Beiträge von Piksieben

    Es ist doch kein Problem, eine Nebentätigkeit anzuzeigen, und das muss Kollege B natürlich tun. Deshalb muss man nicht gleich sein Pseudonym aufgeben. Es geht ja nur darum, dass man nebenher Geld verdient. Da posaunt doch der Arbeitgeber nicht gleich raus, dass man schreibt.Dein Kollege B muss seine Einnahmen ja auch versteuern, die landen ja schließlich auf seinem echten Konto. Was hat das mit dem Pseudonym zu tun? Und was mit dem Blog? Erst mal nichts. Das sind zwei Baustellen.

    Heutzutage machen viele Leute vieles öffentlich. Manchmal ist das gut (Frauen, die angegrapscht werden, trauen sich, darüber zu sprechen) - manchmal weniger gut. Manchmal ist es Tratsch und Exhibitionismus, unangebracht oder einfach nur stillos. Politiker können sich mit unbedachten privaten Äußerungen um ihre Posten bringen (und tun das auch). Im Zweifel hält man lieber die Klappe. Andererseits - wo wären wir ohne den Mut von Homosexuellen, sich gegen den Zeitgeist zu outen? Jetzt haben wir die Ehe für alle, aber was für ein langer Weg war das.

    An Kollege B's Stelle würde ich auch weiter anonym bleiben, weil er halt sehr persönliche Dinge schreibt. Er muss sich aber auch darüber klar sein, dass solche Pseudonyme recht leicht auffliegen können.

    Das ist eine sehr grundsätzliche Frage, wie viel man von sich preisgibt, und da gibt es keine einfachen Regeln.

    Beim Taschenrechner ist es natürlich dasselbe Problem, da gibt es auch Leute, die sagen, dass sie den Schülern gern Punkte für das Anwenden der pq-Formel geben möchten (in der Sek II, wohlgemerkt). Daher gibt es einen Teil ohne Hilfsmittel.

    Es steht nicht "Auswendiglernen" neben "klug ergoogeln". Beides muss man können und tun. Mein Punkt war: Googeln ersetzt das Denken nicht, und je früher man das verinnerlicht hat, desto besser.

    Ich glaube nicht, dass ein zusätzliches Programm dir wirklich hilft. Ich habe auch schon alles Mögliche probiert mit Datenbanken und Tabellen, aber letztlich hilft nur eine wohldurchdachte Ordnerstruktur auf dem PC. Ich nummeriere meine Ordner durch nach Tätigkeitsfeldern und Themen. In Mathe beispielweise habe ich für jeden Bildungsgang einen Ordner, und darin liegen "Themenwelten", z. B. "Quadratische Funktionen". Da kommen alle Arbeitsblätter und Klausuren rein. Das andere sind Klassenmappen (Excel), Planungen, Verwaltung etc.

    Ich übernehme dann nur, was ich brauche, in das nächste Schuljahr. Fast noch wichtiger als das Sammeln ist nämlich das planvolle Wegwerfen. Und speziell bei Papier ist das sehr notwendig, sonst wird man wahnsinnig.

    Inwiefern das jetzt rechtlich zulässig ist, weiß ich nicht. Generell würde ich aber den Sinn dahinter hinterfragen, da sowas nach meiner Meinung dazu führen würde, dass sich SuS auf das "Wissen" im Internet verlassen und dann nur noch sehr oberflächlich vorbereiten wenn überhaupt, da sie denken, dass können sie ja jetzt schnell googlen.

    Wenn ich meinen Schülern bei Programmierklausuren erlaube, alle ihre Unterlagen und bearbeiteten Projekte zu benutzen, merken sie schnell, dass es nichts nutzt, etwas im Heft stehen zu haben, wenn man nicht in der Lage ist, darauf auch sinnvoll zuzugreifen. Ich finde, das ist eine sehr wichtige Erfahrung. Von mir aus könnten sie auch Internet haben, die Klausuren würden auch nicht besser, sie könnten nur leichter voneinander abschreiben.

    Darüber klagen auch Ärzte und Handwerker, dass sich die Leute ein Halbwissen ergooglen, das ihnen nachher mehr schadet als nutzt, weil eben der ganze Background fehlt.

    Nun ja. Die SL hat vermutlich recht, der Kollege hätte sich an sie wenden sollen und man hätte gleich über das weitere Vorgehen beraten können. Den Eltern gegenüber zu äußern, dass der Kollege das nicht ganz optimal gehandhabt hat, ist doch sicher auch ein Weg, die rechtlichen Schritte abzuwenden, in dem Sinne von "passiert nicht nochmal, sowas". Ich würde es nicht gleich als "in den Rücken fallen" interpretieren.

    Da aber "nichts passiert" ist, gibt es keinen Grund, das zu dramatisieren. Man darf auch mal einen Fehler eingestehen, und beim nächstem Mal macht man es besser.

    Ich habe früher oft die Wochen bis zu den Ferien gezählt und war doch ziemlich groggy. Inzwischen habe ich alles besser im Griff, freue mich zwar auch, wenn Ferien sind, habe aber nicht mehr das Gefühl, sonst zusammenbrechen zu müssen.

    Definitiv ist es ein Stressfaktor, wenn man alles persönlich nimmt. Das habe ich mir mehr oder weniger abgewöhnt. Ich ärgere mich vielleicht - aber es gibt auch beim Sichärgern unterschiedliche Tiefen, sozusagen. Auf beruflicher Ebene ist Ärger eben beruflicher Ärger und nicht persönlicher, der einen wirklich ankratzt. Aber dafür braucht es wohl ein paar Jahre Routine. Obwohl ich auch alteingesessene Kollegen erlebe, die sich über jeden Blödsinn aufregen können, wirklich, über die sprichwörtliche Fliege an der Wand. Denen ist wohl nicht zu helfen.

    Und ja: Sport und Draußensein sind natürlich wichtig für das Nervenkostüm. Und das das ganze Jahr über.

    Ob es gut gelaufen ist, kann man aus Bewerbersicht natürlich auch nicht wirklich beurteilen. Klar sind alle nett, aber man ihnen ja nicht in den Kopf schauen.

    Hast du denn inzwischen was gehört?

    Hey Schwarztee, ersetz mal dieses Mantra "geht alles schief und ist schlecht" durch "es ist das letzte Mal!"

    Ist es nicht wunderbar, dass du es FAST geschafft hast? Freu dich doch!!

    Guck deinen Entwurf ein paar Tage nicht an, und dann wirst du sehen, dass er gut ist. Keinesfalls in dieser Verfassung noch etwas ändern. Lieber spazieren gehen.

    Viel Erfolg!

    Finde ich ein bisschen merkwürdig, dass der Herr Storz seine Methode kostenpflichtig im Web anbietet. So etwas würde ich sicher nicht für einen Unterrichtsentwurf verwenden. Kennen die Schüler die Winkelsumme im Dreieck? Es ist doch sehr umständlich, eine Bastelaufgabe zu machen, bei der das Viereck extra untersucht wird, statt einfach eine Linie zu ziehen und die Sache auf zwei Dreiecke zu reduzieren, wie goeba ja schrieb, was im Übrigen auch eine nützliche zu lernende Methode ist (a das Reduzieren auf Bekanntes und b das "Ausstopfen" von n-Ecken mit Dreiecken).

    Außerdem würde ich das an einer Anwendung aufhängen.

    Sorry, ich habe im Moment wirklich nicht die Zeit, einen Entwurf zu lesen. Ich denke, die erfahrenen Kollegen wären doch eine gute Adresse.

    Nur ein Drittel der Schüler sind Christen - müsste man die Frage nicht anders herum stellen: Wie betreue ich dieses Drittel, wenn es in den Gottesdienst will? Stattdessen überlegt man, wie man die anderen in der Zeit beschäftigt und ob das Strafe oder Belohnung ist.

    Ich finde, da sucht man im Internet an der falschen Stelle. Die originellsten Ideengeber hast du vor der Nase: Die Kinder. Wie sind sie drauf? Was haben sie erlebt? Woran werdet ihr euch erinnern?

    Reden aus der "Konservendose" sind wirklich öde, und langatmige Danksagungen und Ratschläge erst recht. Sammle in der Zeit, die dir noch bleibt, Ideen. Was erscheint dir bemerkens-, erwähnenswert? Was möchtest du ihnen noch mitgeben? Und dann mach es kurz und persönlich.

    Wobei. Als ich neulich "Das hier ist Wasser" von David Foster Wallace las, dachte ich, was soll ich überhaupt noch überlegen - er hat schon alles gesagt. Es ist ein wunderbarer Text. Nur halt nicht für Viertklässler.

    Ich habe von deinem Fach keine Ahnung - aber mir drängt sich gerade der Gedanke auf, dass, wenn sich in punkto Ausbeutung von Tieren etwas ändern soll, gerade Leute wie du - mit Ambitionen und Fachkompetenz - gebraucht werden. Ob du unterrichtest oder in entsprechenden Organisationen/Projekten arbeitest - Lösungen finden, Alternativen aufzeigen, das ist doch viel sinnvoller als dem Fach den Rücken zu kehren, nachdem du schon so weit gekommen bist.

    Ich denke an Projekte wie Sojazucht im Schwarzwald und Jogurtalternativen mit Süßlupine, Stadtgärten, Biohöfe, da sollte es doch genügend Möglichkeiten geben, jenseits von Labor und Büro etwas Sinnvolles zu tun? Auch z. B. Umwelterziehung, in welcher organisatorischen Form auch immer. Dass die Ausbildung von konventionellen Landwirten dich glücklich machen würde, bezweifle ich.

    Einen Rat kann ich dir aus mangelnder Fachkompetenz nicht geben, aber diese Gedanken wollte ich loswerden.

    Ich vermute, dass sich der Vater mit Argumenten wie "die spielen noch mit Lego" und "passiert schon nichts" nicht überzeugen lässt. Wie will man jemand seinen Glauben ausreden? Zuhören ist ja fein, aber auch das wird vermutlich zu nichts führen. Jedenfalls würde ich mich darauf einstellen, dass Argumente dieser Art nicht rüberkommen.

    Kannst du jemanden dazubitten, der mit dieser Problematik Erfahrung hat? Hast du die Schulleitung kontaktiert? Es ist ja auch eine rechtliche Frage. Klassenfahrten sind Schulveranstaltungen.

    Natürlich bedeutet eine 4Tage Woche bei VZlern nicht, dass am "freien Tag" nicht gearbeitet wird.
    Aber auch Lehrer/innen mit 5 oder mehr Tagen haben Prüfungsvorschläge zu erarbeiten, Gutachten zu verfassen etc.
    Welche Ideen hast du dazu bzw. wie wird das bei euch geregelt?

    Auch bei uns gibt es kein Recht auf einen unterrichtsfreien Tag. Aber manchmal klappt es eben, und dann ist es gut. Wenn man allerdings im Abendunterricht eingesetzt ist, hat man freie Vormittage, und das ist auch viel wert. Ich sitze auch manchmal spät abends am Schreibtisch, aber wenn man zweimal die Woche abends eh in der Schule ist, ist die Motivation, die anderen Abende auch noch arbeitend zu verbringen, eher gering.

    Was ich vor allem sagen wollte, ist, dass es gut ist, solche Freiräume zu haben, um konzentriert an Dingen arbeiten zu können, die an zerstückelten Arbeitstagen zu kurz kommen. Ich finde, dass das eher unterstützt als bekämpft werden sollte. Bei uns wird versucht, die Belastungen gleichmäßig zu verteilen, und Freistunden werden auch nicht grundsätzlich gemieden, es soll ja auch eine Vertretungsreserve geben.

    Wenn im Kollegium der Eindruck entsteht, dass einige bevorzugt und andere benachteiligt werden, dann besteht Gesprächsbedarf. Dafür gibt es den Lehrerrat, der sollte sich dann mal kümmern.

    Wie gruselig. Verordnetes Feiern. Wie großzügig, dass man bei seinem Kegelverein bleiben darf.

    Je nach Stimmung im Kollegium könnte man offen protestieren und ähnlich wie erwähnt argumentieren, dass man das nicht als eine schulische Veranstaltung ansieht, und sollte dies doch so sein, ein Freizeitausgleich stattfinden müsse.

    Oder man trägt halt ein, dass man beim Ententanz des Kaninchenzüchtervereins "Zur Offenen Stalltür" mitmacht. Was bitte soll die SL denn machen, wenn man dann nicht da ist?

    Ich finde es falsch zu fordern, dass Vollzeitler keinen freien Tag haben sollen. Geklagt wird hier ja über Ungerechtigkeit. Das ist das Problem. Ein unterrichtsfreier Tag ist ja nicht mit Freizeit gleichzusetzen. Ich habe im Moment auf Wunsch einen solchen Tag, habe da aber an Fortbildungen, Prüfungen, ganztägigen Dienstbesprechungen, Konferenzen etc. teilgenommen. Ohne Murren, versteht sich. Ich habe auch Abendunterrichte und an solchen Tagen natürlich auch zusätzliche Termine, da kann der Tag schon mal verdammt lang werden. Von daher finde ich einen Tag, an dem ich in Ruhe mal die etwas komplizierteren Sachen machen kann, schon sehr sinnvoll. Gerade Dinge wie Prüfungsvorschläge brauchen Zeit am Stück und Ruhe. Auch neue Unterrichtsprojekte kann ich nur so entwickeln.

    Das Argument mit der Anfahrt kann ich nachvollziehen, aber dann muss halt entsprechend ausgeglichen werden. Ich denke, da muss ein vernünftiges Vertretungskonzept her, wie hier ja auch schon erwähnt. Manchmal ist die Ungerechtigkeit aber auch nur gefühlt. Ob ich an einem Tag zwei und an einem anderen acht Stunden habe, macht für den Fahrtenaufwand keinen Unterschied, aber es fühlt sich umständlicher an als zweimal fünf Stunden (ist natürlich auch nicht günstig, aber zu argumentieren, für zwei Stunden lohne sich die Fahrt nicht ist Quatsch). Und man sieht auch nicht immer, was die Kollegen neben dem Unterricht sonst noch so alles machen. Und wie oft sie den Stundenplanern mit Sonderwünschen auf die Pelle rücken.

    Ich mache alles mit Excel und habe noch nie was vermisst. Ich bringe aber kein mobiles Gerät mit in die Schule. Ein feines Surface würde ich schon gar nicht mitbringen. Bist du zufrieden mit dem Gerät? Ist ja nicht billig. Aber ich liebäugle manchmal doch damit (für private Zwecke aber nur).

    Google mal nach "Seiteneinstieg Baden-Württemberg", um deine Chancen auszuloten. Jedenfalls brauchst du ein zweites Fach, du solltest das Informatik-Studium also erst mal zu Ende zu machen.

    Du hast jetzt einen stressarmen, aber langweiligen Job, wie du schreibst. Das kannst das ändern, indem du dich woanders bewirbst, dich weiterbildest, Karriere machst usw. Dann hast du auch genug Stress und brauchst dich über Langeweile sicher auch nicht zu beklagen. Und genug verdienen wirst du auch.

    Der Stress an der Schule ist ein anderer. Lärmbelastung, alles-auf-einmal-machen-müssen, immer-dasselbe-erklären, schwierige Schüler, schwierige Eltern, nickelige Kollegen oder Schulleitungen, wenn man Pech hat. Und nIx mit feiner Kantine und sauberem Büro und funktionierendem IT-Support. Für den musst du als Fachkraft dann eher selbst sorgen.

    Und auch wenn Korrekturen in Mathe mitunter recht schnell gehen: Schnarchlangweilig ist das auch.

    Es gibt Leute, für die ist der Seiteneinstieg genau das Richtige, ich bin selbst auch froh, dass ich es durchgezogen habe. Bei anderen denkt man, wären sie mal besser in ihrem Job geblieben, und ich habe auch Leute erlebt, die dann zurück in ihren alten Beruf gegangen sind. Du wirst bei der Bewerbung und während der Ausbildung natürlich auf deine Eignung geprüft.

    Über die Schulform würde ich mir auch nochmal Gedanken machen.

    Lass dir Zeit bei der Entscheidungsfindung.

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