Beiträge von Piksieben

    Wenn man die Arte-Doku über Zucker geguckt hat (http://future.arte.tv/de/zucker), findet man das nicht mehr so lustig. Der Zusammenhang zwischen dem Zuckerkonsum und Typ-II-Diabetes wird heute etwa so hartnäckig geleugnet wie in den Siebzigern der Zusammenhang zwischen Rauchen und Lungenkrebs.
    Ich finde diese riesigen Eisteepackungen immer schrecklich. Zur Weihnachtsfeier habe ich meinen Schülern mal Cocktailtomaten und Möhrenstückchen mitgebracht - da blieb aber nicht ein Krümel übrig.

    Gibt doch genügend Anlässe im privaten Bereich, Kuchen zu essen etc. In der Schule brauche ich das wirklich nicht.

    Es ist kein Super-Gau, mit einer drohenden Thrombose die Arbeit erst mal den Beruf zurückzustellen und das Kind auszutragen. Andere Schwangere müssen liegen oder haben andere Risiken, so ist das nun mal. Die Kinder machen nachher auch nicht immer, was man will. Eine Schwangerschaft dauert nur 9 Monate, schon vergessen? Du kannst dich später noch genügend über deine Vorgesetzten ärgern und arbeiten kannst auch noch genug. Dein Arzt hat völlig Recht, dich krankzuschreiben. Reicht dir denn ein Klinikaufenthalt noch nicht? Willst du deine Gefährdung noch weiter treiben? In deinem Job kann dir nichts passieren, den verlierst du nicht. Mit deiner und der Gesundheit deines Kindes ist es anders. Ich kann nicht glauben, dass das bei dir nicht an erster Stelle steht.

    Stan, vielleicht schaust du ja doch noch mal rein, deshalb noch ein paar Worte.

    Wenn ich in ein mir noch unbekanntes Forum gehe, dann lese ich erst mal ein bisschen mit und antworte vielleicht hier und da. Einfach nur, um zu erschnuppern, wie so der Ton und Umgang ist. Es ist halt ein Geben und Nehmen, ein Forum ist kein Servicebüro. Und dann lasse ich nicht unverantwortlich viele sehr detaillierte persönliche Informationen dort, um beleidigt abzuziehen, wenn ich dann Antworten lese, die mir nicht gefallen.

    Alles Gute für dich!

    Und du erwartest jetzt was?

    "Du musst den Amtsarzt nichts sagen und einen Neurologen brauchst du auch nicht. Keine Muskeln mehr, Kribbeln in der Hand - das ist doch nichts, worüber man sich sorgen müsste. Und Fußball ist nach BSV genau das Richtige."

    Ohne dich und deinen Befund zu kennen, würde ich einen Teufel tun sowas zu schreiben.

    Manchmal schüttel ich schon den Kopf darüber, was Leute sich so vorstellen.

    Oje, Bine! Eigentlich ist Schwangerschaft doch so schön.

    Ich bin auch sehr erstaunt, dass du in der Schule sein sollst - die Viren und Bakterien kleben doch nicht nur an den Schülern, sondern auch am Lehrpersonal, an Türklinken, Tastaturen, sie schwirren durch die Luft etc. Weiß dein Arzt/deine Ärztin, dass du dich dort herumtreibst? Das würde ich auf jeden Fall mal ansprechen. Und auch den Personalrat, siehe oben. In einem Keller Gymnastik machen, echt, wie bekloppt ist das denn?

    Wie lang hast du noch bis zum Mutterschutz? Kannst du dich krankschreiben lassen? Mit einer Thrombosegefahr ist wirklich nicht zu spaßen. Such dir unbedingt Unterstützung, so ist das wirklich nichts! Alles Gute!

    Was den Gang zur Studienberatung angeht, möchte ich mich der Vorschreiberin anschließen.

    Du willst wohl eigentlich wissen, ob dein etwas halbgares Interesse für Physik ausreicht für ein Lehrerleben. Dazu ist zu sagen, dass a) es dieses Lehrerleben erst mal geben musst, d. h., die Einstellungschancen sind durchaus ein Argument, b) du kritisch prüfen musst, ob du für das Fach geeignet bist, was ich nicht beurteilen kann und c) es "trockene" Fächer eigentlich nicht gibt und Physik schon mal grad gar kein solches Fach ist.

    Es gibt halt solche und solche Entwicklungen. Manche Leute merken rechtzeitig, dass es nichts für sie ist, manche merken es leider zu spät und bei manchen kommt der Appetit beim Essen, sozusagen. Es ist immer auch eine Frage der Einstellung: Wie weit bin ich bereit, mich auf dieses Fach und seine speziellen Verrücktheiten einzulassen? Da bist du offenbar noch in der Zweifelphase, ganz normal, da muss man mit anderen reden und sorgfältig darauf achten, wie sich die Ratschläge, die andere einem geben, anfühlen.

    Nach meinem Gefühl ist Physik nicht das Fach deiner Wahl - einfach nach dem, was du so schreibst. Aber das muss nicht so sein.

    Wenn man sich über exponentielles Wachstum wundern möchte (darum geht es hier ja eigentlich), geht das besser mit dem "Falten bis zum Mond". Die Frage ist: Wie oft müsste man (wenn es ginge) ein Din A4-Blatt falten, um die Strecke bis zum Mond zurückzulegen? "Falten" heißt hier: Einmal zusammenklappen. Dadurch verdoppelt sich die Höhe.

    Immer wieder nett. Schon der experimentelle Ansatz ist erstaunlich: Schon mal probiert, wie oft man ein Blatt überhaupt falten kann?

    Ich fand den Artikel sehr berührend. Das "geht gar nicht" geht halt gar nicht. So sind wir nicht, so ist dieses Leben nicht, und das lässt uns manchmal ratlos. Das hat der Autor am eigenen Leib erfahren und erkannt, und ich finde, er hat das eindrucksvoll geschildert.

    Für Kinder kann es zutiefst verstörend sein, wenn Eltern, Großeltern oder eben Lehrer unbeherrscht weinen. Sie sollen ja helfen, Vorbild sein, alles wissen und können, beschützen, all das. Und meistens tun sie ja auch, als wäre das so.

    Erwachsenwerden heißt dann, zu erkennen, dass es nicht so ist. Dass die, die immer sagen, wo es langgeht, das selbst oft nicht wissen. Dass sie sogar manchmal richtig verzweifelt sind und keinen Ausweg sehen. Oder schrecklich unglücklich sind. Und dass sie vieles falsch machen und das manchmal auch sehr bereuen.

    Professionelle Distanz, klar, man kann nicht ständig mit den eigenen Gefühlen argumentieren, darf nicht zu viel Schwäche zeigen etc. Aber wie man in Extremsituationen reagiert - wer kann das denn voraussehen?

    Ein Lehrer, der eine Todesnachricht mit unbewegter Miene überbringt, würde mich vermutlich aber noch mehr verstören.

    Soll das Modell trotzdem so mathematisch bleiben ohne Berücksichtigung anderer Faktoren, also davon ausgehend, dass sich tatsächlich immer nur zwei Menschen paaren, die vorher in keiner Weise verwandt waren und nur ein Kind gezeugt haben, dann stimmen die Zahlen tatsächlich.

    Wo sollen die Leute denn alle herkommen? Tatsache ist, die Menschheit ist nicht weniger, sondern mehr geworden, viel mehr. Wie soll das gehen, ohne dass die untereinander verwandt sind? Sind die alle auf verschiedenen Kontinenten aus dem Boden gewachsen?

    Natürlich kann man stets alle nur erdenklichen Faktoren weglassen. Aber bitte nicht hinterher behaupten, Mathematik sei weltfremd.

    Es gibt diesen dicken Wälzer von Robert Gernhardt: "Was das Gedicht alles kann. Alles."

    Der Titel sagt es ja schon. Lohnt sich vielleicht, hineinzuschauen. Im Ton ist es nicht so meins, aber das ist ja jetzt nicht die Frage. Anfangs jedenfalls beschäftigt er sich mit der Frage, warum so viele Prominente so dümmlich auf die Frage nach ihrem Lieblingslyriker antworten ("Lieblings- was?").

    In einer Fotozeitschrift gibt es eine Rubrik mit der Frage: "Warum funktioniert dieses Bild?"

    Man sieht ein Foto und findet es toll, und wenn man keine Ahnung von Bildgestaltung hat, weiß man nicht, warum man es toll findet. Es gibt aber detaillierte Antworten darauf. So wie auch bei Musik, Architektur, Kunst.

    Bei Gedichten ist das ja ebenso, nur scheint dieses Gefallen noch etwas mehr von Person und Tagesform abzuhängen. Trotzdem, auch hier kann man sagen, warum es in einer bestimmten Art und Weise wirkt, und warum es viele Menschen mögen oder doch früher mochten. Warum es aufgehoben wurde, während andere vergessen wurden.

    Ottos Mops, der Bolero von Ravel: Hört man einmal, vergisst man nie wieder. Warum? Wenn man das versteht, versteht man sich selbst besser.

    Die Baumstruktur gibt hier nur scheinbar die Anzahl der Vorfahren im betrachteten Zeitraum wieder. Das liegt nicht an der Mathematik, sondern an der Modellierung.Die Elemente in dieser Darstellung sind nicht notwendigerweise alle verschieden. Einfachster Fall, wie erwähnt, Geschwisterehe. Damit ist das Ganze aber auch gar keine Baumstruktur mehr, und die Summenformel von oben passt nicht.

    Das Wichtigste ist, erst mal den Panikmodus abzuschalten! Mit Angst lässt sich nicht gut lernen, eigentlich gar nicht.

    Stumpfes Auswendiglernen von mathematischen Inhalten ist auch der ganz und gar falsche Weg. Man muss die Sachen verstehen und anwenden, dann erübrigt sich das mit dem Auswendiglernen weitestgehend.

    Wenn du das Gefühl hast, alles vergessen zu haben, dann solltest du dich rasch ans Wiederholen machen. Aber so schnell vergisst man auch nicht. Das geht beim zweiten Lernen alles schneller.

    Am hilfreichsten war für mich a) Lesen und Lernen ohne jede Ablenkung, z. B. in der Bibliothek und b) Lernen in der Lerngruppe (Inklusive gemeinsames Jammern - muss aber auf 10 Minuten begrenzt werden :-))

    Viel Erfolg und vor allem: Zuversicht!

    Was du alles weißt, Karl-Dieter. Tatsächlich bin ich die Übernehmende. Und fluche nicht. Und bevor ich weiterreiche, wird es genügend Leute geben, die eingearbeitet sind.

    Diese Attitüde, alles zu wissen über das, was andere so brauchen, sei es ein Auto oder ein Betriebssystem, oder eben ein CMS, finde ich fürchterlich. Wozu nur machen sich Leute wie die von Schulhomepage die Mühe, die Systeme zu vergleichen? Sie könnten auch sagen, Leute, nehmt X, das ist das einzig Wahre. Tun sie nicht, aus gutem Grund.

    Das ist eine Marke und eine Art Wortspiel. Sowas gibt es doch zuhauf. Ich wäre jetzt nicht auf die Idee gekommen, daran Anstoß zu nehmen.

    Ich finde das Deppen-Apostroph auch fürchterlich, aber die Argumentation "sieht schöner aus/klebt nicht so" hat doch einen gewissen Charme. Dem ja offenbar auch viele Leute erliegen, sonst würde man das nicht so oft sehen.

    Die Grenzen der Binnendifferenzierung / individuellen Förderung sind für mich ganz klar durch die Arbeitszeit gesetzt, für die ich bezahlt werden: Alles in allem ca. 1800 Zeitstunden im Jahr!

    Gruß !

    Wohl wahr. Man kann auch nicht erwarten, dass man in jeder Stunde jeden Schüler individuell optimal betreuen kann. Das wäre auch lebensfern. In der Welt da draußen wartet auch keiner auf einen. Wenn ein Mathe-Abi zu schreiben ist und ich habe Schüler, die sehr schwach sind, kann ich die trotzdem nicht bis kurz vor knapp mit Bruchrechenaufgaben beschäftigen, obwohl das vermutlich sinnvoll für sie wäre. Mit unterschiedlichen Aufgaben habe ich auch keine guten Erfahrungen gemacht. Allerdings kann man Aufgaben gründlicher oder weniger gründlich bearbeiten, auf Details achten, Zusatz- und Sternchenfragen stellen usw. Wie sich die Schüler einschätzen, hat tatsächlich nicht unbedingt viel mit ihrem tatsächlichen Können zu tun, speziell in Informatik überschätzen sich viele.

    Ich merke auch, dass ich das je nach Lerngruppe unterschiedlich angehe; in einigen Klassen funktioniert das mit dem gegenseitigen Helfen wunderbar, in anderen gar nicht. Einige Schüler fragen viel, andere sitzen schweigend da und lassen sich nicht anmerken, dass sie nichts verstehen. In einer großen, unruhigen Klasse würde ich wohl keine Lerntheke ausbreiten.

    Es kommt wirklich drauf an, wie die Ansprüche und Gegebenheiten sind. Darüber sollte man vorher gründlich nachdenken und sich dann gründlich informieren.

    Schau mal hier, da werden die Systeme verglichen und auch nach Kriterien abgeklopft: http://www.schulhomepage.de/

    "Schwerpunkt PC-Nutzung" ist für Schulseiten sicher ein falscher Ansatz. Die Schüler nutzen ihr Handy, und in den meisten Haushalten sind inzwischen auch Tablets vorhanden bzw. werden vorzugsweise benutzt. Eine Seite, die sich da nicht anpasst ("responsive Design"), ist nicht mehr zeitgemäß.

    Man muss auch bedenken, dass mit einer neuen Seite auch neue Begehrlichkeiten entstehen ("Könnte man nicht auch ... ?"). Und dass niemand an der Schule wirklich Zeit hat, so ein System zu pflegen. Es sei denn, man betreibt das als Hobby. Also ist es nicht nur wichtig, dass man die Seite rasch erstellen kann. Vielleicht ist das sogar weniger wichtig. Wichtiger ist eher, dass mehrere Leute rasch etwas einpflegen können.

    Wir haben typo3 - und wenn das einmal fertig ist, ist das Pflegen sehr einfach und man kann genau steuern, wer was bearbeiten kann.

    Als Vertretung dürfte das kein Problem sein, aber für das 2. Staatsexamen musst du tatsächlich Mathestunden (also Lehrveranstaltungen) in gewissem Umfang nachweisen, und da nimmt man es auch genau. Hört sich an, als hättest du nicht Nebenfach Mathe. Dann ist der Matheanteil tatsächlich nicht so groß. In einem Mathestudium ist der Schwerpunkt doch etwas anders.

    Ja, über schlechte Noten kann man sich ärgern. Du steckst gerade in einer Art Endlosschleife, die sich um dich und deine Noten dreht, aber irgendwann ist das auch vorbei.

    Prüfungen sind immer nur Momentaufnahmen - deshalb gibt es ja auch die Vornoten, die sich auf längere Zeitabschnitte beziehen -, und viele, viele Menschen machen die Erfahrung, dass es mal nicht so klappt wie erhofft. Wir muten unsere Schülern ununterbrochen zu, beurteilt zu werden und Prüfungen zu schreiben und Frust über die eigene Unfähigkeit oder die "falschen" Prüfungsfragen zu ertragen.

    Erhol dich erst mal - dieses "schwarze Loch" nach der Prüfung haben sogar Leute mit guten Noten. Krönchen zurechtrücken, weiter geht's.

    hanuta, ich finde nicht, dass du das viel anders siehst als ich. Ich sehe die Gefahr, dass man sich leicht ausnutzen/überfordern lässt, wenn man signalisiert, dass man etwas gern machen möchte. Es handelt sich aber nicht um eine nette Feierabendbeschäftigung, sondern offenbar um einen aufwendigen Job. Wenn man nicht auch signalisiert, dass man nur begrenzt belastbar ist, wird das schnell ausgenutzt. Es werden nämlich immer gern Aufgaben denen aufgetürmt, die sie mit Hingabe machen.

    Und die, die sich demonstrativ doof und unwillig anstellen, fragt man erst gar nicht. Frage ist nur: Wer hat hinterher mehr Freizeit? Und wer hockt Stunde um Stunde am Schreibtisch?

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