Beiträge von Piksieben

    Es gibt auch Apps fürs Smartphone, die den Lärmpegel messen (Dezibelmeter oder so ähnlich). Sind vermutlich nicht so genau, aber dafür umsonst und bieten auch schon mal einen Anhaltspunkt.

    Gehörschutz kann man auch recht individuell im Internet bestellen, da kostet es deutlich weniger als 100 Euro. Aber eigentlich ist nicht einzusehen, dass du das privat bezahlen sollst. Ich würde mich da auch mal arbeitsrechtlich schlau machen. Auf jeden Fall nicht so lassen, wenn du jetzt schon 2-3 Stunden nach dem Unterricht Rauschen im Ohr hast! Warst du schon mal beim HNO deshalb? Würde ich wirklich machen.

    Da steht nicht, dass es schlimm und unmöglich ist, eine Anstellung als Lehrer/in zu bekommen. Das steht, dass man nicht gerade einen Job hinterhergeworfen bekommt, wenn man Geschichte und Deutsch studiert hat. Dass eine Absolventin noch jammert, dass sie zum Referendariat nach Solingen muss - also sorry, geht's noch?

    Ich kann mich noch gut erinnern, dass das Lehramtsstudium mal eine ganz schlechte Wahl war und viele nach dem Studium alles Mögliche machten, nur eben nicht als Bio- und Geschichtelehrer unterwegs waren.

    Zurzeit ist es offenbar wieder so, dass es schwierig wird - weil aus unerfindlichen Gründen mal wieder alle Lehrer werden wollen. Ich weiß nicht, woher dieser Anspruch kommt, dass man unbedingt einen Job kriegt, nur weil man etwas studiert hat. Frag mal einen Juristen oder Wirtschaftswissenschaftler, wie viele Bewerbungen der schreibt.

    Hätte man den Leuten nicht früher sagen können ... ? Man hat. Und Planwirtschaft haben wir nun mal nicht. Also müssen wir mit der Situation, wie sie ist, leben.

    Panikausbrüche sind da auch nicht die richtige Reaktion ... besser sind Flexibilität, Mobilität, Kreativität ...

    Wir können wieder bei null mit dem Üben anfangen. Interessanterweise übernimmt mein Kind genau die Fehler aus dem Fehlertext, das es zu Beginn der Dikatübung gemacht, aber inzwischen abgelegt hat, und schreibt nun wieder genau diese Wörter falsch.

    Versuchte als Kollegin zu argumentieren und bat solche Aufgaben zur Differenzierung nur rechtschreibstarken Kindern anzubieten doch bisher ohne Erfolg.
    Es heißt das Lehrwerk fordere solche Aufgaben schon ab Klasse 2 und in der VERA Arbeit müssten Schüler in einem halben Jahr nun auch solche Aufgaben lösen können.

    Ich finde dein Verhalten bedenklich. Wieso müssen denn "wir" mit dem Üben "bei null" anfangen? Soll das heißen, dass du die Lernfortschritte deines Kindes ständig überwachst und ständig daneben sitzt, wenn es lernt?

    Noch schlimmer finde ich, "als Kollegin" der Lehrerin deines Kindes ins Handwerk zu pfuschen. Würdest du das umgekehrt dulden, wenn dir jemand sagt, wie du bitte deinen Unterricht zu machen hast und es dann als "Erfolg" angesehen würde, wenn du diesen Vorschlägen folgst? Du untergräbst mit diesen Aktionen auch das Vertrauen deines Kindes zur Lehrerin (ich vermute jedenfalls, dass dein Kind mitbekommt, was du tust, mehr oder weniger direkt). Dürfen Lehrerinnen ihre Erfahrungen nicht selbst machen? Können sie übrigens nicht, wenn die Eltern daheim alle Fehler korrigieren, indem sie mit ihren Kindern "bei null anfangen".

    Unterrichtest du wirklich an einer Grundschule - dann müsstest du das Lehrwerk (Was meinst du genau? Das Unterrichtsbuch? Das liegt dir doch vor, schau doch rein. Oder meinst du vielleicht den Lehrplan?) und VERA doch kennen?! Wieso fragst du dann hier?

    Ich wäre an deiner Stelle einfach mal etwas gelassener. Dein Kind kann tatsächlich auch von anderen Leuten als seiner Mutter etwas lernen, da musst du auch nicht ständig drauf aufpassen. Und Methoden werden sowieso überbewertet.

    Ähum ... wir reden hier aber schon von Grundschule, oder? Erwarten die Lehrer, dass Erstklässler Word beherrschen und den PC bedienen, bevor sie lesen und schreiben können? Oder sollen sie das nach der 4. Klasse können?! Das ist doch kein Unterrichtsstoff der ersten Klassen?? Und seit wann wird erwartet, dass die Kinder zu Hause am PC ihrer Eltern hocken?

    Ich unterrichte in der Sek II und stelle oft fest, dass die Schüler z. B. die Tastatur nicht gut beherrschen und z. B. nicht wissen, wo die Tabulator-Taste ist. Und dass sie auch die Bedienelemente von Word kaum kennen. Offenbar hat ihnen das niemand vorher gezeigt. Und was mir meine Kinder aus der Sek I erzählen, da lernen die das auch nicht. Jedenfalls nicht von den Lehrern. Es sei denn, sie haben tatsächlich Informatik, was ja durchaus nicht immer der Fall ist.

    Wenn für den Alltag kein PC mehr erforderlich ist, weil man das meiste inzwischen auf Tablet und Handy erledigen kann, dann ist das halt so. Wir haben an der Schule "nur" PCs und die Schüler lernen, was sie bisher noch nicht konnten, dann, wenn sie es brauchen. In der Regel ist das kein Problem. Viel gravierender sind Mängel in Rechtschreibung, Lesefähigkeit, Englisch und Mathe. Die lassen sich nicht so einfach nachholen.

    Ich kenne es so, dass die Verwaltungsrechner mit den persönlichen Daten streng getrennt vom pädagogischen Netz zu halten sind, in dem auch die Schüler arbeiten. So viele Verwaltungsrechner gäbe es bei uns nicht, dass jeder Lehrer zu jeder Zeit Zugriff hätte. Und wenn man das Klassenbuch nicht während des Unterrichts ausfüllen kann, bedeutet das Mehrarbeit.

    Es hört sich schön an, und man könnte auch Klassenarbeitstermine verwalten.

    Aber es gibt bestimmt eine Reihe von Problemen, in erster Linie die Akzeptanz unter den Kollegen, was den Umgang mit Computern angeht, das ist zum Teil haarsträubend. Und dann so Dinge wie: Was ist bei Feueralarm, wenn man kein Klassenbuch mit rausnehmen kann?


    Und glaubt ihr, dass alle Eltern dann sämtliche Betten, Kissen, Bezüge, Stofftiere, Polstermöbel etc... behandeln???

    Das ist auch nicht nötig, siehe z. B. hier. http://www.kindergesundheit-info.de/themen/krankes…e/uebertragung/

    Die Läuse trocknen aus, wenn sie nicht rechtzeitig frisches Blut bekommen. Sie fliegen oder springen auch nicht, sondern laufen nur. Sie übertragen sich von Kopf zu Kopf.

    Die Sitzordnung ändern reicht zweifelsfrei nicht. Die Kinder müssen kontrollieren oder kontrolliert werden, durch Gucken und vor allem durch Auskämmen. Anders wird man der Sache nicht Herr.

    Piksieben
    An der Grundschule läuft das wohl ein bisschen anders als an einem Berufskolleg. Die SL ist weisungsbefugt. Erklärt auch anderen Lehrern, wie sie sich im Umgang mit Eltern zu verhalten haben: möglichst den Wünschen den Eltern entsprechen, damit keine Missstimmung aufkommt. Ich bin schon die einzige, die mal dagegen aufmuckt, alle anderen schweigen und fügen sich. In so einem Klima der Angst kann ich nicht arbeiten.

    Nein, nicht an allen Schulen ist diese Übergriffigkeit der Eltern spürbar. Ich habe 15 Jahre lang in einem sozial schwachen Stadtteil gearbeitet und hatte diesbezüglich nie Probleme. Deshalb wäre es wohl das beste, ich käme genau da wieder hin.

    Du musst dich hier weder rechtfertigen noch um Erlaubnis fragen. Es ist deine Entscheidung.

    Mir hat sich der Eindruck aufgedrängt, dass du mit etwas mehr Standvermögen besser zurecht kämst. Deshalb habe ich dir geantwortet. Mein Schulleiter ist auch weisungsbefugt, aber deshalb darf auch ich eine Meinung haben. Wie auch hier im Forum.

    Du sagst es. Es ist Käse. Der normale Elternteil hat ja keine Herbstferien, sondern nimmt sich bestenfalls etwas Urlaub, um die Brut zu betreuen oder wegzufahren.

    Andererseits sind die Ferien auch nur ein paar Wochen im Kalender, also, es bleiben auch dann Ferien, wenn man arbeitet. Für die Kinder eben. Von daher wünscht du einfach ein paar schöne Wochen. Und das ist ja auch ok.

    Aber ich finde es gut, dass du dir Gedanken machst. Ich habe mal von einer Apothekerin gehört, die sich über einen Lehrer-Kunden ärgerte, der ihr "schöne Ferien" wünschte. Sie hatte eben keine ...

    buran, wenn ich deine Beiträge so lese, habe ich das Bedürfnis, dir mal die Schultern aufzurichten und dich breitbeinig hinzustellen. Du bist ü50 und lässt dich wirklich von übermotivierten Eltern verunsichern? Wie kann es sein, dass du mit so viel Berufserfahrung solche Dinge so persönlich nimmst, dass du die Schule wechseln willst, statt klare Ansagen zu machen, die sich rumsprechen, so dass eine bestimmte Art von Verhalten nicht mehr vorkommt?

    Auch einer Schulleiterin kann man selbstbewusst gegenüber treten. Du wirst als Lehrkraft schließlich gebraucht. Du kannst nicht rausgeworfen werden. Was spricht dagegen, mal etwas energischer aufzutreten? Da muss man nicht gleich unfreundlich werden, eine gewisse Sturheit reicht oft auch schon aus.

    Deine Einwände gegen das Kollegium klingen recht vage. Nett, aber nicht deine Wellenlänge? Was hast du denn erwartet? Das müssen doch nicht alle deine Freunde werden. "Nett" reicht doch wohl vollständig.

    Zusammengefasst, mir drängt sich der Eindruck auf, dass du die Probleme, die du schilderst, an die nächste Schule mitnehmen würdest. Die Eltern kann man sich nun mal nirgendwo aussuchen. Die Schüler auch nicht. Einen Weg zu finden, damit umzugehen, gehört zwingend zu unserem Job. Und so lange du ohnehin an dieser Schule bleibst, solltest du unbedingt an diesem Punkt arbeiten.


    Wie kriege ich es hin, das zu kommunizieren ohne "unfähig" oder "faul" zu wirken?!

    Guck dir mal bei anderen ab, wie sie völlig schmerzfrei und ohne Rücksicht auf ihren Ruf Arbeit abwehren. Von dieser Sorte gibt es doch in jedem Kollegium genügend Exemplare. Manche erledigen ihre Aufgaben so schlecht, dass man lieber keine mehr an sie heranträgt - das ist eine sehr viel schlechtere Lösung, als sofort nein zu sagen.

    Du lernst das schon!

    Im Fall der Eingangsposterin sind aber sowohl Eltern als auch Gesundheitsamt bereits informiert. Nutzte ja offenbar nichts. Da die Kinder nicht mehr gar so klein sind, finde ich es schon sinnvoll, sie als Betroffene direkt zu informieren und nicht nur zu bitten, "mal zu gucken". Wie gesagt, das ist gar nicht so einfach, man fühlt sich mit Läusen ja nicht krank oder so. Man muss den Eltern nicht gleich kriminelle Absichten unterstellen.

    Worum genau machst du dir Sorgen? Sollte jemand Probleme mit der Rechnung machen, wirst du das erfahren und kannst eine neue Rechnung anfordern. Kannst du auch direkt machen, auf jeden Fall die Praxis informieren, dass dein Name nicht richtig eingegeben wurde.

    Mir wurde neulich eine Leistung in Rechnung gestellt, die ich gar nicht bekommen hatte. Da habe ich die Rechnung halt unbezahlt zurückgegeben und eine neue angefordert. Kein Problem (allerdings war die nächste Rechnung wieder falsch, zu dem Arzt geh ich auch nicht mehr).

    Ich würde den Kindern genauer sagen, wie man nach Läusen sucht.

    Meine Erfahrung ist: Am besten ist es, die Haare über einem sauberen Waschbecken kopfüber auszubürsten und auszukämmen.

    Wenn die Kinder das tun und sie finden so ein Vieh, das ist so eklig, da werden sie ihre Eltern schon alarmieren. Wenn Eltern nur so ein bisschen "Sichtprobe" machen, reicht das nicht. Ich wusste anfangs gar nicht, wonach ich suchen sollte. Aber wenn im Waschbecken plötzlich Leben ist, wird es klar :explodier:

    Ich finde, ihr lest ganz schön selektiv.

    Was spricht dagegen, dass Lehrer ein gutes Verhältnis zu ihren Schülern haben, statt nur stur Pauker zu sein? Was ist gegen eine angenehme Atmosphäre beim gemeinsamen Essen zu sagen? Sozialverhalten ist doch kein eigenes Lernziel, sondern überhaupt erst die Voraussetzung dafür, gemeinsam lernen zu können.

    Es mag an deiner Schule nervig sein, barmeliton. Aber jetzt im Bausch und Bogen die Sozialpädagogik zu verdammen, finde ich falsch. Was schlägst du denn vor für Kinder, die eine kaputte Familie (oder gar keine) haben?

    Geht mir auch so, Eugenia ... entweder das ist ein Fake. Oder da schreibt jemand, der sowieso alle Tipps ablehnt, mit den Argumenten "geht nicht, hab ich schon, liegt an xy oder Gottweißwas, jedenfalls nicht an mir ..."

    Wenn man Französisch unterrichten will, dann bemüht man sich doch rechtzeitig darum, wirklich gut Französisch zu lernen??!! Auch Krankheit ist nun mal keine Entschuldigung, wer würde sich von einem Arzt den Blinddarm rausnehmen lassen, der gerade, als das in der Ausbildung dran war, gefehlt hat?

    Diese Entschuldigungen sind noch auf Schülerniveau. Ich kann kaum glauben, dass ein Mensch mit Hochschulabschluss so argumentiert. Für gesundheitliche Einschränkungen kann niemand etwas. Trotzdem darf man mit einer Sehschwäche nicht Busfahrer oder Pilot werden - so ist das nun mal.

    Seltsamerweise scheine ich der einzige Lehrer in einem recht großen Kollegium (145) zu sein, der ein Tablet im Unterrichtseinsatz nutzt.

    Und? Was sagt uns das jetzt? Dass die anderen alle rückständig sind? Ich beobachte mit Vergnügen all diese Experimente mit tragbaren Gerätschaften aller Art. Letztlich kostet das alles Zeit und Geld und Aufmerksamkeit. Seit mir in der Schule einmal das Netzteil runtergefallen ist und dabei kaputt ging - und nach einem ähnliches Malheur mit einem Fotoapparat - bringe ich ebenso wenig meine teuren Geräte (Ausnahme: Handy, aber das auch nur aus privaten Gründen) mit wie ich Bücher an Schüler verleihe (sieht man doch nicht wieder).

    Ich mache mir eine Liste mit den Schülernamen im Querformat. Für jede Unterrichtsstunde zwei Spalten: In die eine kommt der Punkt für die Anwesenheit (warum sollte das elektronisch schneller gehen?), in die andere Notizen (ein Plus oder Minus oder was auch immer), und darunter notiere ich, wie weit ich gekommen bin und ob ich eine Hausaufgabe gegeben habe. Die Liste kommt in die Mappe mit den Arbeitsblättern, für jede Klasse eine Mappe, fertig. Wenn ich Arbeiten korrigiere und die Noten mache, sitze ich sowieso am heimischen PC. Der geht mir schon genug auf die Nerven :pfeif:

    Tja, schwierig. Das sind ja mehrere Baustellen. Einmal die fachliche, da ist der Vorschlag mit dem Ausland doch eigentlich zielführend. Gibt es da nicht Möglichkeiten, ein Praktikum o. ä. in Frankreich zu machen?

    Dann das mit der Aufmerksamkeit. Es ist aus der Ferne schwer zu sagen, wie gravierend das ist, aber als Lehrer bist du ständig mit fünf Sachen gleichzeitig beschäftigt. Es geht wohl jedem mal was durch die Lappen. Du musst selbst wissen, wie stark die Einschränkung bei dir ist und wie sehr du da in der Lage bist, dich auf die Situation einzustellen.

    Unruhe in der Klasse: Das ist am Anfang nicht ungewöhnlich und wird dadurch natürlich schlimmer, dass du dich selbst nicht wohl und nicht sicher fühlst und ständig überarbeitet bist. Natürlich ist es schwer, selbstsicher aufzutreten, wenn man ständig an sich zweifelt. Da ist es halt auch ganz wesentlich, dass man sich fachlich absolut sicher fühlt.

    Das Gespräch zu suchen, ist gut, aber es kommt trotzdem drauf an, mit wem man spricht. Wenn man immer nur "du musst dies ... du musst das ... dies klappt nicht ... das geht nicht ..." zu hören bekommt statt "versuch mal so ... das findet sich ... da muss man ein wenig Geduld haben ... schau, das war doch schon ein Fortschritt" - dann ist das halt nur frustrierend.

    Ich habe sehr viel gelernt durch kleine, freundliche Hinweise oder einfach durch Abgucken. Und dann durch Erfahrung und Ausprobieren. Die Zeit braucht man halt.

    Es gibt definitiv Leute, die sich einen anderen Job suchen sollten als ausgerechnet Lehrer. Ob du dazu gehörst, weiß ich natürlich nicht. Letztlich musst du auch selbst entscheiden, was dir gut tut. Vielleicht gibt es eine Person deines Vertrauens, die dir raten kann?

    Nach drei Wochen schon aufgeben wäre aber sicher überfrüht, und auch nicht aus diesem Gefühl der Erschöpfung heraus, das du im Moment offenbar hast.

    Geh offen in das Gespräch. Sie wollen dir helfen. Hör dir erst mal alles an.

    Hach, sind das wieder so richtig nützliche Tipps. Ganz harmlose Frage, und schon sieht die Lehrerschaft rot. Familie! Hilfe! Primimäuschen kommt jetzt gewiss mit MamaPapaKind an, dabei gibt es das doch heutzutage kaum noch! Und wer denkt an die schwulen Väter? Da muss Schule noch eine Menge leisten, bis sie in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist!

    Fussel, ich bin auch nur eine gerade sich ins Wochenende einstimmende Sek-II-Lehrkraft und kann dir keine Tipps geben. Aber hier kommt sicher noch die ein oder andere kompetente Fachkraft vorbei :fluester:

    Bedenklicher finde ich, dass du mit den ganzen Fächern nicht viel anfangen kannst.

    Ja, den Gedanken hatte ich auch. Mathe ist auch für Grundschullehramt meines Wissens nicht ohne.

    Es ist aber in jedem Studium so, dass es zähe Phasen und uninteressante Themen oder einfach öde Vorlesungen gibt. Und Sachen, die schwer sind. Das allein sollte einen von nichts abhalten.

    Ich möchte nur noch ein paar Dinge zu bedenken geben: Hier schreiben natürlich Lehrer, die oftmals schon eine Weile im Job sind. Wären sie während des Studiums ausgestiegen (oder später), wären sie nicht mehr hier. Von daher herrscht hier eine gewisse Parteilichkeit.

    "Introvertiertheit" ist auch so eine Schublade ... sind wir nicht alle froh, dass nicht alle Lehrer extravertierte Partylöwen sind? Das wäre doch für alle Teile unaushaltbar! Von solchen Bedenken würde ich mich nicht abschrecken lassen. Du bist erst 19, du hast noch so viel Entwicklungspotential. An deiner Prüfungsangst musst du so oder so arbeiten, egal, was du später machst, Prüfungen werden mit Sicherheit dabei sein.

    Und dann: Niemand kann dir garantieren, dass du eine Entscheidung bereust, egal, wie gut du dich vorher informierst und wie lange du überlegst. Letztlich musst du dich so entscheiden, wie es sich für dich im Moment gut anfühlt. Mehr kannst du nicht machen. Es passiert, dass man Entscheidungen trifft, die man im Nachhinein bereut - aber der Fehler ist eher, sich das vorzuwerfen. Man weiß nie, wie ein anderer Weg ausgegangen wäre.

    Wobei du schon gut erkannt hast, dass die Gefühle deiner Mutter ein eher schlechtes Entscheidungskriterium sind - es ist ja *dein* Leben.

    Du machst das schon richtig - du denkst nach und diskutierst. Irgendwann hast du die Lösung. Viel Erfolg!

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