Beiträge von Meike.

    Ich war nur entweder richtig sehr gut oder richtig sehr schlecht. Also meine Noten waren fast durchgehend entweder 1 oder 5 - zum Glück mehr 1 als 5 (die letzteren habe ich dann zum Jahresende immer in 4er umgewandelt). In den Fächern, die mich interessierten (alles Sprachliche und Geisteswissenschafttliche und Kunst) war ich sehr angenehm und engagiert - und in den Naturwissenschaften und Mathe habe ich friedlich vor mich hingepennt, Zettel geschrieben und / oder Bücher gelesen. In der Phase von 15 bis 17 hatte ich auch noch ganz vehemente politische und ethische Meinungen, die ich unbedingt an denn Mann/die Frau/den Lehrer zu bringen müssen meinte, nicht immer waren die von Fachwissen untermauert. Meine Eltern können auch noch ein Lied davon singen. Ich glaube, das war ziemlich nervig.
    Ich bin - das muss ich mir anrechnen - aber auch nie zu den Lehrern, bei denen ich faul&nervig war, hingegangen und habe versucht, da mehr rauszuschinden, als ich geleistet hatte. Immerhin.

    Wenn ich heute meine Steuererklärung mache oder mich mit unserer Hausfinanzierung beschäftigen muss, dann bereue ich das einseitige Lernen bitter. Aber das hat mir damals schon mein Papa und alle meine Lehrer gesagt und ich erzähle desgleichen heute den selektiv arbeitenden Schülern, die ich habe - und es stimmt immer noch und immer wieder, aber es wird vermutlich trotzdem immer wieder unbeachtet bleiben. So sind wir Menschen halt in der Pubertät und auch danach noch lange... (is ja nich so, dass ich mich heute hinsetzen und das Mathebuch durcharbeiten würde, auch wenn das intellektuell durchaus zu bewältigen wäre.) :)

    Das, was mich selbst begeistert, anderen zu erklären, habe ich schon immer gerne gemacht, sogar als ganz kleines Kind. Vielleicht erwuchs daraus ein Berufswunsch - allerdings war ich erst jahrelang selbstständig, weil mir das Schulsystem unheimlich war. Ist es übrigens immer noch.

    Ich bin sehr vorsichtig, was Aussagen über "die Schüler" angeht. "Die Schüler" wurden vor 2000 Jahren, laut der ollen Römer und Griechen, schon immer frecher. Das müsste, wenn es linear bis heute angestiegen wäre, ja bereits zu Monstern geführt haben, die selbst Edgar Allan P. nicht mehr beschreiben könnte.

    Ich erlebe meine Oberstufenkurse alle als sehr angenehm. Anfängliche Eintrittsschwierigkeiten in das selbstständigere Arbeiten einzelner (!) - und meistens sind es ja nur sehr wenige, die wirklich stören - behebe ich fast ausschließlich durch eingehende Einzelgespräche. In denen ich nicht doziere, sondern viel frage: "Ich versuche gerade, Sie zu verstehen. Sie haben sich bei uns angemeldet, weil Sie ein Abitur haben wollen. Nun beobachte ich Ihr Verhalten so-und-so. Können Sie mir bitte erklären, wie das mit Ihrem Zielvorhaben zusammen geht? Was erwarten Sie von dieser Schule? Was sind Sie bereit, für Ihre Ziele zu tun? etc". Dabei kann ich sehr beharrlich sein. Und so ein Gespräch dauert. Und ist anstrengend. Wirkt in 80 % der Fälle. Nachhaltig.
    Für die restlichen 20% gibt es andere Methoden (z.B. Gespräche in Anwesenheit der Schulleitung und/oder der Eltern), die aber ebenfalls mit einer Möglichkeit zur Reflexion verbunden sind. Das ist auch in der Mittelstufe möglich und anwendbar.

    Alls Schnellschüsse und alle Maßnahmen, die nicht wirklich ein Nachdenken des Schülers erfordern wirken meist nur sehr kurzfristig.

    Ein sehr bestimmtes und gleichzeitig den Schülern gegeüber respektvolles Auftreten und nonverbales Kommunizieren gehört dazu. Was man unsicher vertritt, wird nicht sehr ernst genommen. Übertriebenes Platzgehirsche(tm) wird nicht ernst genommen. Schüler können im Schnitt Lehrer sehr gut einschätzen. Brüllen zeigt Hilflosigkeit, inkonsequentes und punktuell eingesetztes Strafen ohne Reflexion erzeugt Trotz und nicht Verständnis.

    Zitat

    Außerdem möchte ich an dieser Stelle den Thread mit den Floskelsätzen eröffnen, deren Gebrauch erst nach einer Stunde reiflicher Überlegung, ob ein weiteres Wiederholen dieses Satzes wirklich nötig ist, erlaubt sein sollte.

    1. In der Wirtschaft wäre das undenkbar.
    2. So sieht die Realität nun mal aus.
    3. Die Zeiten sind eben rau.

    :D LOL!

    Es gibt Studien darüber, dass die Aufmerksamkeit eines Schülers bei Frontalunterricht maximal 20 Minuten zu halten ist (´bei den schwächeren natürlich weniger).

    Viel wichtiger ist aber etwas anderes: im Frontalunterricht geht es nur um Wissen. Xzig andere Kompetenzen, die es inzwischen auch lehrplanmäßig zu vermitteln gilt, werden dadurch nicht trainiert: von sozial-affektiven Kompetenzen, bis zu eigenständigen Problemlösungsstrategien und eigenständiger Organisation - letztere zwei unendlich wichtig im Studium.
    Natürlich mus sman - wie bei allem im Unterricht - die Schüler langsam dahin führen, dass sie das können und natürlich hängt das von der Vorbereitung des Lehrers ab.

    Zitat

    2.3.5 Zusammenfassende Einschätzung zum Forschungsstand
    Während die britischen und amerikanischen Studien feststellten, dass die kognitiven Fähig-keiten stärker im traditionellen Unterricht gefördert werden und die sozialen Kompetenzenim offenen Unterricht besser entwickelt werden, belegt die Studie von Hilgendorf, dass imTempelhofer Projekt der Lernzuwachs im offenen Unterricht genauso groß ist wie im leh-rerzentrierten Unterricht. Er macht dafür das ausgeprägte LehrerInnen-Engagement in denProjektklassen verantwortlich. Auch die britische Bennett-Studie führt ein Beispiel an, beidem der Wissenszuwachs im informellen Unterricht größer war als im formellen, weil dieLehrerin den informellen Unterricht gut strukturierte. Naujok stellt in einer qualitativenStudie fest, dass Wochenplan-Arbeit die Kooperationsfähigkeit der SchülerInnen fördert,selbst wenn er hauptsächlich aus Einzelarbeitsaufgaben besteht.Die Effektivität des offenen Unterrichts in Bezug auf den Lernerfolg steigt mit einer gutenVorbereitung und Strukturierung dieses Unterrichts.


    sundoc.bibliothek.uni-halle.de/diss-online/07/07H052/t4.pdf

    Ich arbeite seit Jahren mit offenen Unterrichtsformen und zwar überwiegend - meine Lernerfolge im Wissensbereich sind wie bei den anderen Kollegen auch - zusätzlich teilen mir Kollegen und Referendare, die meine Klassen / Kurse kennen lernen, aber auch imer wieder mit, dass die Selbstverantwortumg, Arbeitsorganisation und problemlösende Eigenständigkeit besonders hoch ist. Präsentationen, Referate, kleine Unterrichtseinheiten selber halten können meine nach einer Weile aus dem FF, und das hat ggf. einen Einfluss u.a. auf die Qualität der mündlichen Prüfungen etc.

    Im Übrigen: nur gruppenarbeitsungeübte Schüler beschweren sich. Das sagt auch was über die Arbeitsweise der restlichen Kollegen aus.... Achja - und dann beschweren sich die eher arbeitsunwiligen ... freie Arbeitsformen sind nämlich anstrengender als Dösen im Frontalunterricht :)

    Und Außerdem: es gibt noch viele weitere freie / offenen Unterrichtsformen als nur die Gruppenarbeit. Manche davon sind für bestimmte Denkvorgänge effizienter.

    Lieber Gruß
    Meike

    Zitat

    Mutter erzählt: "Ja, es ist ja schön, dass es meiner Tochter hier so gut gefällt. Und klasse, dass sie hier auf dem Gymnasium so gut mitkommt. ..."
    Meine Kollegin hat sie dann darüber aufgeklärt, dass wir eine Realschule seien.

    NEE, oder?? 8o ;( :D 8o ?( ;( :D 8o

    Animagus, sehr guter Beitrag! Danke! :)

    Was mich immer ein bisschen beruhigt: in anderen Ländern merken sie ja meist früher was, und derzeit sind Studien im Umlauf, die den Beruf des Lehrers als einen der komplexesten überhaupt ranken, und Lehrern insgesamt eine hohe Belastungsfähigeit und Kompetenz bescheinigen. In der Liste der skills, die Berufstätige alle auf einmal haben müssen, gibt es kaum einen so hoch angesiedelten Beruf wie den des Lehrers:

    Diese sind als die "basic skills" für Lehrer genannt, die im Alltag (ohne besondere Aufgaben in der Schulentwicklung oder schwierigen Klassen / Gegenden etc) umgesetzt werden müssen - simultan. Der Belastungsfaktor ist im Schnitt / auf Dauer höher als bei Piloten oder Operateuren.

    Die Evaluation besagt, dass die Berufsgruppe der Lehrer das alles besonders dauerhaft umsetzen kann.

    Ich setz demnächst mal den Link hier rein, bis dato finde ich nur die Auszüge, die ich mir auf den PC kopiert habe (waren Xzig Seiten).

    Früher oder später raffen die in Deutschland auch mal was - dann noch 20 Jährchen warten, bis es in den Kpofen von Otto Normal und seiner Frau angelangt ist ... und die überübernächste Lehrergeneration steht vermutlich einem anderen Bild gegenüber.

    Naja, Animagus, das hilft uns beiden dann nix mehr, aber man kann ja nicht alles haben... :) :)

    Meike

    Es gibt in jedem Schulamtsbezirk einen Schwerbehindertenbeauftragten, der weiß die Antwort auf solche Fragen. Wenn du ihn bei dir nicht ausfindig machen kannst, kann ich unseren mal fragen, denn der ist zufällig an meiner Schule - das aber nur, wenn gar nix geht bei dir, denn unseren zu erjagen ist nicht ganz einfach: immer im Stress ... :)

    Finger weg von Hessen! Hier spinnen alle - und die Ausbildung ist das eckigste aller unrunden Räder, die wir derzeit haben (und wir haben viele von g8 über Uplus!!).

    Bei mir geben sich die Refs ja nun wirklich die Klinke in die Hand, ich kriege also einiges "live" mit - und das war schon immer nicht die schönste Zeit im Leben, aber derzeit ist es unerträglich.
    Nicht alle Module sind sinnvoll, und viele davon werden von Fachleitern nur angeboten, weil sie nunmal umgestellt wurden von "Ich hab seit Jahren ein Steckenpferd und das kann ich wenigstens halbwegs" auf "Ich muss Modul 12 und 13 machen und da habe ich keine Ahnung von und ich denk nicht dran mich einzuarbeiten, das wär ja noch schöner." Die geballte Unmotiviertheit vieler zwangsmodularisierter Fachleiter führt natürlich zu entsprechendem Echo bei den Referendaren. Die müssen sich alles selbst erarbeiten oder können halt nix.

    Dann haben die Referendare ein soganenntes "workload" - eine bestimmte Anzahl an Stunden und Modulen die sie ableisten müssen. Das wurde so pi-mal-Daumen pauschal berechnet, dummerweise ist die reale Arbeitszeit, die an diesem irgendwie verordneten workload hängt, um etwa ein Drittel höher als die Belastung der Refs in früheren Jahren - und ja, wir haben auch damals schon geschuftet wie die Idioten!

    Kleine Anekdote am Rande: bei der Erstellung des workloads hatte sich das Kultusministerium anfänglich beim Addieren geirrt, so dass für die Refs bei den vorgeschriebenen Modulen und Stunden in der Schule bereits eine 50-Stunden Woche rauskam - ohne Vorbereitung oder häusliche Arbeit wohlgemerkt!! Da hat man sie dann dezent drauf hingewiesen, woraufhin das KuMi erklärte, sie würden diesen Fehler zwar einsehen, aber nicht öffentlich offiziell rückgängig machen (zu peinlich) - "man solle das im Seminar individuell handhaben". Das ist der Stand der Dinge bis heute! Ratet mal wie gut das "individuelle Handhaben" so klappt?

    Richtig geraten.

    Dass das Referendariat aus teils völlig unbrauchbaren Modulen besteht (Das IT-Modul z.B. besteht bei vielen Refs im Lösen des Problems "Wie rufe ich ein Word Dokument auf?" weil das das Niveau ist, auf dem sich der zum IT Modul verdonnerte Fachleiter bewegt), die alle benotet werden, führt (das ist jetzt aber eher für uns Kollegen/Mentoren wichtig) auch dazu, dass auch solche Referendare mit einigermaßen guter Punktzahl rauskommen, von denen das ganze Kollegium sagt: "Um GOTTEs Willen, bitte lass den niiiieeemals Teil des Kollegiums werden - die armen Schüler!!" Fremdprüfer verschlimmern in dem Fall die Situation, weil selbst die krassesten Nasen zwei Stunden fürs Examen so vorbereiten (lassen) können, dass sie halt in Gottes Namen mit 5 Punkten bestehen. Ein paar Monate später haben wir beim Personalrat dann deren Bewerbung vorliegen ... 8o ... und wenn's für das Fach grad niemand anders gibt, dann müssen wir den auch nehmen! 8o

    Für die vielen, vielen guten Refs sind die oben genannten sinnlos und inhaltsfrei-Module dann nicht die Rettung, sondern eine frustrierende, massive zeitliche Belastung, die dazu führt, dass sie ihren eigentlichen Job kaum noch richtig machen können. Und das hat auch wiederum Auswirkung auf die Qualität ihres Tuns und die Zufriedenheit - im schlimmsten Falle auf die Note.


    Ich könn't noch mehr Absurditäten zu dem Thema aus dem Land ohne Regierung erzählen - aber ich denke, die generelle Idee ist klar: Hessen ist nur für die, die mal testen wollen, wie viel Murks sie aushalten können ohne bekloppt zu werden oder einen Nervenzusammenbruch zu kriegen.

    Ich rate zu allem, was drumrum liegt: BaWü, RLP, Hastdunichtgesehnistan - egal...

    :) Lieber Gruß - Meike

    Es gibt auch noch was ernst Gemeintes im Stern:

    http://www.stern.de/politik/deutsc…Cll/585136.html

    Leo Lingua et Opinio - eine meiner Liblingsquellen :D

    Nur haben die die Balanced Score Card noch nicht drin, nach der hessische Schulen demnächst beurteilt werden. Aber da schreib ich bald ne Glosse dazu. You bet!

    Mir geht's wie Nele - das ist mir zu schwammig. Klar nehm ich Rücksicht auf die jeweilige Disposition der Schüler - nicht nur in Temperamentsfragen, was auch immer das sein soll, sondern auch bei bestimmten Charakterzügen, bei Teilleistungsstörungen, bei situations- oder familienbedingten Stimmungslagen ... und so weiter. Ist Teil des Jobprofils.

    Das Eingehen auf das Individuum Schüler findet in so vielen verschiedenen Weisen statt, dass es sich hier kaum in ein paar Sätze fassen lässt. Das kann ganz persönlich sein, oder methodisch, beratend, strukturell , individuell ...

    Was genau willst du wissen? Und warum hat das etwas mit der Fremdsprache zu tun?

    Meinst du methodische Fragen: z.B. dass ich einen Unterricht gestalte, in dem stillere Schüler durch hohe Anteile an Partner- und Gruppenarbeit in relativ geschütztem Umfeld sprechen können ohne sich vor der Gruppe exponieren zu müssen? Oder dass für extrovertiertere oder besonders begabte Schüler auch immer die Möglichkeit des Präsentierens, Rollenspielens, Moderierens etc vorhanden ist?

    Hallo alle,

    ich stelle hier eine Anfrage aus "Schulthemen" bei "allgemein" ein, damit es möglichst viele Kompetente erreicht (bei Primastufe hätte es nicht gepasst, weil es sich um eine Hauptschulklasse handelt, und bei Sek1/2 nicht, weil es sich um ein "Grundschulstichwort" bzw. Material handelt).

    Ich hoffe, ihr habt vielleicht ein paar Ideen - Antwort hier oder bei Schulthemen: http://www.schulthemen.de/viewtopic.php?p=7850#7850

    "Meine" Eltern haben meine Telefonnummer und wissen, dass ich selten vor 17 Uhr aus der Oberstufe wieder da bin - und dass ich nach 21 Uhr meist nicht mehr rangehe. In diesem Zeitfenster kann man mich aber anrufen und auch gut erreichen, denn da bin ich eh am Schreibtisch oder nicht weit davon. Per mail bin ich auch erreichbar und antworte gewöhnlich innerhalb desselben Tages. Ausgenutzt haben das bisher nur seltenste Exemplare - aber auch nicht ewig lang, nach ein paar deutlichen Klarstellungen. Die meisten Eltern äußern sich positiv über meine Erreichbarkeit - nur oben genannte wenige Exemplare finden es reicht noch nicht: da waren z.B. zwei Mütter dabei, die haben mich und andere Mitmenschen um 23.30 oder 24 Uhr angerufen um nach Kleinigkeiten für nächste Woche oer Hausuafgaben zu fragen: auch die anderen Eltern fanden die mehr als hammerpenetrant. Genau wie den Vater, der einen per mail zugespammt hat, mit Werbung aus seiner Firma und Berichten und Fotos über seine privaten Hobbies und seine Urlaube 8o Wollt' echt keiner wissen.
    Nach 22 Uhr würde ich mich nicht trauen jemanden anzurufen 8o - das empfinde ich ja auch bei mir selbst als... eher spät.
    Und auf die Idee mir das bezahlen zu lassen, bin ich auch noch nicht gekommen.... aber jetzt wo ich drüber nachdenk: da kommt ganz schön wa szusammen. Wär mal ne Maßnahme :) .

    Zitat

    Die Kollegen aus dem Seminar sind schon alle wild am basteln. Ich werd wahnsinnig :D

    Ich denke das ist genau das Problem. Warum basteln allen Ernstes Xzig vollständig erwachsene Akademiker Figürchen um ihre Lehrerpersönlichkeit oder den Stand der Ausbildung damit aufs Albernste zu präsentieren? Warum macht man geschlossen so einen Kikifax mit, anstatt sich ein einziges Mal zusammenzusetzen, zu beschließen, dass man das bleiben lässt - und eben jenes dem betreffenden Infantilen, der das eingefordert hat, geschlossen mitzuteilen? Nein, er kann nicht allen dewegen eine schlechte Note geben! Und wird es auch nicht.

    Natürlich ist man im Referendariat abhängig. Aber wenn man bis hin zur Unkenntlichkeit jeden Scheiß mitmacht, muss man sich auch im Klaren darüber sein, dass man eben jenen Scheiß für die folgenden Generationen als "ist halt so" zu zementieren hilft.

    Zitat

    Wenn du hier den Begriff "Bücherverbrennung" verwendest, setzt du das Aussortieren alter Bücher mit dem gleich, was historisch WIRKLICH mit diesem Begriff zusammenhängt. Mir ist der Zusammenhang sehr wohl geläufig und ich finde den Begriff hier fehl am Platz.

    Das sehe ich aber auch so! Mit der systematischen faschistischen Vernichtung von "undeutschem" und "nichtarischem" Kulturgut durch eine der grausigsten Ansammlungen von Gehirngewaschenen, die es jemals in der Gechichte gegeben hat, hat dieses hier, wie bedauerlich es auch immer sein mag, nix zu tun und solch ein Vergleich lässt das grässliche Ereignis 1933 in einem verharmlosenden Licht dastehen.

    Versteh ich nicht. Die Fragen machen doch nur Sinn, wenn man den burnout schon hat? Oder seh ich das falsch? Macht doch keinen Sinn, wenn die berufszufriedenen und Gesunden da anklicken, dass sie weder Ängste verspüren noch schlecht schlafen, noch sonstwas... ?(?(

    In Hessen haben sie sie Musteraufgaben aus dem Netz genommen, weil sie die über den einen Abiturvorbereitungs - Verlag, ihr wisst schon, rotweiß, lieber sauteuer verkaufen möchten - 8o - vielleicht sind die ja in NRW auch auf den Trichter gekommen, dass man keinesfalls einem Schüler etwas kostenlos gegben soll, was man sich auch von ihm löhnen lassen kann?

    Na, ich hatte sie mir jedenfalls auf dem PC gesichert und verschicke sie jetzt an bedürftige Abiturienten :D ...

    AK: auch die Kopfnoten bewerten nicht die ganze Person, sondern eine temporäre Leistung in einem bestimmten Gebiet. Das kapieren die Schüler schon. Eine schlechte Note im Arbeitsverhalten heißt: du hast dieses Halbjahr weniger ordentlich gearbeitet, als du es kannst. Nicht: du bist ein Schlamper!
    Und eine schlechte Note im Sozialverhalten heißt: du hast dir dieses Halbjahr ein paar Dinge geleistet, die nicht in Ordnung waren. Nicht: Du bist ein rabiater, frecher Mistkerl!

    Das erkläre ich den Kindern so und das kapieren sie auch.

    Ich kann doch nicht jede Stunde, die ich halte, doppelt vorbereiten - einmal als Unterrichtskonzept und einmal als Uplusmaterial.

    Wenn du sld Uplus am Lehrplan weiterarbeiten willst, musst du den Lehrplan selbst kennen und das Material dazu selbst finden. Für die paar Euro ist das natürlich ein ziemlicher Auftrag ...
    Du kannst natürlich die Klasse fragen, wo sie gerade sind und das Thema dann vertiefen. Vorausgesetzt du kannst gut improvisieren - jedenfalls wenn du morgens den Anruf kriegst und die klasse zum ersten Mal betrittst. Die zweite Stunde kannst du schon vorbereiten. Es gibt ja ein Lehrbuch.

    Kranke Lehrer anzurufen und zu fragen, was man machen soll, kommt auch nicht so gut.

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