Beiträge von Piksieben

    Keith Devlin behauptet in seinem Buch "Das Mathe-Gen", dass es solch ein Gen gar nicht gibt, sondern dass Sprach- und mathematische Fähigkeiten auf denselben Grundfähigkeiten basieren. Wie schon weiter oben beschrieben: Muster und Strukturen erkennen. Er schildert sehr amüsant, dass es eigentlich viel komplizierter ist, sich all die komplizierten Beziehungen in einer Seifenoper zu merken als zum Beispiel eine Gleichung zu lösen. Aber man ist halt neugieriger auf all diese Intrigen und deshalb beschäftigt man sich mehr damit.

    Ich bin mir immer noch nicht sicher, wie viel "Mathe-Gen" es tatsächlich gibt, aber ich gebe mich ganz sicher nicht damit zufrieden, wenn jemand sich in seiner Mathe-konnte-ich-noch-nie-Haltung gemütlich einrichtet. Ich finde das auch peinlich. Wer geht denn schon hausieren mit dem Bekenntnis, keine zusammenhängenden Texte zu verstehen? Mit Mathe ist das nach wie vor kein Problem. Da läuft etwas falsch.

    Aber noch größer ist das Problem, dass Reinhard Mey so schön in Verse fasste:

    "Dann bin ich kleben geblieben
    wegen Mathe und Chemie
    und mehrerer großer Lieben
    Happy birthday to me"

    Die Interessen in der Pubertät richten sich nun mal nicht vorrangig auf Chemie und Geschichte, und was man da in der Schule macht, ist ja auch nur ein winziges Stück vom Kuchen. Sich aufgrund von Schulnoten auf ein Leben festzulegen, ist doch Quatsch. Ich habe im Studium alles mögliche ausprobiert und meine Interessen haben sich immer wieder in andere Richtungen bewegt. Fächer sind auch nur Schubladen ohne Griff. Ich kann diese wechselseitigen Überheblichkeiten auch nicht leiden. Ich bin auf alles neugierig und versuche das auch zu vermitteln - ist schwer, aber ich gebe nicht auf.

    Bzw. hätte es zu besprechen gegeben. Wenn sie am BK aufschlagen, müssten die Schüler solcherlei eigentlich schon können. Mit und ohne TR. De facto können sie aber weder im Kopf noch schriftlich rechnen und scheitern auch in der Taschenrechnerbedienung.

    *lach* Irgendwie wird man bescheiden mit den Jahren ... Anfangs habe ich mich darüber noch gewundert, wenn sie -1+5 mit dem Taschenrechner lösen, sie addieren sogar 0, wenn das auf dem Zettel steht. Da frage ich mich dann auch, was die in Sek I gemacht haben. Aber mittlerweile erkläre ich geduldig alles auch ein x-tes Mal, das Schimpfen nutzt ja auch nichts. Wenn dann jemand "ach -echt? Cool!" sagt, dann freue ich mich.

    Was das Rechnen in Mathe, sind die Fallunterscheidungen in Informatik. Die sind offenbar auch unfassbar schwer.


    Ich finde es vernünftig, dass marie74 sich Gedanken macht und hier fragt, wie andere das regeln.

    Finde ich auch. Man kann seine Verfügungen auch einem Beerdigungsinstitut geben. Es ist für Hinterbliebene schon eine große Erleichterung zu wissen, wo jemand begraben sein möchte etc. Auch der digitale Nachlass wird ja immer unübersichtlicher.

    Wenn man nicht möchte, dass andere Leute in den Sachen kramen, sollte man seine Sachen so ordnen, dass alles leicht zu finden ist. Bei den Schulsachen finde ich das nicht schwierig, die aktuellen Klausuren liegen doch tatsächlich meist obenauf. Bei den anderen Sachen finde ich es weit schwieriger.

    Bei Abschlussprüfungen und anderen wichtigen Sachen treffe ich immer Vorsorge für den Fall, dass ich plötzlich ausfalle.

    Man kann auch Auto fahren, ohne zu wissen, wie das funktioniert. Trotzdem gibt es Leute, die wissen wollen, warum es funktioniert.

    Ich frage mich manchmal, wo eigentlich der Aufschrei bleibt, dass sich Leute nicht mehr orientieren können, weil sie nur noch nach Navi fahren oder laufen. So eine Landkarte muss man doch auch irgendwie innerlich vorrätig haben. Stumpf nach Navi fahren ist gefährlich.

    Wenn man beklagt, dass Schüler Taschenrechner und Apps benutzen, um sich das Leben zu erleichtern, dann läuft wirklich etwas falsch.

    Ich bespreche im Unterricht das Lösen von Gleichungssystemen. Dann hat jeder die Chance zu verstehen, wie das funktioniert. Wenn man das später mit dem Taschenrechner erledigt, ist das nicht mein Problem. Ich finde es auch weniger spannend, Gleichungssysteme zu lösen, viel interessanter ist ja das Übertragen von Problemstellungen auf mathematische Sachverhalte, und das ist es auch, was den Schülern meist am schwersten fällt. Da kann man nämlich nicht einfach in die Formelsammlung schauen, da muss man erst mal einen Sachverhalt verstehen. Die Aufgaben fallen ja nicht vom Himmel, die sind durch irgendetwas motiviert.

    In Klausuren wird dieser Problematik durch den "Ohimi"-Teil Rechnung getragen: Einiges muss halt ohne Hilfsmittel bewältigt werden.

    Ich versuche zu vermitteln, dass Kopfrechnen eine nützliche Sache ist und man ohne Verständnis auch den Taschenrechner nicht korrekt bedient. Was ist dieses "i" auf dem Taschenrechner? Wie quadriert man unfallfrei -1? Wann braucht man Klammern? Da gibt es noch genügend zu besprechen. Mich stören diese Apps überhaupt nicht. Was mich stört, ist der Unwillen, etwas verstehen zu wollen. Aber das ist eine ganz andere Baustelle.

    Das sind aber komische Empfehlungen hier. Einen Job zu machen, weil man eben eine Job machen muss, und das "Leben" irgendwo außerhalb zu verorten, das ist doch nichts Gescheites. Leben hört doch nicht auf, wenn man einen Klassenraum betritt. Im Gegenteil, da pulsiert das Leben doch erst recht. Es ist immer voller Überraschungen, immer etwas Neues dabei. Immer neue Menschen, neue Erfahrungen. Nervig, ja, kommt vor, aber oft doch auch lustig und anrührend, erfreulich oder ermutigend. Lasst ihr wirklich eure Emotionen zu Hause, wenn ihr in die Schule geht? Ich kann das nicht, ich will das auch nicht.

    Ja, das ist alles oft sehr anstrengend, aber dafür hat man ja auch nach dem Klingeln und in den Ferien Ruhe. Nichts ist so verlässlich wie die Ferientermine. Und dann kann man ja seinen Bürojob machen, wenn man was zu arbeiten hat. Ich finde das oft total entspannend.

    Abschalten lernen: Das wäre wichtig. "Suchen Sie sich einen Raum, in dem Sie niemals an Schule denken". Muss kein Raum sein, Garten geht auch, Sportplatz, Wald, was auch immer, geht hervorragend. Finde ich viel wichtiger, als sich schon in jungen Jahren Fluchtpläne zurechtzulegen.

    Es ist ein ständiges Ausbalancieren zwischen "Dienst nach Vorschrift" und "Engagement, um etwas zu verbessern". Innerlich kündigen ist jedenfalls bestimmt keine Lösung.

    Nicht in der Schule sein heißt im Übrigen auch nicht, sich irgendwo im Liegestuhl des Lebens zu erfreuen. Sich und seine Familie zu versorgen ist oft viel anstrengender und belastender. Wenn ein Kleinkind sich durch die Nacht hustet, gibt es kein Pausenklingeln, das einen davon erlöst. Unterricht hat auch so etwas Ordnendes im Leben. Man muss nicht überlegen, was man alles tun müsste, man ist einfach beschäftigt.

    Eine Schule ohne Identität, soso. Warum habe ich das dumpfe Gefühl, dass hier gleich ein Link zu einer wunderbaren "Anlaufstelle" kommt, die Schulpullis verkauft?
    Kann mich den Vorschreibern nur anschließen: Kümmer dich erst mal um deinen Unterricht.

    Nein.

    Ok, eigentlich wollte ich genau das hören. Aber was sage ich der Schulleitung außer "Sorry, wir Lehrer sind ein bisschen gestört, unser privates Geld für Arbeitsmittel auszugeben, und bloß weil wir das schon seit Jahrzehnten machen, ist es doch nicht richtig und nicht rechtens." Ich bin sicher, da gibt es eine Menge Gründe und eventuell Verweise auf andere Schulen etc. Ein bisschen Argumentationshilfe wäre toll.

    Bei uns bezahlen auch die Lehrer Kopiergeld. Davon werden auch Office-Lizensen und Büromaterial zur Verfügung gestellt. Wobei das Büromaterial fein eingeschlossen im Sekretariat lagert. Wir dürfen auch privat kopieren, aber das ist eben nicht der einzige Grund, mit dem dieser Betrag erhoben wird, die meisten bezahlen ihn klaglos und aus Gewohnheit.

    Ist das eigentlich überhaupt rechtens? Wieso tragen Lehrer ihr Geld zur Arbeit? Könnte man einfach mal beantragen, diesen Beitrag ersatzlos zu streichen?

    Wie läuft das bei euch?

    Faul?

    Faul finde ich, wenn sich Lehrer gleich mit Pausengong in den Flieger setzen und das Klima aktiv schädigen, während ich zu Hause mit dem Fahrrad herumfahre und Unterricht vorbereite.

    Ich höre da schon gar nicht mehr hin, wenn die Leute sich darüber unterhalten, dass sie am Wochenende mal eben auf Malle waren. Mich ärgert das maßlos. Klimawandel ist auch Fluchtursache. Faul finde ich, darüber überhaupt nicht nachzudenken, sondern weiter lustig SUV zu fahren und Fleisch in Unmengen zu vertilgen. Und eben diese ewige Fliegerei. Fürchterlich. Und den Schülern sagen wir, sie sollen Wasser sparen und eine Brotdose mitbringen.

    Die fehlende inhaltliche Tiefe erachte ich als ein sehr gravierendes Problem, weil sich das an den Unis nahtlos fortsetzt. Mangelnde Abstraktionsfähigkeit, Kritik an Professoren, dass zu wenig praktische Beispiele und zu viel Theorie drankämen.
    Ein bekannter Didaktikprofessor aus Bonn sagte dazu ganz klar: Wer mit Theorien oder dem strukturellen Erfassen von theoretischen Texten ein Problem hat, ist an der Uni falsch. Das sehe ich genauso.

    Das finde ich auch immer so trostlos - und ja: Es ist ganz sicher ein gravierendes Problem. Dinge werden auch erst interessant, wenn man sich wirklich bemüht, dahinter zu kommen. Wenn man Zusammenhänge entdeckt, in ein Wirrwarr gerät und (vielleicht) wieder herausfindet, wenn man Wege entdeckt, die man vorher nicht gesehen hat. Aber dafür muss man sich einlassen. Und der Weg dahin ist offenbar schwer, schwerer vielleicht als früher, als man sich noch nicht so schnell wegklicken konnte wie heute.

    Wie oft bekommt man ein paar Versatzstücke aus Wikipedia als "Referat" präsentiert - nichts ist verstanden, beim ersten Nachfragen ist schon Ende Gelände. Stand halt so da.

    Wie oft ist die einzige Frage "Kommt das in der Klausur dran?".

    Ganz sicher ist die Überallverfügbarkeit von Information (nicht von Wissen) mit ein Grund dafür, dass vieles sehr oberflächlich verhandelt wird und die Phantasie verkümmert. Vielleicht ist es auch schiere Verzweiflung: Wie kann man noch Originelles denken, sagen, schreiben, wenn doch schon alles da ist?

    Ich erschrecke schon sehr oft über die unterirdischen Rechenfähigkeiten meiner Schüler. Die quadrieren -1 im Taschenrechner (und das geht auch noch schief). Und das mit den Klausuren, die nach ein paar Jahren nicht mehr gehen, das kenne ich auch. Ich ertappe mich dabei, dass ich mit meinen Ansprüchen nachgebe und mir schon einen Ast freue, wenn einer weiß, wie man durch einen Bruch teilt.

    Aber es ist halt auch die Schülerklientel, die sich ändert. Ich versuche mein Bestes, aber manchmal ist es schon frustrierend.

    Wenn man eine Klassenleitung hat, ist das natürlich was anderes, zumal am Anfang. Da gehören natürlich Kennenlernen und Orientierungsphase dazu.

    Aber bei normalem Fachunterricht, nachdem das Schuljahr längst begonnen hat und die Schüler sich untereinander auch schon kennen? Da finde ich es wichtiger, dass der Lehrer sich vorstellt und sagt, was er von den Schülern erwartet. Das wollen die nämlich wissen.

    Mir hilft eine Vorstellungsrunde beim Lernen der Namen auch wenig. Das ist zuviel auf einmal. Ich mache das auch wie beschrieben mit Namensschild und Sitzplan. Anknüpfungspunkte ergeben sich im Laufe des Schuljahres, wenn man ein bisschen Vertrauen zueinander gefasst hat.

    Alf, nimm dir auch nicht zuviel vor am Anfang. Da kommt ja einiges auf dich zu. Muss nicht alles gleich perfekt sein. Ich wünsche dir einen guten Start!

    Piksieben. Eben nicht. Immer schön langsam... Gerade weil ich Beweise/Herleitungen mag habe ich mich für das Studium entschieden und diese Frage gestellt. Ich habe es als Schüler übrigens sehr gehasst, wenn ich den Lehrer nach den Hintergründen in Bezug auf Formeln/Sätzen gefragt habe und er dann geantwortet hat: "Es ist nunmal so." Demnach liegt bei mir der Anspruch den Schüler eines Tages nicht nur rechnen zu lassen.

    Dann lass dir diesen Anspruch bloß nicht nehmen. Die einzigen guten Erinnerungen aus eigenem Schulunterricht sind die Momente, in denen ich merkte, es knirscht im Gehirn. Wie soll man Denken lernen, wenn man einfach nach Schema F rechnet. Die Schüler hätten das wohl manchmal gern, dann sage ich, dass das nicht Vorturnen-Nachturnen ist, sondern dass sie selbst nachdenken müssen. Und das ist natürlich auch in den Richtlinien vorgesehen. Mit Formel anschreiben - rechnen bestehst du keine Lehrprobe.

    Ich weiß noch, dass ich meinen Biolehrer mal fragte, warum Motten immer ins Licht fliegen. Der hat getan, als sei das eine saublöde Frage, dabei hatte er einfach keine Ahnung.

    Irgendwie schüttelt's mich bei der Vorstellung, Formeln anzuschreiben und Schüler rechnen zu lassen. Viele Schüler machen irgendwelche syntaktischen Umformungen und wissen wirklich überhaupt nicht, was sie da tun, und dann frage ich mich schon, wie ihr bisherige Matheunterricht abgelaufen ist.

    Ich mache meinen Schülern die Formeln grundsätzlich plausibel - in welcher Gründlichkeit, hängt von der Situation ab. Die binomischen Formeln zum Beispiel kann man sehr schön an Quadraten zeigen, und außerdem kann man sie ja auch einfach nachrechnen.

    Natürlich muss man auch üben. Aber die eigentlichen Schwierigkeiten entstehen, wenn Probleme in mathematische Formulierungen gegossen werden sollen.

    Sollte der Hintergrund deiner Frage sein, dass du dich mit dem Beweisen schwer tust, dann frage ich mich, warum du Mathe studierst...

    Wenn ich das jetzt richtig gegoogelt habe, war der Hinweis so zu verstehen, dass man bei Austritt aus der Kirche nicht den gesamten Betrag an Kirchensteuer spart, weil sich die Kirchensteuer nach der Einkommenssteuer berechnet. Aber man spart natürlich etwas.

    Alles andere wäre doch absurd und dann wären ja alle möglichen Leute in der Kirche, nur um Steuern zu sparen.

    Wenn man nicht in die Kirche geht, seine Kinder nicht tauft oder in christlichen Einrichtungen unterbringt und sich nicht christlich begraben lässt, wüsste ich nicht, inwiefern man von der Kirche profitiert und also schmarotzt, wenn man nichts bezahlt. Es sei denn, man liebt das Gelärme von Kirchenglocken und möchte sich dafür erkenntlich zeigen.

    Kenn ich auch gut. Je schöner die Ferien waren, desto schmerzlicher - trotz der Neugier und Vorfreude, weil es ist ja auch immer ganz nett, und überhaupt, nach drei Tagen zwischen Listen und Kram ist man wieder ganz im Thema.

    Nimm den Blues als Zeichen. Was will er dir sagen?
    Mir sagt er: Bemühe dich immer wieder aufs Neue, dich nicht auffressen zu lassen von all der Hektik. Ich schaffe mir meine Inseln, in denen ich ganz entspannt das tue, was mir guttut. Ich habe ja auch nur dies eine Leben.

    Und dann entspinnen sich so Dialoge wie:
    "Wie waren die Ferien?"
    (seufz) "zu kurz"
    "Denk ich auch immer, aber so ein Jahr ist auch sehr kurz. Und dann ist man wieder ein Jahr älter."

    Dass die Ferien einem zu kurz vorkommen, kann nur daran liegen, dass sie zu lang sind ... man gewöhnt sich dran ...

    Lehrer und Ärzte haben doch viel gemeinsam. Sie versuchen, andere zu behandeln und müssen darauf achten, dass dies so individuell wie möglich geschieht - was aufgrund der äußeren Bedingungen meist unmöglich ist. Ob ich jetzt eine Mathestunde mache und weiß, 95 Prozent der Schüler haben 95 Prozent von allem vergessen, sobald sie durch die Tür sind - oder ob ein Arzt einem übergewichtigen Kettenraucher sagt, er soll sein Leben ändern, wobei er genau weiß, dass das in den Wind gesprochen ist - ist das ein Unterschied?

    Umgekehrt kann es einen sehr glücklich machen, Erfolg und Heilung zu begleiten. Aber es ist halt immer beides da und man hat auf manche Dinge eben wenig Einfluss.

    Und nein - man kann niemandem wirklich raten. Wie denn. Wenn ich denke, was ich nach dem Abi für sonderbare Ratschläge bekommen habe - gut, dass ich die nicht befolgt habe. Die Leute gehen immer von sich aus. Das hilft nie wirklich.

    Zwei Stühle hinstellen, für jede Entscheidung eine, und sich so lange hin- und hersetzen, bis man weiß, auf welchem man sich wohler fühlt. Und dann anfangen und schauen und ggf. nachjustieren.

    Ich will ein Auto, das zuverlässig fährt, brauch darin einen CD Player und inzwischen eine Klima-Anlage. Es sollte vier Türen haben (weil Familie mit Kindern) und zwei / drei Gitarren plus Verstärker transportieren können. Mehr brauch ich nicht.

    Das ist schon ganz schön viel. Mein erstes Auto hatte nichts davon. Oder doch, halt. Ein paar Gitarren hätten schon hineingepasst. Ansonsten war im Sommer Schwitzen angesagt und - ganzjährig - Musikkassetten, und das war schon der Hit.

    Ich denke manchmal bei mir, wie schön, dass ich mich für Autos so gar nicht interessiere und auch kein Pferd haben möchte. Und kein Segelboot, kein Wohnmobil, keine Rolex. Ist mir alles sowas von wurscht. Und so ist es schön, mich nicht damit belasten zu müssen. Mein Auto hat hinten eine kleine Delle - meine Schuld. Und gut. Nachdem ich einmal den Nachbarn hysterisch habe kreischen hören über einen Kratzer im Lack, weiß ich, was mein Desinteresse an "Sichdefinieren über einen Haufen Blech" wert ist. Es spart Zeit und Nerven. Und die sind, wie man weiß, ja auch ein knappes Gut. Dafür werde ich bei dem E-Bike, das ich mir demnächst leiste, bestimmt nicht sparen.

Werbung