Teamteaching kann wunderbar funktionieren, wenn beide Seiten die Chance bekommen, es täglich durchzuführen und nicht für 1-2 Stunden in der Woche. So macht Teamteaching für mich überhaupt keinen Sinn. Aber die Bedingungen sind nun mal miserabel, das wissen wir ja alle.
Wenn sie da saßen, saßen sie meist in der Ecke hinten und haben "hospitiert". Die Klassenarbeiten habe ich konzipiert und sie wollten dann meine Arbeit abändern. Deshalb sollte diese ein paar Tage vorher fertig sein. Die Korrektur habe ich dann auch meist übernommen (allerdings auf eigenen Wunsch). Im Zeugnis sollte ich dann 10-12 Zeilen Bemerkung für ein Hauptfach schreiben.
Dass Sonderpädagogen in der Ecke sitzen und hospitieren, ist mir noch nie passiert. Allenfalls stehen sie zunächst in einer Ecke, passen auf, dass die Schüler aufmerksam sind und sobald es in die Arbeitsphase geht, kümmern sie sich vorrangig um einige SuS im Speziellen. Aber auch um alle anderen Kinder.
Dass du zuerst die Klassenarbeit konzipierst und der SoPä dann diese Klassenarbeit für SuS mit Förderbedarf umwandelt bzw. abändert, halte ich für ein absolut legitimes Vorgehen. Die Alternative wär, dass ihr euch zusammen setzt und die Arbeit gemeinsam konzipiert. Aber das bedeutet meiner Erfahrung nach deutlich mehr Aufwand. Wenn natürlich einzelne Schüler derart zieldifferent unterrichtet werden, dass sie überhaupt nicht am Lernstoff der anderen mitarbeiten, wäre es sicher gut, der SoPä würde sofort eine eigene Arbeit konzipieren. Dennoch kann es sinnvoll sein, diese Arbeit anzupassen an die Arbeit der anderen Kinder im weiteren Sinne.
Mit wie vielen Stunden ist denn der Sonderpädagoge in deiner Klasse bzw. in deinem Unterricht?
Zeugnisse für SuS mit Förderbedarf werden bei uns gemeinschaftlich bzw. in Absprache geschrieben. Ich erwarte nicht, dass der Sonderpädagoge, der die Schüler 1-2x Stunden die Woche sieht, alleine Zeugnisse schreibt.