Beiträge von Susannea

    Aber ist bei Sport nicht eine gesonderte Ausbildung (rechtlich) vonnöten?
    Ich denke da an Erste Hilfe, das Rettungschwimmerabzeichen etc.

    Nein, hier nicht. Erste Hilfe muss jeder bei uns alle zwei Jahre machen. Rettungsschwimmer braucht man nur fürs Schwimmen und das ist kein Sportunterricht, sondern Schwimmunterricht.

    Bei uns in HH (Grundschule) kann jeder Sport unterrichten, der möchte. *schulterzuck*

    Ist hier auch so, aber Sport ist nicht mit Schwimmen gleichzusetzen, dafür braucht man hier eine spezielle "Schwimmlehrbefähigung" und einen maximal 4 Jahre alten Rettungsschwimmer in Silber, damit dürfen das die meisten Sportkollegen nicht unterrichten.

    Und bevor du irgendwelche von einer "Gewerkschaft" organisierten Fortbildungen besuchst: Die wollen dich primär als zahlendes (und ansonsten den Mund haltendes) Mitglied haben. Besonders die GEW ist da sehr "engagiert". Also "spar" dir das (im wahrsten Sinne des Wortes).

    Ich kann mir kaum vorstellen, dass du schon mal auf so einer Veranstaltung von der GEW warst bei deiner Phobie und das somit gar nicht beurteilen kannst.

    Panama, du bist doch an der Grundschule. Da sollte es doch wohl keinen Nachmittagsunterricht geben.

    Wie kommst du denn darauf?
    Also bei uns gibt es Montag bis Donnerstag bis 15.25 Uhr noch WUV-Kurse, wobei Dienstag der von einem externen Trainer gemacht wird und somit dort der Konferenztag liegt.
    "normaler" Unterricht ist auch oft bis 14.35 Uhr.

    Aber gut, bei uns geht es natürlich bis Klasse 6. Aber wir sind auch "nur" verlässliche Halbtagsschule, es gibt ja viele mit gebundenem Ganztag und die haben länger Unterricht.

    Meine Tochter hat das gemacht, dort wurde aber nicht ein Kind heraus gegriffen, sondern jeder hat ein Kind zugelost bekommen und musste über dieses Kind vier nette Dinge sagen. Somit bekam jeder eine "warme Dusche". Hat genau so lange geklappt bis das erste Mal eine Mutter statt dem Brief ihrer Tochter für das Kind einen Brief an die Lehrerin mitgegeben hat, dass ihr zu diesem unmöglichen Kind keine vier netten Sachen eingefallen sind und sie daher bittet, dies zu unterlassen.

    Es fällt für mich unter die Kategorie Spielzeug und hat damit im Unterricht nichts zu suchen.

    Ist bei uns auch so und werden genau wie alles andere nach der ersten Ermahnung eingesammelt und nach der Stunde wieder ausgegeben, kommen sie dann noch einmal können die Eltern sie abholen.

    Und vor allem kann ich keine Schüler gebrauchen, die sich im Straßenverkehr damit beschäftigen und dann nicht mal mehr merken, welche Farbe die Ampel hat usw. auf dem Weg zum und vom Schwimmen.

    Da werden sie also nach der Vorwarnung letzte Woche nun gleich eingesammelt und dürfen von den Eltern abgeholt werden.

    Wir haben einen Schuljahresplan für Konferenzen u.a.... da weiß jeder schon zu Schuljahresbeginn, welche Termin er sich freihalten muss. Panama hat es ja schon bemerkt: wenn dann eine ausfällt, weil unnötig, dann weint bestimmt keiner. Ich wunder mich schon manchmal sehr, dass gute Organisation nicht überall selbstverständlich ist, weil sie doch einfach ganz viel Stress erspart.

    So einen Plan hatten wir auch, dann ist da was geändert worden und wir wurden nur darauf verwiesen, dass wir Ausfälle doch auch diesem entnehmen sollten und das haben wir getan.

    Das jemand versehentlich alle Fachkonferenzen für das 2. Halbjahr dabei gelöscht hatte und noch einiges mehr, das konnten wir ja nun nicht ahnen, sie standen also nicht mehr drin. Außerdem ändert dies ja nichts daran, dass man davon ausgehen muss, wenn eine Woche vorher keine Einladung dazu kommt, dass diese Konferenz dann ausfällt ;)

    bzw. es gibt neuerdings einen Seiteneinstieg für das Fach Musik - mit einer einjährigen pädagogischen Einführung darf ich dann bis an mein Lebensende Musik an Grundschulen unterrichten.

    Also meist interessiert in der Grundschule später niemanden, welches Fach du hattest, bis auf wenige Ausnahmen (und das nur in einigen Bundesländern) hast du dann alles zu unterrichten.

    Panama, ich mag mich bestimmt irren, aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass du beim Zerfleischen auch gern mitmachst,wenn man deinen Beitrag so liest.

    Was mich persönlich zuweilen stresst ist die Vorladungsfrist von nur einer Woche, wenn man dann private Termine absagen muss, weil der SL eingefallen ist, dieses und jenes noch zu besprechen. Ansonsten ist ja eigentlich alles gesagt, in diesem Sinne: Schönen Vatertag allen!

    Ich finde eine Woche auch ganz schön kurz, aber selbst die wird bei uns ja nicht eingehalten und dann wundert sich die Schulleitung, wenn bei der letzte FK Mathe (wo ja alle hin müssten, die nicht zu Deutsch gehen) nur drei Leute sitzen, wenn die Mail Montag für Dienstag kommt.

    In Bundesländern mit Lehrermangel, die nicht ausschließlich nach korrekten Formalitäten schauen (z.B. Berlin oder auch NRW) gibt es Möglichkeiten, schulformfremd eingesetzt zu werden. Dir muss aber bewusst sein, dass dir viel Wissen fehlt, das im Rahmen eines Fachstudiums erworben wird und dass schon irgendwo seine Berechtigung hat: Das ist eben mindestens ein weiteres Fach (für den Grundschulbereich sind Deutsch oder Mathematik von großer Bedeutung), Grundschuldidaktik und mindestens ein Grundschulpraktikum. Überlege also noch einmal, ob du nicht doch noch Grundschullehramt nachstudierst - Bildungswissenschaften und Musik als Fach, sowie die außerschulischen Praktika, evtl. ein Schulpraktikum und deine Abschlussarbeit müsstest du anerkannt bekommen, das verkürzt doch das Studium schon einmal um ein paar Semester!

    Und das sagst du aus Erfahrung oder was?

    Sorry, aber langsam wird nichts nur albern, sondern unverschämt.

    Berlin hat bei Grundschullehrern nur ein Fach und das ist auch von den Formalitäten korrekt und in Berlin bist du auch nicht Grundschullehrer, sondern Lehrer für allgemeinbildende Schulen (was alle Schulen bis Klasse 10 sind), mal davon ab, dass Berlin 6 Jahre Grundschule hat, das nennt sich bei euch dann eben anders.

    Aber gut, das weißt du ja sicher alles, wozu, warum usw.

    Komm nach Berlin. Wir nehmen alle. Wir haben aktuell eine Trainerin, die als Quereinsteiger zuerst einen Vorbereitungskurs und dann ein berufsbegleitendes Referendariat macht und dabei Deutsch und Mathe "nachlernt". Verbeamtung fällt halt zur Zeit aus.

    Vor allem wird in Berlin eh nur ein Fach anerkannt für die Grundschule, der Rest sind später eh nur Lernbereiche und da ist es dann bei uns sehr unterschiedlich gewesen (je nach Uni, selbst in einem Bundesland), wieviele man zusätzlich zu dem Fach hat.

    Sprich hier ist es gut möglich, dass du dein Ref an der Grundschule machen kannst mit einem Fach, weil eh für 1-10.

    Ich kenne durchaus Lehrer in TZ.Und natürlich auch VZ, SL oder sonst wie. Und egal wie: Die heulen irgendwie nie durch die Gegend.

    Bei uns ist das im Moment der einzige an der Schule, der ständig jammert, dass es kein TZ-Konzept gibt. Wir handeln einfach die Sachen einzeln mit der Schulleitung aus und ich bin mir nicht sicher, ob ich z.B. nicht mit einem richtigen TZ-Konzept schlechter fahre. Auch wenn ich dann vielleicht nicht mehr so oft als Nervensäge dastehe, weil ich nicht mehr nachfragen muss, wieviel Tage von den Präsenztagen ich kommen muss, wieviele Konferenzen und wie das mit dem Elternsprechtag läuft.
    Aber bisher kann ich mich über die Einzelverabredungen nicht wirklich beklagen.

    Werden die Kinder dann früher abgeholt, dass mehr Qualitytime mit Mutti vorhanden ist?

    Zum Beispiel. Mein jüngstes Kind geht z.B. gar nicht in die Kita, an den 2 bzw. 3 Tagen wo ich arbeite bringe ich ihn morgens zur Oma, an den anderen Tagen ist er zuhause. Da gehen wir dann z.B. zur Krabbelgruppe, zur anderen Tochter als Lesemutter in die Schule usw.

    Also ja, da habe ich dann einfach mehr Zeit für meine Kinder.

    das sind dann die Momente, in denen ich heimlich, still und leise einen Vokabeltest anfange zu korrigieren..... :pfeif:

    DAs habe ich früher auch gemacht, dem beugt unsere Schulleitung jetzt vor, indem nur der Protokollant einen Tisch bekommt und wir alle im Stuhlkreis sitzen. Da ist echt das einzige sinnvolle Protokoll zu schreiben und bei soviel Leerlauf war das dann gleich getippt und am Ende bereits fertig formatiert und druckfertig.


    Das Beste war, als ich unterschreiben sollte, bei einer Schuko dagewesen zu sein, obwohl sie nie stattgefunden hatte! Auch nicht schlecht: ...die Eltern der Schuko lassen wir nachher unterschreiben, die verstehen eh nicht, wovon hier gesprochen wird.

    Naja, das haben wir mit der Fachkonferenz auch mal gemacht. Wir waren zwei Teilnehmer und es gab einfach nichts zu besprechen, sie war aber von der SL angeordnet. Also haben wir nur besprochen, was wir ins Protokoll schreiben (und das ganze in einer großen Pause ;) ).


    Edit : Bei uns wechseln die Tage, so dass jeder Tag mal drankommt. Bei Teilzeitkräfte muss dann jeder mal an seinem freien Tag kommen. So ist das gerechter geregelt. Wegen des Nachmittagsunterricht fangen wir erst später an.

    Das fínde ich ein nettes Prinzip, dann trofft es nämlich jeden Mal und nicht immer den selben freien Tag.

    Nun gut, das mag bei euch klappen. In Berlin kann dies aber z.B. aktuell nicht klappen, denn es soll jede Schule durch den neuen Rahmenlehrplan ein Schulinternes Curriculum neu schreiben. Damit das funktioniert, braucht es Zeit. Bei uns ist es so geregelt worden, dass dies aktuell in Mathe und Deutsch in den Fachkonferenzen passiert, andere gibt es dementsprechend gerade gar nicht. Diese beiden sind dann verpflichtend für alle, auch wenn sie aktuell weder Deutsch noch Mathe unterrichten. Man muss sich für eine entscheiden.

    Dann gibt es die Stufenkonferenzen, die finden deutlich seltener statt, sind aber auch notwendig, um z.B. aktuell die neuen 3. Klassen oder 1. Klassen einzuteilen usw.

    Ich vermutet, pädagogische Konferenzen sind das, was bei uns auf der Gesamtkonferenz mitläuft, dann kommen wir mit ca. 4 Gesamtkonferenzen hin. Dienstbersprechungen gibt es bei uns mindestens zweimal im Halbjahr, manchmal auch öfter, ist auch notwendig, aber mindestens eine davon liegt in den Präsenztagen.

    Für Personalversammlungen muss freigestellt werden vom Dienst, da fällt dann Unterricht aus.

    Damit sind wir dann aber weit über 8 Termine und das ist alles notwendig (meiner Meinung nach). Aber sicher muss es nicht jede Woche sein, aber da sind wir beim nächsten Problem, die Frist, die bei uns ab und an nicht eingehalten wird (Donnerstag Nachmittag für Dienstag, ist einfach zu spät!)

    Zum eigentlich Thema: Ich denke, der Threaderstellerin bleibt nur ein Versetzungsantrag, wenn die Schulleitung das mit dem Freitag als Konferenztag so durchzieht.

    Hätte ich auch gedacht oder eben dagegen richtig ankämpfen, aber ich musste gerade feststellen, dass die TE keinerlei Grüne (mehr) drin stehen hat, warum nicht und auch nicht mehr darauf geantwortet hat. Bei uns ist übrigens der Anteil teilzeitarbeitender Lehrer größer als der teilzeitarbeitender Lehreinnen (also im Verhältnis, nicht in der Gesamtzahl).

    Aber mich nervt es, wenn Kollegen belästigt werden, wenn jemand sich nicht organisiert kriegt, obwohl schon vor Beginn des Lehramtsstudium bekannt sein könnte, wie die Arbeitsbedingungen sind.

    Die Arbeitsbedingungen sind ja sehr von der Schulleitung abhängig, daher kann es nicht vorher bekannt sein. Und die Anfrage der TE oder die geschlossenen Betreuungseinrichtungen in einigen Orten sind ja wohl keine mangelnde Organisation. Zumal ich eben der Meinung bin, man muss nicht für 7 Tage Betreuung organisieren, wenn man Teilzeit arbeitet!

    Und ich bleibe dabei, jemand der Teilzeitarbeiten kann muss nicht 24 Stunden am Tag zur Verfügung stehen, weder für Schulleiter noch für Eltern und hat auch das Recht zu sagen, sein Wochenende beginnt eben früher als bei Vollzeitarbeitenden.

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