Beeinflusst die Sprache das Denken?
Und falls ja, kann ein verändertes Denken einen Einfluss haben auf, z.B. Wahrnehmung, Handeln, Einstellungen, ...?
Wer zu den Fragen mehr lesen will, googlet nach Sapir Whorf.
Seit einem halben Jahrhundert diskutiert man, dass Sprache tatsächlich die Wahrnehmung beeinflusst. Auch wenn man (frau) von sich selbst sagt, eine "neudeutsch" gendergerechte Sprache sei nicht wichtig, man fühle sich mitgemeint: Was ist mit euren (insbesondere jüngeren) Schüler*innen? Deren Wahrnehmung, welchen Weg man in seinem Leben (Stichwort spätere Berufswahl) einschlagen könnte? Krankenschwester, Krankenpfleger? Für beides gibt es anerkannte Bezeichnungen. [OT: Warum eigentlich nicht "Krankenbruder"?]
@samu schreibt von der "Hausfrau". Der "Hausmann" existiert zwar, ist aber (so mein Eindruck) häufiger in sprachlichen Kontexten zu finden, die eher pejorativ sind.
Fehlen in der Sprache sinnvolle Alternativen zu den generischen Maskulina, kann das zu merkwürdigen Konstruktionen führen. Ein Beispiel aus dem Französischen: "Der Herr Minister ist schwanger" (Le Ministre est enceinte. 