Beiträge von Piksieben

    Also ich bin total erleichtert. Noch am Donnerstag bin ich mit FFP2-Maske und beschlagener Brille durch die Schule getappt ("Ach, Piksieben, du bist es ..."), habe gefroren und mich grundunwohl gefühlt und gedacht: Wie lange noch?? Wozu haben wir uns so angestrengt mit der Digitalisierung, wenn wir jetzt doch zwangsweise aufeinander hocken müssen?

    Und dann plötzlich geht es doch. Vielleicht wird es mit den Videokonferenzen doch schwierig, wenn zu viele gleichzeitig laufen. Aber ich bin auch darauf vorbereitet. Auch um die Klausuren herum. Irgendwie muss es halt gehen. Ich finde Videokonferenzen inzwischen wirklich gemütlich und bin total locker.

    Der Rest meiner Familie meidet Kontakte und ist sehr vorsichtig. Ich bin im Prinzip die einzige Gefahrenquelle hier in einem der Hochrisikogebiete in NRW. Ich gehe mal davon aus, dass, wenn ich bis Weihnachten symptomfrei bleibe, ich meine erwachsenen Kinder, die auswärts wohnen, nicht anstecken kann, und vor allem, dass das Risiko, dass ich meinen Mann doch noch anstecke, jetzt etwas vermindert ist. Oder könnte ich wochenlang symptomfrei und ansteckend bleiben?

    Eigentlich sollte noch an der Schule getestet werden, das wurde aber abgesagt.

    Ich habe mich echt gefragt, wie lange das noch gehen soll mit diesem "Lockdown light". Schrieb ich schon, dass ich erleichtert bin?

    Warum fühlst du dich denn in einer Sackgasse? Und warum fällt dir außer "Lehrer" nichts ein, was du aus deinen fachlichen Interessen machen könntest?

    Ich finde ein Praktikum für den Moment überflüssig. Du bist ja gerade aus der Schule raus. Auch wenn die Perspektive als Schüler eine andere ist: Den Laden "Schule" kennst du. Und du weißt selbst: Die Schülerinnen und Schüler werden deine Interessen eher selten teilen, und das wird dich frustrieren.

    Viel wichtiger fände ich, herauszufinden, was man bei dieser Interessenlage sonst noch so machen könnte. Ich kann dir dazu keinen Tipp geben, aber da sollte es doch einiges geben. Da würde ich mal die Fühler ausstrecken statt nach Verlegenheitslösungen zu suchen. So wie du schreibst, hört es sich nicht an, als sei Lehrer dein Traumberuf. Auch in anderen Bereichen kann man Praktika machen. Dass man im Studium mal Tiefpunkte hat, ist normal. Als Motivation, Lehrer zu werden, ist das ungeeignet.

    Deine Fächer zu kennen wäre hilfreich. Und was du aktuell so machst.

    Die eingeführten Lehrbücher erfragen und anschauen wäre eine Möglichkeit. Mir hätte das geholfen, ich war damals aus dem Schulstoff Mathe ganz raus und in Informatik musste ich mir allerhand draufschaffen, was ich nie irgendwo gelernt hatte.

    Es gibt auch ganz hilfreiche Ratgeber für Lehrer. Bücher über Bildungswissenschaften. Vielleicht auch das 1x1 des Zeitmanagements und der Dokumentenverwaltung (elektronisch wie "in echt"). Arbeitsplatz zu Hause einrichten.

    Und klar, noch mal entspannen und tief Luft holen.

    Hast du keines dieser Testzentren in der Nähe?

    Also bei der Stadt heißt es, Ansprechpartner sind die Hausärzte. Es gibt Testzentren, aber da muss ich wohl selbst bezahlen.

    Ich verstehe auch, dass die Labore überlastet sind und Leute mit Symptomen sollten natürlich gleich getestet werden. Aber etwas ärgerlich ist es schon, wenn einem da so leere Versprechungen gemacht werden.

    Eine Kollegin wurde symptomlos positiv getestet, das hat mich schon etwas erschreckt ... aber ich lass es jetzt einfach.

    Bin mit OpenShot ganz zufrieden.

    Danke für den Tipp, das habe ich ausprobiert - das ist so, wie ich es suchte.

    Allerdings ist es beim Einfügen eines Bildes abgestürzt. Mit einem .gif geht es, zickt aber auch ein bisschen.

    Trotzdem bleibe ich jetzt mal dabei, es ist übersichtlich, leicht zu bedienen und hat viele Spuren.

    Vielen Dank für eure Tipps! Da gibt es doch einiges, was ich noch probieren kann. Vielleicht gebe ich Davinci Resolve doch noch eine Chance...

    Ich brauche halt zwei Audiospuren, eine für Musik, eine zum Sprechen.

    Kann mir jemand einen Tipp geben für ein freeware-Videoschnittprogramm? Ich probiere gerade einige aus, aber es ist mühsam. Shotcut scheint eine Menge zu können, ist mir aber gleich beim ersten Ausprobieren mehrfach hängengeblieben. DaVinci Resolve war mir zu unübersichtlich. Movie Maker ist aber ein bisschen zu wenig.

    Wer kennt sich aus?

    Es gibt in "Good Will Hunting" diese Szene, in der Will seinen Betreuer übel persönlich beleidigt und man für einen Moment glauben kann, dass der das zum Anlass nimmt, aufzugeben. Aber er sagt am nächsten Tag, dass er Will das nachsieht, weil er halt jung und dumm ist. Und wenn man später Wills Geschichte erfährt, sieht man das auch mit anderen Augen.

    Damit will ich nicht sagen, dass man diese persönlichen Beleidigungen durchgehen lassen darf. Aber: Man darf sie nicht persönlich nehmen, auch wenn das schwer fällt.

    Ich würde das auch nicht so stehen lassen und es ähnlich wie von Maylin geschildert angehen. So dass die Botschaft ganz klar ist: Auch anonyme Beleidigungen sind Beleidigungen, verletzend und nicht zielführend. Und wir gehen so nicht miteinander um, und wenn wir uns noch so sehr übereinander ärgern.

    Vielleicht wäre es trotzdem gut, mit dieser Aussprache noch ein wenig zu warten und die Stimmung in der Klasse zu beobachten. Um abzuschätzen, ob es nicht doch noch einmal nach hinten losgeht.

    Ich habe auch schon in einer ähnlichen Situation eine Beratungslehrerin hinzugezogen. Das hat auch geholfen.

    Und dass die KL sie "putzig" findet, sorry, das ist einfach bescheuert. Damit hat das geschilderte Verhalten nun so gar nichts zu tun.

    Nur so als Anregung: Ich habe gerade gestern eine digitale Alternative zum Klapptest gesucht. Das habe ich dann so gelöst, dass ich eine Powerpoint-Präsentation erstellt habe, bei der die Antworten mit einem "prüfe"-Button verlinkt sind. Das Ganze habe ich dann als pdf gespeichert. Das kann man jetzt auch auf dem Handy machen.

    Ich finde die Idee gut. Da haben wir einen immerhin um 4 Tage längeren Zeitraum, in dem die Infektionsketten an der Schule unterbrochen werden können. Ich werde diese Tage nutzen, um in Ruhe meine Prüfungsvorschläge zu schreiben. Und eine etwas längere Verschnaufpause über Weihnachten können wir wohl alle gebrauchen. Am Stück ist das doch effizienter als so ein paar Kleckertage zwischendurch.

    Warum freut ihr euch nicht einfach?

    Hallo SchmidtsKatze, ist das nicht ein bisschen kompliziert gedacht? Wenn du statt Noten Punkte vergeben würdest und daraus ein Punktekonto machtest, auf das man pro Vokabeltest "einzahlt" und aus dem sich dann die Note ergibt? Dann könntest du das so anpassen, dass auch mal ein paar Vokabeln fehlen und trotzdem eine gute Note dabei herauskommt. Für die Schülerinnen und Schüler wäre das auch transparent: Ich brauche noch x Punkte, um auf eine 2 zu kommen. So in etwa.

    Aber der Mathe-Studiengang hat keinen NC, keine Aufnahmeprüfung, keine Zulassungsbedingungen, die vorgeschaltet sind.

    Verstehe ich nicht. Es gibt in Mathe keine Zulassungsbeschränkungen, weil es keine braucht. Es sind genügend Studienplätze da, Mathe ist vergleichsweise billig. Kunst- und Musikhochschulen müssen ganz anders ausgestattet sein. Das heißt doch nicht, dass Mathe easy ist.

    Und Vorkurse gibt es in Mathe selbstverständlich auch. Eben drum. Weil es schwer ist, von der Schulemathematik auf die "echte" Mathematik umzusteigen.

    Mathe ist mühsam, aber im Grunde überschaubar. Andere Gebiete sind derart unbegrenzt und überlappen sich und blicken auf eine schier unendliche Geschichte, die man irgendwie präsent haben sollte, um mitreden zu können. Und die endlose Literaturliste, die man in Geisteswissenschaften so kriegt ... Sachen lesen, die ich nicht so spannend finde, war schon in der Schule nicht meins.

    Und Pharmazie zum Beispiel ist mit Sicherheit stressiger als Mathe. Schon allein wegen der vielen Laborpraktika und dem vielen Auswendiglernen und und und.

    Und trotzdem - viele scheitern am Mathe-Anteil ihres Fachs oder an Mathe an sich.

    Einige Leute begreifen es schneller, sehen Dinge, die andere nicht sehen. Einige haben einfach mehr Biss und Fleiß und Interesse als andere. Man muss es auch aushalten können, sich immerzu unzulänglich zu fühlen, weil man schon wieder was nicht verstanden hat. Aber jedes Fach hat andere Schwierigkeiten.

    Bei meinen Schülern fehlt mir vor allem Interesse und Durchhaltevermögen. Mal auf ein Blatt starren, bis die Einsicht kommt, statt immer zu erwarten, dass einem alles vorgekaut wird und zu meinen, alles, was man nicht versteht, sei schlecht erklärt worden.

    Man merkt hier oft, dass es sich um ein Lehrerforum handelt und viele Besserwisser unter uns sind.

    Und ja. Trolle soll man bekanntlich nicht füttern. Ich wunder mich auch, dass sich einige immer wieder an denselben Leuten "abarbeiten". Ich ignoriere sie einfach.

    Manchmal will ich auch gehen. Also aus diesem Forum.

    Aber dann bin ich doch wieder neugierig :sofa:

    Wow. Du musst verrückt sein :respekt::respekt::respekt:

    Habe ich schon erwähnt, dass ich alte Bücher liebe, aber das Regal schon voll ist?

    Die lade ich mir gleich aufs Tablet und halte mich dadurch hoffentlich davon ab, schon wieder Coronazahlen zu lesen.

    Danke!!

    Eigentlich bin ich keine Frostbeule, viel draußen und viel Fenster auf.

    Aber jetzt ist das doch ein bisschen too much: Mein Vereinsbad ist gut geheizt, aber draußen, und die Umkleiden sind zu. Das ist immer ein Sprint von der Dusche in die Klamotten ins Auto. Ohne Schwimmen werde ich traurig. Aber jetzt nach zwei Tagen gut gelüftetem Unterricht merke ich schon wieder einen Schnupfen im Anzug und muss mich bei Suppe und Tee eingemummelt warmhalten.

    Schnell mal abhärten, wie geht das?!

    Wer keinen Lieblingsmenschen zum Umarmen hat, tut mir wirklich leid. Es kommt mir schon gar nicht mehr wirklich vor, dass ich Freunde einfach so umarmt habe.

    Worauf ich allerdings bestens verzichten kann, ist diese höfliche Händedrückerei. Das kann wegen mir ruhig auch später wegbleiben.

    Und noch andere Leute tun mir leid, vielmehr machen mich wütend: Die immer noch nicht verstanden haben, dass man auch an anderen Sachen Coronabedingt sterben kann - wenn sich keiner mehr um einen kümmern kann. Wer auch nur ein einziges Mal einen Notfall erlebt hat, kennt diese Form von Dankbarkeit, die sich einstellt, wenn einem geholfen wird, wenn man selbst nicht weiter weiß.

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