Ich habe dazu zwei (sehr unterschiedliche) Perspektiven:
Als Lehrkraft:
Eine Klasse (Alter: ca. 14-15 Jahre), in der ich mal für zwei Jahre unterichtete, hatte (aufgrund verschiedenster Variablen) zu Beginn zwei Mädchen, ansonsten Jungen. Dann verliess ein Mädchen (aufgrund von Umzug) die Klasse. In der Folge dachte ich immer wieder, dass es wohl hilfreicher gewesen wäre, wenn die Klasse komplett nur aus Jungen bestanden hätte (ja, ja, die Hormone, ..., da muss man sich halt "produzieren").
Als Schülerin:
Mein Informatikunterricht war (durch die Schule mit Absicht so eingerichtet) geschlechtshomogen - was ich als sehr unangenehm empfand. Im Unterricht der Jungen wurden Lehrbücher / Handbücher ausgegeben. Bei den Mädchen nicht. Im Unterricht wurden sehr gute Noten vergeben, weil Jungen in der Lage waren, ohne unterrichtliche Unterweisung aus den Handbüchern heraus Neues selbstständig umzusetzen (wie wäre das im Mädchenkurs möglich gewesen ohne Handbücher?). Der Zugang zum Aufbwahrungsort besagter zusätzlicher Materialien stand dem Jungenkurs offen - aber für die Mädchen bestand ja kein Grund, dort ein- und auszugehen... Im Mädchenkurs wurde ein Semester lang die Verwendung von Textbausteinen in Word geübt (angehende Sekretärinnen?), ...
Sorry, jetzt werde ich unprofessionell:
Wichtig ist meiner Meinung nach, dass der Unterricht in den jeweils gleichgeschlechtlichen Gruppen identisch abläuft. Das mag ab und zu inhaltlich variieren, weil unterschiedliche Fragen gestellt werden, weil das Leistungsniveau unterschiedlich ist. Aber die "Lern-Angebote" sollten an alle SuS identisch sein... und genau dann sehe ich keine Probleme mit geschlechtshomogenen Gruppen...