Ich klinke mich dann auch noch ein in die Diskussion...
An unserer Schule gibt es seit mehreren Jahren einen Austausch zwischen Grund- und weiterführender Schule(n). Wir hatten dies schon immer nach (Haupt-)Fächern sortiert, also nur für Deutsch, Englisch, Mathe. In der Anfangszeit war das ein (mehr oder weniger) Pflichttermin für alle Kollegen der betroffenen Schulen, die in den jeweiligen Fächern unterrichten. Mittlerweile sind eher die angesprochen, die "in der Nähe" des Übergangs unterrichten (also ca. Klasse 3-6).
Während der Besprechungen gab es zu Anfang erst mal einen Austausch darüber, was im jeweiligen Unterricht passiert (die einen dürfen keine Diktate oder Vokabeln schreiben, bei den anderen ist dies der Schwerpunkt etc.). War auf jeden Fall (für alle Beteiligten) interessant - es gab nie eine festgesetzte Tagesordnung, das Gespräch hat sich so (nach Bedürfnissen) entwickelt.
Mitlerweile sind wir dabei, gegenseitig regelmäßig zu hospitieren. Die GS Lehrer (begeistert wieder begrüßt von ihren ehemaligen Schülern) sehen sich den Unterricht der weiterführenden Schule an (und gehen danach ins Gespräch und alle haben damit ihre Gesprächsgrundlage) und die (Gymnasial-) Lehrer hospitieren den Unterricht der Grundschule - und können so leichter Vorwissen der Schüler identifizieren und aufgreifen (und natürlich gibt es nach der Hospitation wieder ein Gespräch über Unterrichtsmethoden etc. - in der Richtung ist übrigens auch immer Neid vorhanden aufgrund der Ausstattung der Grundschulen...)
Fazit: Insgesamt ist so ein Austausch (zu Unterrichtsvoraussetzungen, -methoden und -erwartungen) bereichernd - und sollte über mehrere Sitzungen / Jahre hinweg ausgebaut werden...