Beiträge von Piksieben

    Dacla, du siehst ja, wir teilen deine Wahrnehmung und finden das seltsam. Ich kenne das sehr gut, dass man sich fragt, wer hier eigentlich komisch tickt. Aber für eine Freundschaft ist es wichtig, dass man seinen eigenen Empfindungen vertraut und dass sie innerhalb der Freundschaft eine uneingeschränkte Berechtigung haben. Anders ausgedrückt: Du musst dich nicht rechtfertigen.

    Ich finde, das ist ein klarer Fall für eine Ich-Botschaft.

    "Ich fühle mich bedrängt. Ich mag es nicht, wenn du versuchst, mir ein schlechtes Gewissen zu machen. Ich möchte mich auch nicht rechtfertigen müssen."

    Wenn sie das nicht versteht, ist wohl eine Auszeit angesagt ...

    dacla, ich lese gerade Gregs Tagebuch, das ist ein sehr lustiger Comicroman.

    Wenn man deinen Text bebildern würde, würde er sehr gut da hineinpassen. Auf dem Bild ist dann die adoptierte Katze zu sehen, wie sie die durch das lackierte Vogelhäuschen angelockten Vögelchen erlegt, während das Eichhörnchen sich im Weihwasserbecken badet, das neben dem Spendenkästchen und der Unterschriftenliste installiert ist.

    Ihr Engagement in Ehren, aber sie hat dich nicht zu bedrängen.

    Das ist schön für dich, Bolzbold, aber ich glaube, jemand, der noch Word 2003 benutzt, wird eher nicht geneigt sein, ein umfangreiches DTP-Programm zu benutzen, für das man dicke Handbücher wälzen muss. Zumal für einfache Anwendungen Office wirklich ausreicht, wie es beim TE bisher ja auch der Fall war.

    Wenn jemand eine Formel in Word braucht, könnte man auch sagen: Oh, das ist mühsam und sieht grausig aus, nimm lieber LaTeX. Aber das zu lernen lohnt sich wirklich nur für Leute, die nahezu täglich damit umgehen (so wie ich).

    Powerpoint geht auch. Müsstest du ja haben, wenn du Word hast.

    Alternativ, wenn du dein Dokument in Word schon fertig hast, könntest du versuchen, es als pdf zu konvertieren, vielleicht klappt es dann mit dem Drucker.

    Word 2003 hat das noch nicht an Bord, aber da gibt es genügend andere Programme, die das können.

    Du könntest ein Angebot von einer Agentur einholen und dich danach richten, aber das ist auch nur die halbe Wahrheit.

    Allein der inhaltliche Entwurf ist schon ein Mordsaufwand, wenn alle glücklich sein sollen. Ich würde sehr genau abklären, was die Seite enthalten soll, wer über die Inhalte bestimmt, wer dich vertritt, wenn du nicht da bist und wer die Seite auch technisch aktuell hält.

    Man kann Monate damit verbringen, die Farben und Schriften zu diskutieren und welche Fotos auf die Startseite sollen. Hättest du da freie Hand, oder müsstest du endlose Sitzungen abhalten, bei denen jeder seine Meinung sagen darf und hinterher doch nichts beschlossen wird? Das sind so Dinge, die richtig Zeit fressen.

    Wo soll sie denn gehostet werden, musst du dich darum auch kümmern? Wie oft werden Inhalte aktualisiert?

    4000 Euro halte ich für eine absolute Untergrenze, wobei es halt auch drauf ankommt, wie groß die Seite wird. Wenn du keine Erfahrung mit sowas hast, wirst du den Aufwand vermutlich unterschätzen. Den laufenden Betrieb würde ich nach Stunden abrechnen.

    Schön, wenn alles im Haus bleibt, dann bist du nämlich ständig ansprechbar und wirst auch ständig angesprochen, ob du "mal eben" dies und jenes tun kannst.


    Eigentlich möchte ich aber unbedingt ein geisteswissenschaftliches Fach unterrichten. Physik Geschichte Stelle ich mir sehr interessant vor und ich möchte eher keine Fächer unterrichten, die mich selbst nicht begeistern. (Fertigungstechnik).

    Bitte bedenke: Mit Begeisterung ist das so eine Sache. Mag sein, dass du Geschichte und Physik spannend findest. Für die meisten Schüler gilt das eher nicht. Unterrichtest du dagegen in einem Fach wie Fertigungstechnik oder Maschinenbau, dann hast du zumindest eine Auswahl an Schülern, die sich genau für so eine Richtung entschieden haben und bei denen du auf Interesse stößt.

    Mal abgesehen davon bist du, wenn du solche Fächer unterrichten kannst, natürlich sehr begehrt. Lehrer für Maschinenbau werden (am Berufskolleg) händeringend gesucht.

    Deine andere Frage: Ja, je älter man wird, desto weiter sind die Schüler von der eigenen Lebenswelt weg. Ich finde das nicht schlimm, im Gegenteil, es hilft ungemein, Privates und Berufliches auseinanderzuhalten. Ansonsten ist es wie in jedem anderen Beruf auch: Es hängt sehr von einem selbst ab. Immer wieder etwas Neues probieren kann man auch als Lehrer. Langeweile ist eher in einem selbst als außen.

    Es gibt hier irgendwo einen Thread mit einem ähnlichen Thema, auch jemand mit dualem Studium. Findest du bestimmt.

    Schwierig, so eine Entscheidung. 3. Semester schon geschafft? So aus dem Bauch würde ich sagen: Lieber fertig machen, nachher kannst du weitersehen.

    Hoffnung gibt es immer, DoLucs!

    Die Ausschreibungen müssen für den Seiteneinstieg geöffnet sein. Das ist nicht ganz unkompliziert, und Sissymaus schrieb nicht umsonst was von "störrisch" und chilipaprika von "kreativ"...

    Wenn ich es richtig verstehe, hast du aber auch gerade erst mit der Vertretungsstelle angefangen. Ich würde vielleicht mal ein paar Wochen warten und dann die Schulleitung ansprechen, welchen Weg man für dich sieht.

    Derzeit bin ich von meine Vertretungsstelle in Erdkunde total begeistert und es macht mir wirklich Spaß. Kann eigentlich ein gutes Arbeitszeugnis bzw. die Vorerfahrung als Vertretungslehrer bzgl. der Einstellung im Seiteneinstieg behilflich sein oder kommt es da wirklich eher auf die harten Fakten an?

    Es ist natürlich günstig, wenn die Schule dich haben will. Dann wird dir nämlich auch geholfen, deinen Weg zu gehen. Ich bin über eine Vertretungsstelle "hereingeschneit" - und wurde dann mehr oder weniger zum Seiteneinstieg überredet. Das war nicht einfach ("Informatik" gibt es so am BK nicht, da musste erst etwas gefunden werden). Da ist schon gut, wenn die Schulleitung sich schlau macht und man nicht selbst hinter allem herrennen muss. Viel Erfolg!

    Leute, die ihr Geld immerzu ausgeben, haben nachher keines mehr, und solche, die ihr Geld zusammenhalten, haben logischerweise mehr.

    Denk mal darüber nach.

    Und nein, ich möchte nicht wissen, was spoiled entitled brats sind.

    Und ja, wenn Konfirmation etwas irgendwie noch Christliches sein soll und keine Aussteuersammelaktion, dann kann man dieses übertriebene Geldgeschenke eigentlich bleiben lassen. So liegt der Verdacht nahe, dass die jungen Menschen gekauft werden.


    Aber darüber sprachen wir ja nicht - wir reden über Personen noch ohne Schulabschluss, die die Grundlagen erwerben und sich dafür nicht motivieren können.
    Und meiner Meinung nach muss eben alles getan werden, um diesen Jugendlichen die Basis mitzugeben, damit genau das, was du beschreibst, nicht passiert.

    Darum schrieb ich es ja. Ich habe den Verdacht, dass die Situation bei uns in NRW dramatischer ist als in BaWü. Es kann einfach nicht sein, dass man sich einen kaufmännischen oder technischen Zweig aussucht und denkt, man kommt da mit einer Matheschwäche durch.

    Wir sind oft einfach nur entsetzt, mit was für einem Unwissen so manche Schüler bei uns ankommen, und vor allem, mit welcher Anspruchshaltung.

    Ich bin auch geduldig. Sehr sogar. Ich rede mir den Mund fusslig, stelle möglichst gute Beziehungen zu meinen Schülern her, ermutige und helfe, wo ich kann.

    Aber es nutzt halt nichts, wenn mich Schüler dann eine Woche später begrüßen mit "Wir haben alles vergessen", ich im vierten Unterrichtsjahr noch einfachste Dinge erklären muss und praktisch jede Woche von vorn anfangen müsste, wenn ich alle mitnehmen wollte. Das geht einfach nicht. Wie schon erwähnt, man hat ein Prüfungsniveau zu erreichen und die Haltung einiger Schüler ist derart passiv-konsumierend, die sollte man nicht auch noch mit Geduld füttern. Es ist schön, wenn einer Mal "ach so!" statt "hä??" sagt, aber leider ist das meist nicht sehr nachhaltig.

    Ich habe halt das Problem, auf einem bestimmten Level anfangen zu müssen. Das Reden von dem mangelnden Interesse an Mathe (und das "hatte meine Mutter auch schon") kann ich nicht mehr hören. Das sagt einer, und dann kriegt das flugs Kinder, und inzwischen gilt es geradezu als unfein, sich für Mathe zu begeistern.

    Ich habe einfach keine Lust, mir jeden Schuh anzuziehen. Meine Schüler landen mathegeschädigt bei mir an. Das ist leider Tatsache.

    Leider sind an beruflichen Schulen auch nicht immer nur Schüler, die wissen, wie sie da hingeraten sind.

    Und leider auch im technischen Bereich viel zu viele, die Mathe hassen, "nicht können", und die auch nichts wissen. Die fragen Dinge wie "Wozu braucht man Bruchrechnung" oder "Warum muss man binomische Formeln lernen". Oder die mir sagen, dass sie das alles nicht die Bohne interessiert. Und "Hääää???" höre ich auch sehr oft.

    Von daher müsste ich eigentlich die Methode der Kollegin begrüßen, nur mit den Lernwilligen zu arbeiten. Dann würden hoffentlich nur diese bei uns aufschlagen und nicht viel zu viele mit weichgespülten Noten, die sich dann wundern, dass man eben doch irgendwann mal was tun muss.

    Aber ich fürchte, das wäre auch nicht mein Weg. Das ist ein sehr grundsätzliches Problem. Wir haben Schulpflicht, aber zum Denken kann man niemanden zwingen, und manche tun sich damit auch sehr schwer, die sind ja nicht nur unwillig. Andererseits ist es unsere Aufgabe, denen, die lernen wollen, das auch zu ermöglichen. Das wird aber verhindert, wenn man immer solche Querschläger hat. Schüler, die nicht arbeiten wollen, müssten wenigstens schweigen.

    Ich kann dir natürlich auch nicht sagen, wie das bei euch abläuft, ich hatte hin und wieder einen Praktikanten im Unterricht, manchmal habe ich mich ein bisschen gewundert, aber nun ja. Ich vermute, an einer großen Schule wie der meinen verläuft sich das auch mehr.

    Aber wenn nun alle Kollegen so ein Geschrei machen, dass man auf keinen Fall einen Praktikanten betreuen soll - wo in aller Welt soll der dann lernen? Willst du wirklich der Schulleitung sagen, nö, mache ich nicht, gerüchteweise ist das mit Arbeit verbunden?

    Du kannst nachher immer noch jammern. Ausprobieren würde ich es. So ein Praktikant bleibt nicht ewig. Und Kollegen unken ja immer mal gern. Eigene Erfahrung ist immer verlässlicher.

    Du möchtest ja auch. Also würde ich es machen.

    Wie sagt man, wenn man keine Lust hat auf eine Party: "Ach, das wird bestimmt ganz nett." - Meistens stimmt das sogar.

    Nichtwissen ist nicht das Problem. So ein Forum ist ja dafür da, dass man Fragen stellt und Antworten bekommt, dann lernt man daraus und weiß beim nächsten Mal Bescheid. Das ist doch überall so. Problem ist nur, wenn Leute meinen, sie wüssten etwas, und falsche Antworten geben.

    Mich ärgert, wenn aus Beiträgen so ein Tonfall herablassenden Zurechtweisens herauszulesen ist. Dann fühlt man sich so recht unter Oberlehrern (das ist der Grund, warum ich Neleabels nicht wirklich hinterhertrauern werde). Und dann denke ich auch manchmal, du meine Güte, lösch dich raus, was soll das. Und dann verlasse ich doch nur den Thread. Nach ein paar Tagen bin dann doch zu neugierig und schau wieder herein. Und daher bin ich immer noch da.

    Ach, man hat doch überall viel zu tun. Macht auch nichts, so lange man sich da richtig fühlt, wo man ist. Wenn man Arbeit vermeiden will, sollte man gar nicht studieren. Und wenn man nicht belastbar ist und gleich krank wird, dann sollte man unbedingt daran arbeiten!! Das geht! Man wächst mit seinen Aufgaben. Oft genug selbst erlebt.

    Die Notbremse nach einem Semester ziehen ist in Ordnung. Gibt doch viele Leute, die erst mal nix machen oder eine Reise oder ein Wartesemester haben.

    Schnell in die Studienberatung, die können dir mehr sagen, und beobachte dich genau, wie es dir dabei geht.

    Ich finde, "bilingual", "Heidelberg" und "Karlsruhe" hören sich super an. So aus dem Bauch raus ... aber stressig ist das bestimmt auch. Und Kinder sind auch anstrengend. Also bitte nicht hoffen, dass das irgendwie wellness ist.

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