Beiträge von Susannea

    Aber die haben einen Klassenlehrer, der sie häufiger sieht... das ist in der SekI meist nicht der Fall!


    NIcht unbedingt. Ich finde es wünschenswert, wenn aber eine 4. Klasse schon 7! Lehrer in einer Woche hat, dann kann der Klassenlehrer sie auch nicht viel öfter sehen!

    Ich würde mit solchen Aussagen aufpassen.
    Da steckt genau dahinter, was in diesem Thread schon mal genannt wurde.
    Wenn Inklusion nicht klappt, dann ist es mangelnde Differenzierung - der schwarze Peter liegt somit beim Lehrer
    und das Ganze hat kaum etwas mit den widrigen Rahmenbedingungen zu tun.


    Und ich würde viel eher aufpassen, dass ich solche Aussagen, wie hier geschehen nicht vollkommen aus dem Zusammenhang reiße!
    Denn wenn Inklusion nicht klappt, hat das sicherlich nicht nur etwas mit mangelnder Differenzierung zu tun! Aber nur die Rahmenbedingungen sind sicherlich auch nicht schuld. Schon alleine die Einstellung einiger Kollegen hier wird einiges dazu beitragen, dass Inklusion eine sehr schwere Aufgabe wird und das ist genauso schwerwiegend, wie die anderen Dinge!

    st es aber in der Primarstufe so viel anders?

    Nein, das ist eben genau der Punkt, die Grundschule muss sich eben schon viel länger mit einer größeren Bandbreite rumschlagen, da hat es wenig Leute gestört, zumindest meist nur die, die es direkt betrifft. Aber nun ist das Entsetzen groß, wenn man selber eben auch so arbeiten soll und muss! Denn ob z.B. die GrundschullehrerIn Zeit hat 26 AB zu entwerfen o.ä. weiß man doch gar nicht, bloß weil sie es macht, setzt man voraus, dass es eben problemlos möglich ist. Genauso problemlos köntne man selber das evtl. auch. Hm, verdammt, da merkt man, es ist gar nicht problemlos. Aber was hat die GrundschullehrerIn für eine andere Chance, wenn sie nicht selber daran kaputt gehen will?!?

    Bei der Einführung von Inklusion an Gymnasium wird die Problematik bei vielen Fällen sicherlich sehr schnell deutlich. Ist es aber in der Primarstufe so viel anders?


    Nein, ist es ganz sicher nicht!

    Genauso kenne ich deutlich mehr verhaltensauffällige Schüler, die nicht durch ihr kognitives Potential in die Störer-Rolle gerutscht sind, als hochbegabte Minderleister...
    Diese Argumentation ist mir einfach viel zu wenig differenziert.


    Aber auch dann ist doch das was wir ihnen bieten falsch, wenn sie da nicht mitkommen.
    Also auch Differenzierung heißt dann wieder das Zauberwort.

    Und ja, die "Störer" in den normalen KLassen, die ich erlebt habe, waren zum großen Teil eben begabter als die "normalen", dass es auch andersrum geht, bezweifelt doch keiner und hat doch auch niemand gesagt, dass es so sein muss.

    Djino: Viel häufiger sehe ich die schüler in den Grundschule als Fachlehrer aber z.B. auch nicht!

    Eine Grundschullehrerin hat durchschnittlich 26 Kinder, oder? Diese Kinder sieht sie jeden Tag, diese Kinder schrieben auch keine 12-15 Seitige Facharbeiten (ich habe in den letzten Tage 6 Facharbeiten korrigiert und habe mindestens 7 Stunden pro Tag wirklich gearbeitet) oder Oberstufenklausuren. Wenn ich 26 Kinder hätte und NUR 26 Kinder, DANN könnte ich vielleicht auch für jedes Kind ein eigenes Arbeitsblatt erstellen...


    Das wäre ja ein Traum Grundschulklassen mit 26 Kindern und nur eine Klasse und die den ganzen Tag. Habe ich schon lange nicht mehr erlebt. Wenn nur in einer KLasse, dann in Flex-Klassen (1+2 oder 1-3) und ca. 30 Schülern, da bist du mindestens so gut beschäftigt.
    Aber da da eh differenziert werden muss, ist der Unterschied nicht so groß, denn warum und wie differenziert wird, interessiert dann auch nicht!

    Können verhaltensgestörte Kinder nicht "geistig fit" sein?


    Klar, viel sind sie ja sogar deutlich fitter als andere, aber wenn man ihnen eben nicht entsprechendes Futter gibt, werden sie eben störend.
    Guckt euch doch mal an, wie hochbegabte auffallen, selten doch durch ihre Leistung, sondern eher durch ihr Verhalten!

    DAs ist sicherlich auch eine Frage des Schulrechts. Hier gibt es kein sitzenbleiben oder versetzen, hier gibt es nur ein nicht versetzen und das nur, wenn alle Möglichkeiten der Förderung nachweislich ausgeschöpft sind.
    Da immer unnd überall Geld fehlt, ist dies eigentlich nie der Fall. Aber es bedeutet eben auch, dass erstmla ein Antrag gestellt werden muss, dasa jemand nicht versetzt wird.
    Das gilt aber nur für die Grundschule!

    Und wie sieht das bei Euch mit Tagesmüttern aus? Was kosten die so? Die Tagesmutter, die ich für meinen Kleinen favorisiere, möchte nämlich 6 Euro pro Stunde haben. Klingt erstmal nicht viel...aber bei einer Betreuung von 6 Stunden täglich, fünf Tage die Woche macht das mal eben über 700 Euro im Monat. Oh je. Wie schauts da bei Euch aus?


    Bei uns werden glücklicher Weise die Tagesmütter auch über die Stadt bezahlt und kosten somit das, was ich auch für einen Krippenplatz zahlen würde.

    Aber wir werden wohl mal gucken, ob sich ein Babysitter findet, der im Notfall auch mal kranke Kinder betreut - daran hatte ich vorher noch gar nicht gedacht, weil ich dachte, dass niemand so etwas machen würde.


    GUck mal, ob es bei euch evtl. auch einen Babysitterservice oder so gibt, die haben dann oft solceh Notfallbetreuungen und sind vor allem meiste geprüfte Babysitter.

    denn in meinem Umfeld waren besonders im ersten Kindergartenjahr die meisten Kinder im gesamten Winter mehr als 10 Tage krank.


    Nee, ich denke, dass ist nicht unnormal, gerade im ersten Kidnergartenjahr nicht.
    Das wird aber von Jahr zu Jahr eignetlich weniger und bei den kleineren Geschwister kenne ich es so, dass es gleich weniger ist.
    Bei uns z.B. (3 und 5 sind die Kinder und werden schon seit 3 und 3,5 Jahren betreut) waren die Kinder jetzt in dem ersten viertel Jahr nicht einen Tag krank.

    Weißt du eigentlich, dass dein Beitrag 22 ziemlich arrogant ist?


    Nur der, ich finde noch mehr, denn die Infos kann man sich, wenn ich das richtig lese z.B: auch alle selber bei FVLG usw. runterladen.
    Aber natürlich möchte man diese Dinge auch noch ans Bett geliefert bekommen.

    Sorry, aber ich hoffe sehr, dass dir keiner einen "wirklichen" Gewerkschaftskalender verkauft, denn wenn du die Arbeit der Gewerkschaft nutzen willst, dann zahle gefälligst auch dafür.
    Mich kostet es momentan gerade mal 2,50 Euro im Monat, dich wahrscheinlich etwas mehr, was aber wohl ok ist!

    Langsam platzt mir echt die Hutschnur hier.

    Aber selbst wenn ich in Berlin oder Brandenburg mein Ref mache (was dann nur 12-18 Monate wären), würden wir schon von 2 Jahren Fernbeziehung reden müssen, da die nächsten Einstellungen erst Februar 2013 sind... aber früher hab ich mein Studium auch nicht beenden können.


    DAs stimmt nicht, die nächste Einstellung in Berlin ist zum 30.7., wenn du also jetzt fertig bist, hättest du dich bis 13.3. bewerben müssen (wobei mir nicht klar ist, warum du das nicht getan hast) und hättest bis 24.4. Zeit die UNterlagen nachzureichen, die fehlen.
    Habe gerade gesehen, die haben das nun nämlich doch weiter rausgeschoben, alles andere war auch Blödsinn, wobei ich Beginn im Februar mit Nachreichefrist November für uns auch blöd finde (werden ja alle nach dem Semester jetzt fertig und haben dann ein halbes Jahr Leerlauf).

    Aber ansonsten könntest du ja auch schon mal ein halbes Jahr mitgehen oder so und da etwas Erfahrung sammeln!

    Das wäre dann nicht schlimm, wenn es keine fatalen Konsequenzen für die Schüler hätte ... Die benötigen aber größtenteils eine behinderungsspezifische Unterstützung, auch (und gerade) im inklusiven Kontext.


    DAs hätte bei einer entsprechend breit gefächerten Ausbildung, die Sonderschullehrer unnötig werden lässt dann sicherlich keine fatale Konsequenz. Wenn es welche hätte, dann ist die Ausbildung nicht so breit gefächert, dass der Sonderpädagoge unnötig wird ;)

    Da sind doch auch zwei Förderschwerpunkte enthalten?


    Nein, einer ist es bei uns wohl, was sie genau machen, kann ich dir nicht sagen, aber wohl eher auf allgemeiner Basis, nichts konkretes.

    Was sind denn "wirkliche Lernbehinderungen" (und was sind "unwirkliche")?


    Keine wirklichen sind die, die bei gerne als Modeerscheinung mal so schnell als eine dahindiagnostiziert werden. So wie gerne mal schnell gesagt wird, das Kidn wird LRS haben, Dyskalkulie usw. Wobei dies für mich ja keine Lernbehinderungen sondern nur Entwicklungsverzögerungen sind, die ja problemlos behebbar sind!
    Aber das ist ein anderes Feld!

    Neben der (aus meiner bisherigen Perspektive) wirklich fundierten didaktischen Ausbildung in den Fachrichtungen studiert man hier selbstverständlich auch ein Hauptfach fachlich und didaktisch wie Grundschullehrer sowie die gleichen Grundlagen in Deutsch und Mathematik.


    Hier ist eben das Hauptfach Sonderpädagogik und ein Nebenfach dann z.B. Biologie. Die Dinge, die wir in Grundschulpädagogik haben, wie Mathe, Deutsch Sachunterricht uund dazu auch die Grundlagen, haben die Sonderpädagogen nicht. Somit fehlen diese Grundlagen eben .

    Ganz abgesehen davon, dass mit einer Abschaffung der Fachrichtungen und einer "breiteren" Qualifikation (wie sie ja oftmals gefordert wird) der Beruf des Sonderschullehrers meines Erachtens tatsächlich schrittweise überflüssig würde


    DAs wäre doch eigentlich gar nicht so schlimm!

    Ich habe eher die Erfahrung gemacht, dass den Grundschullehrern sämtliches Grund-/Fachwissen für die Förderung der behinderten und benachteiligten Kinder fehlt ...


    DAs glücklicher Weise nicht, gerade bei Lernbehinderungen oder Lernschwierigkeiten, das wird ja ausführlich gemacht, so wie auch Hochbegabung (zumindest bei uns), aber ganz klar, für wirkliche Lernbehinderungen fehlt und auch die Ausbildung, auch das soll ja geädnert werden, aber in der Regel kommen wir ja auch nicht in eine Sonderschule und die Schüler sollten ja einen Sonderpädagogen o.ä. haben bei einer Einschulung in eine Regelschule. Das das leider Theorie ist, ist ja momentan allen klar.

    I.d.R. dürften Sonderschullehrer von Schriftspracherwerb und elementarer Mathematik mehr Ahnung (v.a. auch diagnostisch-therapeutische Kompetenzen) haben als Grundschullehrer.


    Das scheint hier definitv nicht so zu sein, genau darüber haben sich die Sonderpädagogen gerade beklagt, dass sie sich auf einen Förderschwerpunkt auch noch festlegen müssen und das sie eben die Grundlagen, wie z.B. den Schriftspracherwerb nicht im Studium drin haben.

    Vielen Dank, da werde ich mich mal schlau machen. Das mit "beide Fachrichtungen machen" war etwas unglücklich ausgedrückt. Damit wollte ich wissen, ob man dann zB. an einer Grundschule als Grundschul- und als Sonderpädagogin eingesetzt werden kann. Je nach Bedarf. Generell geht es mir aber darum, die Qualifikation zu erwerben, um dann vielleicht später schneller die Chance zu haben als Sonderpädagogin zu arbeiten.. :)


    Ja, kann man.
    Andersrum inzwischen leider auch.

    Beide Fächer zu kombinieren während des Studiums, so wie ich z.B: Grundschulpädagogik und Biologie habe, geht aber nicht. Das schließt sich zumindest hier als Kombination aus.
    Die HU hat z.B. eine Übersichtsseite, welche Kombinationen beim Kombi-Bachelor mit Lehramtsoption gehen. Sie versucehn das aber langsam umzubauen, denn für die beginnende Inklusion ist diese Trennugn eine Katastrophe. Den Sonderpädagogen fehlt sämtliche Grund-/Fachwissen für die Grundschule hier.
    Sie haben so wie ich Biologie habe z.B: auch Biologie, aber sonst "nur" Sonderpädagogik, sollen ja aber trotzdem "normal" den Mathe- Deutsch,...Unterricht unterstützen.

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