Beiträge von Susannea

    Die Zeugnisnoten gibt jeder Kollege ins Notenprogramm in den Klassen ein, in denen er unterrichtet. Es wird erwartet, dass wir das alle 2-3 Wochen machen. Die Klassenlehrer tippen Bemerkungen und Fehlzeiten ein und achten darauf, dass alle Noten eingetragen sind. (Nein, leider nicht selbstverständlich).


    Heißt das, bei euch sind alle Noten einer Klasse dann zugänglich auf dem Rechner? Bei uns gibt es wie das Klassenbuch ein Notenbuch, wo die End-/ bzw. in Sprachen usw. auch die Teilnoten handschriftlich zum Schuljahresende einzutragen sind. Zwischennoten werden nirgends vermerkt, was bedeutet, dass bei längerer Krankheit eines Lehrers man gucken muss, wo man dessen Noten her bekommt!

    Wenn das zwischendurch alles da wäre, wäre es ja toll. Dadurch, dass aber man meist zum Schluss auch noch den Kollegen hinterher rennen muss, ist es dann doch viel Arbeit in kurzer Zeit, denn ein Zeugnis dauert dann doch mindestens 30 Minuten, bei 30 Schülern sind das 15 Zeitstunden! Da ist man wirklich über jede Zeit Verkürzung dankbar! Da nimmt man dann auch gerne eigene Ressourcen!

    Also in dem Urteil klingt das aber etwas anders:

    "Das OVG wies darauf hin, dass dem Lehrer ein Aufwendungsersatzanspruch zustehe."

    http://www.welt.de/newsticker/new…ebernehmen.html


    Wie läuft das jetzt konkret in NRW ab? Schicke ich meine Rechnungen einfach an die BezReg?


    Ich befürchte, da wirs der Schulträger sagen, du hättest es erst beantragen müssen. Bei uns würde dann wohl sogfar noch kommen, dass wir eben mit Materialien arbeiten müssen, die da sind.

    Nochmal zum Schreiben lassen, denn ich hoffe, ich stehe da auf dem Schlauch.
    Also: man gibt die ganzen Zeugnisunterlagen (Noten, Texte, Bemerkungen, Geburtsdatum Namen, Fehlstunden) an einen externen Dienstleister ab und der tippt die dann zusammen? Verstehe ich das so richtig?

    kl. gr. frosch


    So macht es ein Großteil, ja.

    Wie gesagt, wenige geben nur Stichpunkte zu den Texten ab und mit Hilfe der vorgegebenen Textbausteine bauen dann die Schreibbüros die Texte oder aber sie geben eben von jedem Fachlehrer einen Satz über das Kind ab und die Schreibbüros setzen die dann zusammen (was ich mir nicht vorstellen kann, wie das funktioniert, aber es wird so gemacht).

    Wie gesagt, ich brauche keine Dienstanweisung, sondern mein Arbeitsvertrag enthält dies als Aufgabe, dass ich die Zeugnisse fertig zu liefern habe, wie ist dann mein Problem!

    Aber Susannea, was wäre denn, wenn du zufällig gar keinen Drucker besitzen würdest? Oder dein Drucker zufällig in den Wochen vor Zeugnisdruck kaputt gehen würde. Bekämen eure Schüler dann keine Zeugnisse??? Man kann doch nicht gezwungen werden, privat einen Drucker zu besitzen.

    Das kann doch echt nicht sein, dass man einen verwaltungsrechtlichen Akt (dagegen kann ja sogar geklagt werden) zu Hause am heimischen Drucker ausüben muss (gezwungenermaßen) und dafür auch noch bezahlen muss anstatt anständig dafür entlohnt zu werden. Jede Druckerei , jedes Schreibbüro etc. würde dafür ordentlich Kohle verlangen.

    Ich würde so etwas nicht machen. Sollen die in der Bezirksregierung mal ihren privaten Drucker vorbeischicken.


    Du kannsz sie ja auch woanders drucken lassen, evtl. würde es auch in der Schule gehen, da da ja aber ständig die Drucker kaputt sind und es wenn auch doppelt so lasnge dauert, macht das natürlich jeder der kann zu Hause und während des druckens sinnvolle andere Dinge ;)
    Bezirksregierung gibt es nicht und das Land Berlin sagt deutlich, das gehört zu den Aufgaben des Lehrers,

    strubbelsuse: Die Formulare müssen mit allen Programmen gleich aussehen, das gibt das Land vor ;)
    Und ich finde das nicht befremdlich, wenn ich sage, ich spare mir meine Zeit durch das Schreiben lassen, genauso wie einige Kollegen bestimmte Materialien lieber kaufen statt selber herzustellen usw. aber natürlich auf ihre Kosten! Denn sie bekommen die Zeit ja angeblich auch bezahlt (angeblich, weil ich hier keinen kenne, der nur seine durchschnittlichen 42,5 h in der Woche im Schuljahr arbeitet.


    Die meisten Zeugnisprogramme haben inzwischen die Köpfe der Schulen drin, die werden dann mitgedruckt, machst du es nicht über so eines gab es durchschreibbare Zeugnisse (Voraussetzung war also Nadeldrucker!), wo der Kopf draufgestempelt wurde, es war ein ewiger Kampf dann den Drucker so einzurichten, dass der genau in die Felder druckte, das hat Nächte gebraucht und konnte meine Mutter z.B. nie selber, musste immer mein Vater machen,deshalb bin ich dann gar nicht mehr auf die Idee gekommen, so etwas zu probieren. Ob es die noch gibt, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Schon alleine, weil Nadeldrucker ja kaum noch vorhanden sind.
    Habe extra nachgeguckt, gesiegelt waren bei uns noch nie Zeugnisse.
    Briefköpfe waren da auch keine drauf, in dem Stempel der Schule oben steht nur der Name, der Bezirk , das Land und die Schulform. Papier gibt's im Gegensatz zu sonst maximal weißes, aber auch sonst müssen wir inzwischen oft eigenes mitbringen, denn schon vor den Sommerferien war der Vorrat für bis zum Jahresende aufgebraucht!

    Schulrechner gibt es übrigens bei uns zwei im Lehrerzimmer, funktionieren tun sie selten, Drucker noch seltener und arbeiten kann man da auch eher nicht, wenn da alles rumwuselt!

    Ich stolpere gerade die ganze Zeit über die Formulierung "lassen ja viele schreiben" und male mir aus, dass man als Lehrerin dann die gesammelten Formulierungen etc. an jemanden Externen weitergibt, der daraus dann das Zeugnis formt. Das verstehe ich aber falsch, oder?

    kl. gr. frosch


    Jein, ich kenne welche, die das wirklich so machen, aber eigentlich gibst du dann einfach handschriftlich das ab, aber die letzte Kollegin hat wirklich von jedem >Fachlehrer einen Satz für die verbale Beurteilung schreioben lassen und das Schreibbüro hat es wohl zusammengesetzt. Ich habe sie aber fertig nicht mehr gesehen, stelle mir das aber auch komisch vor!

    Susannea:
    wie soll es funktionieren, wenn jeder ein unterschiedliches Programm hat, jeder aber in (fast) jedes Dokument hineinschreiben muss?
    Meine Einzel- und Zeugnisnoten in dein Programm? Gewichtung und alles weitere inklusive? Kann ich mir nicht vorstellen.... :gruebel: (Vll bin ich auch nur zu uninformiert, was alles möglich ist)


    Bei uns bekommst du in der Regel die Noten, Kommentare, Bemerkungen usw. von den Fachlehren auf Papier und wie du sie ins Zeugnis bekommst ist dein Problem als Klassenlehrer, deshalb lassen ja viele schreiben ;)
    Da muss also niemand bei jemanden anders reinschreiben, warum auch.

    Gewichtung hat dich dabei ja nicht zu interessieren, die hat der Fachlehrer ja berücksichtigt bei der Gesamtnote seines Faches.

    Mag ja sein. Dass aber an einer Schule mehrerlei Programme kursieren, weil jeder nimmt, wozu er Lust hat, finde ich schon kurios.

    Wie muss ich mir das eigentlich vorstellen? Gibt da jeder Lehrer sein Software-CD beim Admin ab und der installiert die denn munter allesamt auf den Dienstrechnern?


    Ich verwende halt, was auf den Kisten drauf ist. Wenn bedarf ist, werden eben auch Alternativen _für_ _alle_ installiert.

    JaT


    Also ich verwende das, was auf meinem Rechner bei mir zu Hause drauf ist und auch dort gibt es die Zeugnisprogramme usw. Arbeitsplätze in der Schule gibt es bei uns (glücklicher Weise) nicht wirklich, denn nur so kann ich eben meine Zeit relativ frei einteilen.

    JaT ich weiß ja nicht, wo du arbeitest, aber ich arbeite mindestens die Hälfte der Zeit zu Hause! Daher braucht man bei uns auch einen Stick!


    Ich kann auch einfach in ein Word-Dokument tippen und das dem Schulträger zur Verfügung stellen, auf das der zusehe, es in ein Formular einzufügen, wenn ich anders keine Möglichkeit habe.
    Echt, ich sehe es nicht wirklich ein, das zu bezahlen, auch, wenn ich mir die 20 € schon leisten könnte. Aber allein diese Möglichkeit, Lehrer kaufen sich das Programm privat, finde ich ne absolute Unverschämtheit.


    Hier muss aber nicht der Schulträger, sondern jeder Lehrer sehen, dass er seine Zeugnisse gedruckt bekommt und da sind dann Programme, wo du keine Formulare mehr brauchst, sondern die Zeugnisse gleich komplett mit druckst eben auch eine chte Arbeitserleichterung!

    Ich hab noch nie Zeugnisse schreiben lassen... und würde das auch nicht bezahlen.
    Es sollte doch wohl eine Selbstverständlichkeit sein, dass der Schulträger/ das Land, wer auch immer, sich dafür zuständig fühlt, dass Zeugnisse geschrieben werden können.


    Ich kenne viele in der Grundschule, die die schreiben lassen, weil da eben sehr viel Text dabei ist. Und mal ganz ehrlich, die Zeit kann nirgends eingespart werden, die man dafür braucht.
    Und nein, warum muss ein Zeugnisprogramm einheitlich sein, ich muss doch auch nicht Linux oder Open Office nutzen, weil meine Kollegen es nutzen.

    Aber viele Schulen haben inzwischen eigene Programme.


    Ich werde diese 20 € nicht bezahlen. Und wenn ich dann keine Zeugnisse schreiben kann, dann kann ich halt keine Zeugnisse schreiben. Schade. :sterne:


    Du kannst sie doch sicher per Hand schreiben Ich spare mir dann eben meine Zeit, die mir mehr wert ist und kaufe mir ein Programm, wenn es kein kostenloses gibt, aber sicher, das was ich will und nicht, was andere wollen!


    Gibt es echt Lehrer, die von ihrem privaten Geld zahlen, um ein Zeugnisprogramm nutzen zu können??


    Ja, natürlich gibt es die, kenne ich viele, denn die Alternative wäre sie mit der Hand zu schreiben oder lange zu suchen, wie es in die Formulare reingedruckt wird. Wenn du sie schreiben lässt und damit genau wie mit dem Programm deine Zeit sparst, dann zahlst du das ja auch selber ;)

    Aber wenn ich selber zahle, suche ich mir auch selber das Programm aus!

    Gerne.


    In NRW ist die Verpflichtung zur Fortbildung im Schulgesetz vorgesehen. Sollte die Fortbildung sowohl einen privaten als auch eine dienstlichen Nutzen haben, kann man sich gerne über eine Mischfinanzierung Gedanken machen. An eine Fortbildung, die nicht schulisch vernutzbar gewesen wäre -- die ich demzufolge also hätte alleine finanzieren sollen -- kann ich mich erinnern. bei einer Fortbildung, die vom Dienstherren ausgeschrieben wurde, kann ich mir das auch gar nicht vorstellen.

    Ursprünglich ging es im Thread um Dienstreisen zu rein dienstlichen Zwecken, die eben auch ausschließlich vom freundlichen Dienstherrn zu finanzieren sind.


    Und in Berlin gibt es keine Verpflichtung zu Fortbildungen, die vom Dienstherren ausgeschriebenen sind ohne Kostenerstattung und alle anderen natürlich auch ;) Schulisch sind sie sicher alle nutzbar und daher machen sie Leute eben auch nur mit Rückerstattung über die Steuererklärung und das war eben die Antwort auf die Frage hier, wie man es dort angibt und eigentlich nicht, ob man die Strecken überhaupt zurücklegt!

    Hm, jetzt bin ich verwirrt - Schule oder Finanzamt?

    Ich habe inzwischen den Eindruck, dass ich zu viel aus eigener Tasche zahle/gezahlt habe ... Jetzt sollen wir demnächst Praktikanten besuchen gehen - da werde ich aber vorher klären, dass wir die Fahrtkosten erstattet bekommen, sonst fahre ich keinen Meter.


    Bei uns wird so etwas alles nicht vom Land bezahlt, also bleibt nur das Finanzamt ;)

    Danke für die vielen Antworten.

    Ich habe noch eine ähnliche Frage, für die ich keinen neuen Thread aufmachen will. Ich musste und muss öfters Fahrten in eine andere Stadt machen für die Teilnahme an Konferenzen, für Hospitationen o.ä.
    Reicht es da als Nachweis für das Finanzamt, wenn ich diese Fahrten mit Ziel, Anlass und Datum in einer Liste zusammenfasse und vorlege?


    Wenn du es nur übers Finanzamt machst, reicht das so in der Regel.

    Aber nicht vergessen, Reisekosten, also 30 Cent je gefahrenen Kilometer (und nicht nur Entfernung!) und Verpflegungskostenpauschale, wenn du damit über 8h Abwesenheit vom Wohnort kommst!

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