Operatoren gibt es ja mittlerweile wohl in jedem Bundesland - und trotzdem verstehen nicht alle auf Anhieb die Fragestellung (ist in Deutsch-Klausuren übrigens nichts anderes, ich würde es nicht an der Fremdsprache festmachen...).
Das Problem ist, dass viele die Aufgabenstellung nicht richtig lesen - das wäre also Schritt 1 (nochmal sorgfältig lesen und drüber nachdenken). Ich gestatte danach Schülern durchaus, Fragen zur Aufgabe zu stellen. Ob ich die Frage beantworte, liegt in meinem Ermessen. (Gebe ich mit meiner Antwort bereits einen Teil der Antwort vor, ist das irgendwie ungünstig...)
Begründung?
Wie wär's mit:
- Im normalen Unterricht werden Aufgaben ja meist auch gestellt, erläutert, noch einmal wiederholt, wieder erläutert, und dann evtl. bearbeitet (ich übertreibe ein wenig, aber im Prinzip ist es schon so...)
- Wir unterrichten Sprachen, damit SuS in "normalen" Situationen mit der Sprache umgehen können. Nachfragen zum "Aushandeln" von Inhalt sind ein natürlicher Bestandteil von Kommunikation. Das sture Schreiben von Klausuren ist eigentlich lebensfern... (ich übertreibe schon wieder ein wenig...)
- Ich will nicht abprüfen, wie gut sie Fragen verstehen, sondern wie gut sie den Klausurtext (o.ä.) verstehen und damit sinnvoll arbeiten können. (Da ist das Verstehen der Aufgabe im Schwierigkeitsgrad doch wesentlich niedriger...)
- Ich muss die "Ergüsse" nachher lesen - und bei einer missverstandenen Aufgabe herauspicken, was vielleicht doch noch passt (Aufgabe erläutern = Arbeitserleichterung für mich...)
- Natürlich bin ich von mir selbst überzeugt... Aber: Wer garantiert mir, dass meine "geniale" Aufgabenstellung tatsächlich so genial formuliert ist? Vielleicht liegt das Problem ja gar nicht auf Seiten der Schüler...