Tja, wenn ich mich so erinnere: Einige Abschlussfeiern sind gelungen und lustig, rührend und liebevoll gestaltet mit Deko und leckerem Essen, Musik usw. Bei anderen ist es einfach nur peinlich. Weil keiner Bock hatte, was vorzubereiten. Weil man alberne Streiche macht, die nicht im mindesten lustig sind. Weil man meint, eine Abirede müsse eine Generalabrechnung sein. Weil in den Abizeitungen Blödsinn steht. Auch Lehrer glänzen nicht immer auf Abschlussfeiern.
Ich wurde auch schon mal "abgewatscht" und das hat mich auch gekränkt. Aber das war nur ein einziges Mal und ich stehe jetzt drüber. Diese Feiern gehören halt zum Job und ich gehe auch durchaus nicht immer hin.
Ich sprach mal mit Schülern, die mit ihrem Klassenlehrer sehr unzufrieden waren und ihm zum Abschluss nicht gerne künstlich danken und ihn loben wollten. Ich habe ihnen gesagt, dass auch Schweigen sehr beredt sein kann ... sie haben dann alle erdenklichen Lehrer über den grünen Klee gelobt, nur einen haben sie "vergessen". So entstanden keine peinlichen Momente, aber die Message kam doch rüber.
Das vorher zu thematisieren, könnte auch nach hinten losgehen. elena, so wie du das schilderst, habe ich das Gefühl, dass das nicht noch mal passiert. Aber vorsichtig ansprechen kann man es natürlich. Vielleicht mit einer positiven Botschaft: Bei so einer Feier möchten alle froh sein. Das ist nicht der Ort für Abrechnungen - was auch für die Lehrer gilt. Das ist feige. Man kann auch vorher sagen, was einem nicht gefällt. Vielleicht wäre das am besten: In der letzten Stunde ein Feedback einzuholen, so dass jeder Schüler einmal die Gelegenheit hat zu sagen, was gut war und was weniger.
Klappt aber nicht immer. Das darf man nicht persönlich nehmen.