Beiträge von Susannea

    Auch künftig möchte er übrigends, dass wir pro Jahr 600 FoBi-Minuten erbringen (gerade heute gelesen: neue Lehrkräftefortbildungsverordnung). Frage mich gerade, ob da die Teilzeit irgenwie berücksichtig wird.

    DAs wurde es doch diesmal schon nicht. Also ein schlechter Scherz, zumal wichtige und sinnvolle Fortbildungen, wie Erste-Hilfe leider dabei nicht mitgezählt werden. Aber hej, das ist dann ja alle zwei Jahre schon mit der Auffrischung der Rettungsfähigkeit erreicht. DAs sind ja jedes Mal schon 540 Minuten. Und eine zumeist unsinnige Fortbildung an den Präsenztagen kommt ja auch noch dazu.

    Könnte das evtl. daran liegen, dass die Hälfte der Kolleg:innen in Teilzeit arbeiten?

    Eigentlich nicht, denn wenn mehr Leute in Teilzeit arbeiten sind eben auch mehr für Klassenleitungen da.

    Ich habe vor den Winterferien einen Winterferien einen ähnlichen Versuch unternommen, ich habe für die IT-Sachen 5 Unterrichtsstunden aktuell.

    Joah, ich war Montag vor dem Unterricht schon 45 Minuten damit beschäftigt, Nutzer in der Cloud usw. einzurichten, von 13.30 bis 16.30 Uhr damit beschäftigt die IT in der Schule zu machen und dann Abends noch eine Stunde für die tolle Mail an den IT-Experten. Außerdem dann Dienstag früh eine Stunde Gespräch mit ihm und habe in dem Gespräch dann gleich angemerkt, dass damit die IT-Arbeitszeit für die Woche bereits erreicht wäre und wir hätten es erst Dienstag früh um 10 Uhr und ich ginge nicht davon aus, dass dies die Kollegen, die PCs und vor allem die Eltern und Schulleitung mit der Schulcloud interessieren würde, dass ich meine Arbeitszeit bereits erreicht hatte.

    Gab ein dummes Gesicht und ein "das kann doch gar nicht sein". Als ich das dann vorgerechnet habe, wurde dann aber klar, dass es doch sein kann und ich eben keine Zeit mehr dafür hätte noch 8 Zeitstunden den IT-Experten zu beaufsichtigen, sondern er eben selbstständig arbeiten muss und deutlich mehr Zeit in der Woche hat als ich für die Sachen und deutlich weniger in der Zeit leistet.

    Aber geholfen hat es nicht wirklich was.

    Aber nicht doch, das sind alle Freizeitbeschäftigungen....

    Genau, das kommt nämlich bei uns immer wieder, das das doch alles unsere Freizeit ist und deshalb wir gar nicht zuviel arbeiten ;)

    ch bin auch der Meinung, dass das Suchen von Informationen Arbeit ist und effizienter sein kann als der Besuch einer FoBi in Poselmuckelheim mit An- und Abreise, Kaffee-Begrüßung und Mittagsverpflegung.

    Nur kann ich die Informationen suchen evtl. auch weglassen, der AG schreibt mir aber 1800 Fortbildungsminuten in drei Jahren vor, also muss ich die auch besuchen ;)

    Und wenn das dann so kompetente Dozenten sind, wie heute zur Bibox, dann ist es auch einfach reines Zeit absitzen, denn meine Frage hat ihn technisch komplett überfordert (aber statt das zuzugeben wird dann wieder was vom Pferd erzählt), also muss ich trotz Fortbildung heute zur Bibox schon wieder mit dem technischen Support telefonieren und hoffen, dass da diesmal der erste Mitarbeiter die Frage versteht (beim letzten Mal war es leider erst der dritte).

    Das widerspräche ja der Aussage der neuen Berliner Schulsenatorin, die doch irgendwas vor den Winterferien gesoffen hatte, was sie nicht wirklich vertragen hatte und meinte, gute Lehrer würden in der Woche Ferien das komplette 2. Halbjahr vorbereiten.

    Und dann ist ja die Frage, was ist alles Arbeitszeit, die Gespräche und der Austausch mit den Kollegen? Konferenzen, klar, aber auch jede Ag, jede Fortbildung, jedes Elterngespräch usw.

    Dann kommt man mit den Zeiten niemals hin.

    Bei uns steht in der Warnapp bei allen 2G+, egal ob 3 Mal oder 2 Mal geimpft und genesen oder nur genesen.

    Und egal wie oft vorher geimpft, bei allen steht "das Genesenenzertifikat gilt höchstens bis zum xx.08.22"

    Und wer kontrolliert denn da wirklich ob höchstens auch gilt,...

    In der CovPass App steht da irgendwie gar nichts so direkt sichtbar.

    Genau, da steht gar nichts, das muss man mit einer Lese-App einlesen (da steht aber, dass die 2. Impfung verwendet wird gerade und nicht das Genesenen-Zertifikat) und ja, bei uns wird bei allen Spielen beim Einlass mit der Lese-App kontrolliert und nur wer danach darf, darf rein (und das bleibt in Berlin zumindest beim Handball auch erstmal so). Ausnahme sind eben Schüler, die immer als getestet gelten und damit eh rein dürfen, daher aktuell kein wirkliches Problem.

    Unser Kinderarzt hatte da eine super informierte Sprechstundenhilfe zu sitzen, die mir erklärt hat, mein Kind könnte ja nicht vor mehr als 90 Tagen das zweite Mal geimpft worden sein (ähm doch, war Mitte Dezember), denn Off-Label habe sie eh noch nie gehört und man würde auch nirgends jemanden finden, der Kinder entgegen der Stiko impft.

    Ähm ja, ich habe dann mal bei einer anderen Kinderärztin die ich kenne angefragt ;)

    Aber nun ist es bei uns ja noch etwas komplizierter, denn 2. Impfung schon mehr als 90 Tage her, Infektion aber erst 6 Wochen und nun?!?

    Habe ich es eigentlich richtig verstanden, dass bei Kinder von 5-12 der Impfschutz und damit auch der Schutz vor Quarantäne nach 90 Tagen abläuft, eine booster-Impfung aber nicht vorgesehen ist? 🤔

    Joah, nur eine 4. Impfung empfiehlt die Stiko da.

    Und das genesen zählt irgendwie dann auch nicht wie Booster dazu oder die Programmierung ist so schlecht in manchen Apps (scheint so zu sein, denn in der Corona-Warnapp ist mein Kind 2G+, in der CovPass-App nicht, weil er da nur die 2. Impfung nimmt.

    Ich vermute, dass das als zynisch empfunden werden kann: aber es gibt da keine Diskrepanz. Denn sollte es eine solche (längerfristig) geben, so dürfte so oder so eine Dienstpflichtverletzung vorliegen. Entweder, indem die Arbeit nicht umfassend genug erledigt wird oder - was wahrscheinlicher ist - indem Missstände und Fehlentwicklungen beim Arbeitspensum nicht unverzüglich gegenüber dem Dienstherrn angezeigt und Bedenken geltend gemacht wurden.

    Moment, wie kommst du darauf, dass wir diese Missstände nicht äußern, nur interessiert es niemanden wirklich, Konferenzen müssen ständig und überlang stattfinden, ohne wirklichen Inhalt usw. Was also ist daran dann die Dienstpflichtsverletzung (die es eh nicht geben kann, da keine Beamten?!?)

    Das ist doch auch vollkommen legitim. Nur es bedeutet halt auch, dass sich nichts ändern wird. Und genau das ist die Situation. Die Mehrheit der Lehrkraft mag die Situation beklagen aber für die meisten ist die Situation nicht so schlimm, dass sie bereit sind etwas auf sich zunehmen, um sie zu ändern. Entsprechend müssen wir damit leben.

    Nee, es ist ja nicht so, dass ich eben gar nicht streike, beim letzten Streik war ich ja auch dabei und die Sachen verteile ich auch an der Schule usw. aber ich komme eben am freien Tag nicht zusätzlich z.B. nach Berlin.

    Und dass ständig Schwimmunterricht ausfällt ist besch..., aber es ist nicht Susanneas Schuld.

    Nein, ist es nicht, führt aber dazu, dass ich noch mehr am Limit laufe, wenn ich dafür sorge, dass es nun noch einmal mehr ausfällt, denn ich bin aktuell alleine, also weit über der Belastungsgrenze und wenn ich dann noch weniger Zeit habe, dann trifft es nicht nur die Kinder, sondern mich.

    Und ja, das mag egoistisch gedacht sein, geht aber schon lange nicht mehr anders. Ich streike z.B. auch nicht mehr an meinen freien Tagen, sondern gucke erstmal, ob das mehr Belastung für mich bedeutet oder nicht (und das wäre es eben an Schwimmtagen und an freien Tagen) und streike nur da, wo es mich persönlich nicht mehr belastet!

    Also nein, das ist diesmal nicht nur mein schlechtes Gewissen, sondern auch purer Selbstschutz (denn ich stehe z.B. einen Teil der Ferien nun von 8-14 Uhr in der Schwimmhalle, um die Corona-Probleme auszumerzen).

    Bei uns gabs schon die ersten Probleme, weil viele Kinder viele Fragen gestellt haben und damit die Kinder komplett überfordert waren, wenn plötzlich 50 Kinder auf dem Pausenhof sie umringen und fragen in einer Sprache, die sie nicht wirklich kennen.

    Das macht Angst!

    Wie macht ihr denn Bewegungsphasen in solchen Klassen?

    Auf dem Stuhl evtl.?

    Nein, mal ehrlich, das geht bei uns ins vielen Klassenräumen auch nicht, da sind wir froh wenn die Stühle noch reinpassen und wo wir nun Kind Nummer 26 aus der Ukraine hinsetzen, mein Gott, keine Ahnung. Muss er Abstand zur Tafel haben?!? Doch nicht wirklich, gibt es eben einen steifen Hals (sowas muss ja auch berücksichtigt werden).

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