Beiträge von Hawkeye

    yiiiihaaaaa bullenreiten,

    ich dachte, bei so einem thread beginn gäbe es weniger diskussionen...aber...

    ich komm aus einem bundesland, in dem man hausaufgaben nicht benoten darf - ob ich das nun toll finde oder nicht, ist wurst.

    ich finde es aber sinnig, weil dies sonst zu sehr als ein disziplinierungsmittel eingesetzt wird - ja ich weiß, nicht bei euch---aber wie oft habe ich folgendes gehört: "ich brauche noch ne note bei dem schüler, also gibt er mir sein heft und benote das."

    Hallo??? das heißt eben auch "Hausaufgaben benoten".

    Zweitens heißt wohl für jeden schüler "Arbeit schreiben=benoten lassen", dass hier meine eigene leistung benotet wird und dass für jeden schüler spicken dasselbe ist - dürte klar sein. wo liegt also das problem?

    drittens: das beispiel mit dem studenten und der korrekturgelesenen hausarbeit ist irrig. korrekturzulesen heißt ja wohl, dass rechtschreibung, grammatik, satzbau, eventuell noch stil verbessert wird, dass aber die inhaltliche leistung originär ist. hier in diesem fall, fach englisch, muss das ja dazu führen, dass auch die inhaltliche (=benotete) leistung sich verändert.

    viertens ist bei solchen problemen ein persönliches gespräch mit dem schüler immer hilfreich - aber bei allem verständnis würde ich ihm klar machen, dass ich das nicht benoten kann. (aber eben nach meinem empfinden kann ich keinen hier benoten...)

    grüße

    h.

    Zitat

    Original von Referendarin
    Was mich an dem Artikel auch wundert, ebenso wie meinen Vorschreiber:
    Heutzutage wird doch in den Schulen kaum noch Wissen auswendig gelernt - abgesehen vielleicht von Vokabeln und wenigen Fakten. Das hat sich doch in den letzten Jahrzehnten extremst reduziert und inzwischen stehen doch Kompetenzen im Mittelpunkt und nicht mehr bloßes Faktenwissen. Das ist doch vermutlich in Bayern nicht anders, oder?

    hm, ich kann das jetzt nicht kurz überreißen, aber wir haben noch bis ende dieses schuljahres eine kollegin aus nrw, die aus privaten gründen nun vier jahre hier in bayern unterrichtet hat und nun wieder zurück geht. grad heute habe ich mit ihr noch einmal über die unterschiede gesprochen (ich selbst habe abi in nrw gemacht).

    wir kamen drauf, dass an bayerischen schulen schon sehr viel mehr "geprüft, getestet, bewertet" wird. Sie meint, dass sie wieder froh sein wird, wenn die notengebung mehr in ihrer hand sein wird, als beispiel. sie hatte hier, auch mit erfahrung eines sohnes am gym, dass die lehrer mehr auf (oder immer so weit) das prüfen würden, was der schüler nicht kann als fortschritte zu berücksichtigen.

    aus meiner eigenen erfahrung weiß ich, dass unterricht in bayern (in meiner erfahrungswelt) oftmals sehr viel "stiller" (ich spreche nicht von unterrichtsstörungen) ist - außer man ist ein lehrer wie ich. aber viele klassen, die ich kannte und kenne und die andere kollegen vorher hatten, stellen zb die arbeit komplett ein, wenn sie in einer ex ne gute note geschrieben haben und sich ausrechnen können, dass sie nicht mehr durchfallen.

    in meiner schulzeit war uns klar, dass die mündliche note letztlich entscheiden kann. man konnte sich reinreiten damit, aber auch rausholen.
    bei vielen meiner kollegen spielt das mündliche (so wie ich das verstehe und nicht die schulordung) keine rolle. ich kenne lehrer, die im fach deutsch zu den schulaufgaben zwei (vier im ganzen jahr) exen schreiben und jeden schüler dann ein mal (oder zwei mal im ganzen jahr) abfragen (laut schulordnung ist die notenpflicht damit erfüllt). ergo: die mündliche schülerleistung wird erhoben anhand von 6 unterrichtsstunden (auf 170 im ganzen jahr).

    sorry, dass ich ins reden kam. diese sachen aber gibts ja nicht erst seit heute in bayern und an der hauptschule läufts, denke ich, oftmals genau so. daher vermute ich andere Absichten hinter dieser verlautbarung.

    grüße

    h.

    für meinen teil ist es aber ein funktionsverbgefüge und ich denke schon, dass das eine rolle spielt, weil sich eben die anzahl der erforderlichen leerstellen um dieses verb herum eben ändert dadurch.

    funktionsverbgefüge, weil hier geben nicht im sinne von "jemandem etwas übereignen" etc." gemeint ist, sondern geben nur im sinn von "ruhe geben" funktioniert. geben ist also relativ sinnentleert.

    und diese unterscheidung ist für mich in der schule dann wichtig, um eben diese diskussion über grammatik anzustoßen, in der letztlich geklärt werden soll, dass erst die sprache da war und dann die grammatik.

    grüße

    h.

    :D ja...und du hast recht, ich fands damals (zw. 1991 und 1997) recht interessant an der uni, aber im schulalltag spielts je eher eine geringe rolle.

    dennoch weiß mr. wikipedia wieder alles. und dort steht, dass man ein fvg selten ins passiv setzen kann, als ein merkmal.

    grüße

    h.

    das Verb ist "Ruhe geben" - eine Konstruktion mit Verb, wobei das Verb nicht mehr den ursprünglichen Sinn enthält, hat auch einen Fachbegriff, mein Studium ist zu lange her - hier ist es aber wohl doch einwertig.

    es gibt ja niemand ruhe hier...wie auch?

    Zitat

    Original von Friesin
    wird denn mit Grundschulkindern Valenzgrammatik behandelt ? Und wenn, in welcher Form/ INtensität?

    muah, das hätte ich auch gern gewusst. aber ich glaube es geht um ein sprawi-seminar ;)....

    valenzgrammatik spielt ja (leider) in den schulbüchern kaum eine rolle, obwohl ich das sehr strukturiert finde und ab und an in der 7. und 8. mal vormache mit den schülern mache....um zu zeigen, dass es auch andere "grammatiken" gibt.

    grüße

    h.

    noch eine ergänzung. ich habe vor ein paar jahren auf geheiß des schulleiters und mit ihm zusammen, weil ich die homepage betreue etc. einen schrieb aufgesetzt, der von allen eltern bei anmeldung des kindes an unserer schule ausgefüllt und unterschrieben werden muss. der würde meiner meinung nach -nach eben einer information der eltern - ausreichen:

    Zitat

    Original von lernresistent

    Es geht das Gerücht, dass selbst unter diesen Umständen eine Genehmigung der Eltern nötig wäre, und vielleicht ist eine solche ja auch ganz sinnvoll, aber bis man die ganzen Briefe wieder unterschrieben zurück hat... da frage ich mich schon, ob es nicht einfach reicht, die Schüler zu fragen, und solange die nicht sagen »nein, das geht nicht, beim Fotografieren wird einem die Seele geklaut«, es halt einfach zu machen.


    PS: Falls eine solche Genehmigungspflicht besteht -- wie ist das, wenn ich ein phonographisches Gedächtnis habe und jede Stunde 1:1 aus der Erinnerung aufschreibe?


    Ah, der Schutz von Persönlichkeitsrechten fällt mittlerweile in die Gerüchteküche ;).

    Meiner Meinung nach hat das auch was mit Schulrecht zu tun, aber vor allem mit Persönlichkeitsrechten. Diese liegen nun mal im Fall von minderjährigen Schülern bei den Eltern. Da einfach drüber hinweg zugehen, weil es unbequem ist oder weil man zu spät angefangen hat sich Gedanken darüber zu machen, ist ein wenig kritisch.

    Dein PS. wird dich daraus nicht befreien. Ebensowenig der Hinweis darauf, dass die Prüfungskommission nicht "öffentlich" ist. Die Vorratsdatenspeicherung wird auch nicht veröffentlicht und ist dennoch kritisch im Hinblick auf die Grundrechte - sprich das Selbstbstimmungsrecht in Bezug auf Daten.

    Aber die große Keule muss nicht sein. Ich entnehme aus deinem Gedruckse, dass dir dein gesunder Menschenverstand dir ohnehin sagt, dass es nicht koscher ist, was du da vorhast. Und in vielerlei Hinsicht glaube ich, dass dieser ein guter Maßstab ist.

    Grüße

    h.

    Zitat

    Original von _Malina_
    Das mit der Literatur seh ich nach wie vor genau so: Es loht nicht, sich durch zig Wälzer zu quälen, wenn am Seminar am Ende sowieso nur Didaktik nach xy gefordert wird.

    Und ich hab das mit dem "Heiratsgebot" so verstanden, dass man dadurch ja auch Sozialpunkte bekommen kann um ggf. den Wunschstandort zu bekommen. Bin wohl schon geschädigt durch die immer wieder gleichen "wie komm ich nach Ort xy" - Fragen :D

    das mit dem heiratsgebot war schon so gemeint, wies die anderen verstanden haben. ich habe einige beziehungen gesehen, die zwischen beginn 1. examen und ende 2. examen echt gelitten haben - aber eigentlich wars natürlich so gedacht, dass der jeweils andere verstehen lernt, dass es jetzt ein wenig stressiger werden kann.
    ich hab übrigens erst nach dem examen geheiratet, um sozialpunkte für die versetzung zu bekommen und natürlich wegen der steuer. meine frau ist "auch lehrerin" und wir haben das zusammen durchgestanden. ;)

    :)

    h.

    tipps:

    - ein hobby suchen und ausüben

    - am besten sport treiben

    - frustrationsschwelle erhöhen

    - perfektionismus aufgeben

    - die freundin / den freund jetzt heiraten

    - an den regionalen berufsverband wenden (gibts da nicht an eurer uni auch diese anwerber?)

    - verlagsadressen sammeln und umhören, wos noch was kostenlos gibt

    - das hat mir geholfen, auch nach dem ref. (da hab ichs erst entdeckt.), wenn es mal wieder schwerer lief

    grüße

    h.

    ps: persönlicher tipp: genieß erstmal die freie zeit.

    kein problem, wollte nur mal mit geilen fremdworten um mich werfen....

    ein trigger ist ein auslöser...bekannter beispielbereich wäre das ritzen. hier passiert es relativ oft, dass berichte über das ritzen bei "labilen" personen dazu führt, dass diese selbst damit anfangen. das können auch bilder sein oder songs.

    grße

    h.

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