In letzter Zeit...ne.
Aber vor 13 Jahren war meine Taktik ziemlich erfolgreich. In Stichworten, weil ich gleich ins Bett muss 
- Aufgaben der letzten Jahre besorgen und analysieren: welche Themenbereiche werden gern gefragt, was wird verlangt...usw. (vor allem: was wurde letztes Mal gefragt - das kommt nicht mehr dran
)
NDL
- alle Epochen in Grundzügen lernen und beherrschen und ansatzweise verstehen (Grundgedanken, Vertreter, Werke)
- Methodisches Grundwissen und Methoden lernen (wie wird ein Gedicht analysiert, wie ein Drama....)
- Mal nachblättern, welche Jahrestage sich derzeit anbieten (als ich Examen machte, gabs den 300. Geburtstag Heines)
Das alles führte bei mir zu dem schönen Thema: "Stellen sie die Stellung der Lyrik Heinrich Heines zwischen Romantik und Vormärz dar." Und ich habe eine brutal gute Arbeit geschrieben.
Gut, durch Zufall war ich in einem Heine-Hauptseminar gewesen und Hein ist einfach mein Dichter Nr.1...
Und ich kann heute noch in meinem Fach wichtig daher reden...
Sprawi
- habe ich ehrlich verdrängt. Bestand damals hauptsächlich aus Satzanalyse / Valenzgrammatik. War damals heikel, aber machbar. Heute wird wahrscheinlich was andres aktuell sein.
Grundsätzlich:
Die gute Vorbereitung für NDL hat mir auch in Didaktik geholfen. Ich habe wenig auf DIE Vertreter der Didaktik gegeben. Habe halt das theoretische Zeug gelernt, was so generell im Umlauf war. Geschrieben habe ich dann über Goethe und Schiller und wie man sie im Unterricht einführen kann. Und habe keinen Beisbart/Mahrenbach zitiert.
Gelernt habe ich in der Endphase täglich von Mo bis Sa, nie mehr als 4 Stunden am Tag. Musste noch arbeiten nebenbei. Habe natürlich alles gelernt, aber das, was mich interessierte, häufiger. Normalerweise aber am Tag nicht mehr als zwei Gebiete.
6 Monate reichen. 9 wären schön. Ich hatte Lerngruppen für die Epochen. Das Durchsprechen der einzelnen Phasen war gut, weil sich dadurch einfach Lücken schlossen. Jeder hielt ein Referat über eine Epoche.
Satzanalyse habe ich zu zweit mit einer Bekannten gelernt.
Hauptsächlich aber allein, daheim. Am schlimmsten sind nämlich die, die dich mit dem Standardsatz begrüßen: "Waaaas, du hast noch nicht den XY-Aufsatz gelesen.....?" Oder: "Ja, ich war gestern wieder 6 Stunden in der Bib...."
Die am besten meiden.
Ich persönlich fand übrigens die Mündlichen am schwersten - da habe ich auch schlecht abgeschnitten, weil z.B. die dämlichen Zweitprüfer - alles doofe Lehrer - immer so doofe Fragen gestellt haben. Mittlerweile habe ich selber geprüft...:D. Außerdem konnte man da so viel absprechen wie man wollte - irgendwie kams immer anders.
Gruß und viel Glück. Das beste Rezept ist: ruhig zu bleiben.
H.
PS: Nunja,
solltest du deine Prüfungen in Erlangen ablegen und in der Mündlichen Tingel-Tangel-Bob den Raum betreten...dann bist du am Arsch :D:D:D:D:D...dann bin ich das. Und ich denke, egal, was du abgesprochen hast, meine Frage wird lauten: "Nun, Herr Andone, das klingt alles gut, was sie hier erzählen - aber wie wollen sie das im Unterricht umsetzen? Skizzieren sie doch mal eben einen Unterrichtsgang dazu."
Diese Frage hat mich damals schon in den Wahnsinn getrieben ;).