Beiträge von Piksieben

    Die Fächer wären jetzt schon interessant!

    In Mathe ist ein gut strukturiertes Tafelbild essentiell. Ziel: Fotografierbar so, dass man im Prinzip alles dasteht: Die Problemstellung, der Lösungansatz und der Lösungsweg. Am Anfang also am besten einen vollständigen Tafelanschrieb auf dem Papier entwerfen unter Berücksichtigung der räumlichen Gegebenheiten.

    Kästchen beachten. Eventuell mit Magneten arbeiten und vorgefertigte Blätter anhängen. Ich habe sogar laminierte Hinweisschilder, die ich hin und wieder anhefte. Damit verweise ich auf Dinge, die man sich unbedingt merken muss (binomische Formeln etc.). Dann kann man noch einen OHP zu Hilfe nehmen, da kann man ja auch Getipptes vorbereiten.

    Oftmals gebe ich auch das, was ich sagen will, als Handout mit oder halte mich so eng ans Lehrbuch, dass man es da nachlesen kann. Letztlich ist ja das Entscheidende, dass die Schülerinnen eine Struktuer erkennen und später nachvollziehen können, was gemacht wurde. Und man darf nicht unterschätzen, wie sklavisch sie sich manchmal an das halten, was da vorn steht - und andererseits, wie schlampig sie abschreiben, die haben halt auch keine gute Handschrift. Ich erschrecke mich manchmal richtig, wenn ich sehe, was da in den Heften landet. Aber manchmal ist sogar das Abheften der ausgeteilten Dokumente eine Überforderung, seufz.

    Das mit der Handschrift ist natürlich ein Problem. Druckschrift vielleicht?

    Du solltest auch noch einmal kritisch deine Bewerbungsunterlagen checken. Maschinenbau am BK ist gesucht, es ist schon auffällig, dass viele dich gar nicht erst eingeladen haben. Schreibfehler? Formale Mängel? Lücken im Lebenslauf? Unflüssige Formulierungen? Schlechte Noten? Auffällig krakelige Schrift (Tafelbild!)?

    Für mich hört es sich auch so an, als ob du wenig weißt von der - zum Teil schwierigen - Klientel, die du unterrichten sollst. Leider kannst du nicht erwarten, dass die Schüler ebenso begeistert vom Lernen sind wie du von deinem Fach.

    Hospitieren wäre tatsächlich ratsam. Einfach fragen!

    Natürlich fehlt es an Medienkompetenz. Bei Schülern und bei Lehrern. Aber der Zank zwischen Linux- und Windowsjüngern hilft da überhaupt nicht weiter. Im Moment ist halt Windows am weitesten verbreitet und wenn die Schüler in die Firmen kommen, begegnen sie in der Regel Excel.

    Viele Schüler sind aber schon so an Tablets gewöhnt, dass man sie kaum davon abhalten kann, auf dem Bildschirm herumzuwischen, und die Tabulatortaste ist ihnen völlig fremd. Ich rede von Leuten auch jenseits der 20, wie man sie am BK trifft.

    Wer weiß, wie es in zehn Jahren aussieht, vermutlich blöken wir nur noch herum: OK Google?!

    Schule ist immer zu spät dran, von daher ist fast egal, worauf man schult, wichtig sind die Konzepte und Strukturen, an denen ändert sich nämlich wenig. Ich fände kostenlose Software für Schulen auch gut, sehe aber nicht, dass das umsetzbar ist. Also, bei uns nicht. Da müsste schon eine große Lösung her, also, landesweit oder so. Ich bin selbst zugegebenermaßen auch bequem und mag mich nicht dauernd umstellen. Hier gibt es doch einen Thread zu den Hypes, die immer schneller drehen. Das ist in der IT-Branche ja auch so.

    Was Schule lehren sollte, ist eher: Wie strukturiere ich einen Text? Wie stelle ich eine Formel um?

    Und am wichtigsten - und offenbar am schwierigsten: Wie mache ich eine saubere Fallunterscheidung?

    Wer logisch denken kann, kommt nämlich überall zurecht.

    Nein- ohne aber. Gerne könnt ihr dazu einen eigenen Thread aufmachen, aber bitte nicht abdriften. Ich danke euch!

    Wozu nein? Darf man nicht ferienreif sein? Nicht mal müde/genervt/überarbeitet/einfach den Kaffee auf haben? Keine Tipps gegen Burnout geben?

    Im Übrigen kann ich nicht sehen, dass hier jemand unzulässig abdriftet, bitte spare dir doch deine Zurechtweisungen. Wenn man einen Thread aufmacht, muss man in Kauf nehmen, dass die Leute schreiben, was sie wollen.

    Es ist doch kein Problem, eine Nebentätigkeit anzuzeigen, und das muss Kollege B natürlich tun. Deshalb muss man nicht gleich sein Pseudonym aufgeben. Es geht ja nur darum, dass man nebenher Geld verdient. Da posaunt doch der Arbeitgeber nicht gleich raus, dass man schreibt.Dein Kollege B muss seine Einnahmen ja auch versteuern, die landen ja schließlich auf seinem echten Konto. Was hat das mit dem Pseudonym zu tun? Und was mit dem Blog? Erst mal nichts. Das sind zwei Baustellen.

    Heutzutage machen viele Leute vieles öffentlich. Manchmal ist das gut (Frauen, die angegrapscht werden, trauen sich, darüber zu sprechen) - manchmal weniger gut. Manchmal ist es Tratsch und Exhibitionismus, unangebracht oder einfach nur stillos. Politiker können sich mit unbedachten privaten Äußerungen um ihre Posten bringen (und tun das auch). Im Zweifel hält man lieber die Klappe. Andererseits - wo wären wir ohne den Mut von Homosexuellen, sich gegen den Zeitgeist zu outen? Jetzt haben wir die Ehe für alle, aber was für ein langer Weg war das.

    An Kollege B's Stelle würde ich auch weiter anonym bleiben, weil er halt sehr persönliche Dinge schreibt. Er muss sich aber auch darüber klar sein, dass solche Pseudonyme recht leicht auffliegen können.

    Das ist eine sehr grundsätzliche Frage, wie viel man von sich preisgibt, und da gibt es keine einfachen Regeln.

    Beim Taschenrechner ist es natürlich dasselbe Problem, da gibt es auch Leute, die sagen, dass sie den Schülern gern Punkte für das Anwenden der pq-Formel geben möchten (in der Sek II, wohlgemerkt). Daher gibt es einen Teil ohne Hilfsmittel.

    Es steht nicht "Auswendiglernen" neben "klug ergoogeln". Beides muss man können und tun. Mein Punkt war: Googeln ersetzt das Denken nicht, und je früher man das verinnerlicht hat, desto besser.

    Ich glaube nicht, dass ein zusätzliches Programm dir wirklich hilft. Ich habe auch schon alles Mögliche probiert mit Datenbanken und Tabellen, aber letztlich hilft nur eine wohldurchdachte Ordnerstruktur auf dem PC. Ich nummeriere meine Ordner durch nach Tätigkeitsfeldern und Themen. In Mathe beispielweise habe ich für jeden Bildungsgang einen Ordner, und darin liegen "Themenwelten", z. B. "Quadratische Funktionen". Da kommen alle Arbeitsblätter und Klausuren rein. Das andere sind Klassenmappen (Excel), Planungen, Verwaltung etc.

    Ich übernehme dann nur, was ich brauche, in das nächste Schuljahr. Fast noch wichtiger als das Sammeln ist nämlich das planvolle Wegwerfen. Und speziell bei Papier ist das sehr notwendig, sonst wird man wahnsinnig.

    Inwiefern das jetzt rechtlich zulässig ist, weiß ich nicht. Generell würde ich aber den Sinn dahinter hinterfragen, da sowas nach meiner Meinung dazu führen würde, dass sich SuS auf das "Wissen" im Internet verlassen und dann nur noch sehr oberflächlich vorbereiten wenn überhaupt, da sie denken, dass können sie ja jetzt schnell googlen.

    Wenn ich meinen Schülern bei Programmierklausuren erlaube, alle ihre Unterlagen und bearbeiteten Projekte zu benutzen, merken sie schnell, dass es nichts nutzt, etwas im Heft stehen zu haben, wenn man nicht in der Lage ist, darauf auch sinnvoll zuzugreifen. Ich finde, das ist eine sehr wichtige Erfahrung. Von mir aus könnten sie auch Internet haben, die Klausuren würden auch nicht besser, sie könnten nur leichter voneinander abschreiben.

    Darüber klagen auch Ärzte und Handwerker, dass sich die Leute ein Halbwissen ergooglen, das ihnen nachher mehr schadet als nutzt, weil eben der ganze Background fehlt.

    Nun ja. Die SL hat vermutlich recht, der Kollege hätte sich an sie wenden sollen und man hätte gleich über das weitere Vorgehen beraten können. Den Eltern gegenüber zu äußern, dass der Kollege das nicht ganz optimal gehandhabt hat, ist doch sicher auch ein Weg, die rechtlichen Schritte abzuwenden, in dem Sinne von "passiert nicht nochmal, sowas". Ich würde es nicht gleich als "in den Rücken fallen" interpretieren.

    Da aber "nichts passiert" ist, gibt es keinen Grund, das zu dramatisieren. Man darf auch mal einen Fehler eingestehen, und beim nächstem Mal macht man es besser.

    Ich habe früher oft die Wochen bis zu den Ferien gezählt und war doch ziemlich groggy. Inzwischen habe ich alles besser im Griff, freue mich zwar auch, wenn Ferien sind, habe aber nicht mehr das Gefühl, sonst zusammenbrechen zu müssen.

    Definitiv ist es ein Stressfaktor, wenn man alles persönlich nimmt. Das habe ich mir mehr oder weniger abgewöhnt. Ich ärgere mich vielleicht - aber es gibt auch beim Sichärgern unterschiedliche Tiefen, sozusagen. Auf beruflicher Ebene ist Ärger eben beruflicher Ärger und nicht persönlicher, der einen wirklich ankratzt. Aber dafür braucht es wohl ein paar Jahre Routine. Obwohl ich auch alteingesessene Kollegen erlebe, die sich über jeden Blödsinn aufregen können, wirklich, über die sprichwörtliche Fliege an der Wand. Denen ist wohl nicht zu helfen.

    Und ja: Sport und Draußensein sind natürlich wichtig für das Nervenkostüm. Und das das ganze Jahr über.

    Ob es gut gelaufen ist, kann man aus Bewerbersicht natürlich auch nicht wirklich beurteilen. Klar sind alle nett, aber man ihnen ja nicht in den Kopf schauen.

    Hast du denn inzwischen was gehört?

    Hey Schwarztee, ersetz mal dieses Mantra "geht alles schief und ist schlecht" durch "es ist das letzte Mal!"

    Ist es nicht wunderbar, dass du es FAST geschafft hast? Freu dich doch!!

    Guck deinen Entwurf ein paar Tage nicht an, und dann wirst du sehen, dass er gut ist. Keinesfalls in dieser Verfassung noch etwas ändern. Lieber spazieren gehen.

    Viel Erfolg!

    Finde ich ein bisschen merkwürdig, dass der Herr Storz seine Methode kostenpflichtig im Web anbietet. So etwas würde ich sicher nicht für einen Unterrichtsentwurf verwenden. Kennen die Schüler die Winkelsumme im Dreieck? Es ist doch sehr umständlich, eine Bastelaufgabe zu machen, bei der das Viereck extra untersucht wird, statt einfach eine Linie zu ziehen und die Sache auf zwei Dreiecke zu reduzieren, wie goeba ja schrieb, was im Übrigen auch eine nützliche zu lernende Methode ist (a das Reduzieren auf Bekanntes und b das "Ausstopfen" von n-Ecken mit Dreiecken).

    Außerdem würde ich das an einer Anwendung aufhängen.

    Sorry, ich habe im Moment wirklich nicht die Zeit, einen Entwurf zu lesen. Ich denke, die erfahrenen Kollegen wären doch eine gute Adresse.

    Nur ein Drittel der Schüler sind Christen - müsste man die Frage nicht anders herum stellen: Wie betreue ich dieses Drittel, wenn es in den Gottesdienst will? Stattdessen überlegt man, wie man die anderen in der Zeit beschäftigt und ob das Strafe oder Belohnung ist.

    Ich finde, da sucht man im Internet an der falschen Stelle. Die originellsten Ideengeber hast du vor der Nase: Die Kinder. Wie sind sie drauf? Was haben sie erlebt? Woran werdet ihr euch erinnern?

    Reden aus der "Konservendose" sind wirklich öde, und langatmige Danksagungen und Ratschläge erst recht. Sammle in der Zeit, die dir noch bleibt, Ideen. Was erscheint dir bemerkens-, erwähnenswert? Was möchtest du ihnen noch mitgeben? Und dann mach es kurz und persönlich.

    Wobei. Als ich neulich "Das hier ist Wasser" von David Foster Wallace las, dachte ich, was soll ich überhaupt noch überlegen - er hat schon alles gesagt. Es ist ein wunderbarer Text. Nur halt nicht für Viertklässler.

    Ich habe von deinem Fach keine Ahnung - aber mir drängt sich gerade der Gedanke auf, dass, wenn sich in punkto Ausbeutung von Tieren etwas ändern soll, gerade Leute wie du - mit Ambitionen und Fachkompetenz - gebraucht werden. Ob du unterrichtest oder in entsprechenden Organisationen/Projekten arbeitest - Lösungen finden, Alternativen aufzeigen, das ist doch viel sinnvoller als dem Fach den Rücken zu kehren, nachdem du schon so weit gekommen bist.

    Ich denke an Projekte wie Sojazucht im Schwarzwald und Jogurtalternativen mit Süßlupine, Stadtgärten, Biohöfe, da sollte es doch genügend Möglichkeiten geben, jenseits von Labor und Büro etwas Sinnvolles zu tun? Auch z. B. Umwelterziehung, in welcher organisatorischen Form auch immer. Dass die Ausbildung von konventionellen Landwirten dich glücklich machen würde, bezweifle ich.

    Einen Rat kann ich dir aus mangelnder Fachkompetenz nicht geben, aber diese Gedanken wollte ich loswerden.

    Ich vermute, dass sich der Vater mit Argumenten wie "die spielen noch mit Lego" und "passiert schon nichts" nicht überzeugen lässt. Wie will man jemand seinen Glauben ausreden? Zuhören ist ja fein, aber auch das wird vermutlich zu nichts führen. Jedenfalls würde ich mich darauf einstellen, dass Argumente dieser Art nicht rüberkommen.

    Kannst du jemanden dazubitten, der mit dieser Problematik Erfahrung hat? Hast du die Schulleitung kontaktiert? Es ist ja auch eine rechtliche Frage. Klassenfahrten sind Schulveranstaltungen.

    Natürlich bedeutet eine 4Tage Woche bei VZlern nicht, dass am "freien Tag" nicht gearbeitet wird.
    Aber auch Lehrer/innen mit 5 oder mehr Tagen haben Prüfungsvorschläge zu erarbeiten, Gutachten zu verfassen etc.
    Welche Ideen hast du dazu bzw. wie wird das bei euch geregelt?

    Auch bei uns gibt es kein Recht auf einen unterrichtsfreien Tag. Aber manchmal klappt es eben, und dann ist es gut. Wenn man allerdings im Abendunterricht eingesetzt ist, hat man freie Vormittage, und das ist auch viel wert. Ich sitze auch manchmal spät abends am Schreibtisch, aber wenn man zweimal die Woche abends eh in der Schule ist, ist die Motivation, die anderen Abende auch noch arbeitend zu verbringen, eher gering.

    Was ich vor allem sagen wollte, ist, dass es gut ist, solche Freiräume zu haben, um konzentriert an Dingen arbeiten zu können, die an zerstückelten Arbeitstagen zu kurz kommen. Ich finde, dass das eher unterstützt als bekämpft werden sollte. Bei uns wird versucht, die Belastungen gleichmäßig zu verteilen, und Freistunden werden auch nicht grundsätzlich gemieden, es soll ja auch eine Vertretungsreserve geben.

    Wenn im Kollegium der Eindruck entsteht, dass einige bevorzugt und andere benachteiligt werden, dann besteht Gesprächsbedarf. Dafür gibt es den Lehrerrat, der sollte sich dann mal kümmern.

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