Beiträge von Djino

    Hallo,

    die folgenden Kriterien (Auswahl) verwende ich auch bereits in der Mittelstufe, sie sind insofern nur ein Anhaltspunkt:

    passende Fachausdrücke
    klarer, logischer Aufbau
    (sinnvolle) Absätze
    Rechtschreibung/ Zeichensetzung
    Satzanfänge (z.B. abwechslungsreich)
    Wortwahl (z.B. treffend)
    Sprache (z.B. sachlich, angemessen)
    Konjunktionen

    Das lässt sich dann abstufen, je nachdem wie gut / häufig dies zutrifft (zum Abhaken vielleicht einfach mit Smilies: :) - :rolleyes: - :( ; ... oder mit verbalen Abstufungen, z.B. : in Ordnung - mehrfach nicht i.O. - nicht i.O.)

    Hallo,

    ich rufe auf der Suche nach einer günstigen Klassenfahrt als erstes immer bei den Jugendherbergen an - beim entsprechenden Landesverband des Bundeslandes, in das ich "verreisen" möchte. Die haben eine Übersicht über die Jhs, die im gewünschten Reisezeitraum noch ausreichend Platz haben und können auch Sonderwünsche (Programm, Kosten, ...) mit in die Suche einbeziehen.
    Bietet die Bahn in NRW auch ein "NRW-Ticket" (5 Personen fahren für einen Tag in Regionalzügen innerhalb eines Bundeslandes für ca. 27 Euro)? Dann wäre das euer Transportmittel zur JH, günstiger geht es kaum.

    Ich weiß, dass es einen Lernzirkel (Kopiervorlagen) zu dem Thema gibt. Habe ich mal bei einem Besuch bei Cornelsen (Berlin) liegen sehen (und nicht mitgenommen, weil ich dafür keinen Bedarf, dafür aber schon ganz viele andere Bücher im Arm hatte).
    Das Material war aber, glaube ich, nicht vom Cornelsen Verlag (die teilen sich dort die Räume mit Volk und Wissen und ...? Titel weiß ich auch nicht. Vielleicht einfach mal dort anrufen und nachfragen...

    Ansonsten habe ich das Thema meist mit Minnesang verbunden (also Aufnahmen angehört). Das macht das ganze etwas "greifbarer".
    Ganz gut funktioniert auch eine Reihe zu Liebeslyrik oder noch spezieller zu Tageliedern, so dass man den (thematischen) Wandel über die Zeit hinweg hat (also nicht nur Mittelalter, sondern auch "modernere" Varianten).

    Zitat

    Ab gesehen davon: In der freien Wirtschaft wird man besser bezahlt.
    Also ist man was das Geld anbelangt sowieso als Lehrer fehl am Platz.
    Da stimmst du aber zu, oder? ;)

    Na gut, dann stimme ich mal zu. ;)

    (Und wenn ich dochnochmal "böse" sein darf: In der freien Wirtschaft sind die Arbeitspätze dafür längst nicht so sicher wie so ein krisensicherer und "bequemer" Beamtenjob ... )

    (Und nach der Äußerung bekomm ich bestimmt gleich Ärger, ich bin dann mal weg :flieh: )

    Zitat

    Ich muss um meine Schüler kämpfen, ein "nach unten abschieben" (sorry, böses Wort) gibt es bei uns nämlich nicht.


    Bei uns wird auch nicht "nach unten abgeschoben". Jeder Schüler der Klasse ist erstmal da - und wird dementsprechend (im Rahmen der oft genug viel zu besch... eidenen Möglichkeiten) gefö/ordert. Aber wir haben nunmal ein dreigliedriges Bildungssystem - egal, ob es einem gefällt oder nicht. Und wenn ich Unterricht "anbiete", dem ein Schüler nicht folgen kann, ist es nur eine Quälerei. Insofern halte ich dort auch Schicksale in den Händen (es gibt jedes Jahr wieder einige Schüler, die unser Gymnasium nach dem zweiten Mal 10. Klasse mit einem (schlechten) Hauptschulzeugnis verlassen - wäre der Weg ("Abschiebung") zur Realschule nicht doch besser gewesen?)

    Zudem findet ein "Kampf" ja nicht nur in Form von Noten statt. Noch viel "wichtiger" (aber kaum dafür ausgebildet...) sind doch solche Situationen wie schwere Krankheiten der Schüler, Missbrauch, Alkoholismus etc. In solchen Fällen halte ich eine professionelle Distanz für zwingend erforderlich.

    Zitat

    Zumindest nicht in der Grundschule. Auf den weiterführenden Schulen ist das vielleicht was anderes.


    Das kann ich schon eher "unterschreiben". In der Grundschule ist die Bindung der Schüler an "ihre" Lehrer noch sehr stark / wichtig. Wenn die "Kleinen" in der 5. Klasse zu uns kommen, ist das noch ganz deutlich. So spätestens ab der 7. Klasse hat sich das dann gelegt.

    Zitat von Panama

    Zitat

    Meiner Meinung nach sollte jeder, der als Lehrer "arbeitet um zu leben" sich einen anderen Job suchen.

    Lehrer zu sein hat für mich eine zu große Verantwortung.

    Ich denke, "Lehrer" ist ein Beruf - keine Berufung.
    Es ist etwas, was man lernt (lernen kann und lernen muss) und womit man sein Geld verdient. Jeder macht seinen Job so gut er kann (ob nun im Verkauf oder als Lehrer). Der Beruf Lehrer bringt es mit sich, dass man sich um den "Werdegang sämtlicher Menschen" [welch Anspruch...] kümmert.

    Wer den Beruf zu sehr idealisiert, zerbricht meiner Meinung nach viel eher an seinen (viel zu hoch gesteckten) Erwartungen, Ansprüchen an sich selbst (und andere) und überfordert sich damit ("Burn-out" eben).

    Also, Notlösung war es eigentlich nicht - aber auch nicht der Traumberuf.

    Mir sagte der Studienberater vom Arbeitsamt (bei dem ich mich melden musste, als ich aus dem Ausland wiederkam): "Warum studieren sie nicht auf Lehramt, Sie können doch Englisch, Deutsch war Ihr Leistungsfach in der Schule, das macht Ihnen doch Spaß" (kann man solche Leute eigentlich im Nachhinein noch verklagen?). Eigentlich war ich dort mit der Überzeugung hingegangen, dass ich Informatik studieren sollte (seine Reaktion: entsetzt Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, ausgerufen "Um Gottes Willen", und dringend abgeraten: Informatiker werden nicht gesucht, die sind alle arbeitslos und außerdem wäre ich dann häufig die einzige Frau, die in den Seminaren säße. Ob ich das wirklich wolle?).

    Nun gut, man will ja nicht für die Arbeitslosigkeit studieren, also warum nicht zwei Fächer, die einen interessieren. Magister ist ziemlich brotlos, zur Sicherheit also Lehramt (mit dem Vorsatz, NIE in die Schule zu gehen). Nebenbei noch so manches Angebot mitnehmen, um vielseitig genug für den Arbeitsmarkt zu sein.

    Aber man stellt fest, dass der Job "so übel" nicht ist, und spätestens seit ich das Referendariat "überlebt" habe, macht er mir viel Spaß...

    Finde ich gut, wenn du dir da Gedanken machst.

    Ich hatte da mal einen 5. Klässler, der das auch machte (Stifte, Papier, Flaschen, Bücher, Tische, Tafel, eigene Körperteile, ...). Habe mehrfach mit der Mutter gesprochen (auch wegen anderer Auffälligkeiten). Ende der 5. Klasse sind sie dann (endlich) zur Beratungsstelle gegangen. Wenigstens ein Anfang... (wenn auch viel zu spät - schon merkwürdig, wenn ein 12-Jähriger sowas macht...)

    Eine etwas ungewöhlichere, aber völlig kostenlose Bezugsquelle: Tauschticket. Dort kann man Bücher tauschen. Man verpflichtet sich, seine Bücher zu verschenken (also nach Anforderung auf eigene Kosten zu verschicken), bekommt dafür Tickets, die man dann in andere Bücher investieren kann. Für den Einstieg bekommt man einige "Vorschuss-" / Gratistickets, so dass man gleich bestellen kann.

    (Ich gehe bei diesem Vorschlag davon aus, dass in jeder Bücherei Bücher / Buchspenden landen, die aus dem einen oder anderen Grund nicht in den Bestand aufgenommen werden - die kann man auf diesem Wege gut gegen brauchbarere eintauschen.)

    In meiner letzten 5. Klasse (Gymnasium) gab es einige Schüler, die kaum lesen konnten (ohne Übertreibung: jeder Satz eine Herausforderung). Wenn ich das jetzt auf die HS "runterreduziere"...
    Einige Verlage bieten vereinfachte (Jugendbuch-) Lektüren an: gekürzt, vereinfacht, im Schriftbild angepasst (kurze Zeilen für den Überblick), motivierende Themen etc. Ich habe jetzt nur die Reihe "einfach lesen" aus dem Cornelsen Verlag gefunden, es gibt aber noch weitere Angebote (werde noch mal in mich gehen...)

    Die Verlage bieten viele (kostenlose) Unterrichtsvorschläge etc. zum Download an, z.B. http://www.carlsen.de/ oder http://www.ravensburger.de/. Die Besprechungen können dir ja vielleicht bei der Auswahl helfen.

    Auf den Verlag an der Este (http://www.leseland.de/) mit seinem Buchprogramm zu reduzierten Preisen (und guter Suchfunktion) hat nofrete ja schon hingewiesen.

    Ich hatte dann übrigens das hier gelesen: "Der Sprachabschneider" von Hans Joachim Schädlich (kurz, großes Schriftbild, viele Bilder, "lustige" Geschichte - und nebenbei ganz viel Grammatikunterricht...)

    Wenn es an der Schule keinen Nachschreibtermin gibt (und wohl so bald auch nicht geben wird), wie wäre es, wenn die an einer solchen Einrichtung Interessierten einfach eine "Selbsthilfegruppe" gründen würden? Bevor jeder einen eigenen Nachschreibtermin organisiert, könnte man sich doch im kleinen Kreis zusammentun und so wenigsten für ein wenig Entlastung sorgen.

    Zitat

    Original von Hermine
    Klassenarbeiten werden bis zur Mittelstufe [...] nach Hause mitgegeben und mit der Unterschrift der Eltern wieder eingesammelt.
    Sollte ein Kind bei mir leistungsmäßig absinken, bitte ich die Eltern von mir aus in die Sprechstunde- das vermeidet erboste Eltern und unangenehme Überraschungen.

    Wir dürfen keine Unterschriften unter Arbeiten oder Tests verlangen, insofern wissen Eltern oft von nichts.
    Und der Einladung zum Sprechtag (oder zu zusätzlich anberaumten Terminen) folgen leider meist auch nur die Eltern, bei deren Kindern es nicht notwendig ist.
    Außerdem gibt es per Brief Warnungen, falls die Leistungen in mehr als einem Fach schlecht sind (und deshalb "Sitzenbleiben" droht). Dann hätten wir noch die Hinweise in den Halbjahreszeugnissen ("Versetzung / Verbleib auf der Schule ist gefährdet") und noch so manches mehr. Trotzdem wissen manche Eltern angeblich von nichts und gehen bis in die obersten Ebenen der Schulbehörde, weil die Schule ihrer Service- und Informationspflicht nicht nachgekommen ist...

    (Und bei dem letzten "Fall", in dem ich mit einem erbostem Vater sprach, gab es eigentlich nichts zu warnen. Die Leistungen (in meinem Fach) waren deutlich besser geworden, ein stabile 4 (mit Hoffnung auf weitere Verbesserung) ist ausreichend. Problem an der Sache war, dass die Deutschnote die einzige / letzte Hoffnung war, eine 5 an anderer Stelle auszugleichen...)

    Sie schreiben in einer anderen Situation und sie schreiben vielleicht einige Wochen später (weil der zentrale Nachschreibtermin eben erst da liegt).
    Der Unterricht bereitet thematisch auf die Arbeit / Klausur vor. Am Tag der Arbeit sind alle optimal vorbereitet - Wochen später ist im Unterricht irgendetwas anderes Thema, aber in der Klausur kommt nochmal das alte Thema dran (weil das neue dann ja in der nächsten drankommt).

    Zudem verwende ich den idealen / besten Text als Klausurgrundlage für den regulären Klausurtermin. Für die Nachschreiber gibt es dann nur die "zweite Wahl", die vielleicht in Textlänge, Sprache, thematischer Ausrichtung etc. nicht perfekt ist. So ist das nunmal in den Sprachfächern; z.B. in Mathe kann man wohl leichter vergleichbare Aufgaben entwerfen.

    Wenn ich meinen Schülern (den echt kranken und den notorischen, immer wieder und bei allen Kollegen fehlenden) also sage, dass es für Nachschreiber immer schwieriger ist, dann stimmt das auch (dazu muss ich mir nichtmal irgendwelche "Gemeinheiten" ausdenken).

    Noch eine Idee zur Organisation: die Schulleitung ist nachmittags regelmäßig da - da kann man auch mal wen mit ins Zimmer setzen...

    Ich klebe (in der 5. Klasse) den Text auch immer mit ins Heft. Eine Berichtigung verlange ich aber auf jeden Fall. Schließlich kann ich schon schreiben (habe ich mit dem Text bewiesen), die Schüler, die Fehler im Diktat gemacht haben, können aber noch nicht (fehlerfrei) schreiben - deshalb auf jeden Fall Berichtigung.
    Oft mache ich es auch so, dass ich im Diktat an sich nichts korrigiere, sondern im eingeklebten Text die Fehlerstelle markiere. So prägt sich (theoretisch...) nicht der hervorgehobene Fehler, sondern die richtige Schreibung ein. (Wenn ich im Diktat nichts markiere, kopiere ich aber vor der Rückgabe alle Diktate (oder zumindest die der "Pappenheimer"), denn so ein Tintenkiller ist schnell...)

    Natürlich bespricht man Noten regelmäßig mit Schülern während des laufenden Schuljahres. Ich mache dies mittlerweile (fast) immer so, dass ich die Schüler bitte, ihre Selbsteinschätzung aufzuschreiben. Vorher besprechen wir noch mal kurz, was in diese Note mit einfließt, was eine gute mündliche Leistung, was eine ausreichende mündliche Leistung sein könnte usw.
    Diese Selbsteinschätzung ist im Allgemeinen sehr realistisch und klappt in jeder Klassenstufe (also ab 5). Das Vorgehen verhindert das Feilschen um Noten zwar nicht ganz, aber es reduziert sich doch sehr, wenn jeder vorher in sich gegangen ist - und das Ergebnis schriftlich vorliegt.
    Weiterer Nebeneffekt ist, dass ich den Schülern, die ihre Note nur ungern öffentlich besprochen haben möchten, einfach sagen kann, dass ich z.B. zustimme (ohne eine Zahl nennen zu müssen).

    Und trotzdem kann man sich nicht darauf verlassen, dass die "lieben Kleinen" zu Hause auch brav das weitergeben, was ihnen in der Notenbesprechung gesagt wurde. Klassenarbeiten werden oft genug auch nicht vorgelegt, und dann hat man erboste Eltern in der Schule, die nicht verstehen, wie ihr "Wunderkind" auf einmal eine 4 auf dem Zeugnis haben kann...
    (In der Situation ist es ganz praktisch, wenn man die Zettel in der Handschrift des Kindes noch hat, wo es sich selbst eine mündliche 5 erteilt...)

    Birgit:

    Zitat

    Das erspart mir aber viele Diskussionen am Ende, wenn es Zeugnisse gibt (oder es bietet genug Grundlage, um Diskussionen standzuhalten.)


    Ende letzten Schuljahres sprach ein (offensichtlich nicht mit der Note zufriedener Vater) zu mir: "Wir wissen doch alle, wie das läuft. Da trägt man nachträglich einfach ein paar mündliche Noten ein, und schon ist die [schlechte] Note gerechtfertigt." ...

    Ich mache es genauso wie du (und natürlich während des Schuljahres und nicht am Ende), aber gegen solche Argumente kommt man mit dem System nicht an, in Diskussionen kann man da nicht standhalten (da hilft eigentlich nur noch die ständig laufende Videokamera...).

    Sollte ich eigentlich noch erwähnen, dass besagter Vater Schulleiter war?

    Unsere Absprache ist so:
    In der Regel gilt: Die Note im Fach Englisch setzt sich zusammen aus den verschiedenen Leistungen, die im gesamten Schuljahr erbracht werden. Die Klassenarbeiten fließen zu 40% in die Note ein (Niedersachsen hat aber eine "abgespeckte" Definition von Klasenarbeiten, wehalb wir mehr Tests schreiben), die „mündliche Note“ macht 60% aus. Dabei setzt sich diese mündliche Note wie folgt zusammen: 60% Mitarbeit im Unterricht (mündliche Beteiligung, Hausaufgaben etc.), 40% Grammatik- und Vokabeltests.
    Je nach Anlage des Unterrichts und (auch zentral) geforderten Leistungen kann es zu Abweichungen von dieser Regelung geben (wenn ihr "normale" Arbeiten/ Schulaufgaben schreibt, dann wäre eine 50-50 Regelung für mdl. - schriftl. wahrscheinlich sinnvoller, dafür die Tests nicht so intensiv werten, die bei uns ja einen "Klassenarbeitsanteil" enthalten).

    Da bei Vokabeltests der Inhalt des Tests (nämlich die zu lernenden Vokabeln) bereits vor dem Test zu 100% bekannt ist und deshalb eine optimale Vorbereitung möglich ist (denn man kennt den Test ja eigentlich schon...), ist eine andere Benotung als in Klassenarbeiten oder Grammatiktests notwendig (also nicht: 50% gewusst = noch Note 4). Vokabeltests sind im Allgemeinen relativ kurz. Die Benotung kann dann z.B. anhand eines sehr einfachen Schemas erfolgen: (bis) 1 Fehler = Note 1; 2 Fehler = Note 2 usw.

    Tests sind ja eigentlich nur eine kurze Überprüfung der Hausaufgaben - damit alle zeigen können, dass sie die Hausaufgaben gemacht haben, machst du das eben nicht mündlich (mit einem), sondern schriftlich (mit allen).

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