Es ist eine Ausnahmesituation, auch für das Schulministerium. Was sollen die denn schon schreiben außer "versucht irgendwie was Sinnvolles draus zu machen"? Möchtet ihr in der Haut der Leute stecken, die im Moment all diese komplizierten, zeitkritischen Entscheidungen treffen müssen?
In der Fachschule gibt es ohnehin eine Selbstlernphase, die kann man auch mal so mit Material versorgen, aber speziell die Abendschüler haben im Moment wahrscheinlich auch andere Probleme (Kinderbetreuung zum Beispiel). Ich habe zwei Kurse, denen ich relativ gut per Mail Material zukommen lassen kann, mit dem sie auch einigermaßen zurechtkommen sollten. Und ich kann die Zeit nutzen, um alles Mögliche zu machen, das im Alltagsgeschäft immer zu kurz kommt. So denke ich, ist diese Zeit auch eine Chance.
Grundschülerinnen und Grundschüler sind keine Fernstudierenden. Wie schon geschrieben, da kann man den Kontakt halten, um zu signalisieren, dass die Welt sich weiterdreht. All die anderen Sachen, das soziale Miteinander, Sport, die individuelle Förderung, das funktioniert doch nicht per Mail. Und den ohnehin gestressten Eltern sollte man jetzt nicht auch noch vermitteln, dass ihre Kinder sich jetzt selbst unterrichten müssen - während die Eltern sich (im besten Fall) mit Homeoffice plagen und irgendwie eine Betreuung organisieren müssen, damit sie arbeiten können.
Ich denke, auch bei uns werden Abitur und andere Abschlussprüfungen die Priorität haben. Alles andere wird sich auch irgendwie regeln lassen.