.
Mönchengladbach: Schulleiter sucht Ministerin (rp-online.de)
Und hier die Konsequenzen.
Mönchengladbach: Geldstrafe für Schul-Rebellen (rp-online.de)
Falls eine Paywall für die alten Artikel da sein sollte, bitte ich um Nachsicht. -
Ich bezweifle, dass das so allgemein klar ist, auch wenn es niemand so direkt formuliert.
Das schließe ich schon daraus, dass es regelmäßig Thread mit dem Tenor "Ich kann nicht mehr und will raus aus dem Unterricht, was habe ich für Alternativen?" gibt, während ich mich an keinen Thread mit dem Inhalt "Ich begeistere mich für Evaluation von Unterricht und Bildungsmonotoring, was muss ich tun um eine Stelle in diesem Bereich zu bekommen?" erinnern kann.
Das ist im übrigen kein Vorwurf an die Betroffenen, die Situation, dass Lehrkräfte jeden Morgen mit Bauchschmerzen zur Arbeit fahren, weil sie die Gesamtumstände als Qual empfinden, ist für alle Beteiligten tragisch.
Das ist richtig, aber dann darf man sich nicht in der Opferrolle einrichten. Dauerkrankschreibungen oder regelmäßige Krankschreibungen außerhalb einer dauerhaften Dienstunfähigkeit sind mitunter Ergebnisse eines in der Situation so empfundenen Aktes des Selbstschutzes gegen eine Situation, die man nicht ändern zu können meint.
Solche Kollegen kann man zwar zum Amtsarzt zerren, aber das Ergebnis, wenn nicht dauerhaft dienstunfähig, wird eben sein, dass man Alternativen suchen muss oder eben das berühmt-berüchtigte BEM. Ob das hilft? -
Also im Ministerium in NRW sitzen in den sich unmittelbar mit Schule befassenden Referaten mit Ausnahme der Sachbearbeitungen in der überwältigenden Mehrheit Beschäftigte, die vorher im aktiven Schuldienst waren. In der internen Verwaltung und der Haushaltsabteilung arbeiten VerwaltungsbeamtInnen oder -juristInnen. Dass in der Rechtsabteilung vorzugsweise von JuristInnen arbeiten, sollte selbsterklärend sein.
Was die Chancen auf einen Wechsel in die Behörde angeht, so bestehen solche Möglichkeiten, aber eben nur dann, wenn die entsprechende ReferentInnen- oder Referatsleitungsstelle auch frei wird. Auch dann dürfte man gegen hausinterne KandidatInnen einen schweren Stand haben. Insgesamt stellen solche Wechsel eher die Ausnahme dar.
Die "Hürden" für den Schulaufsichtsdienst, sprich für eine dauerhafte Tätigkeit bei der Bezirksregierung sind in NRW in § 35 der LVO festgelegt.Da "stolpert" man ohne mehrjährige Funktionsstelle oder Schulleitungstätigkeit auch nicht mal eben so rein.
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Im Politikunterricht lassen wir unsere Schüler immer auf den Wahl-O-Mat los. Darin sind ja die Wahlprogramme „verarbeitet“. In der Folge sollen die Schüler dann die Wahlempfehlung der Seite auf einen Zettel schreiben und wir machen eine anonyme Auszählung der Empfehlungen. Im Ergebnis landen wir da allerdings immer bei 60-85% für die AfD.
Sobald man in Ansätzen migrationskritisch ist, landet man dort. Das ist mir auch schon passiert und ich habe dann geschaut, woran das konkret lag.
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Kleines Gedankenexperiment: Würdet ihr für deutlich weniger Geld trotzdem als Lehrkraft arbeiten, weil ihr Spaß daran habt?
Zweites Gedankenexperiment: Würdet ihr weiterhin mit vollem Deputat bei gleicher Besoldung (sagen wir mal A13) arbeiten, selbst wenn ihr Millionen erben/im Lotto gewinnen würdet?
Ich kann beide Fragen ganz klar mit nein beantworten. Dieser Job ist zwar in Ordnung und einen anderen Job möchte ich nicht, da dieser am ehesten zu mir passt. Aber wäre ich nicht auf das Geld angewiesen, wäre ich hier raus.
Ich wäre im Angestelltenstatus kein Lehrer geworden. (Also nein.)
Würde ich entsprechend viel Geld erben, dann würde eine Weile erst einmal weiterarbeiten und währenddessen überlegen, ob ich den Beruf an den Nagel hänge. Ich tendiere zu "nein", d.h. ich würde dann nicht als Lehrer weiterarbeiten wollen, weil ich dann vermutlich wieder exklusiv im Bereich Musik arbeiten wollen würde. (Ggf. eine eigene Musikschule eröffnen oder so etwas...) -
Sorry Frosch, den
hast du dir verdient.Das empfinde ich als ein sich über Frosch erheben. Er ist glücklich mit dem was er tut - daran ist nichts verwirrend.
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Nochmal zur Anerkennung:
Wenn ich weiß, dass ich als Lehrkraft arbeiten möchte, dann habe ich lange im Voraus die Möglichkeiten, mich über "Anerkennungs-", Aufstiegs- und Veränderungsmöglichkeiten zu informieren. Das Ganze ist leichter als noch vor 25 Jahren im Netz zu finden.
Dass es keine gesellschaftliche und keine monetäre Anerkennung gibt, kann man im Voraus wissen. Dass die Anerkennung - zumindest als verbeamtete Lehrkraft - die lebenslange Alimentation ist, sollte man sich stets vor Augen halten.
Meine Frau und ich haben uns in den letzten 18 Jahren nie Sorgen um unsere Zukunft machen müssen. Gegenüber manchen Branchen in der freien Wirtschaft wäre das blanker Hohn, dies nicht ausreichend wertschätzen zu können.Ab dem Zeitpunkt, wo ich mich nicht mehr gesehen gefühlt habe bzw. die Anerkennung ausblieb, habe mich aktiv und erfolgreich um eine Veränderung bemüht. Diese mündete in beruflicher Anerkennung sowie einer Beförderung. Und wenn ich wieder an einen Punkt kommen sollte, an dem ich mir sage, so geht es nicht weiter, dann werde ich mich erneut um eine Veränderung bemühen.
Beförderungen bedeuten in der freien Wirtschaft mitunter auch einen Wechsel in eine andere Abteilung. Wie viele KollegInnen, die sich nicht anerkannt, befördert oder was auch immer sehen, haben denn den Mut, die Schule zu wechseln? Bevor ich meine erste Schule verlassen habe, waren das die allerwenigsten. Im Anschluss daran haben die Unzufriedenen zumindest Versetzungsanträge gestellt. Beförderungen mit Versetzung waren hingegen nie der Fall.Es bringt also nichts, sich über mangelnde Anerkennung zu beklagen oder zu lamentieren, dass sich Anstrengung nicht lohnen würde.
Auf der Basis der bisherigen Beiträge kann man ganz klar sagen, dass sie sich lohnt (oder ggf. nicht) - abhängig davon, wie ich diesen Lohn für mich definiere und wie flexibel ich selbst dabei bin. -
Anstrengung in Form von Leistungssteigerung lohnt sich als verbeamtete Lehrkraft einfach sowas von überhaupt nicht. In der Wirtschaft bekomme ich Boni und Beförderungen wohingegen ich weder Boni bekomme noch eine Beförderung. Die Beförderung habe ich auf ganz anderem Wege erhalten und genau das stimmt mich sogar missmutig.
Das ist zu kurz gegriffen. Zum einen gibt es lediglich die Möglichkeit auf Beförderung und/oder Bonus, zum anderen ist das kein Automatismus, denn auch in der freien Wirtschaft gibt es nicht zig Beförderungen - von Boni mal ganz abgesehen.
Ich stelle mir gerade Teams vor, in denen alle gute Arbeit leisten und nur eine Person befördert werden kann. Das ist doch die Standardfrage in den Karriererubriken in Nachrichtenportalen wie beispielsweise der Zeit.ZitatEin Informatikkollege (59J) sagte mir letztens im LZ, dass er es gar nicht einsieht, seine Materialien von 2001 zu überarbeiten, da es ihn unnötig viel Zeit kosten würde und er es nicht honoriert bekommt.Das ist die pervertierte Form von Arbeitsverweigerung, dadurch dass man sich in die ach so bequeme Opferrolle flüchtet. Es gehört zu den Dienstpflichten einer jeden Lehrkraft ihren Unterricht auf der Basis der jeweiligen (aktuellen) Voraussetzungen zu planen. Das kann natürlich in bestimmten Bereichen dazu führen, dass man "zeitloses" Material immer wieder verwendet.
Auf die Idee zu kommen, man würde nur einmal seine Reihen vorbereiten und dann 30 Jahre nichts mehr machen, ist schon eine eigentümliche Ansicht. Leider trägt dieser Kollege zu eben diesem Vorurteil bei. Am Besten steht noch das Originaldatum im Kopf... -
Es muss jemand den Mut und die Konsequenz haben, das durchzuziehen. Ich könnte mir vorstellen, dass KollegInnen, die derartig sanktioniert werden, sich in die Langzeiterkrankung flüchten und dann mit der GeisterfahrerInnenmetalität alle gegen sich wähnen.
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Die Ableger ursprünglich totalitärer Ideologien scheinen auch heute noch ihre Fanbasis zu haben. Eigentlich ist das erschreckend.
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Das Problem fliegt uns bereits um die Ohren. Warum haben denn diese MEdien so eine Macht? Weil die Politiker ihnen die Sendeminuten überlassen, um darin ihre Deutungen zu verbreiten.
Das sehe ich anders. Dort sitzen RedakteurInnen, die ja ganz bewusst das schreiben, was sie schreiben.
Dass viele Menschen sich von ihren Bubbles und von selbsternannten Coaches oder InfluencerInnen so manipulieren lassen, ist von der Politik nur mittelbar beeinflussbar. Da müssen die Menschen schon selbst ihre Hirnmasse für das verwenden, wofür sie eigentlich im wahrsten Sinn des Wortes gedacht ist. -
Was schlägst du vor? Alles wieder löschen?
Da Du bereits gelöscht hast, schlage ich vor, dass Du künftig erst über mögliche Konsequenzen Deiner Beiträge nachdenkst und im Anschluss diese postest - oder eben gar nicht erst postest.
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Antisemitismus + Homophobie.
Homosexuelle Menschen und Juden/Jüdinnen sind in der Regel als solche auf der Straße nicht zu erkennen, es sei denn, sie kleiden sich "stereotyp".
Das ist bei Menschen mit Migrationsgeschichte anders. Hinzukommt, dass MigrantInnen von wesentlich mehr Menschen als Bedrohung wahrgenommen werden und sich das gesellschaftliche Klima diesbezüglich nicht zum Besseren entwickelt hat.
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Tom, mir fällt keine andere Möglichkeit der Entzauberung ein als "Let 'em take charge and fail trying to do so!".
Die unmittelbaren Folgen werden sein, dass das ohnehin schon vergiftete politische Klima darin mündet, dass nicht deutsche aussehende Menschen wieder durch die Straßen gejagt werden aus dem Irrglauben, das wäre ja jetzt erlaubt, wenn die AfD einmal irgendwo an der Macht ist.
Ich lebe zwar in NRW, aber ich habe keine Lust, Opfer einer solchen Denk- und Handlungsweise zu werden. -
Schaut man sich die Kommentare in dem einen oder anderen Nachrichtenportal an, wird mir schlecht - und das hat nichts mit der Ampel-Koalition zu tun.
Seit Jahren erlebe ich eine intellektuelle Ver(bl)ödung des politischen Diskurses - es ist faszinierend, welch simple Weltbilder man in solchen Kommentarspalten findet und welch scheinbar simple Lösungen es gäbe. Sinngemäß "alle illegalen MigrantInnen raus, alle PolitikerInnen zurücktreten, alle Lehrkräfte nicht mehr verbeamten" etc. pp.Wenn die Wahrnehmung der Politik bzw. politischen Handelns oder des Weltgeschehens auf dem Niveau von Youtube, Tiktok oder Instagram erfolgt und diese Medien nun künftig die Menschen beeinflussen, dann haben wir nicht nur bereits ein dickes Problem, sondern das Problem wird uns irgendwann ziemlich heftig um die Ohren fliegen. Das Ganze korreliert ja mit dem insgesamt wahrgenommenen intellektuellen Niveau der Gesellschaft, was wir auch hier im Forum finden, aber eben auch in den PISA-Ergebnissen. Die Trumps, Putins, Orbans, Erdogans und Höckes (weitermachen könnte man bei LePen, Meloni etc.) auf dieser Welt sind klare Beispiele dafür, dass einem ganz erheblichen Teil der Bevölkerung einfache Lösungen, bei denen man selbst nicht mitdenken und -handeln muss und die im Idealfall im eigenen Sinne sind, am liebsten sind. Realitätsverweigerung in einer immer komplexer werdenden Welt.
Mittlerweile überlege ich, ob es nicht notwendig wäre, die Allmacht der Medien zu begrenzen. Jedes Medium kämpft um sein Überleben und überbietet sich auf unterschiedlichen intellektuellen Niveaus darin, die jeweilige Regierungskoalition runterzuschreiben oder die nächste drohende Apokalypse zu verkünden. Wie steht es um die
Klicks und die Werbeeinnahmenäh um die Verantwortung der entsprechenden Medienhäuser? Die Macht von Meta, Google und den anderen Unternehmen bekommen wir tagtäglich zu spüren - sind wir womöglich mittlerweile schon in einer Mediendystopie angekommen, in der große Medienkonzerne letztlich die Weltgeschicke bestimmen und sich gleichzeitig aus jeglicher Verantwortung stehlen können? -
Vielleicht solltest du lernen zu zu hören oder bessere Argumente zu bringen. Dieser blinder Vergleich zwischen links und rechts ist einfach nur dumm..
Immerhin weißt Du jetzt, welche möglichen Reaktionen Du bekommst, falls Du mit AfD-AnhängerInnen versuchst, über Politik zu diskutieren.
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