Beiträge von Piksieben

    Ein großes Problem bei der Medienkompetenzentwicklung ist meiner Meinung nach, dass da zu viel auf das Fach Informatik abgeschoben wird.

    Stimmt. Aber dann stellt sich gleich wieder die Frage nach der Lehrerausbildung. Deutschlehrer können eben nicht automatisch auch Word und Mathelehrer nicht Excel. Weiß ich. Ist so. In Mathe schreibt man dann einen völlig weltfremden graphischen Taschenrechner vor und tut, als sei das gottweißwie modern, obwohl jedes Handy inzwischen mehr kann. Dafür werden dann Fortbildungen gehalten und Handbücher verfasst, damit man auf dem winzigen Display eines sperrigen Geräts ein Bildchen erzeugen und damit angeblich großartige Unterrichtsprojekte entwickeln kann.

    Andererseits sind Informatiklehrer natürlich überfordert, wenn sie die gesellschaftlichen Folgen ihres Fachs auch noch behandeln sollen. Nicht nur zeitlich, auch methodisch und fachlich. Medienkompetenz umfasst halt irgendwie alles. Von daher müsste das zu jeder Ausbildung dazugehören, speziell zur Lehrerausbildung.

    Klar kannst du das machen, das ist eine typische Anwendung für Excel.

    Ob du das auf dem Tablet benutzen kannst, hängt natürlich von deinem Modell ab. Du musst doch wissen, ob du da Excel drauf hast?

    Mir genügt allerdings völlig, während oder nach des Unterrichts auf einer Papierliste ein paar Notizen zu machen, mehr schaffe ich auch nicht, mir wäre es zu stressig, während des Unterrichts auch noch mit einem Tablet rumzumachen (will ich auch nicht. Dafür sind mir meine privaten Geräte zu schade). Ich übertrage die Notizen auch nicht, und ein Zählen von "Mitarbeitspunkten" wäre mir zu schematisch. Lediglich die Noten kommen in eine ordentliche Exceltabelle, in derselben Mappe auch die Terminplanung und besagte Liste für die mündliche Mitarbeit und andere Notizen.

    Ich hab noch keinen Schüler gesehen, der Word, Excel und Powerpoint wirklich drauf hat. Alles was bei Word über das Tippen eines Briefes hinausgeht, ist ein Buch mit sieben Siegeln.

    Der Eindruck, dass Schüler das irgendwie alles können, entsteht vorzugsweise bei Computeranalphabeten, von denen es in der Lehrerschaft auch so einige gibt. Manche kennen die einfachsten Tastenkombinationen nicht und wissen nicht, wie man ein Inhaltsverzeichnis in Word erstellt oder in Excel eine Datenreihe ausfüllt. Die machen große Augen, wenn man es ihnen mal zeigt, und fragen sich, wie sie das all die Jahre so umständlich machen konnten ...

    Das lernt sich auch nicht mal so eben nebenher. Ich wünsche immer, ich hätte viel mehr Zeit, das mit den Schülern zu üben. Ich muss selbst auch immer dranbleiben, weil es so oft neue Versionen gibt. Die Schüler können inzwischen auch eher weniger, weil sie so viel am Handy/Tablet unterwegs sind.

    Was heißt "erstmal darüber nachdenken"? Das ist doch vielerorts längst Realität! In Grundschulen wird z. T. mit externen Trägern eine Betreuung organisiert. Im G8 ist auch schon viel Ganztag, auch wenn die Schulen eigentlich noch gar nicht so weit sind. In der gymnasialen Oberstufe ist auch schon Unterricht den ganzen Tag über. An Gesamtschulen gibt es das auch schon lange.

    Ob einem das als Schüler/in Spaß macht oder nicht, kann man sich nicht immer aussuchen, hängt aber auch stark davon ab, was angeboten wird. Wenn Sport, Musik, Hobby ... in der Schule stattfinden, ist das eine enorme organisatorische Erleichterung für alle Beteiligten. Gibt es auch schon (Kooperation mit Musikschule etc.). Was gibt es da noch groß zu diskutieren außer, wie man es besser machen kann? Ich sehe keinen Weg zurück zur Halbtagsschule.

    Hm, ich weiß nicht, ob das in der Situation eine gute Idee ist, den Unterrichtsentwurf noch zu ändern. Das kann leicht als erneute Unsicherheit ausgelegt werden.

    Man kann trotzdem in einer Stunde vom Plan abweichen, wenn das sinnvoll erscheint. Das flexible Reagieren auf das, was in der Stunde passiert, gehört doch zum Alltagsgeschäft und muss erlernt werden. Ich erinnere mich, dass mein Improvisationstalent in einem UB ausdrücklich gelobt wurde.

    Wir sind doch nicht einfach nur Staatsdiener. Wir sind auch Bürger und berechtigt, am öffentlichen Diskurs teilzunehmen. Wenn man das, was in Hamburg so vor sich geht, so hört, scheint da doch die Schulpolitik recht - hm - dynamisch zu sein, je nachdem, wer gerade regiert und welche Eltern gerade wieder aufschreien. Das ist doch auch Demokratie. Wenn einem das nicht passt: Mitreden, diskutieren! Sich einfach darauf zurückzuziehen, dass man halt nur seine Pflicht tut, ist doch ein bisschen wenig.

    Auch in NRW treibt der Anspruch, dass keine Stunden ausfallen dürfen, manchmal seltsame Blüten.

    Wobei ich die Bemerkung von dem Schulleiter wegen der internen Fortbildung nicht verwerflich finde. Wenn die Schule ausfällt, heißt das für Eltern immer Mehraufwand: Wo geht das Kind hin, bleibt einer der Eltern zu Hause usw. Ja, das sind Unannehmlichkeiten. Wenn ein Schulleiter das wahrnimmt, finde ich das ganz in Ordnung.


    Ach, wird es das? Das wäre mir neu. :staun:

    Oh, dann hast du aber Günther Jauchs Schau nicht gesehen am Sonntag. Da waren alle vor Wertschätzung kaum zu bremsen. Und im Forum dazu wurde beklagt, dass die Erzieherinnen sich über ihr Gehalt beklagen, weil andere noch deutlich schlechter verdienen bei ebenso stressigen Jobs.

    Fossi, so ist es. Im Prinzip sind Frauen ganz und gar gleichberechtigt. Aber es gibt immer ganz viele irgendwie privat definierten Gründe, warum die alte Rollenverteilung dann doch wieder zuschlägt, wenn Kinder da sind.

    Und oftmals arbeiten die Männer sogar mehr, wenn die Kinder da sind. Weil in dem Alter, in dem man eine Familie gründet, eben auch Karrieremachen angesagt ist. Vielleicht auch, weil es zu Hause mit einem Mal so ungemütlich ist.

    Und wenn sich Männer dann doch kümmern, stellen sie plötzlich fest, wie schwierig das alles ist...


    Ich beobachte dieses Gezerre zwischen berufstätigen Frauen und Hausfrauen mit Unmut.
    Mein tatsächliches Leben besteht aus einer Mischung aus (traditionellen) Frauenaufgaben
    wie kochen, putzen, waschen, Kinder erziehen und Aufgaben, die sich aus meiner Berufstätigkeit ergeben.

    Mich macht das auch missmutig, das kannst du mir glauben. Emanzipation heißt eigentlich, dass Frauen Rechte haben. Zu arbeiten, zu wählen, über ihr Leben zu bestimmen.

    Es heißt nicht, dass alle Aufgaben, die immer noch überwiegend von Frauen erledigt werden, irgendwie gering sind. Aber genau das wird so oft suggeriert heutzutage. Hausarbeit ist schrecklich lästig und sollte am besten einer Hilfe überlassen werden, die das gegen Geld macht (natürlich ist das auch eine Frau!). Und Kinder sind etwas, das betreut werden muss.

    Es ist doch durchaus schön, einen Haushalt zu führen und Kinder großzuziehen. Das ist noch nicht nur wickeln und Kloputzen! Das ist auch fördern, spielen, rausgehen, helfen, dekorieren, backen, vorlesen und viel, viel Kreatives tun. Wenn das Erzieherinnen tun, wird es wertgeschätzt, wenn es Mütter tun, sollen sie es irgendwie nebenher machen - als wäre es eine Strafe. Dabei ist die Phase mit kleinen Kindern eine der schönsten, wenn nicht die schönste Lebensphase.

    Ich finde das traurig und würde mir wünschen, dass sich die Denke da mal ein bisschen ändert und die Zeit mit Kindern verteidigt, errungen wird, für alle Eltern. Und dass nicht nur Männer ü50, die einen Nachzügler zeugen, auf einmal publikumswirksam entdecken, dass das Leben mit kleinen Kindern ein Abenteuer ist, das sich lohnt. Jetzt mal überspitzt gesagt.

    Hallo OLGast, versuche doch als erstes, ein bisschen Dramatik herauszunehmen und das Ganze ein bisschen zu versachlichen. Wenn du die Tafel als Medium gewählt hast - gut! Dann ist das jetzt so. Dann zieh das nicht in Zweifel, sondern mach das Beste draus. Du machst dich ja ganz verrückt!

    Es gibt Phasen, die muss man einfach irgendwie durchstehen. Die Welt wird nicht untergehen, wenn du nicht in die zweite Phase kommst, mach es so gut du es kannst, danach wirst du weitersehen.

    Im Moment musst du nur die Nerven bewahren. Hast du jemand zum Reden, auch, um dich ein wenig abzulenken, "runterzukommen"?

    Ich muss in solchen stressigen Situationen immer daran denken, was mein Fahrlehrer zu mir sagte: "Und vergessen Sie nicht zu atmen."

    Also: Vergiss nicht zu atmen :troest:

    Sind die Drittklässler denn alle katholisch?

    Ich kann dir keine Erfahrungswerte berichten, aber ich würde dir raten, nicht hinzugehen. Das ist doch keine Dienstverpflichtung, egal wie "üblich" das bisher ist. Wenn du jetzt gleich das erste Mal hingehst, schaffst du nur Fakten.

    Du musst auch nicht deine Kollegin um Erlaubnis fragen oder dich mit ihr auf irgendetwas einigen. Du gehst nicht hin und aus.

    Andere Leute haben bei sowas weit weniger Hemmungen. Das ist doch deine private Freizeit.

    Die essen zu jeder Mahlzeit Fleisch?

    Oh, da gibt es doch viele Leute, für die eine Mahlzeit ohne Fleisch nicht vollständig ist. Und die sind auch voll ehrlich und stehen dazu. "Salat? Ich? Ich bin doch keine Kuh!"

    Sind dir diese ehrlichen Aussagen nun lieber als die von Leuten, die weniger Fleisch essen, es aber nicht schaffen, ganz darauf zu verzichten, und die das auch so sagen?

    Die Länge der Arbeit an einer Diss., die übrigens auch mit unterschiedlichen Lebenswegen von Frauen zu tun hat, sagt nichts darüber aus, ob jemand schreiben kann oder nicht.

    Diese Länge sagt aber etwas darüber aus, ob man eine Sache zu Ende bringen kann. Wem nützen wunderbare, feinsinnig formulierte Werke, die nie veröffentlichungsreif sind? Die Dissertation soll zeigen, dass man in der Lage ist, in begrenzter Zeit etwas zum Abschluss bringen, das wissenschaftlichen Ansprüchen genügt. Darüberhinaus sind Veröffentlichungen natürlich das A und O bei der Einstellung an der Uni.

    Man kann natürlich auch hier herumdiskutieren, obwohl das nichts bringt. So ein Forum kann man nutzen, um Meinungen von anderen zu hören, die man sonst vielleicht nicht zu hören bekommt. Ob man die dann annimmt oder nicht, ist eine andere Sache. Internet gibt es doch nicht erst seit gestern. Wenn man nicht lernt, sich aus dem Sog des Rechthabenwollens rauszuziehen, kann man da beliebig viel Zeit mit vertrödeln, die anderweitig besser eingesetzt wäre. Zum Beispiel damit, fertig zu machen, womit man angefangen hat.

    Was in aller Welt gibt dir das, uns mit Emma zu "drohen"? Was gibt es dir, hier jemanden als frauenfeindlich zu beschimpfen? Selbst wenn du mit allem Recht hättest, würde das deine Chancen für einen Job an der Uni nicht erhöhen. Du musst doch nicht uns überzeugen!

    Ich war auch mal an so einer Schule, als ich dann dem Arzt (bzw. der Sprechstundenhilfe) mein Problem geschildert habe, wurde ich dann den gesamten Tag krank geschrieben.

    Ja, dachte ich auch gerade: Wenn ich morgens anrufe und sage, dass ich krank bin, können die schließlich nichts machen.

    Ungeschickt nur, wenn man vorher schon angefragt hat. Wie war das: Der Ehrliche ist der Dumme?

    Einem Schulleiter müsste doch klar sein, dass es keinen Sinn hat, wichtige Untersuchungen zu verhindern?!

    Auch im Interesse der Kollegen wäre es sinnvoll, das grundsätzlich zu klären.

    Oder ist es diese typisch frauenfeindliche Weltsicht, dass eine über 50 Jährige Frau gefälligst Apfelkuchen zu backen hat statt noch akademische Ziele zu verfolgen ? Mann, ist das doof hier. :sauer:

    Eine Frau ü50 weiß normalerweise, welche Karrierezüge abgefahren sind. Zum Beispiel die an der Hochschule, wenn man mit ü50 noch nicht einmal promoviert ist. Liest du die einschlägigen Stellenanzeigen? Die Zeitung?

    Natürlich kannst du in deiner Freizeit wissenschaftlich arbeiten, das machen viele. Aber dass dir auf dem Silbertablett Stellen an der Uni angeboten werden, entschuldigung, wovon träumst du nachts?

    Ich kann Fossi, was dein Auftreten hier angeht, auch nur rechtgeben.

    Du musst dem Schüler nicht begründen, warum es nicht in Ordnung ist, während der Stunde einzuschlafen (oder herumzulärmen, mit dem Handy zu spielen,...). Mit so etwas würde ich gar nicht erst anfangen.

    Der Klassenlehrer sollte wissen, wenn so etwas öfter vorkommt, und der wäre dann auch dran, zu erkunden, ob es ein tieferliegendes Problem gibt (Schüler muss nachts arbeiten, ist computersüchtig, ...). Und für eventuell weitergehende Maßnahmen wie Klassenkonferenzen sollten diese Vorfälle dokumentiert sein. Es ist doof, immer nur zu hören, dass die Klasse unruhig ist und man hat keine Handhabe, weil es keine Klassenbucheinträge gibt und man die Störer nicht ausfindig machen kann.

    Ich mache es so: Ich verwarne einmal, dann trage ich ein und schließe den Schüler in der Regel auch vom Unterricht aus. Diskussionen versuche ich in der Akutsituation zu vermeiden. Wenn mich ein Schüler nach der Stunde freundlich noch einmal anspricht, ist das natürlich in Ordnung, aber oft eskaliert die Situation nur, wenn der Schüler eh schon in Rage ist.

    Lese ich als Klassenlehrerin diese Einträge, spreche ich mit dem Schüler und verwarne ihn. Er darf durchaus Stellung beziehen, weil ich ja nicht dabei war, und es kommt ja auch vor, dass es Missverständnisse gibt. Dann versuche ich die auszuräumen bzw. gebe Hinweise, wie man das in Zukunft vermeidet.

    Ich wüsste nicht, was dagegenspricht, den Eintrag am nächsten Tag nachzuholen.

    Aber wie schon geschrieben: Mit dem Klassenlehrer sprechen, jeder hat da so seine Methode.

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