Beiträge von Susannea

    Also von Abordnung ist hier (Mittelfranken) nicht die Rede, aber wir haben einen Aufruf über die Schulleitungen bekommen, dass sich bitte Lehrkräfte freiwillig für die Unterstützung der Gesundheitsämter melden sollen. Es geht dabei im Übrigen nicht um Krankenpflege, sondern um Bürotätigkeiten, Telefonate, usw. wofür man keine medizinische Ausbildung benötigt.

    Ich weiß nur nicht, was passiert, wenn sich nicht ausreichend Lehrkräfte freiwillig dafür melden...

    Ist denn das dann vor Ort?

    weil sie epidemiologisch notwendig ist

    Naja, wenn man sich an die aktuellen Vorgaben halten würde, dann wäre es evtl. gar nicht nötig!

    Wenn die Cafés aufhaben (wenn auch in NRW nur bis 15 Uhr) und die aktuellen Empfehlungen eingehalten werden (Tische auseinander stellen, Begrenzung der Besucher, kein Bargeld usw.), warum sollen die Leute dann dort nicht einen Kaffee trinken gehen?

    Sehe ich auch so, aber die Abstände werden eben in der Regel nicht eingehalten. Gute Beispiel, die Polizeischüler hier gegenüber stehen zu 9. auf einem Quadratmeter zum Rauchen und Quatschen. Da fällt mir dann auch nichts mehr ein zu. Eigentlich sollte man hoffen, dass sie das "frei", was sie gerade von der Polizeihochschule haben in "Notdienst zur Überprüfung der Auflagen" umändern ;)

    Glücklicherweise ist das Wetter heute nicht mehr so prall und soll zumindest in der südlichen Hälfte Deutschlands auch übers WoE eher kühl und schattig werden. Vielleicht kommen wir ja drumherum.

    Ich hoffe ja auch auf Regen am Wochenende, auch wenn mein Mann eigentlich den Rosenbogen mit Eischlaghülsen aufstellen will, vertikutieren will und häckseln.

    Aber mal ehrlich, dass kann man auch alles in der Woche machen, soll er eben am Wochenende arbeiten ;)

    Ok, bei seinem Chef ist der Vorteil von freier Zeiteinteilung bei Homeoffice noch nicht angekommen, wenn er zwischendurch einkaufen geht, muss er das eintragen und er erwartet jeden von 9-9:30 Uhr im Team-Chat (das ist vor der Aufstehzeit meines Mannes, wenn er mal wieder bis 2 Uhr gearbeitet hat). Nun frühstücken wir also immer um 9:45 :engel:

    Das ist kein PLAN! Da kann sich natürlich kein Grundschulkind strukturieren

    Nein, das ist eine Auflistung von allem was einem zum Thema eingefallen ist ohne Sinn und Verstand. Alleine schon, dass man ganze Seiten aufgibt spricht ja dafür, denn 1-2 Aufgaben sind doch immer dazwischen, die man für bekloppt hält und auslässt.

    Wenn wir die Aufgaben in den drei Wochen nicht schaffen, muss er in den Osterferien ran...

    Und das würde ich klar anders kommunizieren, nämlich. Wenn du jeden Tag X Stunden konzentrierst arbeitest, dann brauchst du das was übrig ist, nicht machen.

    Was soll denn passieren, wenn er nicht fertig ist?!?

    ch habe meinen Schülern gesagt, dass sie pro Fach maximal 30 Minuten arbeiten sollen pro Tag. Wer 30 Minuten gearbeitet hat, ist fertig! Egal, ob das AB nun ausgefüllt ist oder nicht.

    So etwas habe ich eben auch mitgeteilt.

    Die Kinder, die schon in der Schule nichts hinbekommen, weil ihnen zu Hause die Unterstützung fehlt, melden mir gar nichts zurück.

    Ja, das ist hier auch ein Problem, wobei ich bei einigen echt erstaunt bin, wenigstens die Anmeldung bei Anton hat geklappt (evtl. große Geschwister?)

    Ich werde am Montag allen Eltern, deren Kinder mir noch gar nichts zurückgemeldet haben, eine Mail schicken, dass ich mir Sorgen mache, aber das war es dann auch.

    Habe ich auch schon überlegt, muss aber der Klassenlehrer entscheiden. In vielen Klassen haben wir nicht mal Mail-Adressen.

    Ich bin es also gewöhnt, meinen Unterricht so zu gestalten, dass meine Schüler ohne jegliche Elternmithilfe eine Chance haben. Und genau das mache ich jetzt auch. Ich gebe extra keine Wochenpläne, weil ich durch tägliche kleine Aufgabenpakete eher den Überblick behalte, wo sie Unterstützung brauchen. Ich achte allerdings darauf, dass von meinem Einstellen bis zur Abgabe mindestens 20 Stunden sind. Oft stelle ich abends (wegen der Serverprobleme) die Materialien ein und Abgabe ist am nächsten Abend um 18:00. Wenn das nicht klapp, auch egal! Dann halt später.

    Ich bin erreichbar und versuche nun sogar Videokonferenzen aufzubauen.

    Das ist aber sicher keine Grundschule, denn selbst das Aktivieren von Anton halte ich für meine Schüler (1.-3. Klasse) teilweise ohne Elternhilfe für zuviel.

    Für die Grundschullehrerin meines Sohnes gilt das selbe. Es gab einen Plan für drei Wochen.

    Haben wir auch so gemacht bzw. natürlich drei Pläne für drei Wochen, aber das kennen die Schüler so und arbeiten schon immer jede Woche an dem Plan. Die haben gelernt sich das selbst einzuteilen und wenn nicht, dann lernen sie es jetzt. Einfach zeitlich begrenzen, jeden Tag Zeit x und dann ist gut. Das klappt schon.

    Susannea Ist hier genau so... Unterstützung von den Eltern kaum möglich. Diejenigen die arbeiten tun es überwiegend am Handy.

    Wir haben nun alle Kinder einzeln abtelefoniert und auch den Eltern gesagt, dass die Schulpflicht weiter besteht und auch jetzt Bußgeldverfahren eingeleitet werden, wenn wir keine Reaktionen erhalten.

    So etwas wird es bei uns nicht geben, denn die Schulpflicht ist ausgesetzt ;)

    Ganz ehrlich, ich habe hier selber drei Kinder und einen Mann im Homeoffice zuhause, ich soll auch noch arbeiten, da kann ich nur kurz bei den Großen (5./7. Klasse) drüber gucken und verlasse mich ansonsten drauf, dass sie was machen, zumal da auch keine einheitliches Vorgehen da ist.

    und wenn sie nichts machen, dann ist es eben so.

    Ehrlich gesagt finde ich es eine Zumutung zu verlangen, dass das alle hinbekommen, weder Technik noch Sprache wird bei allen da sein, um das zu machen.

    Die Hauptfächer haben einen Wochenplan gegeben und das muss reichen und selbst da darf nicht davon ausgegangen werden, dass den alle bearbeitet haben.

    - einheitliches Vorgehen, einheitliche Zeiten, zumindest innerhalb einer Schule. Also z.B. sowas wie: alle Aufgaben in allen Fächern werden bis 10 Uhr eingestellt und sollen am nächsten Tag/ Ende der Woche/ etc. in der und der Form wieder zurück. Am besten auch an eine einheitliche Adresse und nicht jedem Lehrer wieder einzeln.

    Am tollsten wäre eine Art Wochenplan für alle Fächer wie beim Kleinen.

    Das wirst du nicht bekommen, selbst in einer Schule nicht, weil jeder anders arbeitet, zu unterschiedlichen Zeiten, mit unterschiedlichen Gegebenheiten usw. Aber bei uns verlangt eigentlich niemand was zurück, bewerten dürfen wir eh nicht, also ist das kein Problem.

    - Maß halten bei der Menge der Aufgaben und ihrem Inhalt: einige Lehrer führen bei den großen Kindern komplett neue Themen ein oder nutzen die Chance, aufzuholen, wenn die Klasse in einem Fach hinterherhinkte. Das können sich aber selbst die Großen nicht ganz alleine erschließen. Und 8 Stunden am Tag sind definitiv zu viel!

    Das ist definitiv zu viel und ich hoffe, dass das bei dem Kollegen dann bei einer Rückmeldung auch ankommt. Ich habe schon die merkwürdigsten Antworten bei Kollegen mitbekommen. Ich habe allen Eltern geraten einfach nur soviel zu machen, wie geht und der Rest bleibt eben liegen, denn einige Kollegen haben von Differenzierung scheinbar noch nie was gehört (und gerade mit Nachteilsausgleich im Sehen usw. ist das nun mal gerade viel schwieriger als normaler Unterricht).

    - technische Voraussetzungen und Kenntnisse bedenken:

    Genau, da können wir Null voraussetzen und deshalb ist das dann eben so, dass die sich nicht anmelden und nichts machen. Evtl. machen sie was in den Wochenplänen der Klassenlehrer und wenn nicht, dann wird man damit auch leben müssen!

    Susannea

    ist mir klar, dass manche genug zu tun haben.

    Mein Posting bezog sich auf das von Lehramtsstudent, der wissen wollte, wie er seine Bildschirmzeit reduzieren kann.

    Ich dachte, evtl. kommen ihm dann Ideen, wenn ich aufliste, was ich mache oder gemacht habe. Nicht gut?

    Mir kommen dann manchmal so Einfälle, wie "ach, das wollte ich auch schon immer mal machen" oder so

    Tja, die Zeit übertreffe ich vermutlich, aber ich habe dann zwischendurch auch bereits Sachen gemacht, wie:

    Rosenbogen gestrichen

    Gartenzaun gestrichen (und das noch nicht mal zur Hälfte, da geht es heute weiter und beschäftigt auch meinen 5jährigen immer etwas anders als mit dem Bildschirm)

    und habe noch vor so Dinge zu machen, wie

    Weihnachtsdeko komplett sortieren und verräumen

    Fensterleibungen im Keller verputzen

    letztes Fensterbrett im Keller einsetzen

    Kleiderschränke sortieren


    zum lesen bin ich noch gar nicht gekommen, aber immerhin zum Kochen, das muss man ja nun mit 5 Personen zuhause

    Bei uns haben sich von den fünf Klassen (Jül), wo ich Zugang habe bisher maximal 1/3 der Schüler bei Anton überhaupt aktiviert, einige tun was, andere nichts, aber ein Großteil war noch gar nicht online, woran es scheitert, keine Ahnung, bei mir hat sich keiner gemeldet (obwohl sie alle unserer Mail-Adressen haben).

    Aber ehrlich gesagt hatte ich es auch nicht anders erwartet.

    Ich glaube nicht, dass mein Kreis die Ausnahme bleibt, so dass überall in der BRD die Schulen auch von Lehrern nicht mehr betreten werden dürfen.
    (Die Regel gilt auch für Firmen, die ja jetzt eigentlich prima alle möglichen Arbeiten erledigen könnten ohne einen Schulbetrieb zu stören.)

    DA hier ja aber Notbetreuung angeboten werden muss, muss die Schule ja für uns offen bleiben ;)

    Ich habe jetzt wieder eine geschlossene Grenze zwischen mir uns meiner Familie 😥. Das darf man schon kritisch hinterfragen und muss es auch.

    Geht uns ähnlich und ich könnte heulen, wenn ich nicht weiß, ob und wann ich meine Nichte und meinen Neffen wiedersehe, aber ich habe eben auch einen Mann der Risikogruppe hier und brauche den auch noch.

    Und das mag vielleicht ein Vorteil der "Ossis" sein, dass sie das eingesperrt sein kennen, ich kenne es nur, dass ich fahren konnte und meine Familie besuchen und sie nicht zu uns durften, so ist es mir neu und mit dem Rest der ganzen Situation gerade schon etwas gruselig.

    Susannea ,

    hier hab' ich's nun genauer. Hohes Risiko ab 80 Jahren! Aber auch da wiederum rund 85%, die es überleben !!!

    "„Die geschätzte Sterblichkeit liegt hierzulande aktuell im Schnitt bei 3,5 Prozent. Bei Patienten im Alter zwischen 55 und 70 Jahren sind es mehr als 4 Prozent, ab 80 Jahren erhöht sie sich auf 14,8 Prozent“, sagt der Altersmediziner."

    https://www.berliner-zeitung.de/gesundheit-oek…rLEVa_IK0TTj5z8

    WAs willst du gerade von mir, ich habe dich nach keinen Zahlen und nichts gefragt, es wäre toll, wenn du nicht total zusammenhangslos irgendwelche uralten Posts hochholst und irgendwas drauf antwortest wenn das schon 20 Seiten vorbei ist.

    Übrigens sind das Schätzungen, was du hier für wen auch immer zitierst. Was wirklich passiert, weiß niemand und kann niemand vorhersehen.

    s ist auch ganz gut, wenn die Menschen beschäftigt sind, und wenn jemand die nächsten zwei Wochen seinen Garten umgräbt und dann einmal ins Gartencenter fährt um ein paar Blümchen zu kaufen, hat er seine sozialen Kontakte halt nicht um 95% sondern nur um 94% reduziert, daraus direkt ein "dann bringt das alles nichts" zu machen, ist auch Quatsch.

    DAnke, auch wenn mich einige hassen werden. Ich war gestern nach der Schule auch im Baumarkt (musste da eh dran vorbei, als ich bei Tupper war) und habe Zaunfarbe und was zum Verputzen der Fensterleibungen geholt. Denn jetzt habe ich endlich mal Zeit dafür, dadurch, dass ich nicht nach Berlin reinfahren darf/muss spare ich einfach mal jede Woche ca. 10 h (selbst wenn ich genauso viel hier arbeite, wie in der Schule), also warum sollte ich nicht den Zaun streichen oder aber den Rosenbogen, den mein Mann endlich aufgebaut habe. Habe darauf zumindest genauso wie aufs Fensterleibungen verputzen 13 Jahre gewartet, dann kann ich das endlich mal machen! Irgendwie muss man ja die Kinder beschäftigen und etwas Normalität behalten.

    So, nun hat es auch die Verwaltung verstanden in Berlin bzw. immerhin unsere Schulrätin:

    Die Kombi Mann - Ausgangssperre - schönes Wetter nicht nutzen zu können, dürfte mancher Ehefrau mehr Sorgen bereiten als das Corona.

    Ehrlich gesagt hat mich die Kombi ich im HO, mein Mann im HO und Kinder mit Schulaufgaben und der kleinste unbeschäftigt viel mehr in Entsetzen gebracht, ich werden mit dem Kleinsten vermutlich nachher den neuen Rosenbogen streichen und dann den Zaun. Die Beete neben dem Rosenbogen müssen auch angelegt werden und dann kann ich Rosen bestellen und irgendwann einpflanzen. Also bei uns hielt mich mein Mann für bescheuert als ich gestern auf dem Weg von der Schule im Baumarkt war!

Werbung