Naja, wie dem auch sei - gestern war Elternabend und da wurde erzählt, dass einige Kinder bis zu 10 Buchstaben zurückhängen! Und die Lehrerin greift nicht ein, weil die Kinder ja selbstständig werden sollen. Order an die Eltern: Nacharbeiten!
Da widerspricht sich die Lehrerin ja quasi selbst. Finde ich schon seltsam diese Anordnung, wenn sie doch die Kinder selbstständig arbeiten lassen will. Entweder steht sie hinter ihrem System oder nicht...
Was das Thema Arbeitspläne und "alleine vor sich wurschteln" angeht, was oben angesprochen wurde:
Alle Schulen, die mit solchen Plänen arbeiten, werden auch hier als das "Nonplusultra" dargestellt. Sei es in den Medien, vom Schulamt oder auf Fortbildungen. Da sollten sich andere Schulen mal ein Beispiel dran nehmen, wie schön individuell und jeder in seinem Tempo dort gearbeitet wird, bla bla bla.
Wenn man selbst mal gesehen hat, wie das an einer solchen Schule läuft, ist man häufig anderer Meinung.
Mir tun die Kinder einfach leid, die da alleine vor sich hinwurschteln und sich fast alles selber beibringen müssen. Häufig bleiben die normalbegabten Kinder unter ihren Leistungen.
Gemeinsame Gespräche über Unterrichtsinhalte, Einführungsstunden oder Reflexionen finden viel zu selten statt.
Natürlich gibt es auch da solche und solche Schulen, letztlich kommt es auf den Lehrer an, wie er es handhabt. Aber alles, was ich in dieser Richtung gesehen habe (und das war viel), war erschreckend.