Beiträge von Djino

    Pedalritterin, du hast völlig recht...
    Noch interessanter wird die Argumentation bei Facharbeiten, die ja mittlerweile in vielen Bundesländern (wieder) - als langfristige Hausaufgabe - geschrieben werden und einen großen Anteil an den Noten ausmachen...

    Es ist vielleicht auch nicht so sehr die "soziale" Komponente die Begründung - denn ob sich ein Schüler für viel Geld einen Ghostwriter hält, oder ob er einen "genialen" Aufsatz kostenlos aus dem Internet kopiert hat, kann ich während des laufenden Unterrichts nicht unbedingt unterscheiden (wobei das in den Fremdsprachen doch sehr schnell sehr auffällig wird - - - und in Deutsch hatte ich auch schon einen Schüler, der sein Referat nicht ablesen konnte, da das Halten des selbigen das erste Mal war, dass er es überhaupt gelesen hatte...).

    Grundsätzlich ist die hinter dem Verbot stehende Begründung für mich nachvollziehbar, schon allein weil ich bei einigen Schülern weiß, wer seit Jahren die Hausaufgaben und Referate macht... es ist eher den ehrlichen Schülern, die sich bemühen (und ich hoffe, dass dies die Mehrheit aller Schüler ist...), gegenüber nicht fair.

    Insofern sage ich meinen Schülern immer, dass alles, was im Unterricht passiert, irgendwie in die Note mit einfließt - ich weigere mich jedoch, für jedes bisschen eine Note anzusagen. Das erleichtert auch ein wenig die Arbeit und nimmt vielleicht ein wenig den "Notendruck".

    PS: Schüler können natürlich jederzeit Hausaufgaben abgeben - jedoch nicht zur Benotung, sondern, um ein Feedback zur Arbeit zu bekommen, um sich also zu verbessern (oder zu hören, dass sie bereits sehr gut sind).

    In NDS dürfen Hausaufgaben auch nicht (positiv oder negativ) benotet werden.

    Aber:
    Wenn HAs die Vorbereitung für die nächste Stunde sind, bedeuten nicht gemachte Hausaufgaben, dass Schüler in diesen Stunden - oder in einem bestimmten Teil dieser Stunden (z.B. 50%) - nicht aktiv / sinnvoll am Unterricht teilnehmen. Somit erhalten sie nicht etwa eine "6" für die nicht gemachte Hausaufgabe, sondern eine "6" für die nicht vorhandene Mitarbeit...

    Sucht man nach einer "rechnerischen" Möglichkeit, könnte man vielleicht den entsprechenden Anteil an den einzelnen Stunden abschätzen (ich hoffe, ich drücke mich halbwegs verständlich aus...) und entsprechend "Abzüge" an der eigentlichen Note vornehmen...

    Zitat

    Es würde mir aber ein bißchen komisch vorkommen, als Franzose, Französisch in Berlin zu studieren


    Na ja, das Französischstudium dient ja nicht dazu, die Sprache zu erlernen. Stattdessen ist es (je nach Uni) ein Mix aus Literaturwissenschaft und diachroner sowie synchroner Sprachwissenschaft. Zudem hier und da noch ein wenig Fachdidaktik und Landeskunde.

    Für dich käme eher erschwerend hinzu, dass es deine Muttersprache ist...
    Denn: Nur weil man eine Sprache spricht, heißt es nicht, dass man weiß, wo jemand, der die Sprache als Fremdsprache erlernt, Schwierigkeiten haben wird. (Schließlich studieren viele Deutsch-Muttersprachler auch jahrelang "Deutsch als Fremdsprache"...)

    Hallo,

    viel gibt es im Internet wohl wirklich nicht. Du könntest mal in diese Linksammlung schauen: http://www.deutschstunden.de/Links/Englisch/Reading .
    Insbesondere hier: http://www.teatime-mag.com/ und hier: http://www.spoton.de/ (vielleicht auch eher in der "Offline-Version"...) könntest du fündig werden.
    Ansonsten (wieder offline) haben die Verlage teilweise Lektüren im Angebot, die eher Sachtexte sind (z.B. Langenscheidt oder Penguin).

    Vielleicht schaust du sonst noch in andere Lehrwerke, dort finden sich sicherlich auch Texte, die im sprachlichen Niveau angemessen sind.

    (Eine Überlegung am Rande: Man muss sich auch fragen, was demotivierender ist: Ein mehr oder weniger langweiliger Text im Lehrwerk, der aber von den Schülern grundsätzlich verstanden werden kann - - - oder ein Text "irgendwo her", der sprachlich überfordert...)

    Zitat

    Beim Thema "Handy" bin ich hin- und hergerissen.


    Ich auch, würde es aber klar von der Altersstufe abhängig machen. Um's kurz zu fassen: Je jünger desto weniger Handy.

    Grund:
    Der Heimwehfaktor ist bei den "Jüngsten" (bei mir: Klasse 5) sehr hoch (hatte auf der letzten Klassenfahrt nur einen Schüler, der aufgrund von gesundheitlichen Problemen das Handy mitnehmen sollte... nach der ersten Nacht rief mich die Mutter an und bat darum, dass ich dem Kind unbedingt das Handy abnehmen solle...
    Bei den etwas Älteren (so Klasse 7) wird so mancher Unsinn damit getrieben (abhängig von der Klasse). Spätestens, wenn jemand nachts eine SMS bekommt mit der Nachricht, dass die Eltern ermordet worden seien und nur noch Ruhe in die Gruppe zu bekommen ist, indem man die Polizei im Heimatort hinzubittet (denn: die Eltern gehen mitten in der Nacht natürlich nicht ans Telefon), dann waren die Schüler wohl noch nicht reif dazu, mit ihrem Handy allein gelassen zu werden.
    (Und wenn nach der ersten Nacht die Handys alle eingezogen werden, die Schüler sich verabreden, den Wecker im Viertelstunden-Takt zu stellen, um ihre Lehrer wachzuhalten - so berichtet von der Jugendherbergsleitung von unserer "Vorgängergruppe - dann wäre das für mich der Moment, an dem ich sage, dass die Fahrt leider abgebrochen werden muss, da eine Aufsicht (nach durchwachter Nacht) nicht mehr möglich ist...)

    Aber: Bei den "oberen" Klassenstufen würde ich zustimmen. So ein Handy hat auch Vorteile... (man muss sich nur der Gefahren bewusst sein).

    Zitat

    Für jedes Kind so eine Reiserücktrittsversicherung ist doch sicher sehr teuer,


    "Standardangebote" liegen bei rund 3 Euro pro Kind - das Angebot der Jugendherbergen, das man nur abschließen kann, wenn man in eine DJH fährt, liegt deutlich darunter. Deshalb: Wende dich an deine JH. Und "deinen Eltern" sollte das auch nicht zu teuer sein, denn im "Ernstfall" spart ihnen dies viel Geld.

    Hallo,

    das Wichtigste zuerst: Hier gibt es Vorlagen für die Organisation von Klassenfahrten. Du kannst sie als Word-Dateien herunterladen und deinen Bedürfnissen anpassen.

    Ansonsten:
    - Lasse Verträge von deiner Schulleitung unterschreiben.
    - Schließe für alle Kinder eine Reiserücktritt-Versicherung ab (die Jugendherbegen haben ein spezielles, sehr günstiges Partnerangebot. Falls sie es dir noch nicht mitgeschickt haben, sprich sie noch einmal an).
    - Erfahrungsgemäß fährst du wesentlich ruhiger, wenn die Kinder keine Handys mitnehmen (Absprache mit den Eltern notwendig...). (Ist übrigens auch wesentlich stressfreier für die Eltern, wenn sie nicht life dabei sind, wenn die falsche Marmelade auf dem Frühstückstisch steht...)
    - Ansonsten: Die Frage nach Klassenfahrten kam hier im Forum schon mehrfach. Irgendwo im Archiv müsste sich noch so mancher Tipp finden lassen..

    Hier die versprochenen Fotos:
    Wie man sieht, hat sich "mein Wichtel" was richtig Schönes ausgedacht (ja, ihr dürft neidisch werden ;) )

    Gedicht: [Blockierte Grafik: http://img443.imageshack.us/img443/5105/geruechtevomweihnachtsm.th.jpg] und Geschenke: [Blockierte Grafik: http://img84.imageshack.us/img84/3551/engelteekekskerzevogel.th.jpg] (wenn man draufklickt kommt man zu Image-Shack für größere Bilder...)

    Noch einmal ein herzliches Dankeschön an alle (hat Spaß gemacht)
    und ein noch herzlicheres Danke an meinen Wichtel für die tollen Ideen!

    (PS: Wenn ich so nachdenke... das letzte Mal, dass ich gechattet hatte, war wohl 1995... ich glaub, ich bin alt...)

    Da dies in den Bundesländern unterschiedlich geregelt ist, teils auch von den Stellen oder den Fächerkombinationen abhängig ist: Schau mal in diese Linksammlung, dort sind Verweise zu den einzelnen Informationsseiten der Länder.

    Eine Ausbildungsschule kann evtl. ihren Stellenbedarf entsprechend planen, um einen Referendar zu übernehmen. Dazu muss sie aber erst einmal überhaupt eine Stelle zugewiesen bekommen. Und der Bedarf darf in anderen Fächern nicht wesentlich dringender sein. Es kann also passieren, dass die Schule mit den Leistungen, dem Engagement eines Referendars sehr zufrieden ist, grundsätzlich den Referendar mit seiner Fächerkombination auch gebrauchen könnte, aber durch andere zwingende Gründe keine Möglichkeit hat, diesen zu übernehmen.

    Nicht vergessen: Die Rahmenrichtlinien gelten immer noch. Man sollte also nicht nur einfach das machen, was in den Abiturvorgaben steht. Ebenso müssen alle anderen Pflichtbereiche abgedeckt werden.
    In Englisch (auf erhöhtem Anforderungsniveau) wäre dies z.B. Shakespeare. Ist dieses nicht erledigt durch Pflichtlektüre, muss es also "so" gemacht werden. (Und da die Ersteller der Aufgabenvorschläge davon ausgehen können, dass wir die Curricularen Vorgaben eingehalten haben, gibt es vielleicht im Abi auch mal einen Text von / über / mit Bezug zu Shakespeare.)
    Vielleicht ist es in Französisch ähnlich?

    Ich meine schon gelesen zu haben, dass man dies anonym tun könnte. Ebenfalls meine ich in dem Zusammenhang gelesen zu haben, dass anonyme Dienstaufsichtsbeschwerden weniger Aussicht auf Erfolg haben. Aber ich bin mir bei beiden Punkten nicht sicher.

    Falls du / ihr organisiert (GEW, Philologenverband, ...) seid, fragt nach, ob ihr entsprechend eine Rechtsberatung bekommen könnt.

    Falls euer schuleigener Personalrat nicht möchte (fragt ihn aber erst einmal, vielleicht tut er es ja doch - schließlich kann man die Beschwerde so formulieren, dass klar ist, dass der Personalrat dies stellvertretend für das Kollegium tut) - also, falls euer PR nicht will, schaut, ob ihr mit dem übergeordneten Personalrat (Bezirkspersonalrat, Hauptpersonalrat o.ä.) zusammenarbeitet. Es wäre sowieso sinnvoll, wenn der von dem Verfahren weiß und das ganze (kritisch / aufmerksam) in der Behörde beobachtet / verfolgt.

    Ansonsten: Es leidet doch auch die Unterrichtsqualität / Unterrichtsversorgung. Vielleicht habt ihr aktive Elternvertreter, mit denen man sinnvoll zusammenarbeiten kann...

    Wenn es denn wirklich so sehr "brennt", die Schulleitung dicht macht, der Personalrat nicht weiterkommt & ihr den begründeten Verdacht habt, dass die Schulleitung nicht bestimmungsgemäß arbeitet: Wie wär's mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde?
    (Alle anderen Möglichkeiten zur internen Regelung / Nachfrage habt ihr ausgeschöpft, dann muss eben jemand "von oben" mal kritisch nachforschen...)

    Das ist wohl wie viele andere Dinge auch bundeslandabhängig, sollte aber immer ungefähr gleich sein:
    Du kannst grundsätzlich jederzeit um Entlassung bitten - musst aber schon einen richtig guten Grund haben, wenn du mitten im Schulhalbjahr gehen willst. Üblicherweise würdest du so etwas zum Ende des Halbjahres oder des Schuljahres tun.
    Diese Bitte ist eigentlich an keine Frist gebunden (zumindest in NDS) - es gibt also z.B. keine 3-monatige Kündigungsfrist. Jedoch muss deine Bitte um Entlassung so früh eingehen, dass die Schule Gelegenheit hat, die Unterrichtsversorgung im nächsten Halbjahr sicherzustellen.
    Mit der Entlassung gibst du - je nach Umständen - natürlich auch Pensionsansprüche auf. Das sollte man evtl. mit bedenken. Manchmal ist es vielleicht möglich, um eine Beurlaubung zu bitten (geht in Ausnahmefällen auch schon während der Probezeit). Willst du während der Beurlaubung Geld verdienen, brauchst du noch eine Sondergenehmigung.

    Ob du später noch einmal verbeamtet wirst, hängt auch dort wieder von der Situation ab. Bei einem völlig anderem Berufsbild (etwa: Verwaltungsbeamtin) sollte das eigentlich kein Problem sein. Ob's wirklich klappt, siehst du dann, wenn's soweit ist...

    Ich kann deine Situation gut nachvollziehen:
    In meinem Referandariat (Großstadt, "Problembezirk") hatte ich zunächst hospitiert - "aber bitte nicht in den 8. Klassen - dort haben die Kollegen schon ohne Referendare genug Probleme, die Schüler unter Kontrolle zu halten" [Aussage der Schulleitung zu Beginn des Referendariats] - nach den Sommerferien eigenverantwortlicher Unterricht in .... einer 9. Klasse...

    Nach zwei Wochen "eigenem" Unterricht war ich bereit zum "Hinschmeißen". Habe mich aber dann dagegen entschieden (Kündigung war schon aufgesetzt).
    Meine Überlegung war: Warum soll eine "Bande" 15-Jähriger über meinen Beruf, mein zukünftiges Leben entscheiden? Habe mich also "durchgebissen". An der Schule gab es in jeder Gesamtkonferenz Schulverweisverfahren, eines habe ich (als Referendarin) selbst in Gang gesetzt; Schüler haben gemeint, sich mit bezahlten Schlägern gegen Kollegen "zur Wehr" setzen zu können, jeden Montagmorgen stellte sich für mich die Frage, ob wieder einmal die Polizei im Hause war, ob der Unterricht überhaupt stattfinden könnte (Gebäude war regelmäßig unter Wasser gesetzt, Türen und Fenster eingeschlagen,...) , ...

    Erschwerend kam hinzu ein Seminarleiter, der sich auf seinen Stuhl geklagt hatte und ihn nur kommisarisch inne hatte (seit fast zwei Jahren - in denen er sich mehrere Anzeigen wegen sexueller Belästigungen "eingefangen" hatte - an seiner Bewertungspraxis (und seinem Verhalten im Seminar) konnte man ablesen, wer seinem Frauentyp entsprach...). Nachdem er mit uns fertig war (oder wir mit ihm...) hat er dann aufgegeben und wollte an seine alte Schule zurück... die dankend abgelehnt hat...

    Vor meinem zweiten Staatsexamen habe ich mich dann ausführlich durch einen Anwalt beraten lassen...

    Nun ja, ich habe mich durchgebissen, das Ref war *** [zensiert], die Note wirklich nicht berauschend. Heute bin ich in einer anderen Stadt, einem anderen Bundesland, werde von Schulleitung und Kollegen sehr geschätzt (man merkt es z.B. an der Menge der zusätzlichen Aufgaben, die man so bekommt...) - und kein Hahn kräht mehr nach dem, was mal im Referendariat los war...
    Stattdessen stimmt jeder frischgebackene "Ex-Referendar" zu bei einem Spruch wie "Lieber zwei volle Stellen als noch einmal Referendariat" - denn man kommt zwar kaum noch zum Schlafen, die ersten drei Jahre nach dem Ref sind absolut anstrengend, aber dennoch erholsam zum Referendariat (das eigentlich nur ein Belastungstest ist...).

    Insofern: Überleg es dir, ob du wirklich aufgeben willst. Es ist äußerst hart. Vielleicht kannst du Hilfe oder moralische Unterstütung bekommen über GEW / Personalvertretung etc.
    Du schreibst, du warst zu Beginn äußerst motiviert. Überprüfe deine Ansprüche an dich selbst. Sieh Schule / das Referendariat eher als Job/ Beruf, nicht als Berufung. Das ist zwar ein wenig Desillusionierung; aber auch Abstand, der dir gut tun wird, damit du dich nicht so sehr persönlich angegriffen fühlst.
    (Aber es wird garantiert besser nach Abschluss des Referendariats. Man hat zwar Schüler und ab und zu auch Eltern, die ziemlich "stressen", aber es gibt keine Seminarleiter mehr und nur noch äußerst selten die Schulleitung, die vorbeikommen und Unterrichtsentwürfe verlangen...)

    Hallo,

    in deinem "Fall" würde ich die Elternvertreter anrufen, kurz die Klassenfahrt durchsprechen (Ziel, Zeitraum, Kosten, ...), dann in einem Elternbrief alle Eltern der Klasse über die wichtigsten Daten informieren und um (schriftliche) Zustimmung bitten. Zudem könntest du zu einem Elternabend einladen und im Einladungs-/ Informationsschreiben darauf hinweisen, dass gefasste Beschlüsse für alle bindend sind, auch wenn ein Elternteil leider nicht teilnehmen kann.
    Sollte es trotzdem zu dem einen oder anderen "Ausfall" kommen: Die Jugendherbergen erlauben einen bestimmten Prozentsatz Abweichung von der ursprünglich gemeldeten Anzahl (ohen weitere "Ausfallkosten").

    Formulare, Elternbriefe etc. findest du übrigens unter: http://www.deutschstunden.de/Lehrer/Klassenfahrten/index.html

    Ihr könntet eure Schule beim http://www.partnerschulnetz.de/ und bei http://www.globalgateway.org/ registrieren und dort selber nach Partnern suchen.
    Da aber alle Welt einen Austausch mit GB und USA sucht, das Fremdsprachenlernen (und insbesondere Deutsch als schwierige Sprache) in diesen Ländern nicht mehr so weit verbreitet ist, ist es nicht einfach, eine Austauschschule zu finden...
    Vielleicht wäre es eine Alternative, einen Austausch zu organisieren mit einer Schule in einem ganz anderen Land und Englisch als "vehicular language" zu verwenden.
    Viel Glück!

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