Beiträge von Susannea

    In jedem anderen Wirtschaftsbereich würde ein unbezahlter zusätzlicher Samstag einen Shitstorm auslösen, in Frankreich würde wahrscheinlich der Generalstreik drohen... aber bei den Berliner Lehrkräften? Wohl alles "Helden der Arbeit"...

    Gruß !

    Warum unbezahlte Mehrarbeit. Defacto, keine Mehrarbeit, weil keine Unterrichtsstunde, kann also keine Mehrarbeit laut Definition sein. Unbezahlt, nein auch nicht, gehört genauso wie Klassenfahrt, Elternsprechtag, Elternabend usw. dazu und wird genauso wie die mitbezahlt. Hier ist nichts zusätzlich, sondern schon immer inklusive!

    Was soll der Unsinn, es war von Anfang an klar, wann die Einschulungen sind. Warum soll es immer auf ein paar beschränkt werden? Ich finde das vollkommen in Ordnung, dass so jeder ran muss. Es war vorher vorgeschlagen worden das abwechselnd zu machen, hat nicht funktioniert, weil einige nicht abwechseln können, sondern sich immer aus der Arbeit rausgezogen haben.

    Wenn wir das alle gemeinsam tragen, dann ist es machbar, ich verstehe nicht, warum andere an dem Egoismus einzelner zerbrechen sollen!

    Wie gesagt, der Tag steht seit Jahrzehnten fest und eigentlich weiß man das, wenn man anfängt, genauso wie man seine anderen Arbeitstage, Arbeitszeiten usw. kennt.

    Ihr kommt mit Gleichberechtigung in der Frage, ob Lehrerinnen und Lehrer geschlechtergetrennt Sport unterrichten sollten und begründet das mit der Auswahl von Sportarten, die ein Lehrplan vorschreibt oder gar einer einzelnen Lehrerin Spaß gemacht haben...

    Äh nein, die Sportarten sind für alle Geschlechter gleich, aber die Ausführung von einigen war mit nur Mädchen nicht zu ertragen.

    "Dringend" ist eine zeitliche Kategorie. Wie läuft das in Berlin denn ab mit den Entscheidungen der Senatorin? Wird da am Freitag entschieden, dass am nächsten Tag (Samstag) die Einschulung stattfinden soll, und die Schulen haben gar keine andere Möglichkeit, also die Lehrkräfte zur Mehrarbeit zu verpflichten, weil man so kurzfristig das nicht anders organisieren kann?
    Naja, in Berlin ist ja alles möglich...

    Sollte der Einschulungtermin aber weit vorher bekannt sein, ist da nichts mit "dringend".

    Gruß !

    Der Einschulungstermin steht seit Jahren fest, dringend ist nicht kurzfristig, sondern zwingend notwendig (also kein zeitliche Kategorie), sondern an den Rahmen gebunden, so wie es eben regelmäßig Schulen mit Samstagsunterricht gibt, damit der Tag nicht so lang ist (und früher es andersrum war, da wurde der Samstagsunterricht nur auf Antrag ausgesetzt).

    Und ja, es ist dringend und zwingend notwendig und muss nicht kurzfristig sein und das ist nicht nur in Berlin so ;)

    :lach:

    Die Kollegen, die samstags auf der faulen Haut liegen, während engagierte Lehrkräfte dem Ruf der Senatorin zu den Fahnen folgen, haben das wohl einfach noch nicht verstanden.

    Also ich liege grundsätzlich Samstags nicht auf der faulen Haut, nur arbeite ich meist woanders als in der Schule, wobei das auch im Konzertsaal mit den Schülern sein kann usw.

    In den 80er und 90erJahren gab es noch viele männliche Grundschullehrer. Die sind jetzt irgendwie fast ausgestorben. Wenn es sie noch gibt, sind sie meist Schulleiter oder auf dem Schulamt zu finden.

    DAs ist bei uns glücklicher Weise anders, unsere Schulleitung ist komplett weiblich, die Lehrer haben wir in anderen Positionen, aber wir haben sie glücklicher Weise, so wie wir auch Erzieher haben und davon fast genauso viel wie Erzieherinnen.

    Ich war jedenfalls heilfroh, dass ich in der Oberstufe endlich die Sportlehrerinnen mit Gymnastik und Tanz und ihrem Schwebebalken los war. Dafür Basketball, Badminton und Volleyball mit den Jungs, klasse!

    Aber ich hab auch kein Problem mit Gynäkologen, wahrscheinlich bin ich zu unsensibel...

    Ging mir auch so, ich war immer heilfroh, wenn unsere Lehrerin endlich mal wieder fehlte (in den Klassen 7-11) und wir mit den Jungen zusammen Handball, Basketball usw. spielen konnten und nicht Hallen-Halma mit den Mädchen. Hat mich auch bei JtfO immer tierisch gestört, dass es immer hieß, vorsichtiger.
    Mein Gott, wir haben Handball gespielt und nicht mit Barbies, da sollen die nicht gleich heulen, aber so verpimpelt kommen heute noch welche aus der Jugend hoch. Echt anstrengend.

    Wieso ist das keine Mehrarbeit? Ich weiß, dass die Arbeitszeit bei Lehrer*innen schwer zu zählen ist. Aber schon allein, dass es nur die Erstklasslehrer*innen betrifft, zeigt, dass es sich nicht um eine alltägliche Aufgabe wie Elternabend oder Dienstberatung handelt.

    Wieso betrifft es nur Erstklasselehrerinnen? Es betrifft eben alle, die der 1-3 nehmen ihre Schüler entgegen, die 4 macht das Programm, die 5 und 6 die Verpflegung der Eltern usw. Also alle beteiligt und für Beamten genauso Dienstpflicht wie Schulfest o.ä. Und klar ist es eine alltägliche Aufgabe, die jedes Jahr wieder kommt, wie Elternsprechtag, Elternabend usw.

    Tage der offenen Tür könnte man doch theoretisch statt Unterricht stattfinden lassen, oder nicht? Es bedarf genauso der Vorbereitung wie Unterricht und kommt zum Tagespensum dazu.

    So wird es bei uns gemacht, der Tag der offenen Tür findet mit "normalem" Unterricht statt und die Kinder können dazu kommen und die Eltern gucken, also keinerlei Mehrarbeit.

    Welcher dringende dienstliche Grund soll denn vorliegen, dass ein "Tag der offenen Tür" am Samstag stattfinden muss?

    Es geht um eine Einschulung und der dringende betriebliche Grund ist die Vorgabe der Senatorin, dass da eingeschult wird ;) Das geht nur an einem Samstag und das an einem bestimmten ;)

    Natürlich betrifft das nicht alle Sportlehrer, aber was spricht gegen ein Unterbinden von vornherein? Bis jetzt konnte ich kein Argument dagegen lesen.

    Wie willst du denn was unterbinden, hat das nicht was von Diskriminierung und soll jeder seine sexuelle Gesinnung vorher angeben oder wie? Bei uns gibt se Sport und Schwimmunterricht gemeinsam und das bei einem Lehrer oder eine Lehrerin und Schwimmbegleitung bei einem Erzieher oder einer Erzieherin, die da auch in den Umkleidekabinen und unter der Dusche keinen Unterschied machen.

    Was ist die gesetzliche Grundlage?

    Der TVL sagt, ein Samstag ist ein normaler Arbeitstag, genau wie alle anderen Kalendertage, an denen man betriebsüblich zu arbeiten hat. Und eine Einschulung ist eben ein betriebsüblicher Arbeitstag, zudem der in Berlin innerhalb der Schulzeit und nicht wie in Brandenburg noch in den Ferien liegt! Früher war ja immer Samstagsunterricht, das ist nun nur noch auf Antrag so, aber somit ist es ein betriebsüblicher Arbeitstag. Du fragst ja auch nicht auf welcher Grundlage du an einem Montag in der Schule sein musst, oder?!?

    Ein guter Schulleiter kann mehr entscheiden, als man so denkt. Er muss sich nur trauen, seine Entscheidungen nach oben (wenn überhaupt nötig) durchzusetzen.

    Diskussionen satt haben und einfach etwas erklären ist eben kein Zeichen von guter Schulleitung.

    Tja, ist aber vollkommen ok und zulässig bei uns. Gerade bei so vielen Angestellten. Und ich verstehe, dass sie das auch zu unserem Schutz macht, denn es sind immer die selben gewesen, die durch Abwesenheit geglänzt haben und die anderen hatten dann deutlich mehr Arbeit.

    Und nein, wenn die Schulsenatorin dies anordnet, wie beim Präsenztag, dann kann die Schulleitung daran gar nichts rütteln!

    Ich würde jetzt bei deiner Wahl bleiben, gerade wenn Kind 2 geplant ist, ist es doch ein begrenzter Zeitraum dort. Mit der Aussage geht nicht, würde ich mich nicht abspeisen lassen, sondern "nachverhandeln", sprich mit mal so mal so und auch sagen, dass du sonst überlegst doch gar nicht dort anzufangen. Damit ist ihnen sicher auch nicht geholfen.

    Und was ist mit den Schülern? Haben die keinen Anspruch auf Ausgleich?

    Denn wenn die einen Ausgleich bekommen, haben die Lehrer den ja zwangsläufig auch ;) Kein Schulleiter bei Verstand würde die Lehrer dann verdonnern, doof rumzusitzen und "Aufräumarbeiten" etc. zu leisten.

    Wir konnten dieses Jahr durch unseren Ausgleichstag einen Tag früher unsere Weihnachtsferien genießen :)

    Das ist dann wie Präsenztag in den Ferien, den auch die Senatorin vorgegeben hat, anfangs sogar von 8-16 Uhr

    Nun stellen Sie sich eine Schule vor, die eine Halbtagesgrundschule ist.

    Wir sind eine Halbtagsschule. D.h. es ist nach der 6. Stunde Schluss. Einen Hort gibt es nicht.


    So ist es hier auch, wir sind auch eine Halbtagsgrundschule, die Betreuung von 7.30-13.30 Uhr ist sicher zu stellen (was aber definitiv nicht heißt, dass alle nach der 6. Stunde Schluss haben, AGs liegen eh später und auch der "reguläre Unterricht" geht eben teilweise noch bis 15 Uhr weiter, da aber die Kinder in den ersten Klassen keine 30 Stunden Unterricht haben, muss dies anders gelöst werden und das sind eben die Erzieher und die können über den ganzen Tag verteilt werden.

    Klasse 1+2 geht also nach 4 Stunden nach Hause und muss vorab beschult sein.

    DAs wäre bei uns nicht zulässig, da sind noch zwei Stunden kostenlose Betreuung sicher zu stellen und da ist egal durch wen.

    Klasse 3+4 geht an fast allen Tagen nach 5 Unterrichtsstunden nach Hause und muss vorab entsprechend beschult sein.

    Auch hier ist dies nicht zulässig und auch in 5 und 6 nicht! Also muss ja die Betreuung sicher gestellt werden und somit können und müssen Lehrer später kommen oder an manchen Tagen gar nicht, weil sie eben auch nicht 30+x Stunden haben. Wenn ich z.B. nur einen Tag frei hätte und immer zur ersten Stunde kommen müsste wäre ich schon bei 24, ich habe aber nur 17, also muss irgendwo was abgehängt werden und das ist eben entweder vorne, hinten (das bei mir nicht gewünscht ist) oder an ganzen Tagen.

    Und das ist ja bei euch auch so, denn ihr habt ja auch nicht mit Teilzeit 30 Stunden und mehr!

    Bei uns wird sehr viel ermöglicht, aber inzwischen ist die Versorgung so schlecht, dass manches tatsächlich nicht geht
    und man Verständnis dafür aufbringen muss, dass zuerst irgendwie der Kernunterricht besetzt sein muss.

    Ob Kernunterricht oder Betreuung ist egal, hier sind 30 Stunden je Kind sicher zu stellen und Mittagessen, egal wie.

    @Susannea, was ich noch nicht verstehe: wie könnten andere Kolleg*innen davon profitieren, dass deine Schulleitung es schafft (und Interesse daran hat), dass du freie Tage bekommst? Welche Strukturen liegen dem zugrunde, jenseits von "doch, es geht aber, wenn man nur will"- denn offenbar geht es bisher an vielen Schulen nicht.

    Sie sehen, dass es doch geht und können eben auch Ideen und Tipps für die Schulleitung mitnehmen. Und es geht an vielen Schulen, die ich kenne. Es lohnt sich also dafür zu kämpfen. Bei uns wird nach dem Motto "geht nicht, gibts nicht" gesteckt und das sollte man evtl. versuchen an anderen Schulen auch zu übernehmen.

    Edit: Es kann aber sein, dass das durch das Berliner System mit VHG bedingt ist, denn da können ja auch "Freistunden" für die Kinder zum Mittagessen oder spielen mitten im Unterricht liegen, daher haben auch unsere 1-3er mal 6 Unterrichtsstunden am Stück z.B. und an anderen Tagen weniger. Hier wird nichts gleichmäßig verteilt, meine Sportklasse hat somit z.B. 7./8. Stunde Sport, weil es sonst nicht passte (aber eben vor allem von den Hallen nicht, da da anfangs noch das OSZ mit rein musste).

    Mit Teil-Abordnungen meinte ich die Lehrkräfte, die für einige Stunden von anderen Schulen zu uns fahren, um bei uns Unterricht zu übernehmen

    Auch die haben wir, alle Religions- und Lebenskunde-Lehrkräfte sind ja an mehreren Schulen, noch dazu sollte katholisch und evangelisch Religion möglichst parallel liegen, in den älteren Klassen dann auch noch am liebsten parallel zu Lebenskunde damit nicht so viele VHG-Stunden entstehen (Stunden in denen die nicht teilnehmenden Kinder im Hort betreut werden), Teilungsstunden müssen hier ja aber nicht am Rand liegen, obwohl wir mit uns selbst in der Regel teilen (bis auf 3. Klassenstufe in den Jül-Klassen, wo aber immer drei Klassen parallel dann den Unterricht haben müssen), Schwimmunterricht ist auch fremdbestimmt und es müssen dazu drei Klassen den parallel haben während die andern beiden Klassenstufen der Klassen Sport und eine Teilungsstunde haben müssen.

    Und räumlich, haben wir glaube ich nur drei Teilungsräume für alle 20 Klassen gemeinsam, aber eben einen Lebenskunde und einen Religionsraum, genauso wie einen Nawi-Raum. Die Räume sorgen ja für leere Klassenräume, die in der Zeit eben als Teilungsraum genutzt werden und sonst verlassen eben die Schüler die nicht Teilung haben den Raum in den Hort.
    Aber klar, es ist dann nicht jede Nawi-Stunde im Nawi-Raum, im Musikraum eh nicht, weil der ja alleine einen Tag fürs Fachseminar reserviert ist und es sind auch mal zwei Klassen gleichzeitig in der Turnhalle, aber das ist doch zu verkraften.

    Also da ist auch vieles nicht so einfach, aber doch, es geht, wenn man will, dauert zwar oft und es gucken manchmal bei Problemen viele drauf, aber bei uns wird andersrum rangegangen, es werden erst die freien Tage und dann die Unterrichtsstunden festgelegt, dann klappt das auch alles irgendwie (wobei das diesmal mit einer der Quereinsteiger auch nicht wirklich funktioniert, weil sie eigentlich immer Montags bei uns in der Schule Seminar haben sollte, nun machen sie das Seminar aber wechselnd, womit die zwei Stunden vorher nicht gehalten werden können.


    Hat übrigens im Ref damals genauso funktioniert an einer anderen Schule, ich hatte zwei Tage frei, wo ich dann nur Fachseminar hatte und allen Unterricht an den restlichen drei Tagen (und noch dazu genau wie jetzt erst ab 10 Uhr Unterricht).

    Aber das sollte vermutlich wenn Thema eines Extra-Threads sein.

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