Auch ich habe bisher gute Erfahrungen mit solchen "Checklisten" gemacht - FAST immer.
Ein kleiner Tipp: Vermerke sehr deutlich auf deinem Bewertungsbogen, dass es sich nur um eine Auswahl an Kriterien handelt, dass etwa Randbemerkungen ebenfalls beachtet werden müssen.
Außerdem muss ein Hinweis mit drauf, dass nicht alle Punkte gleich gewichtet werden.
Ich hatte letztes Schuljahr längere Diskussionen mit einem Schüler und den dazugehörigen Eltern, weil einiges, was ich auf der Checkliste "antizipiert" hatte, tatsächlich im Aufsatz vorhanden war. Aber die Probleme mit dem Aufsatz fingen auf wesentlich niedrigerem Niveau an... Dinge, bei denen ich mir nicht mehr die Mühe gemacht hatte, sie auf dem Bewertungsbogen aufzuführen, weil z.B. die Aufsatzart eigentlich seit Jahren bekannt war. Somit waren auf dem Bewertungsbogen einige Dinge als "vorhanden" abgehakt - und wer dann anfängt, abzuzählen, stellt fest, dass x% absolut richtig waren, und die Note deshalb nicht gerechtfertigt ist... (dass etwa korrekte Rechtschreibung und Grammatik im Fach Deutsch in den oberen Klassenstufen nicht mehr allein für die Note 1 ausschlaggebend sein können, ist nicht jedem ersichtlich...)