Beiträge von Piksieben

    Ich wurde aufgefordert, die Zeugnisse Mittwoch 12.00 unterschrieben abzugeben.
    Allerdings habe ich heir weder die Dokumentenvorlage, noch die Papiere, keine Versäumnisliste und keinen Laserdrucker, sondern nur Tintenstrahl.
    Ich halte das für eine unlösbare Zumutung.

    Eine Schulleitung ist dafür da, in solchen Fällen eine Lösung zu finden. Dir zu sagen, du sollst das alles allein zu Hause machen und dann auch noch in die Schule zu kommen, ist wirklich unmöglich und sicherlich dienstrechtlich fragwürdig. Du bist dienstunfähig. Zeugnisse am privaten PC drucken? Unfassbar.

    Du kannst doch anbieten, Noten etc. zur Verfügung zu stellen, soweit es dir möglich ist. Dann muss sich jemand finden, der die Zeugnisse fertigstellt. Vielleicht hast du auch jemanden an der Schule, den du deshalb anrufen kannst und der dich ggf. kurz wegen der Unterschriften besuchen kann. Und dann kurierst du dich in Ruhe aus.

    Gute Besserung!

    Kenne ich auch, Josh, auch nach (eigenen) Prüfungen und anderen Kraftakten, und im Moment bin ich auch so richtig bocklos, und genau, schon Kochen scheint einfach zu anstrengend. "Schulschlussdepression" ist wahrscheinlich eine Abwandlung von "Wochenbettdepression", was es zwar nicht wirklich trifft, aber es ist eben doch ein bisschen ähnlich.

    Man denkt, man müsste etwas tun, aber muss man nicht. Nur Wand anstarren und warten, bis es vorbei ist. Mal einen Tag im Bett verbringen, obwohl man nicht im eigentlichen Sinn krank ist: Sehr heilsam ist das mitunter.

    :baden: Oder vielleicht baden?

    Insbesondere bei Elternsprechtagen stelle ich es mir schwierig vor, den Eltern plausibel zu machen, dass man als Teilzeitkraft nur anteilig an diesem Tag zur Verfügung steht und deshalb nur 13 der 27 Schüler einen termin bekommen bzw. jedes Gespräch nur 5 Minuten dauert statt 10.

    Wo ist das Problem? Bei uns sind Teilzeitkräfte an Sprechtagen eben nur die anteilige Zeit da. Das wird vorher entsprechend mitgeteilt. Natürlich geht das. Die haben ja auch weniger Schüler.

    Peety, du wärest nicht die erste, die sich in der Elternzeit umorientiert und schon gar nicht die erste, die erst spät ins Lehramt einsteigt. Warum denn auch nicht? Es gibt keine Altersbeschränkung, die Lebenserfahrung ist durchaus ein Vorteil, und es bleibt wirklich noch genug Zeit, den neuen Job auszuüben.

    Natürlich kann dir niemand versprechen, dass alles so klappt, wie du es dir vorstellst - aber wer nicht wagt usw.

    Und du hast ja schon ein abgeschlossenes Studium. Das ist ja nicht weg, wenn du jetzt nochmal in ein Studium einsteigst. Wenn du wirklich willst, ist das doch jetzt ein perfekter Zeitpunkt.

    Ich finde der Richter hat mit der Kritik an der punktuellen Prüfung durchaus recht.
    Viel erschreckender finde ich persönlich an dem Fall, dass man das Sonderfach Religion überhaupt in die Abiturprüfung nehmen kann.

    Nach so langer Zeit über eine Prüfung zu urteilen, bei der man gar nicht dabei war, nun ja.

    Bei Spiegel online hat man sich in den Kommentaren ja auch fürchterlich über das Fach aufgeregt.

    Aber Religion in der Oberstufe ist nicht Singen und Beten, sondern ganz schön anspruchsvoll. Da wird nicht der Glauben geprüft, und da kommt man auch mit Laberei nicht ans Ziel.

    Wissen über Religion ist gerade in der heutigen Zeit sehr wichtig. Auch wenn man selbst nicht glaubt. Es ist sogar gerade wichtig, dass Leute ohne religiöse Gefühle Religionswissenschaft betreiben. Mir wäre es auch lieber, es wäre anders - aber da muss man sich wohl der Realität stellen.


    Habe Angst des es mittlerweile den Bildungsbereichen egal ist ob man pädagische Erfahrung hat - Hauptsache man ist ein "Fachidiot". Daher habe ich Angst einen Enttäuschung zu erleben, weil sich nur schwer ein richtiges Fach ableiten lässt...

    Ich will dir nicht zu nahe treten, aber das finde ich wirklich eine gewagte These.
    Fundierte Fachkenntnisse sind auch für Grundschullehrer natürlich essentiell. Ein bisschen plusmalminus reicht bei Weitem nicht, um die Grundlagen für ein mathematisches Verständnis zu legen.

    "Angst" ist nun auch ein ganz schlechter Ratgeber für dich ... du hast halt nicht auf Lehramt studiert. Ich wünsche dir, dass du einen Weg zu deinem Traumberuf findest, aber bitte geh nicht mit dieser Äußerung hausieren, dass man "Fachidiot" wird, weil man ein Fach ordentlich studiert.

    Ach Quatsch. Was hat denn das mit "engstirnig" zu tun? Ich rate nur dazu, in einem neuen Kollegium anfangs etwas zurückhaltend aufzutreten und nicht gleich zu erwarten, dass einem Extrawürste gebraten werden.

    Bei uns gibt es ja auch Abendunterricht. Und da gibt es schon Gelegenheiten, zu denen man mal den Unterricht tauscht. Ähnlich wie von Jazzy geschildert spricht man sich dann ab und die SL hat damit keine Umstände, es wird halt im Stundenplan umgetragen.

    Aber das ist ein Geben und Nehmen und dafür muss man sich ein bisschen kennen. Ich würde mich never ever als Möchtegern-Schützenkönig im neuen Kollegium vorstellen. Da ist man ruckzuck in der Schublade.

    Sollte das Fehlen eines gesetzlich verbrieften individuellen Brauchtumstag im Lehrerberuf jedoch so gravierend sein ... dann vielleicht mal über die Berufswahl nachdenken ...

    Ich würde auf jeden Fall alles einreichen! Mir hat das erst im Seminar eine Kollegin gesagt, und nachdem ich so ziemlich alle Belege (einschließlich Studentenjobs und freiberufliche Tätigkeiten) eingereicht habe, wurde ich höhergestuft. Was genau mitgezählt hat, weiß ich aber nicht. Allerdings lagen da auch deutlich mehr Jahre nach Studienabschluss. Aber Versuch macht kluch!

    Diese Deutung erscheint mir doch sehr absurd. Diese Mitarbeit gehört doch zur - in dem Fall privat organisierten - Kinderbetreuung. Und man bekommt dafür nichts, im Gegenteil, man bezahlt ja trotzdem noch (ich war auch mal in so einer Initiative - puh war das schweißtreibend! Wir mussten außerdem noch einen Koch- und Putzdienst übernehmen).

    Ich muss auch meine Wohnung putzen. Geldwerter Vorteil - ich müsste anderenfalls eine Putzfrau bezahlen?! Sollte ich das wohl auch anmelden?

    LittleAnt, findest du das wirklich lustig? Ich nicht. Das ist keine pubertäre Protesthaltung, die da spricht. Da verbietet man Kindern, an warmen Tagen zu trinken, schließt sie dadurch quasi von der Gemeinschaft aus. Sie sind nicht krank und sollen als krank entschuldigt werden?! Sie werden krank gemacht!

    Ich finde es falsch, das privat mit den Eltern klären zu wollen. Da muss es eine einheitliche Regelung geben. Und da muss man mal nachdenken, ob das geht, dass Kinder fasten und deshalb zu Hause bleiben. Ich würde auch kein hungerndes, dehydriertes Kind mit auf eine Wanderung nehmen wollen.

    Bei uns wurde schon beantragt, Feste und Fußballspiele zu verschieben. Hallo? Wann sollen wir das machen? In den Ferien vielleicht?

    Was ist denn beim Abitur in Niedersachsen schiefgegangen?

    Was da so lang, dass es sich kaum jemand bis zum Schluss durchlesen wird, beklagt wird, ist nichts Neues. Wer ist eigentlich überhaupt auf die Idee gekommen, dass Mathematik dadurch interessanter wird, dass man graphische Taschenrechner einsetzt und "Anwendungsaufgaben" der Preisklasse "Praktikant baut Autobahnbrücke" behandelt?

    hier wurde das schon ganz amüsant beschrieben, vor zwei Jahren. Der Verlauf eine Strandlinie als quadratische Funktion. Was für ein Blödsinn. Es gibt auch in Mathebüchern viele gute Anwendungsaufgaben, aber eben auch viele an den Haaren herbeigezogene, weltfremde Rechenbeispiele, die mehr abschrecken als das angeblich so schrecklich Abstrakte, was die Mathematik als Grundlagenfach nun einmal ausmacht.

    Professoren wünschen sich Studierende, die die Grundlagen beherrschen. Aber Mengenlehre kommt bestenfalls nebenbei in der Stochastik vor, die geht an vielen Schülern ganz vorbei. Von den Grundlagen der Logik ganz zu schweigen.

    Ich prüfe in Mathe aber doch nicht ab, ob richtig abgeschrieben werden kann.
    Ich würde da vermutlich gar nichts abziehen.

    Das prüfe ich sogar sehr oft ab, und der Fehler nennt sich "Übertragungsfehler", und dann gibt es auch noch die Folgefehler. Für Fehler zieht man Punkte ab. Unfallfreies Abschreiben ist Voraussetzung für das korrekte Anwenden von Formeln aus der Formelsammlung.

    Ich kommentiere diese Verniedlichung von falschem Abschreiben und eben mal ein Minuszeichen schlabbern immer mit dem Hinweis auf die Sparkasse, der man das bleibend übel nehmen würde.

    Vertretungsstellen sind sehr schlecht bezahlt.
    Der Seiteneinstieg ist dafür gedacht, dass Leute, die eigentlich woanders beschäftigt sind, an die Schule kommen, *weil man sie dort braucht* - nicht weil man ihnen einen Gefallen tun oder sie von der Straße aufsammeln will. Man traut ihnen zu, sich die notwendigen Kenntnisse parallel zum Unterrichten anzueignen. Selbstverständlich ist auch das Betreuen von Übungsgruppen eine Form von Unterrichtserfahrung. Als man mir in der Seiteneinsteigerausbildung erzählen wollte, wie man ein Arbeitsblatt oder eine Klausur macht, hat man so getan, als wüsste ich nicht, wie das geht, dabei habe ich jahrelang an der Uni nichts anderes gemacht.

    Weder ein unbezahltes Praktikum noch eine schlecht bezahlte Vertretungstätigkeit könnten jemanden aus einem anderen festen Job weglocken. Warum soll man solch einen Weg gehen, wenn man einen festen Job schon hat?

    Wir haben bei uns eine Reihe Seiteneinsteiger mit Uni-Erfahrung, die ohne weitere Umwege wie Praktika oder Vertretungsstellen in den Seiteneinstieg kamen und diesen auch erfolgreich abgeschlossen haben.

    Ja, es gibt auch welche, die nicht geeignet sind, und um das herauszufinden, gibt es wie überall sonst auch eine ganz normale Probezeit. In der Probezeit wird man bezahlt, weil man in der Probezeit vollumfänglich arbeitet. Als Vertretungslehrer wird man nicht beachtet oder beurteilt, da wurschtelt man nur vor sich hin, das ist eine Notlösung für alle Beteiligten. Das weiß ich aus eigener Erfahrung und im Nachhinein war das nicht schlau. Aber ich bin auf diesem Weg mit ein paar Unterrichtsstunden "reingeschneit". Du hast ja schon einen Plan (hatte ich nicht), also ist es bei dir anders.

    Lass dich nicht verrückt machen und nicht entmutigen, Higgs. Ich habe jetzt nicht entnehmen können, an welche Schulform du willst. Berufskolleg kann ich dir empfehlen, schon wegen der hohen Dichte an Seiteneinsteigern - und überhaupt. Manche Leute können einen runterziehen, das kann ich dir gut nachfühlen. Lass es nicht zu.

    Viel Erfolg!

    Der Autor heißt Sandel, nicht Sanders. Ich habe das Buch (und sein Buch "Gerechtigkeit") mit großem Gewinn gelesen und kann es nur empfehlen. Wenn man nur in "Währung" denkt, dann wird aus allem Ware, sagt er. Und fragt nachdrücklich: Was macht das mit uns?

    Wenn Menschen merken, dass Blut (oder Organe) wie Waren gehandelt werden, dann sind sie wenig geneigt, ihren eigenen Körper für solche Deals zur Verfügung zu stellen. Ähnlich ist es auch beim Ehrenamt: Es lebt geradezu davon, dass man es *nicht* für Geld tut. Wenn eine Strafzahlung als Gebühr aufgefasst wird, dann wird sie nicht bewirken, was sie bewirken soll, nämlich ein Verhalten verhindern (Eltern sollten ihre Kinder pünktlich vom Kindergarten abholen, anderenfalls waren 5 Dollar fällig. Was ist passiert? Die Eltern fanden das prima, kamen später und bezahlten die Gebühr, sie waren dankbar dafür. Wer genug Geld hat, den juckt auch kein Knöllchen).

    "Währung" sind auch Noten, deshalb kommt man sich ja manchmal vor wie auf dem Basar, wenn man Noten bespricht. Aber was bedeutet das? Lernt man dadurch mehr? Vielleicht, manchmal, aber bestimmt nur auf kurzen Durststrecken. Aber es kann eben auch das Gegenteil bewirken.

    Übrigens gilt ganz ähnlich: Wenn man Stoff in der Schule behandelt, wird daraus Unterrichtsstoff. Aus einem spannenden Buch wird Arbeit. Aus einem tollen Trick bei Excel wird Klausurvorbereitung.

    Auch ohne das Buch zu kennen habe ich Bezahlung für Noten immer schon absurd gefunden, es als Kind nicht erlebt und bei meinen Kindern nie angewendet. Mir käme es in der Grundschule geradezu fahrlässig vor, das Lernen als käufliche Sache darzustellen. In was für eine Richtung drängt man ein Kind, wenn man sein in dem Alter noch so ungebremstes Bedürfnis zu lernen als etwas darstellt, wofür man eine Gegenleistung erwarten kann. Als sei der Spaß am Neuen nicht Belohnung genug.

    Ich kenne das Verfahren auch, finde es ein bisschen albern, du hast ja deine Prüfungen bestanden (so hatte ich das jedenfalls verstanden), ein Gespräch auf Augenhöhe wäre angebrachter, aber es ist halt, wie es ist.

    Schwer zu sagen, warum es nicht geklappt hat bisher, aber liegt ja auch an der Stellensituation. Ich würde mir nicht zu viel Druck aufbauen. Du weißt sowieso nie, wen du da vor dir hast und worauf der gerade so achtet. Unterrichtsbeispiele sind doch gut, und ein paar Fachbegriffe, okay. Ansonsten geht es eher um deine Persönlichkeit, und die ist, wie sie ist, Verstellen ist da gar nicht angebracht.

    Lass dich nicht entmutigen, es wird schon noch klappen!

    Irgendwie erschöpfen sich doch alle Themen, oder? Immer nur Haus, Kinder, Garten, Auto ist genauso öde wie immer nur Schule/Beruf.

    Mich ödet es auch an, wenn Leute immer nur von ihrem Urlaub erzählen oder davon, was sie sich kaufen wollen.

    Aber am schlimmsten finde ich die Leute, die in Cafes oder Whirlpools sitzen oder im Wald spazieren gehen und dabei politisierend die Welt retten ("Man muss...", "Man sollte..." - die wissen alles).

    Alles eine Frage der Dosierung und auch der Lebensphase. Natürlich ist das total spannend, wenn Kinder laufen lernen oder erste Worte sagen. Die eigenen, wohlgemerkt :) Und ich finde eine kunstvoll zubereitete Mahlzeit ein durchaus würdiges Gesprächsthema.

    In der Kleinkindphase hat man meist wenig Zeit, anspruchsvolle Lektüre zu lesen oder auch nur einen anspruchsvollen Gedanken außerhalb des Berufs zu denken - was soll's. Später wieder.

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