Beiträge von Susannea

    Hallo!
    Ich studiere Lehramt auf Primarstufe, also in Österreich Volksschullehrmt genannt. Nach dem Studium frage ich mich natürlich ob und wo ich eine Stelle bekommen kann. Diesen vielseitig bekannten 'Lehrerüberschuss' gibt es schließlich nicht, das ist auch mir schon bekannt. Ich habe letztens von einer Absolventin gehört, die 12 (!) Jahre lang in Kärnten auf eine Stelle gewartet hat... Das ist ausgerechnet mein eigenes Bundesland. Wie lange habt ihr so auf eine feste Anstellung gewartet? Und in welchem Bundesland unterrichtet ihr?

    Mfg...

    In Berlin konnte ich schon während des Studiums anfangen und die Hälfte der Absolventen hatte bereits eine Übernahmegarantie vor der Prüfung, die andere Hälfte konnte sich die Stellen mehr oder weniger frei aussuchen. Ich hatte nachher glaube ich drei zur Auswahl. Ich bin nahtlos übernommen worden und hatte sofort eine feste Stelle. Also hier wartet niemand im Primarbereich!

    ich habe die Umfrage komplett gemacht und finde die Mischung von Klassenbuch und "Lehrerorga" schwierig.
    Bei uns dürfen ins Klassenbuch nur Fehlzeiten, Thema der Stunde und Hausaufgaben. Dazu Orga wie "Hygienebelehrung" oder "Brief Elternsprechtag verteilt ".
    Noten oder Störungen haben da nichts zu suchen und kommen ins Notenheft.

    Ist hier ähnlich. Störungen kommen da schon rein.
    Aber was eben eine vollkommen unnötige Frage ist, wenn man etwas Hintergrundwissen hat, ist die Frage ob man das Klassenbuch zuhause ausfüllt. Da es das Schulgelände nicht verlassen darf (wir dürften es nicht mal mit in die Schwimmhalle nehmen), stellt sich die Frage nicht und es wird wohl auch niemand so dumm sein und sie anders beantworten.

    Das heißt alle Kinder müssen ihren eigenen Fahrausweis mitführen. Die Frage, die ich mir jetzt stelle: wenn ein Kind seinen Ausweis vergisst, muss ich es dann allen Ernstes in der Schule lassen?

    Du kannst auch ein Einzelticket zahlen. Woran soll denn die BVG sehen, dass es ein Berliner Schüler ist, der eine Fahrkarte hat. Nur wer es beantragt bekommt es kostenlos. Ist wie beim Essen, die Kinder, wo es die Eltern nicht beantragt haben können auch nicht mitessen. Ist bei uns am Anfang ziemlich rigoros durchgesetzt worden bis dann die Menge halbwegs stimmte.

    Zumal es ja auch darauf ankommt, wo du hinwillst, die Fahrkarten gelten ja nur in AB. Ein Teil hat übrigens noch Berlin-Pässe mit denen sie auch fahren dürfen und keine Schülertickets.

    Mein Punkt ist halt, dass die Kollegin durch ihr Verhalten einerseits verborgen doch Schwäche zeigt (verständlich in ihrer Belastungsfähigkeit angesichts der Überbelastung, aber auch - unverständlich - in ihrem Charakter) und andererseits öffentlich genau diese Fassade aufrecht erhält, die allen zur Last wird.

    Genau das, sie sorgt ja dafür, dass von den anderen Kollegen auch erwartet wird, dass sie die Arbeiten schneller zurückgeben, als es ohne nicht ganz legale Mittel machbar ist und das auf Kosten der Gesundheit der anderen Kollegen.

    Ohne VB hätte ich vielleicht einen Plan mit 3, 4 oder 5 Freistunden und die bekäme ich alle nicht bezahlt.

    Aber die kann man dann ja auch anders nutzen. Meine Kollegin z.B. geht in der Zeit für ihre Mutter einkaufen und bei ihr Mittagessen, hat also absichtlich solche Freistunden. Eine andere arbeitet zur Vorbereitung fast ausschließlich in der Schule, die nächste trifft da Absprachen mit der Parallelkollegin usw. Das kann ja auch gut sein, muss aber nicht. Bei uns gibt es eben die Stundenpläne nach Wunsch und dementsprechend auch mit oder ohne Freistunden.

    Machen Sie doch einfach Ihre Arbeit und lassen Sie die Kollegin in Ruhe

    Naja, ich kann aber meine Arbeit nicht machen, wenn ich ständig welche von anderen machen muss, weil sie die Montags-Freitags-Krankheit haben! Also muss ich dagegen etwas unternehmen, wenn ich meine Arbeit machen will!

    Daher finde ich ein solches Verhalten, wegen eines Hobbys öfter zu fehlen, unkollegial.

    Genau das!

    Der Schulleitung muss das schon längst aufgefallen sein und das ist deren Aufgabe!

    Naja, aber dann melde ich es an die und erinnere im Zweifelsfall an die Fürsorgepflicht, die sie der entsprechenden Kollegin (muss ja ernstlich krank sein bei so vielen Fehlstunden) oder aber den anderen gegenüber (müssen ja ständig mehr machen) hat.

    aber ich erinnere mich deutlich auch an das Argument, wenn es zu wenige Lehrer gäbe, müsste man potenziellen Interessenten eben mehr bieten und damit meinen die meisten eben mehr Gehalt

    Hm, hier fordert keiner mehr Geld als ersten Punkt, sondern das ist das Angebot, was gemacht wird, weil man die Hauptforderungen (die leider oft auch in den Nachrichten usw. verschwiegen werden) nicht erfüllen kann.

    "Petzen" klingt immer so nach "Mama, der John hat ein Bonbon mehr gegessen als ich". Wir reden hier über strafbares Verhalten, nämlich Betrug. Das hat mit Petzen aus meiner Sicht gar nichts zu tun. Sollte der Kollege seit Wochen Geld von euch klauen, würdet ihr das Anzeigen dieser Tat auch nicht als "petzen" bezeichnen.
    Das Gespräch zur Abänderung kann wohl problemlos vom Dienstvorgesetzen geführt werden - dort wird dann auch der entsprechende Druck möglich.

    DAs denke ich auch. Man macht das ja nicht gleich, aber irgendwann ist dann die Grenze erreicht.

    Eine Kollegin hat sich wohl neulich ins Lehrerzimmer gestellt und gesagt, sie hat keinen Bock auf 2 Vertretungsstunden an einem Tag. Wunder oh Wunder ist sie dann zu einer auch nicht erschienen. Natürlich haben wir dann nicht nur das weitergegeben (denn es musste ja jemand dann eine Plusstunde machen), sondern auch das, was uns zu Ohren gekommen ist. Das Gespräch hat dann stattgefunden, sie hat gesagt, sie hat sich wohl verguckt und solche Dinge würde sie doch nie sagen und sich hinterher beschwert, wie wir schlecht über sie reden könnten. Sorry, aber sie hat dafür gesorgt, dass ich mich teilen musste und über die Treppe hinweg in zwei JÜL-Klassen gleichzeitig sein musste. Wäre also was passiert wäre wohl ich und nicht sie dran gewesen. Da darf ich meinen Unmut und auch das, was mir zu Ohren gekommen ist schon mal weitergeben und empfinde es nicht als Petzen.

    Zumal sie nie irgendwas falsch macht und etwas gesagt hat, was negativ ist das bildet sich das komplette Kollegium immer ein (wo übrigens noch mehr Leute nun gefordert haben, dass mal ein Mitarbeitergespräch nötig ist).

    Es ist also reiner Selbstschutz und der ist gesund und sollte vorhanden sein!

    Kann ich mir so nicht vorstellen, oder es ist nur dein Eindruck und nicht die Realität.

    Vielleicht kommt man auf sowas, weil das von dir geschilderte nicht überall üblich ist.

    Ich finde aber, es ist ein Unterschied, ob ich sage, ich kenne es so nicht oder frage, warum sollte es so sein als zu sagen, es entspricht nicht der Realität.
    Tut es eben in einigen Bundesländern doch ;)

    Kann ich mir so nicht vorstellen, oder es ist nur dein Eindruck und nicht die Realität.

    Der Schulleitung ist es doch völlig egal, wer wie viele Mehrarbeitsstunden hat. Ist nicht ihr Geld, hat keinerlei Auswirkungen. Weshalb sollte eine SL also sowas machen?

    Wie kommt man auf sowas? Bei uns hat die Schule genau ein Vertretungsbudget und wenn das alle ist, ist es alle. Also doch, ist ihr Geld. Hat die Auswirkung, dass es keine Vertretung mehr gibt. Deshalb ist die Schulleitung dazu angehalten, darauf auch zu achten. Bei uns muss sich ja auch jeder Schulleiter selber um Vertretungen kümmern.

    Das läuft so, ab dem Moment, wo man einen Antrag wegen Mehrarbeit dabei hat, dann bekommt man nur noch exakt so viele Vertretungsstunden, dass man sie nicht einreichen kann. Aber dieses Limit wird dann immer ausgereizt.

    Teilzeitkräfte bekommen JEDE Stunde Mehrarbeit bezahlt. und zwar zu einem höheren Satz. Da ich diese Regelung von mindestens 3 Bundesländern kenne und hier mehrmals gelesen habe, bin ich ziemlich sicher, dass es auch in SH gilt. Genauso wie die 3 "kostenlosen" Mehrarbeitsstunden der VZ-lerInnen (die das Ganze eben erst ab der 4. Stunde bezahlt bekommen).

    Gilt hier zumindest für Angestellte genau so, wie du sagst.

    Warum jetzt Angebot und Nachfrage nicht gilt (wenn Lehrerüberhang), hast du aber immer noch nicht beantwortet.

    E13 für alle wird hier mit "gleiches Geld für gleiche Arbeit begründet" und nicht mit "Angebot und Nachfrage", denn dann müssten Grundschullehrer hier viel mehr als Gymnasiallehrer usw. bekommen und nicht gleich viel.

    Aber ich bin sicher, dass zumindest hier in 5 Jahren kein Überhang sein wird, denn das bedeutet ja nur, dass man nicht mehr die Rentner und Pensionäre oder Quereinsteiger usw. zusätzlich braucht und dann evtl. mal ausreichend hat. Außerdem kann man dann endlich die Pflichtstundenreduzierung der Grundschullehrer umsetzen, die ja bisher immer abgelehnt wird (immerhin haben wir mit 28 Stunden deutlich am meisten), dass es nicht genügend Lehrer gibt, um das umsetzen zu können.

    Bei uns vertreten in erste Linie Kollegen, die eben an der Stelle doppelt gesteckt sind oder wo Leute wegfallen. Freistunden werden erst sehr spät als Vertretung rangezogen, denn es sind ja Plusstunden, die zusätzlich bezahlt werden müssen (zumindest bei den Teilzeit-Angestellten).
    Daher ist es egal, wie kompakt die Pläne sind, das sind ja eh Plusstunden und daher erst zum Schluss dran, vorher fällt Teilung, Sopäd oder ähnliches eben weg.

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