ZitatDenn in meiner Klasse reicht die Bandbreite von geistig behindert,Lernbehindert bis zum Realschüler! Der Junge mit Down Syndrom hat den Leistungsstand eines Erstklässlers,die 4 LE Kinder sind etwa auf dem Stand 3.Klasse! Da kann ich keine gemeinsame Lektüre bearbeiten,da sie ja nicht einmal richtig lesen können.
Je nach "Ausbildungsziel" müssen diese I-Kinder ja vielleicht auch nicht den gemeinsamen Stoff bearbeiten... aber können an einem gemeinsamen Oberthema arbeiten. Die "Regelschüler" lesen eine gemeinsame, jahrgangsangemessene Lektüre zu Thema X, die LE-Schüler erhalten ebenfalls eine (kürzere, einfachere, ...) Lektüre ebenfalls zu Thema X - und tragen ihre Erkenntnisse (was haben wir gelesen, worum ging's, ...) den Regelschülern vor, der Down Syndrom Schüler arbeitet ebenfalls an Thema X, aber eben mit Erstklässlermaterial (insofern vielleicht nicht mal eine vollständige Lektüre, sondern kürzere Arbeitsblätter etc. - und berichtet (vielleicht hat er ein Plakat erstellt) ebenfalls.
(Wenn er schon auf dem Leistungsstand eines Erstklässlers ist - gratuliere. Ich hatte auch schon Schüler, die bis Klasse 10 nicht lesen konnten... und dann sucht man eine inhaltliche Verbindung zum Unterricht der Einführungsphase der Oberstufe... klappt nach etwas Eingewöhnungszeit besser als man manchmal denkt. Ist aber eben, wenn man vier Niveaus in einer Klasse hat, eine vierfache Vorbereitung für jede Stunde. Da sollte man sehr schnell lernen, ökonomisch auf Grundschul-/Förderschulmaterialien zurückzugreifen, sonst ist das nicht machbar...)