Beiträge von Piksieben

    Das hat der Postillon mal wieder gut beobachtet. Ich verstehe den Karl auch nicht mehr. Ist Corona nun noch gefährlich oder nicht? Sollte man am besten auf eine Corona-Party gehen (Herdenimmunität aka Durchseuchung) oder sich doch lieber zu Hause einbuddeln (die Länder sollen Hotspots definieren)? Für mich sagt er gefühlt jeden Tag was anderes.

    Irgendwie kann ich nicht richtig ergründen, warum, aber ich ärgere mich über die Impfpflicht ab 60, die im Gespräch ist. Für mich klingt das wie: "Ihr alten Leute verstopft eh schon die Krankenhäuser und wollt immer nur mehr Rente, jetzt lasst euch gefälligst impfen und uns in Ruhe".

    Was ist damit sagen will: Es ist absolut und ausschließlich abhängig von der jeweiligen Lehrerperson, von ihrer persönlichen Belastbarkeit, Effizienz, ihrem Anspruch, ihrer Ausgeglichenheit.

    Ja, so ist das wohl. Das ist auch eine Charakterfrage. Kann ich auch mal etwas durchgehen lassen? Kann ich auch mal etwas "grad nicht so wichtig" finden? Wenn man mal so beobachtet, was Leute für ein Gewese um ihre Kleidung, ihre Frisur, ihr Auto und ihre Katze machen, dann sieht man - sehe ich - : ok ... kann man machen ... ist aber nicht so meins ... Und das überträgt sich natürlich auch auf die Berufsausübung.

    Merkt man auch rasch daran, wie Leute auf einfach Fragen reagieren. Solche, die nur eine binäre Antwort erfordern. Einige sagen ja oder nein, andere antworten mit einem Redeschwall, da sind gleich wieder 10 Minuten weg und das läppert sich ...

    Ich finde die Maske lästig, aber vielleicht ist sie ja das neue Normal. Wo sind denn sonst noch Einschränkungen? Dieses ewige Gerede von der Rückkehr zur Normalität nervt mich.

    Die alte Normalität ist sowieso weg. Für immer. Das gilt für alles. Manchmal ist das gut: Früher war es normal, dass Eltern ihre Kinder hauen. Manchmal ist es schlecht: Früher war es normal, dass Kinder draußen spielen (und die Kinder, die früher als moppelig galten, sind heute "normal" - ein Blick auf meine alten Klassenfotos zeigt das sehr deutlich).

    Ich mache eine Menge Vertretung bei derzeit hohem Krankenstand im Kollegium. Kollegen, die 3 Wochen "raus" sind wegen Corona. So zum Beispiel.

    Klar, ich könnte ja die Maske absetzen und dann auch mal 3 Wochen ausfallen. Dankt einem ja irgendwie doch keiner, wenn man sich schützt. Aber ich habe einfach keine Lust auf den Mist und warte erst einmal ab, wie sich die Situation entwickelt. So lange bleibt die Maske auf und das Fenster auch.

    Ich habe den ersten Teil als Oberstufenschüler gelesen. Fand ihn gut. Weiß allerdings nicht, ob es schon für Fünft-/Sechsklässler passend ist? Aber erinnere mich jetzt auch nicht mehr im Detail.

    Für Heiberufe oder Naturwissenschaften braucht man jetzt ja weniger Latein. Die Fachterminologie kann (muss) man auch so lernen. Für Geisteswissenschaften ist es sehr sinnvoll und teilweise noch erforderlich.

    Die eine Sache ist, ob man es "braucht", die andere, ob es nutzt. Und bei medizinischen Berufen ist man mit Latein sicher klar im Vorteil.

    Auch als Laie ... und wenn es nur verhindert, dass man in die Apotheke geht und "ein Antibiotika" verlangt. Ich fühle mich lebenslang bereichert durch mein großes Latinum und kann es nur empfehlen.

    Nun ja, jedenfalls scheint ja das Interesse am alten Rom nicht so sehr im Vordergrund zu stehen, das arme Kind, wenn es jetzt Berge an Schmökern über Cäsar und Caligula geschenkt bekäme und eigentlich Käferkundler oder Ornithologe werden will! Da wäre doch ein Experimentierkasten oder ein Herbarium angebrachter. Oder was auch immer gerade das aktuelle Interesse ist.

    Ich bin zwischen 6 und halb 7 damit beschäftigt, die Augen zu öffnen, aus dem Bett zu kommen, mich anzuziehen ohne mich in der Hose zu verknoten, die richtigen (und richtige Anzahl an) Schilddrüsentabletten zu nehmen und mir ein Frühstück zusammenzuschütten, das ich mitnehmen kann. Tee kochen, Tee trinken und lesen würden mich massiv überfordern.

    Ich bin so ein Morgenmensch, ich liebe diese frühen Lesestunden. Dafür fällt mir mittags der Kopf auf die Tischplatte, wenn kein Bett in der Nähe ist. Ist auch nicht einfacher. :muede:

    Also mich wundert das jetzt nicht so sehr, diese Annahme. Ich checke meine Mail tatsächlich auf dem Handy, sobald ich meinen Tee getrunken und ein bisschen gelesen habe und was ich sonst so mache, um in den Tag zu kommen. Ich beantworte sie halt nicht sofort, aber ich bin zu neugierig und will ja auch meinen Tag planen, und da kommen ja manchmal Überraschungen rein.

    Aber ich muss immer ein bisschen lachen, das ist so eine übliche Begrüßung: "Hast du meine Mail bekommen?"

    Ich empfinde es auch so, dass die Nachrichten und Nachrichtenkanäle immer mehr werden und so ein Anspruch da ist, dass man 24/7 verfügbar zu sein hat.

    Da muss ich mich auch zusammenreißen. Was soll das, sonntags in die dienstliche Mail zu schauen? Warum soll ich um 22 Uhr noch auf iserv-Nachrichten reagieren?

    Ich sehe schon (zu) oft nach, antworte aber nur außerhalb der normalen Bürozeiten, wenn es sehr dringend ist. Das ist eher selten. Ansonsten finde ich es auch am sinnvollsten, das zu blocken, statt sich ständig bei wichtigen, konzentrationsintensiven Arbeiten zu unterbrechen.

    Ich finde es ok, wenn manche sonntags ihr Zeug nacharbeiten und entsprechend auch Mails schreiben. Aber ich muss nicht antworten und tue es auch nicht.

    Die Anruferei nervt mich am meisten, aber dann ist es meistens auch dringend. Ich versuche, Tlefonate vorher anzukündigen/zu vereinbaren.

    Eine Vereinbarung im Kollegium wäre da eigentlich nicht verkehrt.

    Du würdest dich vielleicht wundern, was für einen Unterschied es machen kann, wenn man auf gemeinsamer Erfahrung aufzubauen weiß. Verbales Blabla ist eben nicht immer die effizienteste Basis, sich gegenseitig zu verstehen. Ein Haltung einnehmen können, die dem Gegenüber klar macht, dass man Rückgrat besitzt auch wenn derjenige auftreten kann wie Graf Rotz bei 2m Schrankgröße und potentieller Handgreiflichkeit lernt man nicht eben so.

    Gerade parallel läuft die Diskussion über die Täter/Opferumkehr handgreiflicher Kinder in Kombination mit "robustem" Elternhaus. Aber gut dass wir mal drüber geredet haben.:pinch:

    Ich verstehe absolut nicht, was du mir gerade sagen willst.

    Reden nutzt nichts? Ich soll mich zu Schrankgröße aufpumpen? Ich soll mich vermöbeln lassen, damit ich weiß, wie sich das anfühlt? Ich kehre Opfer- und Täterrolle um??

    Ich beziehe mich mit "Heldentaten erzählen" auf impertinentes Geschwafel von Lehrern über ihr Privatleben, ihre persönlichen Ansichten, Angeberei etc. Nein, das machen nicht alle, aber bei manchen hat man wirklich das Gefühl, sie sind Lehrer, weil sie sich permanent selbst darstellen müssen. Und in diese Richtung gehen auch diese Fragen wie "Ich bin Olympiareiterin und manchmal kriege ich die Stiefel nicht aus. Kann ich so in die Schule gehen?"

    Wenn man damit rechnet, erkennbar vermöbelt in die Schule zu kommen, dann gehört das offenbar zu dem "Sport", den man macht. Aber es gibt ja kaum etwas, was hier nicht gefragt wird. Also ja, kommt bitte alle gern mit Veilchen, ganzkörpertätowiert und in Sandalen unter dem Fußpilz zur Schule. Hoodie nicht vergessen, sofern das den Wunsch, möglichst viel Haut zu zeigen nicht torpediert. Und erzählt euren anvertrauten Kindern bitte alle eure Heldentaten. Das interessiert die brennend.

    Demnächst wird hier noch gefragt, ob man duschen sollte, bevor man in die Schule geht. Oder ein Deo benutzen soll. Oder sich die Haar kämmen soll. Wo kämen wir hin. Come as you are! Die wahren Werte sind innen. einige verbergen sie recht gut.

    Manchmal fasst man sich hier an den Kopf beim Lesen. Nicht dass da schon ein Veilchen blüht :rotfl:

    Natürlich addiert man Noten. Ich addiere immer alle. Manchmal haue ich richtig rein so wie bei der letzten Mathearbeit, da kam ich auf 150. Vor den Zeugnissen schließe ich mich für drei Tage in meinem Homeoffice ein und und bearbeite meine Rechenmaschine, um auf meine Jahresleistung zu kommen. Bei meinen achsoschwierigen Fächern ist das Ergebnis meist schwindelerregend.

    Vielen Dank für euer Feedback. Als Neuling macht man sich doch zu viele Gedanken :)

    Ich lerne aus der Situation und weiß jetzt, dass Schüler einiges behaupten können ;)

    Ich mache mir diese Gedanken auch nach 15 Jahren noch. Ich frage mich, wie oft mich jemand im Laufe eines Schultags anlügt. Ich finde das nicht harmlos. Je mehr solcher Lügen man erkennt, desto misstrauischer wird man. Mit dem Effekt, dass man irgendwann grundsätzlich allen Schülern mit Misstrauen gegenübertritt.

    Es müsste anders herum sein. Grundsätzlich vertrauen. Misstrauen nur, wenn es Anlass gibt. Aber so funktioniert das im Lehrerberuf offenbar nicht.

    Ich finde es zum Beispiel extrem schäbig, sich beim Arzt ein Attest zu erschleichen, obwohl man gar nicht krank ist, sondern einfach nur keinen Bock auf Klausur hat. Es gibt auch Menschen, die sind ernsthaft und chronisch krank. Aber so weit reicht dann leider der Verstand einiger gesunden Personen nicht, dass man sich schlecht fühlt, wenn man behauptet, man hätte sonstwas.

    Einige Schüler lügen auch noch derart durchschaubar schlecht, dass sie einem gleich ins Gesicht sagen könnten, dass sie einen für blöd halten.

    Daran kann ich mich nicht gewöhnen.

    Ich traue der Immunisierung nicht mehr über den Weg. Dieses Genöle mit den zwei Jahren - jetzt muss aber mal Schluss sein, als wäre das ein Grund für irgendwas - ödet mich auch an. Zwei Jahre habe ich mich an alle Regeln gehalten und habe eine Infektion vermeiden können. Und jetzt soll ich mich doch bitte infizieren? Warum eigentlich? Auch die neueste Untervariante von Omikron ist kein Schnupfen. Und sich einmal infizieren reicht ja offenbar auch nicht für eine Immunität, sonst wären die Zahlen nicht unvermindert so hoch.

    Ich lasse die Maske erstmal auf. Eltern mit Schulkindern tun mir echt leid.

    Ich habe mich zu Beginn dieses Schuljahrs mehrfach geärgert, dass ich meine sorgfältig erstellten Arbeitsblätter lieblos liegengelassen wieder einsammeln konnte.

    Offenbar habe ich eine größere Affinität zu Ausgedrucktem als meine Schüler. Wenn wir im PC-Raum sind, drucke ich gar nichts mehr aus. Die Schüler können das selbst - wenn sie wollen. Aber meist wollen sie gar nicht. Das spart mir viel Ansteherei am Kopierer.

    Ich selbst werde schier wahnsinnig über der ganzen Zettelei. Elektronisch Ordnung zu halten ist schon schwer genug. Für die Schüler übrigens auch. Zum Glück gibt es bei iserv das Aufgabenmodul, da ist alles sicher vorrätig und niemand kommt mehr angerannt und muss etwas nachgetragen bekommen.

    Work-Life-Balance hat nicht nur den zeitlichen Aspekt. Wenn ich meine Arbeitszeit als sinnerfüllt und angenehm empfinde, bin ich ja auch in der Balance.

    Möchte ich lieber Unterricht vorbereiten oder die Küche aufräumen? Lieber Kartoffeln schälen oder unterrichten? Waschen oder Fehlstunden zählen? "Balance" heißt für mich, dass die eine Tätigkeit eine Erholung von der anderen ist und ich mein Leben als abwechslungsreich und sinnvoll empfinde.

    Allerdings, ein hektischer Vormittag mit schwieriger Klientel erfordert Erholung, und wenn ich danach nur noch platt im Bett liege, dann NERVT mich das. Vor allem auch, weil vieles von dem, was ich da so getan habe, sinnlos und frustrierend ist. Zum Glück ist das nicht an jedem Schultag so.

    Bin gerade etwas irritiert ... Blumen ... war das nicht eher Muttertag? Einige Schüler fragten mich sogar gestern, ob die Frauen etwas geschenkt bekommen ... ich sagte, bei uns eigentlich nicht.

    Den Weltfrauentag hatte ich bisher als so was wie den Tag der Arbeit (1. Mai) aufgefasst, also eher Demo und Diskussion als Blümchen. Habe ich was verpasst? Natürlich ist das eine nette Geste, aber wie die Graphik so schön darstellt: Frauen wollen eigentlich was anderes.

    Ich freue mich auch nicht so wirklich über Blumen. Wo sollen die aktuell herkommen außer von weit her oder teuer aus dem Gewächshaus? Ich schaue mir gerade lieber die Schneeglöckchen, Märzenbecher und Krokusse an und lasse ein paar Zweige der Korkenzieherweide in einer Vase austreiben.

    Ich finde, das ist kein "Problemchen", das man irgendwie kleinreden sollte. Wenn es tatsächlich stressbedingt ist, dann kann man da auch was machen. Der Leidensdruck ist schon hoch, wenn man das hier so liest. Das würde ich natürlich ärztlich abklären, aber das hat die TE ja auch vor. Gut so.

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